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Matthias Currat |
ALS |
Cpt. Matthew Bluefox |
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Andreas Kägi |
ALS |
Cmdr. Andrew Ceagy |
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Brent Spiner |
ALS |
Lt. Cmdr. Lore |
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Nicole Streich |
ALS |
Dr. Nicole Strike |
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Daniel Chollet |
ALS |
Lt. Danny Chollet |
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Stephanie Knecht |
ALS |
Cnslr. Steevy Knight |
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Ramon Baur |
ALS |
Lt. Ramon Boer |
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Thierry Weidmann |
ALS |
Chief Thierry Whiteman |
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Fabian Blatter |
ALS |
Lt. Fabius Blater |
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Nadine Humbel |
ALS |
Lt. Nadine Humble |
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Isabel Schneider |
ALS |
Dr. Izy Snyder |
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Judith Baumann |
ALS |
Lt. Judy Boeman |
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Deborah Grossniklaus |
ALS |
Dr. Debbie Crossnicholls |
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Monika Heusser |
ALS |
Lt. Monique Hewsser |
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Denise Werffeli |
ALS |
Lt. Denise Werwealy |
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Jasmin Grossniklaus |
ALS |
F. Jazzy Crossnicholls |
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Sarah Bärtschi |
ALS |
F. Sarah Bearchy |
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Andrea Berger |
ALS |
F. Andrea Berger |
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Bruno Bamert |
ALS |
Gul Avarot |
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Brent Spiner |
ALS |
Gouverneur Tebok |
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div. Schauspieler |
ALS |
Cardassianische Offiziere |
Computerlogbuch der Bluefox, Captain Bluefox, Sternzeit 77423.4
««Wir befinden uns im Orbit von Ornara 7 und haben den Auftrag geheime Artefakte dieses Planeten zum 28 Lichtjahre entfernten Planeten Delepos 4 zu bringen. Es ist nicht einmal meiner Crew bekannt, was wir transportieren. Es ist in Behältern der Sternenflotte gelagert und mußte von mir selbst kontrolliert werden. Ich bin als Captain des Schiffes als Einziger eingeweiht und muß Stillschweigen bewahren, sonst verstoße ich gegen das Sternenflottengesetz. Ich kommandiere das Flaggschiff der Föderation, daher ist es natürlich meine Pflicht jedes Protokoll zu achten. Es kam ohnehin noch nie vor, daß eine Fraktion der Föderation und nicht die Föderation selbst das Flaggschiff besetzte. Ich fühle mich geehrt und bin deshalb natürlich besonders vorsichtig.»»
Die Bluefox war bereits unterwegs mit Warp 8. Die geheime Fracht befand sich bereits in Frachtraum 1 und war dort sicher gelagert. Auf der Brücke unterhielten sich gerade Lt. Boer und der neue Steuermann Lt. Blater. Boer fragte: «Und, Fabes? Wie schwer war die Abschlußprüfung?» Blater antwortete: «Sie hatte es wirklich in sich, Ramon. Ich mußte mein Allerbestes geben!» – «Ich bin froh Sie als neuen Nachbarn am Steuer zu haben! Jetzt können wir immer ein wenig plaudern, wenn nicht so viel los ist.» meinte Boer. Blater scherzte: «Für mich gab es auch keinen anderen Grund auf die Brücke zu wechseln!» Beide mußten lachen. Der Captain hörte das Gespräch mit und lachte ebenfalls bei Blaters Pointe. Er hatte nichts gegen nichtdienstliche Gespräche während dem Dienst, so lange nicht viel los war. – Doch die gemütliche Stimmung auf der Brücke wurde in einem Schlag ausgelöscht, als der Sicherheitschef Lt. Chollet eine Warnung durchgab: «Captain, ich habe ein cardassianisches Kriegsschiff der Hybrid-Klasse auf dem Radar! Sie nähern sich mit Warp 9,6! Die Waffen der Cardassianer sind aktiviert!» Cpt. Bluefox befahl sofort auf Alarmstufe Rot zu gehen. Cmdr. Ceagy befahl Lt. Boer: «Zeigen Sie uns die Cardassianer auf dem Hauptschirm.» Daraufhin fragte Ceagy den Captain: «Was machen denn die Cardassianer in dieser Gegend?» Bluefox antwortete mit einer ernsten Miene: «Das kann ich Ihnen nicht sagen, Commander. Hoffentlich haben sie gute Neuigkeiten.» Er erhob sich aus seinem Sessel und befahl Chollet: «Rufen Sie den Hybriden!» Chollet öffnete einen Kanal. Doch man stieß auf taube Ohren. Der Sicherheitschef berichtete ernüchtert: «Keine Antwort.» – Da schüttelte es die Bluefox plötzlich kräftig durch! Der Captain taumelte kurz, konnte sich aber wieder fangen und einen Sturz knapp vermeiden. Doch bereits knallte es ein zweites Mal und wieder bebte das gesamte Raumschiff für einen Moment! Bluefox konnte sich in seinen Sessel retten und verlangte einen Bericht von der Taktik. Chollet meldete sich: «Geringe Schäden auf Deck 19, keine Verletzte. Schilde sind auf 47 Prozent gefallen.» – «Feuer erwidern, Mr. Chollet!» befahl Bluefox. – Die Bluefox landete einen markanten Treffer an der Frontseite des Hybridschiffes. Die Hybrid-Klasse der Cardassianer bestand einerseits aus eigener, aber auch aus gestohlener Kessok-Technologie. Der Warpantrieb und die Gondeln waren ursprünglich Eigentum der Kessok. Sie waren die letzten Föderationsalliierten, bevor der Dominionkrieg ausbrach.
Das Hybridschiff erwiderte das Feuer der Bluefox prompt und beschädigte das Schiff der Galaxy-Klasse an der linken Warpgondel! Wieder rumpelte, krachte und zitterte es zünftig. Lt. Humble warnte: «Linke Warpgondel ausgefallen. Versuche mit der rechten Gondel zu kompensieren.» – Da meldete sich auf einmal der cardassianische Kommandant! Er stellte sich vor: ««Hier spricht Gul Avarot, kommandierender Offizier der Kyria. Wir verlangen Ihre Fracht, die Sie vor einer einer Stunde an Bord gebeamt haben! Ansonsten verrate ich den Inhalt an die Föderation und werde sagen, Sie hätten mir das Geheimnis preisgegeben!»» Bluefox konterte cool: ««Sie wissen nicht, was drinnen ist. Nur die Sternenflotte weiß das.»» Avarot jedoch erklärte: ««Der cardassianische Geheimdienst hat Informationen aus erster Hand und mein Schiff ist nur dafür zuständig, daß diese Artefakte auf Ornara 7 bleiben, bis wir die entsprechenden Vorbereitungen getroffen haben. Sie haben diese Artefakte nun fortgebeamt. Diese Aktion hat uns natürlich alarmiert.»» Bluefox machte zu Chollet eine Insider-Handbewegung. Sofort unterbrach der Sicherheitschef die Verbindung zu den Cardassianern. Bluefox wußte, daß die Cardassianer eine große Macht im Alphaquadranten waren und er war auch über den ausgedehnten Geheimdienst der Cardassianer informiert. Einige des cardassianischen Geheimdienstes konnten sich sogar in die Föderationsanlagen einschleusen und in die Crew von Sternenflottenraumschiffen gelangen. Dort blieben sie eine Zeitlang um genug Informationen zu sammeln und sie dann den Cardassianern zuzuspielen. Bluefox glaubte Avarot auf einmal. Es konnte sogar gut sein, daß die Cardassianer über den Inhalt der Frachtbehälter der Sternenflotte informiert waren. Wie es aussah, konnte die Bluefox dem bis auf die Zähne bewaffneten Schiff der Cardassianer nicht viel entgegensetzen. Die Cardassianer könnten der Bluefox nun auch leicht entkommen, weil deren Warpantrieb ja nur noch auf einer Gondel aktiv war. Würde es die Sternenflotte erfahren, dann würde Bluefox von der Föderation strafrechtlich verfolgt werden! Nach wie vor gehörte das Raumschiff Bluefox der Bluefox-Fraktion an und war noch nicht offizieller Teil der Föderation. Der Captain wollte natürlich nicht im Geringsten, daß auch noch die Föderation selbst ihm gegenüber feindlich gesinnt war, also mußte er nun schnellstens entscheiden. Die Cardassianer mußten irgendwie neutralisiert werden. – Bluefox gab Chollet nach einer kurzen Bedenkpause wieder das Zeichen zum Öffnen des Kanals. Er meinte: ««Wir werden Ihnen die Fracht niemals ausliefern! Wir werden selbst zur Föderation zurückfliegen und sie warnen!»» Danach signalisierte er Chollet wieder die Schließung des Kanals. Er befahl Blater: «Lieutenant, bringen Sie uns hier weg mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit! Fliegen Sie uns zum Sternenflottenoberkommando!» – Doch da krachte es wieder ziemlich heftig! Die Cardassianer waren ein wenig anderer Meinung. Chollet warnte: «Schilde ausgefallen!» Bluefox rief panisch: «Notkraftfelder um Frachtraum 1 errichten!» Doch Chollet erwiderte: «Zu spät, Captain! Frachtraum 1 ist vollkommen leer!» – Bluefox ballte beide Hände zu Fäusten und schaute sehr grimmig drein! – Boer berichtete: «Captain, die Cardassianer entfernen sich mit hoher Warpgeschwindigkeit!» Bluefox befahl energisch: «Verfolgung mit Maximum Warp aufnehmen! Mr. Ceagy, Sie haben die Brücke.» – Der Captain ging in den Bereitschaftsraum und funkte an den Maschinenraum: ««Bluefox an Lore: Bitte kommen Sie so schnell wie möglich in den Bereitschaftsraum.»»
Eine knappe Minute später läutete es. Bluefox rief: «Kommen Sie rein!» – Lore trat ein und wurde von Bluefox aufgefordert sich zu setzen. Der Captain hatte vor, Lore in das Geheimnis einzuweihen, weil der Einsatzleiter erstens ein gefühlloser Androide war und nichts verraten würde, wenn man es ihm befähle und weil man zweitens die Daten über diese Mission in Lores neuralem Netz wieder löschen konnte. Bluefox erklärte: «Lore, ich will, daß außer mir noch jemand weiß, um was es hier eigentlich geht. Sie werden selbstverständlich nichts darüber weitersagen und ich werde die Missionsdateien wieder löschen, wenn wir erfolgreich oder auch nicht erfolgreich waren.» – «Ich verstehe. Sie können mir alles erzählen, Sir.» sprach der Androide gelassen. «Also schön. Die Cardassianer sind hinter diesen Artefakten her, weil sich in der Fracht eine Art Antimateriestoff verbirgt. Wenn der Strahl eines cardassianischen Disruptors diese Antimaterie trifft, mutieren diese Artefakte. Es sind Steine in der Form von kleinen Asteroiden.» erklärte Bluefox. Lore fragte: «Sie mutieren? Wie soll ich das verstehen? Inwiefern mutieren sie?» «Sie werden etwas größer und beginnen zu glühen. Erst dann kommt das eigentliche Geheimnis der ganzen Sache: Wenn ein Telepath seine Gedankenstränge mit einem dieser mutierten Steine verbindet, dann kann er die vollkommene Kontrolle darüber erlangen. Die Energie, die dann erzeugt wird, hängt von der Intensität des Gedankens ab! Das klingt jetzt vielleicht verrückt, aber...» – «Ich verstehe Sie vollkommen, Captain!» unterbrach Lore Bluefox. Er sagte es, als wäre es das Normalste im Leben! Er fragte seinen Vorgesetzten: «Die Cardassianer selbst sind jedoch keine Telepathen. Sind sie eventuell ein Bündnis mit den Vulkaniern eingegangen?» Bluefox antwortete: «Nicht mit allen, vermute ich mal stark. Aber es gibt wahrscheinlich einige Vulkanier im cardassianischen Geheimdienst.» Der Captain machte eine kurze Pause, dachte scharf nach und entdeckte prompt eine Alternative. Er erklärte sie Lore wie folgt: «Oder das ist die Vorbereitung, die sie noch treffen müssen! Sie haben noch keine Telepathen! Das ist es! Sonst könnten sie ja alles bereits locker vollführen!» Lore fragte Bluefox: «Wo werden die Cardassianer die Artefakte hinbringen?» – «Sehr wahrscheinlich zu ihrer Heimatwelt und die ist sicher stark bewacht. Wir werden einen Langstreckentransport durchführen müssen. Wir beamen uns aus der höchstmöglichen Reichweite nach Cardassia. Wir nehmen zwei mobile Transportbaken mit, damit wir auch wieder zurückkehren können. Wir beamen natürlich erst dann, wenn die Langstreckensensoren die geheime Materie sicher lokalisiert haben. Ich muß den Scan persönlich durchführen.» antwortete Bluefox. Lore nickte und entgegnete: «Eine gute Idee, Sir. Ich bereite schon mal die beiden Transportbaken vor, damit ich sie bei einem allfälligen Außeneinsatz nur noch auf den Rücken schnallen muß.» Der Androide schaute den Captain im Aufstehen nochmals an und fragte ihn: «Überhaupt keine Sicherheitseskorte, Sir?» Bluefox entgegnete Lore entschlossen: «Nein, ich möchte nicht, daß andere Crewmitglieder davon erfahren. Ich handle voll und ganz im Dienste der Föderation und achte deren Protokolle und Gesetze. Ist es denn bereits nötig diese Gesetze zu brechen, Commander?» Lore sah die Strategie des Captains ein und nickte ihm zustimmend zu. Daraufhin verließ der Einsatzleiter den Bereitschaftsraum. Der Captain erhob sich aus seinem Bürosessel und schaute wieder einmal nachdenklich zum Fenster hinter dem Tisch hinaus. Er dachte sich: «Wird das wohl klappen?»
Die Bluefox gelangte zwei Stunden später in cardassianisches Gebiet. Ceagy befahl Blater: «Fabius, voller Stop. Ich glaube nicht, daß wir in cardassianischem Gelände freundlich empfangen werden. Halten Sie die Position.» – Da kam Bluefox wieder auf die Brücke zurück und informierte die „Nummer Eins“: «Ich habe vorhin einen Langstreckenscan des gesamten Gebietes durchgeführt. Ich werde mich mit Lore zusammen mittels Langstreckentransport direkt nach Cardassia transportieren können ohne bemerkt zu werden. In dieser Zeit halten Sie hier exakt die Position. Wenn Cardassianer auftauchen, versuchen Sie sie mit allen Mitteln aufzuhalten und wenn nötig zu zerstören. Es ist sehr wichtig, daß wir die genauen Koordinaten am Zielort zur Rückkehr auf die Bluefox eingeben können. Wir werden die Transportbake nicht nach Ihnen ausrichten können, weil wir Ihre Position nach der Ankunft verlieren werden. Wir beamen also blind, Andrew!» Ceagy nickte seinem Captain zu und meinte: «Wir werden ein Magnetfeld errichten, das uns an dieser Position festhalten wird. – Viel Glück, Sir! Kommen Sie heil wieder zurück!» – Bluefox streckte seinen Daumen nach oben. Sogleich verließ er die Brücke und machte sich auf zum Transporterraum. Auf dem Weg dorthin funkte er an Lore: ««Haben Sie die Bake griffbereit?»» Lore antwortete: ««Das habe ich. Kann es losgehen?»» – ««Nach Cardassia, wie gehabt.»» sprach der Captain und schloß die Verbindung. In Transporterraum 2 trafen sich die beiden Offiziere und ließen sich von Chief Whiteman an den Ort beamen, den der Captain in seinem Scan nach der geheimen antimaterieähnlichen Lösung in den Steinen genau berechnet hatte.
Bluefox und Lore wurden in einem dunklen nassen Tunnel vom Transporterstrahl wieder zusammengesetzt. Sofort nahmen beide die Tricorder hervor und untersuchten das umliegende Gebiet. Der Captain versicherte seinem Begleiter: «Genau hier sollte es sein, hier sind die Steine versteckt. Sieben Meter vor uns befindet sich eine Öffnung in der rechten Wand. Dort drinnen sind sie.» Lore bestätigte: «Ich habe die exakt gleichen Angaben. Ich kann aber auch organische Komponenten erkennen. Es sind Cardassianer, Sir. Sie sind nicht weit von den Artefakten entfernt. Wir sollten aufpassen.» Lore ging ein wenig voraus, Bluefox langsam hinterher. Beide hatten nun auch ihre Phaser aus den Halftern an den Uniformen gezückt und waren mucksmäuschenstill. Bluefox flüsterte: «Ich kann sie hören.» – Ein cardassianischer Soldat rief auf einmal in den Raum hinaus, ohne daß er jemanden sah: «Wo bist du, Venek? Du solltest mich ablösen seit einer Vierteleinheit!» Nachdem der Cardassianer um eine Ecke im vorderen Bereich gebogen war, wo anscheinend ein Quergang war, stand er plötzlich im gleichen Tunnel wie Bluefox und Lore! Er reagierte blitzschnell, als er die dunklen Facetten der beiden Sternenflottenoffiziere mit ihren Phasern erkennen konnte und feuerte einen Schuß aus seinem Disruptor ab! Lore und Bluefox konnten sich gerade noch rechtzeitig ducken und erwiderten das Feuer. Sie trafen den Cardassianer haargenau! Er sank langsam zu Boden. Bluefox befahl Lore: «Gehen Sie zu den Steinen! Wir müssen sie um jeden Preis haben!» Lore rannte sofort zur Öffnung in der rechten Wand des Tunnels und tastete die rauhen Gedankensteine ab. Er ergriff einen Stein, so glaubte er es zumindest. Er nahm ihn heraus und suchte nach weiteren Exemplaren. Er bemerkte nicht, daß sich ihm ein weiterer Cardassianer näherte, der ihn schon eine Weile beobachtete! Auf einmal schrie der Wächter: «Nehmen Sie Ihre Hände da weg! Sofort!» Lore schreckte auf und schaute dem Cardassianer ins Gesicht. Er konnte durch seine Infrarotpupillen, die er im Dunkeln aktivieren konnte, alles genau sehen. – Lore rief zurück: «Nicht schießen! Sie gefährden den gesamten Planeten und die cardassianischen Schiffe im Orbit!» Doch im fast genau selben Moment gab der Soldat einen Warnschuß ab und traf einen der Steine in der Öffnung! Ein grelles Licht erhellte auf einmal das Innere des
Wandlochs! Der Wächter schrie, kochend vor Wut: «Nein! Ich habe die Gedankenwaffe getroffen!» Aus lauter Wut schmiß er seine Waffe auf den Boden! Lore nutzte die Wutreaktion des Soldaten aus und betäubte ihn mit seinem Handphaser! Nun wußte er aber nicht, was er mit diesem leuchtenden Stein bloß tun sollte. Er rief zu Bluefox nach hinten: «Captain! Der Cardassianer hat einen der Gedankensteine mit seinem Disruptor getroffen! Der Stein leuchtet ziemlich stark!» Bluefox rannte zu Lore hin und beide beobachteten diesen leuchtenden Stein eine Zeitlang. Er gab ein helles neongrünes Licht von sich und schwoll an! – Lore fragte Bluefox: «Was machen wir mit dem Stein, Sir?» Der Captain dachte einen kurzen Moment nach und antwortete dann: «Das hätte alles nicht geschehen dürfen. Die Cardassianer wissen von diesen Steinen. Das war nicht eingeplant. Die Völker von Delepos 4 und Ornara 7 sind beides überentwickelte Kulturen und betreiben interstellaren Handel. Die Sternenflotte bekam den Auftrag diese Dinger, die mit Sicherheit ebenfalls überentwickelt sind, von A nach B zu bringen. Doch jetzt ist alles anders gekommen. Die Cardassianer kennen diese Steine und wissen, was es braucht um ihre wahre Kraft nutzen zu können. Ich bin jetzt vielleicht ein schlechter Postbote, der den Brief aufmacht und zerreißt anstatt ihn dem Eigentümer zu übergeben, aber es muß sein. Wir haben das wahre Geheimnis dieser Gedankensteine enthüllt und gewinnen daraus die Erkenntnis, daß es eine Katastrophe geben wird, wenn die Cardassianer diese Kraft nutzen. Die Föderation wird mit Sicherheit nach dem Klingonischen Reich die zweite Station des Vernichtungsfeldzuges der Cardassianer sein. Ich kann im Moment leider weder mit den Ornaranern noch mit den Delepanern reden, daher ist es die einzige Lösung: Wir müssen diese Zeugen der Zukunft vernichten. Wir bringen sie, wie sie sind, mit uns zusammen zur Bluefox zurück. Dann beamen wir sie in den offenen Raum hinaus und vaporisieren sie mit einem Hochenergiestrahl aus unserem Hauptdeflektor.»
Bluefox stand sicherlich vor einer sehr wichtigen Entscheidung. Er entschied soeben möglicherweise über ein Stück Zukunft, respektive über ein Stück mögliche Geschichte! Beide stellten zusammen die Transportbake auf und initialisierten den Transport von allen Steinen und sich selbst.
Sie kamen tatsächlich genau auf der Brücke der Bluefox an! Ceagy fragte das Außenduo sofort: «Und? Haben wir die Position nicht fabelhaft gehalten?» Der Captain entgegnete: «Exzellent, Andrew, und jetzt müssen wir diese Dinger hier sofort ins Weltall beamen. Danny, wenn Sie die Güte hätten?» Chollet beamte die Steine im rohen Zustand direkt von seiner Station aus in den Weltraum. Ceagy fragte Bluefox neugierig: «Was sind denn das für riesige Leuchttrüffel?» – «Oh, Leuchttrüffel eben.» gab der Captain gelassen zur Antwort. Ceagy neckte Bluefox: «Sie können schlecht lügen, Matt. Das sind doch diese geheimen Artefakte, oder?» – «Ja, ja, Sie haben diese wunderschönen Trüffel nun gesehen und wir werden sie jetzt verschwinden lassen.» antwortete der Captain und befahl Chollet sogleich: «Lieutenant, aktivieren Sie den Hauptdeflektor. Erzeugen Sie einen Hochenergiestrahl und richten Sie ihn auf die leuchtenden Dinger. Feuern Sie selbständig, wenn Sie bereit sind.» Chollet bereitete lud den Energiestoß und feuerte ihn ab. Daraufhin gab es ein Feuerwerk! Der Strahl ließ die Steine implodieren! Die Implosion erzeugte eine Druckwelle! Chollet warnte: «Captain, wir werden ein wenig durchgeschüttelt werden, befürchte ich.» – Es schleuderte die Bluefox förmlich nach hinten hinaus und Blater verlor die Steuerkontrolle! Ungefähr zehn Sekunden später beruhigte sich das Schiff wieder, befand sich aber immer noch in diesem Rückwärtstreiben. Blater berichtete verdutzt: «Sir, wir sind 20 Lichtjahre Richtung Föderationsraum geschleudert worden!» Ceagy bemerkte: «Super! Dann stehen wir schon fast vor unserer Haustür und können den restlichen Weg zum Hauptquartier mit Warp 2 zurücklegen. Wir wären dann immer noch zu früh!» Bluefox entgegnete schmunzelnd: «Hat was. Na gut, ich bin nicht unglücklich darüber.»
Der Captain war unheimlich froh über den Ausgang dieser äußerst heiklen Mission. Keiner aus der Crew außer Lore erfuhr etwas über diese Wundersteine und keiner konnte mit ihrer Energie etwas Schlechtes tun. Eigentlich war das ideal. Bluefox mußte nur noch mit einem Vertreter von Delepos 4 reden. Dafür begab er sich in den Bereitschaftsraum, schaltete eine abhörsichere Subraumverbindung nach Delepos 4 frei und stellte sich vor: ««Hier spricht Captain Matthew Bluefox von der U. S. S. Bluefox NCC 1701-E. Spreche ich mit Gouverneur Tebok?»» fragte der Captain. Auf der anderen Seite war eine humanoide Lebensform zu sehen, die über den Augen keine Augenbrauen hatte. Unter beiden Ohren, in der Region der männlichen Koteletten ( :-) ), waren kuriose Rillen zu erkennen. Bluefox' Gegenüber erwiderte: ««Das ist richtig, Captain, ich bin Tebok. Verzögert sich die Lieferung der Steine?»» fragte Tebok. Bluefox begann vorsichtig zu erklären: ««Das ist es genau, worum es geht. Es geht aber nicht um eine Verzögerung der Lieferung, sondern um etwas weitaus Folgenschwereres: Es kam zu einem Zusammenstoß mit den Cardassianern...»» – Weiter kam Bluefox gar nicht! Tebok schlug die Hände über dem Kopf zusammen und rief: ««Oh, nein!»» – Er beruhigte sich so schnell wieder, wie er sich aufgeregt hatte. – ««Und was ist passiert? Haben sie die Technologie stehlen können?»» Der Captain antwortete: ««Nein, aber dafür mußten wir einen hohen Preis zahlen. Sie müssen verstehen, Gouverneur, ich war mit meinem Chefingenieur in einem cardassianischen Tunnel und da entdeckten wir die bereits gestohlenen Steine. Da entzündete ein Cardassianer versehentlich das ganze Material mit seinem Disruptor! Ich beschloß die Steine zu zerstören, da sie bedrohlich anschwollen und eine Gefahr für uns darstellten. Es tut mir furchtbar leid für Sie und Ihre wissenschaftliche Entwicklung.»» ««Das ist zwar sehr schade, aber ich kann Sie verstehen, Captain. Ehrlich gesagt, ich bin mir selbst nicht so sicher, ob diese Steine auch wirklich geholfen hätten. Ich bin der Meinung, sie hätten auch reichlich Schaden anrichten können. Jetzt aber nochmals zu Ihnen und Ihrer Crew: Ist beides noch in Ordnung?»» fragte Tebok. Bluefox stützte sein Kinn auf die rechte Hand und schaute Tebok genau an. Er fragte: ««Täusche ich mich oder sind Sie sogar mehr an unserer Gesundheit interessiert als am Zustand der Steine?»» Tebok fing an zu grinsen und meinte: ««Wenn ich ganz ehrlich bin, Captain, ja! Die Cardassianer sind uns zwar technologisch unterlegen, aber sie haben mehr Raumschiffe. Sie jagen uns immer wieder einen Schrecken ein. Ich bin froh, daß Sie einen Angriff der Cardassianer heil überstanden haben.»» Bluefox erwiderte: ««Wir haben auch gute Schiffe, Gouverneur! Die Föderation bringt ihre Flotte immer wieder auf den neuesten Stand. Ich danke Ihnen für Ihre Besorgnis, das ist sehr nett von Ihnen. Ich für meine Seite bin froh, daß Delepos 4 sowie Ornara 7 auch nach diesem Zwischenfall immer noch in der Föderation bleiben werden.»» – ««Ich freue mich auf viele gute Geschäfte, Captain! Tebok, Ende.»» verabschiedete sich der delepanische Gouverneur und der Flachbildschirm des Computers färbte sich schwarz. – Der Captain lehnte sich erleichtert in seinen Bürosessel zurück und nahm sich einfach mal ein paar Minuten frei. Er verschränkte seine Arme hinter dem Nacken, lehnte sich bis an den Anschlag des Sessels zurück und parkierte beide Füße auf seinem Schreibtisch. Er ließ es sich – wenn auch nur für eine kurze Zeit – einfach mal so richtig gutgehen!
ENDE
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