Es ist z.Zt. recht modern gegen die "Globalisierung" zu sein. Ein Teil dieser Bewegung richtet sich wie die Anti-Globalisierungsbewegung (AGB) gegen die "Deregulierung der Finanzm�rkte", gegen die "neoliberale Politik", gegen die "Privatisierung" und den "Liberalismus". Dabei kommt es zu einer D�monisierung solcher Institutionen wie der WTO, der Weltbank oder des IWF und zu einer Verkl�rung der Vergangenheit z.B. in Form des "Sozialstaates" und auch der Gewerkschaften.
Zurecht kritisiert die AGB die zunehmende Verwandlung der G�ter dieser Erde (z.B. Trinkwasser) in Waren. Immer gr�ssere Bereiche der Gesellschaft und des menschlichen Lebens werden dem kapitalistischen Verwertungsprozess unterworfen. Allerdings verliert die AGB in diesem Zusammenhang kein Wort �ber den allt�glichen Kapitalismus mit seiner Lohnarbeit, Konkurrenz, Verschwendung, Barbarisierung, Entfremdung, etc. und dar�ber dass die menschliche Arbeitskraft und damit ein jeder von uns l�ngst selbst zu einer Ware gemacht worden ist und dieses System hierauf basiert.
Schenkt man allerdings u.a. ATTAC Glauben, so muss der Kapitalismus eine harmonische Gesellschaft oder eine Art Paradies gewesen sein, bevor die Kr�fte des Marktes "entfesselt" worden sind und bevor die "neoliberale" Politik begann. Aber f�r die AGB besteht das Problem auch nicht im Kapitalismus, den man ohnehin nicht abschaffen will, sondern nur in seinen Ausw�chsen (Krieg, Hunger, Armut). Dass dabei diese Ausw�chse unzertrennlich zu diesem System geh�ren, wie auch die Politiker und der Staat, auf den die AGB mittels der Demonstrationen (und uns als Statisten in ihnen) Druck aus�ben will, Teil des Problems und nicht Teil der L�sung sind, kann und will die AGB nicht verstehen. Die derzeitige Situation ist nicht das Ergebnis eines fehlenden Primates der Politik, mangelnder Einsicht, fehlenden Wissens oder eines nicht-vorhandenen Bewusstseins, sondern der stumme Zwang kapitalistischer Verh�ltnisse. Das, was als "Globalisierung" bezeichnet wird, ist jedoch nur der dem Kapitalismus eigene st�ndige Prozess der Zentralisierung und Konzentration des Kapitals und dieser Prozess existiert bereits solange wie der Kapitalismus selbst existiert. Der Kapitalismus hat stets im weltweiten Massstab mit Arbeitskr�ften, Geld, Produkten und Rohstoffen gehandelt und in diesem Rahmen - und auf Kosten der anderen L�nder und der eigenen Arbeiterklasse - haben sich Europa, Japan und Nordamerika als Zentren und hochindustrialisierte L�nder herausgebildet. Was die AGB will, gibt es aber nicht: Man kann nicht den Kapitalismus haben ohne seine Konsequenzen, denn jedes System funktioniert so, wie es organisiert ist.
Für Euro 2,20 (inkl. Porto) kann diese Broschüre bei uns (Revolution Times, Postlagernd, 23501 Lübeck, Deutschland) bestellt werden.
Red Devil
Welche Perspektive hat die Anti-Globalisierungsbewegung? Eine notwendige Kritik
Inhalt
Vorwort Vorwort * I. Was ist "Globalisierung"? * II. Die "Bewegung" und ihre Vertreter * II.1 ATTAC * II.2 Das Weltsozialforum in Porto Alegre * III. Ist der "Neoliberalismus" das Produkt einer "falschen Politik"? * IV. Was kritisiert die Bewegung? * V. Verklärung und Illusionen * V.1 Staat und Markt * V.2 Eine Bewegung von Statisten * V.3 Illusionen in Demokratie und Freiheit * V.4 Von "gutem" und "bösem" Kapital * VI. Die Nazis, andere Reaktionäre und die "Globalisierung" * VII. Welche Perspektive hat diese Bewegung? * VII.1 Aktionismus * VII.2 Eine spekulative Prognose * VIII. Eine kommunistische Welt ist möglich! *
V. i. S. d. P. : G. Ketter / S. Enkel