Europameisterschaft 2004  

Gruppe C (Schweden, Italien, Dänemark, Bulgarien)

Schweden hat bereits vor zwei Jahren eine starke WM gespielt und auch in der EM-Quali überzeugt. Vor allem defensiv gehören die Schweden zu den stärksten Teams in Europa, in 26 Qualifikationsspielen haben sie nur gerade 7 Gegentore kassiert. Schweden überzeugt durch taktische Disziplin und ein starkes Kollektiv, jedoch leiden öfters die Offensivbemühungen darunter. Mit der Rückkehr des Celtic-Stürmers Henrik Larsson ins Nationalteam  hat der Angriff deutlich an Schlagkraft dazugewonnen.

Italien gehört sicher auch zu den Favoriten um den EM-Titel. Giovanni Trapattoni verfügt über eine breite Palette an guten Spielern, die ihm viele taktische Möglichkeiten offen lassen. Die Abwehr ist solide, die Offensive verfügt mit Totti und Vieri über genügend Kreativität und Durchschlagskraft. Ein Fragezeichen bleibt noch beim Torhüter, sowohl Buffon wie auch Toldo waren diesen Frühling in einem Formtief. Grösstes Problem der Italiener könnte sein, das sie wie schon so oft zur Überheblichkeit neigen und sicher geglaubte Siege noch verschenken (wie an der WM 2002).

Dänemark ist quasi Stammgast an der Europameisterschaft (seit 1984 immer dabei) und Sensationsgewinner der Euro 1992. Seither sind die Dänen jedoch nicht mehr über die Gruppenspiele hinausgekommen. Die Mannschaft von Trainer Morten Olsen ist taktisch gut geschult und spielt Offensivfussball mit Herz. Im Sturm stehen mit Tomasson (AC Milan), Grönskjaer (Chelsea) und Sand (Schalke) gleich mehrere Klassespieler zur Verfügung. Allerdings fehlen Spieler die im Mittelfeld das Spiel machen können, die Dänen sind daher dann am besten, wenn der Gegner das Spiel machen muss.

Auch Bulgarien ist eine Mannschaft, die nach Erfolgen in den 90ern (4. Platz WM 94) nun den Umbruch vollzogen hat. Im Gegensatz zu früher fehlen die genialen Einzelspieler, dafür sind die Bulgaren nun als Kollektiv stark. Die Stärke des Teams liegt sicher in der Offensive mit Dimitar Berbatov als effizienten Torjäger. Die Defensive wirkt allerdings nicht immer sicher. Ausserdem ist die Mannschaft noch nicht konstant genug. Die Bulgaren sind daher sowohl für eine positive wie auch negative Überraschung gut.

Fazit:
Italien, Schweden und Dänemark liefen sich einen harten Kampf um den Einzug ins Viertelfinale, doch Italien setzt sich letztendlich als Gruppensieger durch, knapp gefolgt von den Schweden. Bulgarien ist chancenlos und wird Gruppenletzter

1. Italien
2. Schweden
3. Dänemark
4. Bulgarien


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