Erh�hung des "Vitamin A"-Anteils in Reispflanzen
Man hat herausgefunden, dass wenn man den Gehalt an Vit-A im Reis �ndern will, dies nur durch einen 'Umweg' geschehen kann. Es best�nde die M�glichkeit, den Reis gentechnisch so zuver�nden, dass er �-Carotin (Provitamin A) produziert, welches vom menschlichen Organismus zu Vitamin A umgewandelt wird.
Die Hypothese unserer Wissenschaftler besteht darin, dass einige Gene f�r die Biosynthese von �-Carotin im Reis-Endosperm notwendig sind das Problem liegt darin, dass die Notwendige Genkombinationen nur sehr hart heraus zu finden sind. Ausserdem k�nnte es sein, dass man auch auf bakterielle Gene zur�ck greifen muss.
Es wird nach geeigneten pflanzlichen Genen gesucht, die eine beta-Carotin Produktion im Reis erm�glichen. Es sieht so aus als sei man bei der Narcissus pseudonarcissus (der Narzisse oder Osterglocke) auf interessante Gene gestossen von denen man vielleicht eins, wenn nicht sogar zwei verwenden k�nnte.
Des Weiteren ist man damit besch�ftigt die bakterielle Forschung aufzunehmen. In diesem Zusammenhang fiel das Wort � Agrobakterium �, nun weiss ich noch nicht ganz genau was das ist. Unsere Wissenschaftler halten sich aber noch zur�ck, da es verfr�ht sei genaueres dazu zu sagen.
Ausserdem haben einige Nachforschungen im Bereich ProVitamin A gemacht. Dabei fand man heraus, dass es zahlreiche biologische Barrieren gibt wenn man eine isolierte ProVitamin A Zugabe beabsichtigt.
Ich zitier mal ein Mitglied unsers FoTe : � Provitamin A muss im Darm absorbiert und dann vom K�rper zu Vitamin A aufgebaut werden. Dazu muss Fett vorhanden sein, weil Provitamin A nur fettl�slich ist. � Falls ich alles weitere richtig verstanden habe dann befinden wir uns aber auf dem guten Weg.
Hier sind noch einige Daten, die vielleicht von nutzen sind :
Beta-Carotin (Provitamin A)
Wichtig f�r: Vorstufe von Vitamin A; nat�rliches Antioxidans f�r den Zellschutz
Vorkommen: gelb-oranges und gr�nes Obst und Gem�se (Karotten, Peperoni, Spinat, Gr�nkohl, Brokkoli, Melone, K�rbis, Pfirsich, Aprikose)
Mangelsymptome: Nachtblindheit, Erblindung, schuppige und trockene Haut (Verhornung der Haut und Schleimh�ute), Infektanf�lligkeit, Austrocknen der Augen, Wachstumsst�rungen (kein Knochenwachstum), Zahnkaries
Symptome bei �berdosierung: gelblich verf�rbte Haut
Empfindlich auf: Licht, Luft (O2)
Kochverluste: -
Tagesbedarf : 2-6 mg
Sichere Dosis (x-facher Tagesbedarf): ~10x (kann praktisch nicht �berdosiert werden, da der K�rper die Umwandlung in Vitamin A regelt)
Falls es jemanden Interessiert hier ist eine kleine Sekuenz aus dem Reisgenom (Oryza sativa) :
Jun Yu,1,2,3,4* Songnian Hu,1* Jun Wang,1,2,5* Gane Ka-Shu Wong,1,,24* Songgang Li,1,5 Bin Liu,1 Yajun Deng,1,6 Li Dai,1 Yan Zhou,2,7 Xiuqing Zhang,1,3 Mengliang Cao,8 Jing Liu,2 Jiandong Sun,1 Jiabin Tang,1,3 Yanjiong Chen,1,6 Xiaobing Huang,1 Wei Lin,2 Chen Ye,1 Wei Tong,1 Lijuan Cong,1 Jianing Geng,1 Yujun Han,1 Lin Li,1 Wei Li,1,9 Guangqiang Hu,1 Xiangang Huang,1 Wenjie Li,1 Jian Li,1 Zhanwei Liu,1 Long Li,1 Jianping Liu,1 Qiuhui Qi,1 Jinsong Liu,1 Li Li,1 Tao Li,1 Xuegang Wang,1 Hong Lu,1 Tingting Wu,1 Miao Zhu,1 Peixiang Ni,1 Hua Han,1 Wei Dong,1,3 Xiaoyu Ren,1 Xiaoli Feng,1,3 Peng Cui,1 Xianran Li,1 Hao Wang,1 Xin Xu,1 Wenxue Zhai,3 Zhao Xu,1 Jinsong Zhang,3 Sijie He,3 Jianguo Zhang,1 Jichen Xu,3 Kunlin Zhang,1,5 Xianwu Zheng,3 Jianhai Dong,2 Wanyong Zeng,3 Lin Tao,2 Jia Ye,2 Jun Tan,2 Xide Ren,1 Xuewei Chen,3 Jun He,2 Daofeng Liu,3 Wei Tian,2,6 Chaoguang Tian,1 Hongai Xia,1 Qiyu Bao,1 Gang Li,1 Hui Gao,1 Ting Cao,1 Juan Wang,1 Wenming Zhao,1 Ping Li,3 Wei Chen,1 Xudong Wang,3 Yong Zhang,1,5 Jianfei Hu,1,5 Jing Wang,1,5 Song Liu,1 Jian Yang,1 Guangyu Zhang,1 Yuqing Xiong,1 Zhijie Li,1 Long Mao,3 Chengshu Zhou,8 Zhen Zhu,3 Runsheng Chen,1,9 Bailin Hao,2,10 Weimou Zheng,1,10 Shouyi Chen,3 Wei Guo,11 Guojie Li,12 Siqi Liu,1,2 Ming Tao,12 Jian Wang,1,2 Lihuang Zhu,3 Longping Yuan,8 Huanming Yang1,2,3
Nur so zum Vergleich, das Reis-Genom besteht aus 430 Millionen Basenpaaren, den Universal-Einheiten des genetischen Codes.
Beim Menschen sind es etwa 3,1 Milliarden Basenpaare!
Hier sind die ersten Ergebnisse von dem Teil des FoTe, das sich mit der Bakteriellenforschung besch�ftigt.
Wir haben erstaunliche Neuigkeiten ! Vielleicht haben wir eine andere Art des Gentransfers gefunden. Eine junge begabte Wissenschaftlerin ist darauf gestossen. Sie fand heraus, dass man sich die F�higkeiten eines Lebewesens, n�mlich des Agrobakteriums, zunutze machen kann, das den Transfer von Erbgut in der Natur tagt�glich praktiziert. Dieses Aagrobakterium bef�llt die Zellen von vielen Pflanzen und baut in deren Erbgut eine Information zur Produktion von Zucker ein. Wenn es nun m�glich w�re geeignete manipulierte Gene (vermutlich die aus der �Osterglocke�) in dieses Bakterium zu integrieren k�nnte man im Reiskorn die Produktion von Provitamin A/Betakarotin anregen.
In Huainan sitzt unser FoTe gerade daran noch geeignete Gene der 'Osterblume' zu analysieren. So wie es aussieht kann blad mit ersten Resultaten gerechnet werden.
Was den Transfer durch das Agrobakterium angeht, so haben wir bereits einige 'provisorische' Versuche durchgef�hrt. Die letzten Tage waren in dieser Hinsicht sehr viel versprechend. Es scheint wirklich zu klappen. Allerdings steht noch nicht fest ob dies auch mit einem Agrobakterium, das mit Genen der 'Osterblume' manipuliert wurde funktioniert und ob der gew�nschte Effekt eintritt (produktion von beta-carotin im reiskern).
Das FoTe Huainan hat weitere Erkenntnisse auf dem Gebiet des Agrobakteriums gewonnen. Hier eine kurze Erkl�rung von einem Mitglied des FoTe:
�Das Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens besitzt ein sogenanntes �Tumor-induzierendes-�,oder kurz Ti-Plasmid mit Genen zur Mobilisierung und �bertragung eines DNA-Fragments, der Transfer- oder kurz T-DNA. Die F�higkeit von A. tumefaciens , DNA in Pflanzen zu �bertragen, k�nnen wir uns zu nutze machen, indem Ti-Plasmide und die T-DNA so modifiziert werden, dass keine Bakteriengene mehr �bertragen.�
Hier eine etwas vereinfachte Fassung:
Also man nimmt das oder die gew�nschte Gene aus dem Spenderorganismus (in unserem Fall aus der Osterblume) einerseits. Dann entfernt man die Bakteriengene aus einem bakteriellen Gen (um genauer zu sein aus dessen Plasmid). Schliesslich verbinfet man die zwei Elemente und bekommt ein neues Plasmid. Dieses �bertr�gt man dann ins Agrobacterium tumefaciens, das nur als �Transportmittel� dienen soll. Es scheint so als h�tte unser FoTe zu schnelle Schl�sse gezogen. So wie es aussieht reichen die Gene der Osterblume nicht aus. Diese m�ssen im Zusammenhang mit anderen bakteriellen Genen genuzt werden....
Unsere Wissenschftler sind sich einig. Hier ist eine Liste der infragekommende Gene der Narcissus pseudonarcissus (Osterblume, Daffodil):
� phytoene Synthase
� phytonene Desaturase
� Carotindesaturase Zeta
� Lykopencyclase
Nun k�nnen endlich konkrete praktische Versuche gestartet werden. Sicher ist jedenfalss, dass diese 4 Gene der Narcissus pseudonarcissus nicht alle gebraucht werden. Das bakterielle Gen, Desaturase Phytoen, kann vermutlich eines oder zwei der Osterblume ersetzen. Welche das sind, steht noch nicht fest, dazu m�ssten verschiedene Versuche durchgef�rht werden.
Ich bin sehr froh �ber die letzten Erkentnisse. Endlich kommt die Forschung in Huainan weiter.
Das FoTe ist bereits eifrig dabei die verschiedenen genmanipulierten Reisk�rner zusammen zu stellen. Dies d�rfte einige Tage in Anspruch nehmen da der Gentransfer mittels des Agrobakteriums durchgef�hrt wird. Sobald die ersten Proben dann bereit sind geht es an den Anbau vom genmanipulierten Reis. Ich hoffe, dass das Agrobakterium keine weiteren Probleme bereitet einige im Team sind da etwas skeptisch.
Die Namen der genmanipulierten Reissorten die später getestet werden
müssen:
GR-sdl: · phytoene Synthase· phytonene Desaturase·
Lykopencyclase· Desaturase Phytoen IR-64
GR-sdc: · phytoene Synthase· phytonene Desaturase·
Carotindesaturase Zeta· Desaturase Phytoen IR-64
GR-slc: · phytoene Synthase· Lykopencyclase
· Carotindesaturase Zeta · Desaturase Phytoen IR-64
GR-dlc: · phytonene Desaturase· Lykopencyclase·
Carotindesaturase Zeta· Desaturase Phytoen IR-64
In kursiv die benutzten Gene...fett, das sind die Namen, IR-64 ist die
Benutzte Reissorte.
Uner FoTe glaubt, dass GR-sdl wohl über die besten Voraussetzungen
verfügt um durch Photosynthese im Reisendosperm die Vorstufe von Vitamin-A
produzieren zu können. Genaueres wird sich aber erst nach dem Anbau
heraustellen.