Rede eines Redskins
"Vereint gegen Ausbeutung , Rassismus und Krieg!"
Hallo Leute,
Wir Skinheads demonstrieren heute gemeinsam mit anderen Antifaschisten gegen Ausbeutung, Krieg und Rassismus.
Die Naziglatzen und die Medien haben es geschafft, da� viele Menschen alle Skinheads f�r Faschisten halten. Es kann nicht bestritten werden: Ein gro�er Teil der militanten Neonazis l�uft im Skinhead-Outfit herum. Aber es gibt auch eine Menge antirassistischer Skinheads. Dieser Teil der Wahrheit wird sehr oft von den Medien verschwiegen. Die Teilwahrheit ist auch in diesem Fall eine ganze L�ge. Deshalb sind wir heute hier. Wir wollen zeigen, da� der Skinheadkult nicht den White Power-Spinnern und Hammeridioten geh�rt. Die Wurzeln unserer Bewegung multikulturell und nicht rassenrein & arisch und schon gar nicht deutsch-national. Auch den gr��ten Geschichtsf�lschern wird es nicht gelingen, aus SKA Nazimucke zu machen. Auch Oi!-Musik hat eine starke antifaschistische Tradition. Sie ist eindeutig aus der Punkbewegung hervorgegangen. Die Musik der Nazis hat nicht sehr viel mit Oi! zu tun. Viele Oi!-Bands beziehen eine klare antifaschistische Haltung. Um nur einige zu nennen: The Oppressed, Angelic Upstarts, Street Troopers, Stage Bottles uva.
Die Gleichsetzung von Skinheads und Rassismus ist nicht nur falsch, sondern auch heuchlerisch. Denn Rassismus ist Staatspolitik in diesem Land. Menschen werden einfach abgeschoben, egal ob sie in ihren "Heimatl�ndern Folter und Tod erwartet. Sind diese Politiker etwa Skinheads?!
Wir sind auch hier, um diesem System zu zeigen, da� wir uns nicht verarschen lassen. Die sogenannte "soziale Marktwirtschaft ist verdammt asozial. Die Bonzen verdienen sich dumm und d�mlich, w�hrend wir die Zeche bezahlen m�ssen. Denn wir haben nur unsere Arbeitskraft, die wir den sogenannten "Arbeitgebern" verkaufen m�ssen. Ein Teil von uns schuftet sich krank und der andere Teil ist arbeitslos.
Die wirkliche Verfassung besangen schon Ton Steine Scherben: " Wer das Geld hat, hat die Macht und wer die Macht hat, hat das Recht." So sehen die Menschenrechte aus, f�r die die rot-gr�ne Regierung bis vor kurzem noch Krieg gegen Jugoslawien f�hrte. Was f�r ein feiger Krieg war das doch, und wie verlogen! Angeblich ging es um die Kosovo-Albaner. Aber noch kurz vor Beginn des Luftkrieges wurden Albaner aus Deutschland in das Kosovo abgeschoben. Milosevic ist ganz bestimmt nicht unser Freund, aber der NATO-Krieg richtet sich nicht allein gegen ihn, sondern gegen alle Menschen in Jugoslawien. Was z�hlt schon das Recht auf Leben gegen die Macht der Generale und R�stungsindustriellen.
Ein Sprichwort lautet: Eine Hand w�scht die andere. Aber sauber werden sie dadurch nicht. Die Machtgeilheit trieb die Gr�nen in die Arme der SPD. Jetzt klebt Blut an den H�nden des gr�nen Au�enministers. Diesen Blutgeruch bekommen Sie auch mit �ko-Seife nie wieder los, Herr Fischer! Der "Frieden" den die Herrschenden jetzt durchgesetzt haben, ist nur eine Zwischenphase. Wir d�rfen uns keinen Illusionen hingeben. So lange Krieg ein lohnendes Gesch�ft bleibt, wird es keinen dauerhaften Frieden geben. Wer wirklich f�r den Frieden k�mpfen will, mu� f�r die Enteignung der R�stungsindustrie sein.
Wenn wir unser Recht durchsetzen wollen, d�rfen wir uns nicht l�nger spalten lassen. M�nner und Frauen, Deutsche und Ausl�nder, Junge und Alte - Vereint gegen Ausbeutung , Rassismus und Krieg!
(aus Revolution Times # 11; gehalten am 12.6.99 in Eisenach)
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