Spr�che zehn
ab September 2004
Christian: "Was gibt es denn heute in der Mensa?"
Torben: "Ein ordentliches Butterbrot."
Christoph: " Mit deutschem Rettich."
Torben: "... und Salatgarnitur. Dazu einen Apfel vom Bodensee und ein Glas klares Leitungswasser."
Christian: "Und das alles f�r
eine Reichsmark."
Christian: "Sag mal, hast du einen neuen DVD-Player?"
Markus: "Ja. Der Alte ist kaputt gegangen - wie alles, was sich l�nger als zwei Wochen in meinem Besitz befindet."
Reini: "Ich habe �brigens noch einen alten Gutschein von dir gefunden... f�r Limes im Sound... den hast du mir mal zum Geburtstag geschenkt. Naja, das Sound gibts ja jetzt nicht mehr, aber..."
Christian: "Aber du hast mir dieses Jahr auch nichts geschenkt."
Reini: "Immerhin habe ich dir eine SMS geschrieben."
Christian: "Ja. Kostenlos aus dem Internet. Riesig."
Reini: "Hey Mann, ich hab nur noch 50 cent Guthaben auf dem Handy! Und die will ich mir f�r was besonderes aufheben. Die gebe ich doch nicht f�r
dich aus."
Christian: "Und was machst du, wenn die Karte dann mal leer ist?"
Reini: "Dann benutze ich eine Telefonzelle - wie ich es die letzten 24 Jahre auch gemacht habe."
(Markus und Christian stehen unschl�ssig in der Stadt und suchen einen Ort f�rs Abendessen raus)
Markus: "Ich glaub ich geh Mc Donalds."
Christian: " 'Ich geh Mc Donalds.' Wunderbar."
Markus: "Was? Regst du dich auf, dass ich keine Pr�positionen benutze?
pr�: vor - ponere: setzen, stellen, legen. Und wenn ich schon wei�, was es bedeutet, mu� ich es doch nicht auch benutzen."
Christian: "Unglaublich, wieviel freie Zeit man pl�tzlich hat, wenn man keine Freundin mehr hat."
Roland: "Ja - nur leider verbringt man die gr��ten Teil davon damit, dar�ber nachzudenken, wie man wieder eine Freundin bekommt."
(Es gibt Hirsch in der Mensa. Qualit�tsanalyse.)
Christoph: "Na, von welchem polnischen Lastwagen der wohl gefallen ist... wahrscheinlich irgendwo im hinteren Kasachstan erlegt... und auf dem freien Markt nicht mehr verk�uflich, weil er schon gr�n angelaufen ist..."
Christian: "Gregor, wo steht denn dein Bier?"
Gregor: "Im K�hlschrank steht F�rstenberg, das kannst du dir nehmen."
Christian (�ffnet den K�hlschrank): "... nur F�rstenberg - oder auch das Quowaz da?"
Gregor: "Nur F�rstenberg. Wir sind hier nicht bei 'W�nsch dir was'."
(Torben w�scht sich auf dem Klo Reste der Mensasuppe von den Fingern.)
Torben: "Bah, dieses klebrige Zeug mu� irgendwie runter...ekelhaft."
Christian: "Heute stand nicht mal drauf, was es f�r eine Suppe war. Wahrscheinlich hat er einfach irgendwas zusammengeschmissen... Drecksbr�he..."
Torben: Wenn er (Koch, Anm. d. Red.) keinen Bock hat zu kochen, soll er es doch sagen... es gibt noch Millionen andere da drau�en..."
Christoph: "Frieden, Frieden... alle reden nur vom Frieden. Clausewitz hat das schon richtig gesagt: 'Frieden ist die Zeit zwischen zwei Kriegen.' '"
Christian: "�berleg mal, wie es dann mit der Bauwirtschaft wieder aufw�rts gehen w�rde..."
Christoph: "Und dann w�rde dieses Gegrinse auf dem Schulhof auch mal aufh�ren."
Christian: "Ich bin jetzt hinter da Geheimnis gekommen, warum Bernd so erfolgreich bei Frauen ist. Immer wenn er irgendetwas sagt, hat er dieses spitzb�bische L�cheln auf den Lippen... das macht ihn unwiderstehlich."
Markus: "Auch f�r dich."
Christian: "... ja."
(Pausenhof. Wir stehen neben einer Gruppe sehr geschw�tziger M�dchen.)
Torben: "Das ist ja wie in der Legebatterie hier."
Christian: "Ich schicke einem meiner US-Freunde Kronkorken aus Deutschland..."
Sebastian:  "Bekommst du da keine Probleme mit dem Zoll?"
Christian: "N�. Ich hab auch schon mal eine Kuckucksuhr nach USA verschickt, weil den Leuten ihre Alte kaputt gegangen ist..:"
Katrin: "Was kann denn an einer Kuckucksuhr kaputtgehen?"
Christian: "Das sind Amerikaner - die kriegen alles kaputt. Sogar Afghanistan:"
Christoph (�ber eine Grundstudentin in Punkklamotten): "Ah, da ist sie wieder - der Punk. Eigentlich ganz s��..."
Christian: "... aber die sollte sich mal anst�ndig anziehen..."
Christoph: "... ist egal. Ich will sie ja nicht
angezogen sehen..."
Christian: "...und, was macht deine Freundin?"
Michael: "Die war jetzt mal letzte Woche da.."
Christian: "...auch �ber Nacht?"
Michael: "Nein... aber wir haben den Tag zur Nacht gemacht."
(Unterrichtsverlegung. Die Gruppensprecherin versucht erfolglos, einen Termin festzulegen, an dem alle Zeit haben.)
Christian (zu J�rg): "Organisieren... la� es eine Frau machen und es funktioniert einfach nicht."
Christian: "Ah, Jakub... Miriam (Mitbewohnerin, Anm. d. Red.) hat mich angesprochen, weil der Backofen dreckig ist.. "
Jakub: "Hey Mann, Miriam - wer ist denn Miriam?"
Christian: "Ach, die kennst du bestimmt: dunkle Haare, Locken.. naja, und sie ist wohl irgendwie davon �berzeugt, da� ausschlie�lich wir beide daf�r verantwortlich sind..."
Jakub: "Hey Mann, Miriam soll's Maul halten."
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