Leben in der Klassengesellschaft
Gegen die M�r von Freiheit & Gleichheit
Die Klassengesellschaft, also auch die Arbeiterklasse, existiere nicht mehr, alle seien doch gleich. Diese Argumentation h�rt man nur allzuoft. Da� aber auch heute noch die Mehrzahl der Menschen arbeiten gehen mu�, um leben zu k�nnen, daran hat sich genausowenig etwas ge�ndert wie daran, da� die einen sagen wo' s langgeht und die anderen Folge zu leisten haben. Die einen sind immer noch reicher als die anderen. Daran haben weder Parlamente, noch Volksentscheide, progressive Besteuerung oder Mitbestimmung in den Betrieben etwas ge�ndert. Wer diese Realit�t nicht sieht, ist entweder blind, den b�rgerlichen L�gen aufgesessen oder er lebt in einer anderen Realit�t, der Realit�t der Reichen. Im Endeffekt ist es doch so: Die Existenz von Klassen kann nur leugnen, wer sie nicht erkennen will.
Der neue Gott ist der Profit
Der Profit ist im Kapitalismus zum alles rechtfertigenden Argument, neben dem Privateigentum an Produktionsmitteln zur heiligen Kuh geworden, beides verbindet sich zu einer Art kapitalistischer Religion, deren Gott der Mammon ist und dem sich alles unterzuordnen hat. Jegliche Alternative zum Kapitalismus wird von seinen Nutznie�ern und deren Speichelleckern geleugnet. Dennoch ist dieses System nicht f�hig die anstehenden Probleme zu l�sen und allen Menschen ein vern�nftiges und Lebenswerkes Dasein zu erm�glichen. Es existiert zwar enormer Reichtum und Wohlstand, auf der anderen Seite aber auch Not und Mangel. Der Reichtum ist halt nicht gleichm��ig verteilt. Um dies zu rechtfertigen wird 1. das unhistorische Argument, da� es immer schon so gewesen sei und 2. da� wer Leistung erbringe, das auch verg�tet bek�me und 3. da� man diesen Zustand mangels Alternative und menschlicher Natur nicht ver�ndern k�nne. Auf all diese Argumente m�chte ich kurz eingehen: 1. Wer nur ein bi�chen Ahnung von Geschichte hat, wei�, da� es auch Gesellschaften vor unserer gab, wo Gemeineigentum bestand. Aber Ungerechtigkeit wird und wurde stets durch Autorit�ten wie "die" Geschichte, Religion, Nation, Gesetze und "Sachzw�nge" gerechtfertigt. Aber dieses Herrschaftssystem ist halt so verinnerlicht, da� es als "nat�rlich" gilt. 2. Wenn Leistung sich lohnen w�rde, m��te dann nicht z.B. auch die alleinerziehende Mutter Geld statt Almosen bekommen? Wie kann ein Chef mit 1 Million Gehalt f�r 300 Leute arbeiten, wenn jeder Arbeiter z.B. nur 30.000 verdient? 3. Da� dies auch anders geht, hat die Geschichte gezeigt. Es war stets der Kapitalismus, der alles daran setzte, den Status Quo zu erhalten und z.B. den Sozialismus alle m�glichen Steine in den Weg zu schmei�en (siehe nur den Interventionskrieg gegen Ru�land oder den Putsch gegen Allende 1973 in Chile). Zur menschlichen Natur nur soviel: Diese Gesellschaft erzieht die Menschen schon in der Schule zu Konkurrenzkampf, das gesamte kapitalistische System beruht darauf, deshalb l��t der Kapitalismus auch kein anderes Verhalten ungestraft zu. Aber da� es auch anders geht, zeigen z.B. ehrenamtliche Aktivit�ten, Initiativen wie Statt Auto, Antifagruppen oder Wohlfahrtsverb�nde.
Und auch gerade diese Argumente (sowohl die allgemein in Presse, Politik und Wirtschaft vorherrschenden als auch meine) zeugen von der Existenz der Klassengesellschaft. Schon Karl Marx sagte richtig: "Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Periode die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht...". Die b�rgerlichen Medien kommen ihrem gro� verk�ndeten Auftrag zu informieren nicht nach und sind eher an Schlagzeilen interessiert. Und dadurch da� sie uns Informationen vorenthalten, bestimmen sie unser Bild der Welt und f�rdern so z.B. auch Vorurteile gegen Ausl�nder, Fl�chtlinge, Homosexuelle, Linke, Skins, Sozialhilfeempf�nger usw.
Das Gesicht der Klassengesellschaft
Das Gesicht dieser Klassengesellschaft wird klar und anschaulich anhand folgender Zahlen und Fakten:
1,7 Prozent der westdeutschen Bev�lkerung verf�gen �ber 70 Prozent des Eigentums an Produktionsverm�gen. Etwa 15 % der Bev�lkerung geh�ren � des privaten Verm�gens der Republik. Allein die 50 Reichsten der Republik haben zusammen ein Verm�gen von etwa 200 Milliarden Mark. Es gibt rund 100 Milliard�rsfamilien, wovon die H�lfte schon zu Zeiten Kaiser Wilhelms zu den ganz Reichen geh�rten. Und etwa 300.000 Menschen - gemeinhin Kapitalisten genannt - gibt es in der BRD. Davon tut ungef�hr die H�lfte �berhaupt nichts und lebt im individuellen Freizeit-Park, von dem Helmut Kohl in Bezug auf die �ber vier Millionen Arbeitslosen, Millionen Obdachlosen und Sozialhilfeempf�nger immer zu sprechen pflegte. Unter diesen 300.000 sind solche Menschen wie der Flickerbe, der sich Nachschub an Alkohol z.B. auf seine Yacht per Hubschrauber bringen l��t (wer vergeudet da Ressourcen?) und f�r dessen Versorgung Bedienstete in Kompaniest�rke sorgen. Wenn ein Mensch aus Not Sozialhilfe beantragt, die von der arbeitenden Bev�lkerung und nicht von den Reichen finanziert wird, ist gleich gro�es Geschrei und die Rede von "Sozialschmarotzern". Oder der ehemalige Vorsitzende des VW-Konzerns, Daniel Goeudevert, der im Spiegel vom 28.10.96 berichtet: "Ich bin noch nicht einmal normal und brauche bis heute die Hilfe meiner Familie ... Ein Topmanager verliert den Bezug zur Wirklichkeit. Er wird fremdbestimmt bis zur Selbstaufgabe, er schreibt nichts selber, er mu� nicht einmal die T�r seines Autos selbst aufmachen." Es rede mir also keiner mehr davon, wir seien "asozial". Es wird also deutlich, da� die b�rgerliche Ideologie, die davon redet, da� sich Leistung und Einsatz lohne, eine gro�artige L�ge ist.
Der Bau von Yachten und anderen Freizeitschiffen wird durch Sonderabschreibungen und Investitionszusch�sse gef�rdert. Wenn ich mir aber den Bau einer Yacht nicht leisten kann (ganz davon abgesehen, da� ich mir auch keine bauen lie�e, sondern eine der Yachten der Kapitalisten enteignen w�rde), komme ich also auch nicht in Genu� dieser Verg�nstigungen. Und wer f�rdert z.Zt. �berhaupt noch den sozialen Wohnungsbau, bezahlbare Mieten oder Jugendclubs?
Oder wenn es ums Jagen geht. Die Pacht eines Reviers kostet 30.000 DM im Jahr, der Abschu� eines Hirsches weitere 10.000 DM. Abgesehen davon, da� mich das Jagen kalt l��t, ist es ein Privileg und einer Minderheit vorbehalten.
Gro�unternehmen wie Siemens z.B. zahlen faktisch keine Steuern an den Staat, sondern erhalten noch Millionen an Subventionen und anderen Zuwendungen (es sei auch an erm��igte Strompreise erinnert). Als z.B. Arndt von Bohlen und Halbach zwei Jahrzehnte nach der Pleite des Krupp-Konzerns starb, hinterlie� er vorwiegend dem Finanzamt 32 Millionen DM an Schulden und war von diesem deswegen nicht belangt worden. Und was ist, wenn unsereiner dem Finanzamt auff�llt? Unsereins mu� alles nachweisen und erh�lt keine Gnade.
Wer Geld hat, geht ins Ausland, um Steuern zu sparen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur an prominente Deutsche wie Boris Becker, die nach Monaco gingen. Aber unsereiner, der malochen geht, hat nicht die M�glichkeit nach Monaco zu ziehen. Wen beg�nstigen also die Steuergesetzgebung und dieser Staat? Die arbeitenden und armen Menschen auf jeden Fall nicht!
Alle Bereiche des Lebens werden immer mehr der Herrschaft des Profites und seinen Nutznie�ern unterstellt. Und es laufen jede Menge Diskussionen und �berlegungen noch mehr Bereiche "wirtschaftlich" zu gestalten (In wessen Sinne ist das wohl? Zumal die Betroffenen nicht gefragt werden, sie sind blo�e Man�vriermasse, welche die Entscheidungen des Kl�ngels aus Wirtschaft und Politik �ber sich zu ergehen lassen hat.).
Es gibt Diskussionen, die Polizei solle sich zur Finanzierung ihrer Aufgaben �ber Werbema�nahmen finanzieren. So k�nne doch z.B. auf Uniformen oder Schilden f�r Firmen geworben werden. Oder es gibt auch Vorschl�ge die Bildung betreffend, da� Schulen sich auch �ber Werbeeinnahmen finanzieren sollten. Wo bleibt da die "Unabh�ngigkeit"? Es wurde selbst von Seiten der Gewerkschaften �ber die Einrichtung von "Bildungskonten" diskutiert, die durch die Angeh�rigen der Sch�ler und den Staat finanziert werden sollten. Schulen sollen sich in Zukunft ihre Sch�ler selbst aussuchen k�nnen, so da� nicht das Wohnortprinzip gilt. So er�ffnen sich die M�glichkeiten, da� einige reiche Eltern ihre Kinder auf gesonderte Schulen geben und andere Kinder in Schulen sozialer Brennpunkte versauern werden. Au�erdem gibt es ja schon seit l�ngerer Zeit Zuzahlungen zu oder Selbstbeschaffung von Schulb�chern, Studiengeb�hren, Regelstudienzeiten, K�rzungen beim Baf�g.
Oder man denke an die Leistungen im Gesundheitswesen. Da k�nnen sich auch nur gut Betuchte mehr und bessere Behandlung leisten als den Krankenkassendurchschnitt. Man bedenke die K�rzung bei den Kuren, die Zuzahlungen f�r Medikamente und Zahnersatz oder Brillen und Kontaktlinsen. Krankenh�user sollen sich finanziell selbst tragen und "wirtschaftlich" werden. Wie aber kann Gesundheit der "Wirtschaftlichkeit" unterliegen? Es geht doch darum, menschliche Gesundheit zu erhalten und das unabh�ngig vom Einkommen. Aber das ist schon lange nicht mehr Realit�t.
Immer neue Eigenverantwortung wird gefordert, nicht nur was die Arbeitslosen- und die Rentenversicherung angeht. Das Ausruhen in der "sozialen H�ngematte" sei zuende. Dabei werden die Versicherungen von den Versicherungsnehmern selbst finanziert. In Zukunft solle, so Bundesfinanzminister und Spezialdemokrat Lafontaine, Arbeitslosenhilfe nur noch wirklich Bed�rftigen zugutekommen. Doch wer bestimmt, wer wirklich "bed�rftig" ist und was macht der Rest? Und wof�r habe ich jahrelang Beitr�ge in die Sozialversicherung gezahlt? Um sp�ter ohne Unterst�tzung dazustehen?
Diskutiert wurde nach den Polizeieins�tzen gegen die Castor-Gegner die entstandenen Kosten den Demonstranten aufzub�rden, gem�� dem Verursacherprinzip. Doch wer hat den Protest verursacht? Die Atomindustrie und die Bundesregierung, die den Transport zulie�! Also zur Kasse meine Damen und Herren Kapitalisten! Aber sie werden ja hofiert von den "Volksvertretern"! Sollte sich soetwas durchsetzen, hie�e es, da� wer sein grundgesetzlich festgelegtes Recht auf Meinungs�u�erung und Demonstrationsfreiheit damit rechnen kann, den Einsatz der Polizei zu bezahlen und da� Demonstrieren �ber kurz oder lang Luxus w�rde, au�er man f�hrte Jubeldemonstrationen f�r den Staat und das system durch. Langsam wird also das Grundgesetz auch von den Grundgesetzbef�rwortern demontiert. Alles fing schon vor der faktischen Abschaffung des Asylgesetz und dem Gro�en Lauschangriff an.
Wohngeld erscheint unter diesem Gesichtspunkt auch nicht als "sozial", da hier nur die hohe Miete sanktioniert und der Profit der Reichen gesichert wird. So sieht es auch mit anderen "Leistungen des sozialen Netzes aus". Nicht um den Menschen ein angenehmes Leben zu erm�glichen, sondern um sie nicht ganz vom Konsum auszuschlie�en (was den Reichen wieder Profit bringt) und ihren Unmut nicht noch mehr zu verst�rken (was den Status Quo sichert).
Bei �u�erungen wie "Du liegst dem Staat auf der Tasche und was tust du f�r ihn?"-Diskussionen wird nur allzuoft vergessen, da� alle Leistungen des Staates aus Steuern und Abgaben bestritten werden, die gr��tenteils von den Lohnabh�ngigen gezahlt werden. Finanziert werden mit diesen eingenommenen Geldern aber neben Sozialhilfe und Arbeitslosenunterst�tzung auch die Aufr�stung, Subventionen f�r die Wirtschaft, g�nstige Stromtarife f�r die Wirtschaft, die Aufstockung der Polizei, etc.
Zur unseligen Sozialschmarotzer-Debatte sei nur gesagt, da� wir den Unternehmen ihre Verg�nstigungen, das Sozialsystem und auch noch ihre kriminellen Aktivit�ten finanzieren. Ein Wirtschaftswissenschafter hat z.B. anhand von Gerichtsurteilen herausgefunden, da� "durchschnittlich 60 % unserer f�hrenden Unternehmen gewohnheitsm��ig kriminell" sind. Wenn von Kriminalit�t die Rede ist, wird meist eh von der armer Menschen geredet. Seien es die b�sen "Sozialschmarotzer", seien es die "kriminellen Ausl�nder" oder die b�sen "Schwarzarbeiter". Was aber ist mit Unternehmern, die Steuern hinterschlagen, Versicherungen betr�gen, sich zu Unrecht Subventionen aneignen, Tarifvertr�ge brechen, Arbeitsschutzbestimmungen mi�achten, korrupt sind und Schmiergelder zahlen oder erhalten, etc. Was ist mit Unternehmern, die statt Menschen einzustellen oder zu investieren, Geld ins Ausland auf Konten transferieren, die trotz steigender Aktienkurse Menschen entlassen und so manches pers�nliche Schicksal besiegeln. Was ist mit sexueller Bel�stigung am Arbeitsplatz, was mit Berufskrankheiten, (t�dlichen) Unf�llen auf Baustellen und in Betrieben, was ist mit Stre� und Mobbing, was mit schlechten Arbeitsbedingungen, etc.? Ist es nicht kriminell, von zu hohen Lohnkosten zu sprechen und Menschen auf die Stra�e zu setzen, obwohl die Gewinne im Gegensatz zu den L�hnen st�ndig steigen? �ber diese Kriminalit�t verliert niemand ein Wort! Das ist aber Alltag f�r Millionen von Menschen nicht nur in Deutschland, sondern in aller Welt. Es werden hin und wieder exemplarisch ein Herr Graf oder ein Herr Schneider genannt, aber Schneiders Millionenbetrug ist f�r die Deutsche Bank lediglich "Peanuts". Wenn ich allerdings mein Konto und den �berziehungskredit �berziehe, wird es mir gesperrt. Das ist Gleichheit, das ist die Freiheit des Bankenwesens.
�ber wen berichtet die Presse? Woher hat sie ihre Informationen? Meist geht es um Ums�tze und Leserzuw�chse. Da reichen und ben�tigt man Schlagzeilen und Stories a la Bild, die bewegen. Die Wahrheit und die journalistische Recherche r�ckt in den Hintergrund. Das wird doch am sichtbarsten am Thema Skins. F�r den Gro�teil der Medien gibt es doch nur kahlgeschorene Nazis. Von uns wird hin und wieder im Spiegel oder im Stern berichtet, um die gesamte Thematik noch interessanter f�r die Leserschaft zu machen. Es werden eben die gleichen Unwahrheiten - unrecherchiert - �ber unsereins berichtet. Auf einmal tragen wir alle rote Schn�rsenkel, "Gegen Nazis"-Aufn�her, helfen Omas �ber die Stra�e, verteidigen jeden Ausl�nder mit unserem Leben und �hnliches. Aber das Problem der Systempresse ist halt: Die Presse l�gt. Da gibt es dann nur einige wenige Ausnahmen und unter den linken Zeitungen z.B. die junge Welt, die versucht differenziert zu berichten. Aber so sieht das mit all den anderen Themen auch aus. Die Bild hetzt gegen Fl�chtlinge oder auch gegen "Mehmet", um ihm dann in der T�rkei ein Hotelzimmer zu bezahlen und seine Story erneut auszubeuten f�r Schlagzeilen. Aufgrund der guten Berichterstattung der Zeitungen, des Fernsehens und Radios entsteht in den K�pfen der Menschen ein Weltbild, das den Besitzern der Zeitungen, den M�chtigen in der Wirtschaft und Politik zutr�glich ist. Die heutige Gesellschaft ist so komplex, da� die meisten nur Teilkomplexe (mangels eigner Kommunikationsm�glichkeiten, Kontakte und aufgrund der allgemein vorhandenen Anonymit�t und Entfremdung) kennen und sie daher leicht manipulierbar sind. Sie haben schlie�lich in Bild gelesen, da� Skins alles Nazis sind und bei Sat 1 gesehen, da� die Kurden alles Terroristen sind. So einfach ist das. Da eigene Erfahrung fehlt, wird nat�rlich auf die angeblich objektiven Berichte der Medien zur�ckgegriffen.
In Deutschland willkommen sind auch nur Menschen aus dem Ausland, die (z.B. beruflich) hoch qualifiziert sind oder die Geld mitbringen in Form von Kaufkraft oder Investitionen. Arme Menschen werden gleich an den Grenzen wieder abgewiesen oder sie kommen in Fl�chtlingsheime. Oder sie werden abgeschoben, wenn sie kriminell werden. Da� es keine L�sung w�re, wenn alle Armen ihre Heimatl�nder verlassen w�rden bzw. das Kriminalit�t in irgendeiner Art zu bestrafen ist, ist keine Frage. Dabei werden aber leider die gesellschaftlichen Ursachen und Umst�nde, denen solche Probleme entspringen, ausgeblendet. Auch das zeigt, wer hier das Zepter in der Hand h�lt.
Freiheiten, was aber wenn das Geld fehlt sie zu nutzen. Alles sagen, aber nichts zu bestimmen. Was n�tzt da also das formale Freiheit/ Recht?
In wessen Interesse sind diese Politik und diese Vorschl�ge? Die gesamte Gesellschaft wird nach kapitalistischen Interessen organisiert und alles wird vermarktet und dem Profit unterworfen. Was nichts abwirft, wird fallengelassen oder erh�lt Almosen vom Staat. Und wer zahlt die Zeche? Es sind wir alle! Nur nicht diejenigen, die sich solche Vorschl�ge ausdenken und die das n�tige Kleingeld h�tten.
(Zu diesem ganzen Komplex kann ich das Buch "Eigentum verpflichtet...zu nichts!" von Hans-J�rgen Schulz, erschienen im Schmetterling Verlag empfehlen, aus dem auch einige der oben angegebenen Zahlen stammen!)
Diese Gesellschaft funktioniert so, wie sie organisiert ist. Und die Kapitalisten und ihre Speichellecker in Politik und Wissenschaft haben sie in ihrem eigenen Interesse organisiert. Sie wissen sehr wohl, was sie wollen, kennen die Interessen ihrer Klasse. Und sie treten f�r sie ein, ihren Arbeitgeberverb�nden, ihren Wirtschaftsinstituten, Parteien, Konzernen und Unternehmen, etc. Es gibt L�sungen f�r alle Probleme. Und die Probleme dieser Gesellschaft und die Verh�ltnisse in ihr sind nicht "gottgegeben", sind nicht "Schicksal", sie entsprechen den Interessen der Reichen und Folge ihrer Politik der Entlassungen, Flexibilisierung, K�rzungen und Rationalisierung im Rahmen ihrer "weltweiten Globalisierung".
Wenn man also den vorhandenen Reichtum auf alle Menschen verteilen w�rde, m��te keiner mehr in Armut leben. Aber das zu verhindern liegt den Nutznie�ern dieser Ordnung verst�ndlicherweise sehr am Herzen. Denn es w�re "ihr" Reichtum, der die Not der Mehrheit lindern k�nnte. Ebenso heuchlerisch ist es also, wenn davon gesprochen wird, da� es "uns" so gut wie lange nicht ginge und da� "wir" im �berflu� leben w�rden und "wir" deshalb verzichten m��ten. Doch wir m�ssen uns diese Situation klar vor Augen f�hren und Gegenkonzepte entwickeln, welche die Macht des Geldes brechen und das Gesetz des Profites hinterfragen und ablehnen. Fragen wie "Profit - f�r wen?", "Wem nutzt das alles hier?" und "Sparen f�r wen?" m�ssen endlich von uns gestellt werden! Wenn wir es nicht tun, wird es keiner tun!
Und unsereins?
Wenn das f�r jemanden, der sich einer Jugendkultur wie den Skinheads zugeh�rig f�hlt, der sich also der Arbeiterbewegung verbunden f�hlt, kein Thema ist, wei� ich auch nicht. Wo sind die Oi! Bands, die einen Wandel fordern, die mehr Geld f�r die Jugend, mehr Arbeit und Arbeit unter besseren Verh�ltnissen fordern? Das w�re Working Class / Skinhead und w�rde dem Spirit von Oi! als Protestmusik und Musik von der Stra�e mehr entsprechen als dumme und ewiggleiche Ficken-Oi!-Texte!!! Auch gerade weil dieses Thema und unsere Interessen diesbez�glich von keinem aufgegriffen werden. Denkt mal dr�ber nach!
Auch unabh�ngig davon erfordert diese Situation eine klare Analyse und Gegenwehr. Und da liegt es an uns etwas dagegen zu tun. Wie auch immer, das sei jedem selbst �berlassen. Hauptsache aber ist, jeder wird selbst aktiv und verl��t sich nicht auf B�rokraten in irgendwelchen Gewerkschaften, Parteien oder Regierungen. Denn was wissen die schon von uns, unseren Leben und Interessen? FIGHT FOR YOUR CLASS - NOT FOR YOUR COUNTRY!!!
(aus Revolution Times # 10)