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Alpenprevet
Gotthard Airollo Ritomsee
Passo dell'Uomo Lukmanier Stagias Sedrun
Pass Tiarms Oberalp Andermatt |
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Tourenbeschreibung:
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Bilder
zur Bike Tour
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Alpenprevet
4.Sept 99
Am Start
dieser anforderungsreichen Mountainbiketour Etappe standen wir morgens
um 7.00 Uhr in Andermatt (1432m) in den Startlöchern. Zuerst ging es
froh gelaunt entlang der Reuss Richtung Hospental wo wir Links abbiegen
mussten Richtung Gotthard. Den ersten Streckenabschnitt hoch zum Gotthardpass
noch auf der alten Gotthardstrasse auf Naturstrasse, bevor man ob Hospental
beim kurzen Tunnel auf die asphaltierte Hauptstrasse wechselten. Der
Hauptstrasse zum Gotthardpass folgten wir bei wenig Verkehr (wenn wundert
so früh am morgen) bis Brüggloch wo man auf der alten Passstrasse auf
Kopfsteinstrasse (Paves) hochfährt bis Gotthardhospitz (2091m). |

Auf dem Gotthard Pass
Denkmal für den Waadtländer Flieger Guex 1928 |
| Dort
kurz ein warmer Kaffee trinken und warme Kleider und Wind/Regenschutz
anziehen. (Den in der Zwischenzeit hatte es zu schwach zu Regnen begonnen.
Dann stürzten wir uns in die Tiefe Richtung Airolo Auf der nun folgenden
Tremolastrasse ist bei Regen besonders mit Vorsicht zu fahren. Der verletzte
liegengebliebene Biker auf der Abfahrt an dem wir vorbeifuhren wird's
schmerzlich bestätigen. Er musste wegen Oberschenkelbruch per Ambulanz
ins Spital. |

Tremola Strasse mit Kopfstein Belag
Die Tremolastrasse, das wohl längste Baudenkmal in der Schweiz.
Die wurde 1830 vom Kanton Tessin errichtet. |
| In
Airolo (1175) fuhren wir ins Dorf und bogen links ab Richtung Madrano
Von Madrano fährt man die Strecke weiter hoch nach Brugnasco und dann
eine kurze Abfahrt bis Altanca. Dort biegt man ca. 100m ob dem Dorf
links ab auf die Teerstrasse die hinauf zum Ritomsee führt. Diese gleichmässig
aber steile Strasse führt hinauf zum Ritomsee (1850)wo der erste Verpflegungsposten
stand. Bein dichtem Nebel stärken wir uns und stempeln die Brevet-Karte
ab. Danach geht's auf guter Naturstrasse flach weiter die 2.5 km entlang
dem idyllisch Ritomsee (Lago Ritom) bis man der allmählich steigenden
Strasse folgt hinauf zur Alp Piora Dort ging's rechts vorbei am Lago
Cadagno und weiter Richtung Alp Carrescio. Von dort weg ging es auf
teils steilem Naturweg hinauf zum höchsten Punkt dieser Tour (2250m).
Auf diesem Streckenabschnitt musste das Bike kurze Teilstrecken geschoben
werden. Hier oben verschnauften wir kurz. Ab jetzt führte die Strecke
um den Piz dell'Uomo herum. In warme Kleidung verpackt ging's zuerst
hinunter nach Segna und meist flach bis zum Passo dell'Uomo (2218m) |

Ritomsee |
Dieser
Abschnitt führte mehrheitlich über flache teilweise sehr grobe Wege
bis die Abfahrt begann das Val Termine hinunter. Diese sehr schwierige
Abfahrt verlangte von uns alles fahrtechnische Können ab. Kurze Abschnitte
absteigen und stossen sind nicht zu vermeiden. Für nicht so geübte Fahrer
heisst es hier bergablaufen. Für den Mountainbiker der das Sportgerät
gut beherrscht bietet diese Abfahrt eine willkommene Herausforderung.
Unten angekommen beim Lukmanier-Stausee (Lai da Sontga Maria) ging es
entlang des Ufers bis zum Restaurant an der Passstrasse auf 1914m. Hier
galt es wieder Flüssigkeit auftanken und die Brevet-Karte erneut abstempeln.
Zudem gab es eine warme gut schmeckende Gulaschsuppe unter zügigem Zelt.
Aber was nimmt man nicht alles in Kauf. Nach dem Verpflegungshalt ging
es zuerst noch ein kurzes Stück die Lukmanierstrasse hoch zur Lawinenschutz-Gallerie
bevor die Abfahrt begann Richtung Disentis. Auf dieser rassigen Abfahrt
durchs Val Medel biegt man schon nach kurzer Abfahrt bei der Alp Stgegia
links von der Hauptstrasse ab und fährt auf der Naturstrasse 5km talwärts.
Natürlich kann die ganze Abfahrtsstrecke auch auf der Lukmanier-Hauptstrasse
zu Tal gefahren werden. Auch ich wählte diese Variante, da zu diesem
Zeitpunkt der Regen heftig auf uns niederprasselte. |

Abfahrt vom Passo dell'Uomo durch das Val Ternine auf den Lukmanier
Pass |
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Dann
kommt man auf die Lukmanier-Hauptstrasse zurück und fährt rassig bis
Curaglia. In Curaglia bogen wir mitten im Dorf links ab und überquerten
nach kurzer Abfahrt unterhalb des Dorfes den Rhein da Medel. Auf der
anderen Talseite ging's nun auf einer schmalen Asphaltstrasse mit
10 Kehren 400 Höhenmeter bergauf nach Stagias einem Berggrat auf 1633m.
Hier oben genossen wir die schöne Aussicht auf das Tal hinunter auf
Sedrun und Richtung Oberalp unserem Ziel. Nachdem wir uns wieder wetterfest
umgezogen hatten ging's bergab. Vom Grat Stagias ging's rechts weg
weiter eine schnelle Abfahrtstrecke über Naturstrasse mit Asphaltabschnitten
fast alles im Wald gegen Sedrun. Bei dieser Abfahrt quert man das
Val Crush das Val Gierm und schlieslich das Val Nalps. Unterhalb Sedrun
überquerten wir den Rhein und pedalten hinauf nach Sedrun wo der letzte
Kontrollposten ist. Hier stärken wir uns mit warmen Getränken und
etwas zu Essen, und stempeln die Brevet-Karte ab. Frisch gestärkt
geht's Richtung Oberalp.
Variante: Wenn
in Sedrun die Kräfte aus den Bikermuskeln verschwunden sind.
In Sedrun hat man die Möglichkeit und benutzt die Furka-Oberalp
Bahn und fährt so bequem auf den Oberalppass.
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Stagias oberhalb Curaglia |
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Auf
der Hauptstrasse pedalt man über Rueras bis Dieni. Hier biegt man
oben beim grossen Parkplatz der Sesselbahn ab Richtung Milez. Entlang
der Sessellift-Anlage fährt man hoch bis Milez. Ab Milez fährt man
entlang der Bergflanke über Scharinas ins Val Val. Vorbei an der Wintersportanlage
im Val-Val. Der letzte Abschnitt hinauf auf den Pass Tiarms geht nochmals
steil hoch. Hier muss das Bike nochmals ca. 20Min geschoben oder getragen
werden.
Als Variante
kann von Sedrun alles auf der Hauptstrasse Richtung Oberalppass gefahren
werden. Wir bevorzugten diesen Aufstieg.
Vom Pass Tiarms (2148m) geht's auf der guten Naturstrasse hinunter
auf den Oberalppass auf 2044m. Ab der Oberalppasshöhe fährt man auf
der Hauptstrasse zuerst flach entlang des Oberalpsee dann immer mehr
fallend Richtung Nätschen Andermatt. Auf dieser Schlussabfahrt strahlte
uns als Krönung des Tages noch die Sonne zum ersten mal entgegen.
Eine kleine Entschädigung für das schlechte Wetter während des ganzen
bisherigen Tages? Müde und erschöpft aber auch stolz fahren wir in
Andermatt ein und fühlen uns als kleine Sieger. Noch schnell die Brevet-Karte
abstempeln und die Medaille mit Diplom in Empfang nehmen. Die bekommt
sicher einen Ehrenplatz an der Wand. Trotz schlechtem Wetter und der
ganzen Mühe des Tages, am Ende ist man glücklich ohne Defekte und
Stürze die Strecke geschafft zu haben. Man ist auch ein wenig Stolz
den inneren Schweinehund besiegt zu haben und eine grosse körperliche
Leistung geschafft zu haben.
Nachtrag:
Als ich ein paar Tage später das Bike zum ersten mal wieder für eine
kurze Ausfahrt gebrauchen wollte, da hatte ich einen "Platten"
Reifen. Besser so als während dieser grandiosen Tour.
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Abfahrt vom Pass Tiarms auf den Oberalp Pass |
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