Europameisterschaft 2004
Gruppe A: (Portugal, Spanien, Russland, Griechenland)
Die Gruppe des Gastgebers ist wohl die ausgeglichenste Gruppe dieser EM.
Hier ist jedem Team sowohl das Weiterkommen wie auch das Ausscheiden zuzutrauen.
Portugal verfügt sicher über das spielerische Potential um an
der Euro 2004 weit zu kommen. Spieler wie Luis Figo, Rui Costa oder Deco können
ein Spiel fast im Alleingang entscheiden. Ausserdem ist der Heimvorteil nicht
zu unterschätzen. Die Portugiesen haben jedoch immer wieder demonstiert,
dass die Nerven im entscheidenden Moment versagen, der Druck vom heimischen
Publikum könnte zu gross werden.
Spaniens Vereinsfussball ist in Europa das Mass aller Dinge und auch wenn
viele Schlüsselspieler der Liga Ausländer sind verfügt die
Nationalmannschaft über genügend gute Spieler um an jedem grossen
Turnier als Mitfavorit gehandelt zu werden. Herausgekommen ist indes noch
nicht viel. Auch dieses Jahr hat Spanien trotz einer starken Mannschaftdie
Qualifikation erst über die Barrage gegen Norwegen geschafft, zuvor
wurden sie von den Griechen auf Platz 2 verwiesen.
Russland hat in der Qualifikation zwei Gesichter gezeigt. Nach der verpatzten
WM 2002 wurde die Mannschaft vom neuen Trainer Waleri Gassajew ausgemistet,
mit mässigem Erfolg. Erst nach einem neuerlichen Trainerwechsel (Georgi
Jartsew) und der Rückkehr einiger altgedienten Stars wie Mostowoi kam
die Wende. Die Russen schafften mit einem Schlussspurt noch den 2. Rang
hinter der Schweiz und qualifizierten sich via Barrage gegen Wales. An Qualität
und Erfahrung sollte es der Mannschaft nicht mangeln, die Frage ist aber
ob die Stars den Zenit nicht schon überschritten haben. Ausserdem hat
Russland an grossen Turnieren öfters schlecht ausgesehen.
Griechenland ist unter Trainer Otto Rehhagel wieder international konkurrenzfähig
geworden, hat in der Quali Spanien hinter sich gelassen und sich so erstmals
seit der WM 94 wieder für ein grosses Turnier qualifiziert. Dieses
Mal soll es besser klappen als das letzte Mal, als man tor- und punktelos
nach Hause geschickt wurde. Die Griechen sind defensiv solid, haben aber
offensiv wenig Durchschlagskraft. Auch fehlt es an internationaler Erfahrung.
Reicht Rehhagels Defensivtaktik um die offensiven Schillerfalter von Portugal
und Spanien aus dem Konzept zu bringen.
Fazit:
Portugal wird sich zusammenreissen und den Heimvorteil nutzen. Die Portugiesen
gewinnen die Gruppe A vor Spanien, das sich knapp gegen Griechenland durchsetzt.
Die Russen enttäuschen einmal mehr und werden Gruppenletzte.
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