Die Schwebebahn
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Das Wahrzeichen der Stadt Wuppertal ist die Schwebebahn.  1901 wurde diese für den Verkehr freigegeben und durchquert seitdem auf einer gesamt Länge von 13,3 km die Stadt. Größtenteils über dem Fluss Wupper in zwölf Meter Höhe und über Straßen  in acht Meter Höhe.  Die Gesamtstrecke mit Ein- und Aussteigestops (20 Haltestellen wird in knapp 35 Minuten zurückgelegt. Täglich befördert die Schwebebahn bis zu 75.000 Fahrgäste durch die Stadt. Sie gilt (trotz des Unfalls im Jahre 1999) als das Sicherste Verkehrsmittel der Welt

 

Zeittafel

1880-1890 Erste Konzeption von Eugen Langen für eine Schwebebahn
31. Dezember 1894 Vertrag über den Bau der Bahn mit der Stadt
1898 Baubeginn
24. Oktober 1900 Fahrt von Kaiser Wilhelm II
1. März 1901 Freigabe der Strecke Kluse bis Zoo
24. Mai 1901 Freigabe der Strecke Zoo bis Vohwinkel
27. Juni 1903 Freigabe der Strecke Kluse bis Oberbarmen, damit durchgehender Gesamtbetrieb.
1943-1945 Einige Stationen und Teile des Gerüstes werden im Zuge der Luftangriffe während
21. Juli 1950 Der Elefant Tuffi springt aus einer fahrenden Schwebebahn zwischen Rathausbrücke (heute: Alter Markt) und Adlerbrücke.
1972-74 Neuer Waggonfuhrpark, bestehend aus 28 dreiteiligen Gelenkwagen. Alle Altwagen werden daraufhin abgestellt und verschrottet, lediglich zwei Wagen der ersten Bauserie bleiben als "Kaiserwagen" der Nachwelt erhalten.
1974

Einbau einer Wendeanlage an der Station "Zoo/Stadion". Diese Wendeanlage bestand aus einem drehbaren Streckensegment auf welchem ein Zug samt Streckengleis in die Gegenrichtung gedreht werden konnte. Zusätzlich war noch ein Abstellgleis angelegt worden, welches ebenfalls durch Verschwenken der "Drehscheibe" erreichbar war. Diese Anlage wurde bis Anfang der 1990er Jahre planmäßig genutzt, litt jedoch zum einen unter der Unpassierbarkeit der Strecke in beiden Richtungen, wenn ein Zug gedreht wurde. Darüber hinaus stellte sich über die Jahre hinweg ein beständiger Ausfluss von Hydrauliköl ein, welches zum Antrieb der "Drehscheibe" genutzt wurde und auf diese Weise in die Wupper gelangte. Dies war irgendwann nicht mehr tragbar, so dass die Wendeanlage stillgelegt und das Öl abgelassen wurde. Fortan diente die Anlage bis zu ihrem Abbau als normaler Teil des Fahrgerüstes.

04. Sep 82 Die Station "Ohligsmühle", die im Krieg zerstört wurde (früher Alexanderbrücke), wird neu eröffnet.
1995/96 Beginn des Erneuerungsprojekts der Stützen, Schienen und Stationen. Im Rahmen der Erneuerung wurde auch die 1974 eröffnete und aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens nicht mehr benötigte Zwischenwendeanlage an der Station "Zoo/Stadion" wieder abgebaut.
26. Mrz 99 Eröffnung der wieder neu errichteten Station "Kluse" (Schauspielhaus). Wie die 1982 neu errichtete Station "Ohligsmühle" war auch "Kluse" nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nicht direkt wieder aufgebaut worden. Nun existieren wieder alle 20 Stationen.
12. Apr 99 Einziger Unfall mit Toten in der Geschichte der Schwebebahn: als ein Waggon in die Wupper stürzte, starben fünf Fahrgäste, 47 werden verletzt. Unfall-Ursache: Bei dem Gerüst-Neubau wurde ein vorübergehend angebrachtes Bauteil im Bereich der Fahrschiene ("Kralle") nach Ende der Arbeiten versehentlich nicht abmontiert. Es wurde keine Probefahrt durchgeführt, so dass der erste Zug auf dieses Hindernis auffuhr, wobei durch die Wucht des Aufpralls das vordere Drehgestell vom Wagendach abgerissen wurde und der Wagen in die Wupper stürzte. Der Verzicht auf die Probefahrt war zwar leichtfertig und der besonderen Eile geschuldet (durch Verzögerungen bei den Arbeiten konnte der planmäßige Betriebsbeginn nicht eingehalten werden), widersprach jedoch keinen Vorschriften. Erst im nachhinein wurden Probefahrten nach solchen Arbeiten vorgeschrieben.
01. Mrz 01 Festakt zum 100jährigen Jubiläum der Schwebebahn
 
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