SKW/Liverpool
abgestiegen
von George Engelbauer / Andreas Shiyoo
Windhoek - Gegen die Arrivierten der Liga hat
SKW/Liverpool gepunktet. Das direkte Abstiegsduell gegen Golden Bees verlor man
vor zwei Wochen im eigenen Stadion. In der Endabrechnung fehlten genau diese
Punkte, um den Abstieg zu vermeiden. Am vergangenen Samstag empfing
SKW/Liverpool zum letzten Ligaspiel die Mannschaft Tigers. In einem von
SKW/Liverpool klar dominierten Spiel gewann der Absteiger mit 2:0. Dieses
Ergebnis war am Ende bedeutungslos, weil Mitkonkurrent Golden Bees sein letztes
Spiel mit 3:1 gegen Chief Santos gewann. In den letzten fünf Spielen gewann
SKW/Liverpool gegen Chief Santos und Tigers und erreichte gegen Black Africa
ein beachtliches 2:2 Unentschieden. Den Klassenerhalt verspielte sich der Club
im direkten Duell gegen Golden Bees mit einer 2:3-Heimniederlage. Die anderen
Abstiegskandidaten Oshakati City und Life Fighters sollen ihre Spiele unter
dubiosen Umständen gewonnen haben. In dem im Vorfeld schon vereinbarten
,,Freundschaftsspiel" Life Fighters gegen Windhoek Optics Ramblers gewann
das Team aus Otjiwarongo mit 6:5. In diesem Spiel erzielte Ramblers-Stürmer
Costa Khaiseb kurioserweiser ein Hattrick und er sicherte sich mit 29 Toren die
Torjägerkrone 2003/2004. Das soll auch Teil der Abmachung gewesen sein, um Life
Fighters gewinnen zu lassen. ,,Wenn man fünf Tore schießt, ist es fast
unmöglich, das Spiel zu verlieren und ich denke, es war eine besprochene Sache
zwischen den beiden Vereinen. Der NFA sollte auf jeden Fall diese Angelegenheit
überprüfen", sagte ein sichtlich nachdenklicher Fußballadministrator, der
nicht genannt werden wollte.
In den fünf Spielen der Premier League hat
SKW/Liverpool durchaus bewiesen, dass sie ganz oben hingehören. Jetzt muss man
alle Kräfte mobilisieren, um den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Civics
muss auch dieses Jahr ohne einen Titel auskommen, denn der neue Meister 2004
heißt Blue Waters. Obwohl die Mannschaft um Trainer Ali Akan im letzten Spiel
gegen African Stars mit 2:1 gewann, ließ sich Blue Waters im
Nachbarschaftsduell mit einem 3:0-Erfolg gegen Eleven Arrows den Meistertitel
nicht mehr nehmen. Bericht AZ 28/06/04
Die Ergebnisse:
May Dae Chiefs - Black Africa 1:5
LS Orlando Pirates - Starlite Friends 4:2
UA Tigers - Liverpool 0:2
Civics C.C. - African Stars 2:1
PS Life Fighters - WO Ramblers 6:5
Golden Bees - Chief Santos 3:1
LS Oshakati City - benfica 5:1
APS Eleven Arrows - HSF Blue Waters 1:3
Blue Waters are league champs
CORRY IHUHUA
BLUE WATERS
ended their emphatic run in domestic football on a high note as they
comfortably beat XI Arrows 3-1 to scoop the 2004 Namibia Premier League title at
Walvis Bay on Saturday.
The coastal
side only needed a draw to bag the title for the second time ahead of Civics
who were also in contention.
Liverpool
joined My Dae Chiefs as they were relegated despite their 2-0 win over Tigers
at the SKW Stadium on Saturday.
Both Liverpool
and My Dae Chiefs will play in the Central West First Division.
Blue Waters
ended the league on 72 points from a total of 30 matches, with Civics in second
place with 69 points.
Orlando Pirates
held on to third spot with 62 points after beating Friends 4-2 in their last
match played at the Independence Stadium on Friday.
Blue Waters
only lost twice during the 2003/4 season and has won 22 matches with six draws.
Blue Waters
coach Zimbabwean Shepherd Murape took his first title at the helm of the team
that looked more sharper in their play while their discipline also improved throughout
the season.
Murape took
over from Lucky Shipanga who is now in charge of Blue Birds, the feeder team of
the Blue Waters.
Blue Waters
this season also landed the MTC Cup, but missed out in both the NFA Cup and the
Sam Nujoma New Era Cup.
After the
victory on Saturday, fans of Blue Waters at the Kuisebmund Stadium burst into
celebration.
Managing
Director of Blue Waters, Hendrik Dawids told The Namibian Sport yesterday that
the win meant a lot for him and his management team.
"It was
really great to win the title and I thank my management, sponsors and the
supporters for their contribution to make this a reality," he said.
He mentioned
the main sponsors, Hangana Seafood as well as Mascato and Blue Sea Fishing for
assisting the team financially.
He said the
side is planning to sign a co-operation agreement with a team from Switzerland
next month, to enable players to play in that country.
He said Murape
will keep his job for now as he has done well, but said they will need to
acquire more players to further strengthen the team.
The
Administrative Secretary of Civics, Tim Isaacs yesterday congratulated Blue
Waters for their victory and acknowledged that they should blame themselves for
not winning all their matches.
He said they
could have been champions if they could have obtained maximum points against
Friends, Chief Santos and Orlando Pirates in their league matches.
"There can
only be one winner and Blue Waters are the ones.
We will try
again next season," he said.
In other
matches, Oshakati City went past Benfica with a 6-1 victory on Saturday at
Oshakati, while Golden Bees got the better of Chief Santos with a 3-1 win at
Etosha Poort in Outjo.
Oshakati City's
coach, Bafana Subeb told Nampa after the match that: "I was called in
three months ago to come and save the team from the relegation.
We fought so
hard together and now we have made it".
He added that
what remains is for the team to prepare well for the next season.
Subeb
attributed Oshakati City's poor performance at the beginning of the season to
indiscipline among the players.
"This
problem has been dealt with accordingly and will be avoided at all costs during
the next season," said Subeb.
My Dae Chiefs
ended their poor run in the league on a high note by defeating Black Africa 4-1
at Gobabis, while Life Fighters surprised Ramblers, ending as 6-5 winners at
the Mokati Stadium in Otjiwarongo. The Namibian 28/06/04
Nach Fusion spielen SKW-Fußballer wieder in der Premier League
von George Engelbauer
Die Fußball-Abteilung des Sport Klub Windhoek (SKW) geht ab sofort eine Fusion mit dem namibischen Premierligisten FC
Liverpool ein. Am 5. Juni 2004 bestreitet diese neue Mannschaft in Gobabis ihr
ersten Spiel gegen Mae Day Chiefs. Damit sind die langjährigen Bemühungen der
SKW Fußball-Abteilung, erstklassig zu
spielen, endlich
erreicht. Georg Engelbuer sprach für die AZ mit dem 1. Vorsitzenden der
SKW-Fußballabteilung, Vincent Molzahn, über die neuen Entwicklungen.
AZ: Schon seit Monaten
brodelt die Gerüchteküche, dass der SKW und Liverpool eine Kooperation eingehen
werden. Jetzt wurde es von beiden Seiten offiziell bestätigt. Wie kam es zu
dieser überraschenden Fusion?
V. Molzahn: Wir haben vor
einigen Wochen einen Anruf vom Besitzer des FC Liverpool, Oskar Mengo,
erhalten. Er hat uns in diesem Telefongespräch gefragt, ob wir nicht daran
interessiert seien, uns mit dem FC Liverpool zusammen zu schließen. Da von
Seiten des SKW Fußballs seit längerem über das Thema Premier League diskutiert
wurde, sind wir auf das Angebot eingegangen.
AZ: Bis zum Ende der Saison
spielt die Mannschaft unter dem Namen SKW/Liverpool. Wie heißt denn das Team in
der der neuen Saison?
V. Molzahn: Wir haben einen
Sponsoren für die Premier League sowie einen für den Fall eines Abstiegs in die
2. Liga gefunden. In der neuen Saison wird dann der Name des Sponsors dem
SKW-Logo zugefügt. Zum Namen will ich erstmal nichts sagen.
AZ: Eine Übernahme ist ja
meistens kostspielig. Musste der SKW dafür viel Geld zahlen?
V. Molzahn: Ich möchte hier
keine Beträge über den Kaufpreis nennen, nur soviel, dass die Mannschaft nicht
zu teuer war. Uns ging es in erster Linie darum, den Status Premier League zu
erwerben. Alle laufenden Kosten wie Transport, Spielfeld und Gehalt der Spieler
konnten vom FC Liverpool nicht mehr bezahlt werden. Diese gehen jetzt an den
SKW. Aber um alle Skeptiker zu beruhigen: Alle Altlasten bleiben beim
Ex-Besitzer des FC Liverpool, Oskar Mengo.
AZ : Sie haben jetzt einen
großen Spielerkader. Wie setzt sich dieser zusammen?
V. Molzahn: Der Spielerkader
setzt sich aus 16 Spielern des FC Liverpool
und aus zehn SKW-Spielern
zusammen.
AZ: Kann denn der SKW die
Spieler bis zum Saisonende bezahlen?
V. Molzahn: Bis zum Ende der
Saison wird nur mit Erfolgsprämie gearbeitet. Das heißt nur bei Sieg und Remis
gibt es Geld. Da der FC Liverpool zurzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz
steht, ist auch eine Nichtabstiegsprämie ausgehandelt worden.
AZ: Dieses Unternehmen
erfordert nun ein professionelles Arbeiten. Wer wird
die Mannschaft trainieren?
V. Molzahn: Der Cheftrainer ist Richard
Starke, ihm werden Volker Ahrens, Frank Schatz und Rolf Beiter zur Seite stehen.
AZ: Das ist ja nun ein
wesentlich höherer Verwaltungsaufwand als in der ,,Social League". Ist
denn ein Managment vorhanden?
V. Molzahn: Ja. Der Vorstand der SKW-Fußballabteilung
mit Oliver Horsthemke, Roger Henkert, Ralph Ellinger und mir übernimmt diese
große Verantwortung.
AZ: Welche Ziele hat dieser
Zusammenschluss?
V. Molzahn: Wir wollen
erstmal den Abstieg verhindern, und dann mittelfristig eine schlagkräftige Mannschaft
bilden, die dann später auch einmal um die Meisterschaft spielen soll.
AZ: Vor gut zwei Jahren
stand der SKW finanziell am Abgrund. Ist dieses Abenteuer den Mitgliedern
gegenüber überhaupt vertretbar?
V. Molzahn: Ja. Ich betone
hier ausdrücklich, dass wir durch Sponsoren, die jetzt öffentlich noch nicht
genannt werden dürfen, auch im Falle eines Abstiegs in die 2.Liga vertraglich
abgesichert sind.
AZ. Vielen Dank für das
Gespräch.
AZ BERICHT : http://www.az.com.na/index.php?page=news/news.php&identifier=1079863960&id=7701
AZ Bericht 2
Juni 2004:
Überjahn begrüßt SKW Fusion mit Liverpool
von Andreas Shiyoo
Der ehemalige technische Direktor der namibischen Fußball
Nationalmannschaft: ,,Es ist ein positiver Schritt.²
Der ehemalige technische Direktor der namibischen Fußball Nationalmannschaft
Peter Überjahn hat den Zusammenschluß der beiden Vereine zwischen Liverpool
und dem Deutschen Sport Klub Windhoek (SKW) befürwortet.
Von Isabella Vogel und Andreas Shiyoo
Windhoek - ,,Für den SKW ist es sportlich gesehen ein positiver Schritt,
aber wenn man in der ersten Liga in Namibia spielen will, bedarf es eines
drastischen Umdenkungsprozesses. Die weißen Spieler werden es besonders
schwer haben, weil bisher fast ausschließlich schwarze Spieler in dieser
Liga mitgewirkt haben², sagte der ,,Corporal² der AZ.
Außerdem riet Überjahn dem SKW-Management, dass der spielerische Aspekt im
Vordergrund stehen sollte und nicht die Verdienstmöglichkeiten. ,,Ich
hoffe, dass der SKW sich über die Kosten in der Premiere League bewußt ist.
Das Management und vor allem die Spieler müssen alles daran setzen, den
Klassenerhalt zu schaffen. Hier wäre der SKW gut beraten einen Manager
einzustellen, der Kompetenz im Jugendbereich hat und potenzielle Sponsoren
mit sich bringen kann.²
Mit einem funktionierenden Management und viel Qualität an Spielern, glaubt
auch Überjahn an den erhofften Klassenverbleib.
Seit etwa vier Wochen trainiert die Mannschaft in dieser neuen
Konstellation. Durch den Interimstrainer Peter Hyballa hat sich der
fußballerische Standard in den letzten zwei Wochen zunehmend verbessert.
Der 28-jährige deutsche A-Lizenztrainer wurde vom neuen Management
angesprochen, um den eigentlichen Cheftrainer Richard Starke zu vertreten.
Starke ist zur Zeit mit der U 17 Nationalmannschaft in Deutschland.
Hyballa hat bereits den namibischen Erstligisten Windhoek Optics Ramblers
trainiert.
Ab der neuen Saison wird er die U 17 beim VfLWolfsburg übernehmen.
Das Spiel gestern Abend gegen den Premier League Tabellenführer Civics C.C.
war der erste große Härtetest für die Mannschaft. Der abstiegsbedrohte
Verein erkämpfte sich gegen den haushohen Favoriten ein verdientes 2:2 (2:0)
Unentschieden. ,,Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, denn Civics hat
die besten Spieler in Namibia und davon drei Nationalspieler. Mit dem
schnellen Spiel hatten wir vor allem in der ersten Halbzeit unsere Probleme.
In der zweiten Halbzeit kamen wir besser ins Spiel und wurden mit dem späten
Ausgleichstreffer belohnt. Für die Mannschaft war dieses Spiel ein gutes
Training für das bevorstehende Punktspiel in knapp vier Wochen gegen My Dae
Chiefs², sagte Hyballa.
Ali Akan, technischer Berater von Civics, sah das gestrige Freundschaftspiel
dagegen als ,,normale² Trainingseinheit an.
,,Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet, aber leider haben wir zu viele
Möglichkeiten ausgelassen. Auf der gegnerischen Seite hat der Sturm zu wenig
gebracht. Das Ergebniss ist für mich zweitrangig.²
http://www.az.com.na/index.php?page=news/news.php&identifier=1079863960&id=7701