Bellaria – Solange wir leben!
Das Kino Bellaria steht im 7. Wiener Gemeindebezirk und zeigt Filme aus
der “Goldenen“ Zeit der deutsch-östereichischen Filmkunst aus den Jahren 1932 –
1948. Dieses Kino ist eine Welt für sich, erbaut 1911, in den Achzigern letzmals
renoviert, mit seinen Rosentapeten und runden Medaillons der Heldinnen und
Helden vergangener Filmtage an den Wänden bildet es ein Refugium für eine Zeit
als Komödien noch Lustspiele hiessen und die Aufgabe hatten den Zuschauer zu
täuschen, abzulenken, zu erheitern. Die Stammgäste kommen jeden Tag um für
kurze Zeit dem Jetzt zu entfliehen und in die Träume ihrer Jugend entführt zu
werden.
Der deutsche Filmemacher Douglas Wolfsperger drehte mit Bellaria –
Solange wir leben! einen berührenden und zugleich komischen Film über ein
spezielles Kino und seine noch spezielleren Zuschauer. Es ist unterhaltsam die
Kinozuschauer kennenzulernen, die mitunter recht exzentrischen Persönlichkeiten
durch den Alltag zu begleiten und ihren zum Teil eigenartigen Theorien zu
lauschen.
Für den modernen Kinogänger ist der Film eher etwas zu langatmig
geraten, nichtsdestotrotz ist Bellaria jedoch ein sehenswerter Film.
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