RAUMSCHIFF BLUEFOX – NCC 1701-E

Folge 4: Ein unvergeßlicher Urlaub

STARRING

Matthias Currat

ALS

Cpt. Matthew Bluefox

Andreas Kägi

ALS

Cmdr. Andrew Ceagy

Brent Spiner

ALS

Lt. Cmdr. Lore

Nicole Streich

ALS

Dr. Nicole Strike

Daniel Chollet

ALS

Lt. Danny Chollet

Ramon Baur

ALS

Lt. Ramon Boer

Stephanie Knecht

ALS

Cnslr. Steevy Knight

Fabian Blatter

ALS

Chief Fabius Blater

Isabel Schneider

ALS

Dr. Izy Snyder

Thierry Weidmann

ALS

Lt. Thierry Whiteman

Deborah Grossniklaus

ALS

Dr. Debbie Crossnicholls

Nadine Humbel

ALS

Lt. Nadine Humble

Judith Baumann

ALS

Lt. Judy Boeman

Monika Heusser

ALS

Lt. Monique Hewsser

Denise Werffeli

ALS

Lt. Denise Werwealy

Jasmin Grossniklaus

ALS

F. Jazzy Crossnicholls

Sarah Bärtschi

ALS

F. Sarah Bearchy

Andrea Berger

ALS

F. Andrea Berger

GUEST STARRING / ACTORS IN A SECOND ROLE

Heinz Benz

ALS

Borgdrohne im Hotel

Diverse Schauspieler

ALS

Borgdrohnen


Computerlogbuch des Ersten Offiziers, Commander Ceagy, Sternzeit 77282.1

 

««Die gesamte Crew hat nach der strengen Zeit mit den Romulanern einen ausgiebigen Urlaub zugesprochen bekommen. Ich habe meinen Urlaub bereits hinter mir. Ich war zwei Wochen bei meiner Familie in den Ehemaligen Vereinigten Staaten von Amerika. Es war eine sehr schöne Zeit und wir hatten wunderbares Wetter! Jetzt jedoch ist Captain Bluefox dran mit seinen Ferien und deshalb habe ich für die kommenden zwei Wochen das Kommando über die Bluefox. Es ist aber eigentlich für die kommenden 14 Tage nichts geplant, damit wir nicht in einen Streß kommen, wenn nur die halbe Crew an Bord des Schiffes ist. Captain Bluefox konnte fast das ganze Führungsteam dazu begeistern auf dem Planeten Robolia 4 einen gemeinsamen Urlaub mit Spaß und Spiel zu machen! Nach seinem ersten Tag sandte mir der Captain eine Nachricht, in der er die Robolianer beschrieb. Er meinte, sie seien sehr verspielt und kennen Arbeit nur im Sinne von Hausarbeit, nicht im Sinne von Industriearbeit. Das klingt sehr spannend! Der Captain versprach mir jeden Tag eine Nachricht zu senden.»»

 

Cpt. Bluefox, Lt. Cmdr. Lore, Dr. Strike und Cnslr. Knight bezogen dasselbe Hotel, als sie auf Robolia 4 ankamen, damit sie abends noch ein wenig zusammensitzen und sich entweder Witze erzählen oder Erlebnisse des Ferientages austauschen konnten. Lore war immer ein wenig der Arme, wenn es um Witze ging, da er ja keinen Sinn für Humor hatte. Er hatte keinen Emotionschip im Gegensatz zu seinem Bruder Data. Lore und Data wurden zwar vom gleichen Mann erschaffen, nämlich von Dr. Noonian Soong, aber der gab den Emotionschip nicht Lore, sondern Data. Er hatte nur einen Chip, weil es zu teuer war einen Zweiten zu konstruieren. Also blieb Lore kein Chip mehr übrig. Einen Vorteil hatte diese Variante: Lore konnte seinem Erschaffer niemals böse sein, daß er keinen Gefühlschip geschenkt bekam. Somit hatte es Lore auch an diesen Abenden schwer sich bei den vielen Pointen in den Witzen zurechtzufinden. Während Bluefox, Strike und Knight lachten, mischte Lore schon mal die Karten für die übliche abendliche Pokerrunde. Da konnte Lore dann dafür um so mehr mitmischen, im wahrsten Sinne des Wortes. :-) Lore war ein phantastischer Pokerspieler, da ihm niemand ansah, ob er bluffte oder nicht. Der Androide verzog niemals eine Miene oder zuckte mit dem Ohrläppchen oder den Augenbrauen. Das erschwerte den anderen drei Mitspielern das Durchschauen des Spiels natürlich erheblich.

Während einer dieser vielen Pokerrunden lobte Bluefox seinen Chefingenieur: «Lore, wenn ich mit Ihnen Poker spiele, dann ist es immer spannend wie selten etwas! Sie spielen so versteckt und bleiben immer in der gleichen Position. Das ist selbst für mich als alter Fuchs im Pokern eine unüberwindbare Hürde!» – «Sie müssen als Erste ansagen, Counselor.» meinte Lore und schaute zu Knight hinüber. Der Counselor studierte und legte schließlich 20 Credits in die Mitte. Dazu sagte sie für alle anderen noch die Menge an Credits, die sie in die Mitte schob: «Zwanzig.» Der Captain setzte das Spiel fort: «Ich gehe mit und lege einen weiteren Zwanni drauf.» Daraufhin legte er zwei Zwanzigerchips zum Stapel der anderen Chips dazu. Strike rollte ihre Augen und legte ihr Blatt offen auf den Tisch. Sie kommentierte ihr Handeln mit den Worten: «Ich bin draußen!» – Lore war nun am Zug. Er schob ohne nur mit der Wimper zu zucken stolze hundert Credits in die Mitte und kommentierte: «Ihre zwanzig, Sir, und dann gebe ich noch achtzig dazu.» Strike sinnierte: «Ich fasse das nicht! Der legt einfach so einen Hunni in die Mitte!» Bluefox bemerkte: «Das würde ich auch mal tun, wenn ich so einen fetten Kontostand hätte wie Lore!» – Knight wurde die Sache zu heiß und legte ihr Blatt ebenfalls offen auf den Tisch. Nun mußte sich Bluefox bereits zum dritten Mal in Serie mit Lore duellieren. Er dachte sich: „Wenn Ceagy nicht dabei ist, dann bin ich wohl der reservierte Finalteilnehmer.“ Strike flüsterte Knight zu: «Lore ist das geborene Pokerface, Steevy. Schauen Sie ihn sich mal an!» Steevy Knight, die Ansprechpartnerin für alle, nickte nur und stützte ihren Kopf auf beiden Handflächen ab. Ab und zu mußte sie eines ihrer langen Haare aus dem Gesicht blasen, weil ein schwacher Wind von der Küste her an die Veranda des Hotels hauchte. – Bluefox schaute Lore lange an, sah dann aber ein, daß es für ihn zumindest keinen Sinn machte. Schlußendlich ging Bluefox Lores hohen Einsatz mit. Er legte seine letzten 80 Credits in die Mitte und sagte zwar gespannt, dennoch schon fast kapitulierend: «Ich will sehen.» – Der Chefingenieur legte ein Zauberblatt hin: Drei Asse! Bluefox hingegen konnte nur zwei Paare, auch noch durch einen Joker gebildet, vorweisen. Das schlug Lores Karten nicht ganz. Bluefox kratzte sich am Kopf und sagte zu Lore: «Gegen Sie zu spielen ist, wenn es hart auf hart geht, ein sinnloses Unterfangen. Da muß ich mir der Sache schon ganz sicher sein, wenn ich einen hohen Einsatz ausgebe.» Er schaute auf den Tisch und fügte hinzu: «Wie Sie sehen, Lore: Es sind alle Pleite! Das Spiel ist schon aus!» – «Sie können es ja morgen erneut versuchen, Captain.» entgegnete Lore ermutigend. Bluefox nickte und gähnte kräftig. Daraufhin beschloß er: «Ich gehe ins Bett. Morgen wird ein ganz schöner Tag, denn der Wettersatellit hat keine Wolken in der Region von mehreren hundert Kilometern gescannt!» Strike stimmte zu: «Sie haben Recht, ich gehe auch gleich. Es ist sowieso nicht mehr so viel los, wenn nicht alle einigermaßen wach sind.» – Eine Viertelstunde später war kein Mensch und auch kein Androide mehr draußen zu sehen.

 

Mitten in der Nacht öffnete Strike plötzlich ihre Augen, weil sie ein Klopfen an der Tür des Hotels hörte. Keiner der Hotelangestellten war noch wach und niemand machte auf. Sie drehte sich um und wollte weiterschlafen, aber da klopfte es wieder an die Tür, diesmal bedeutend forscher. Der Doktor fragte sich: «Hört denn das sonst keiner außer mir?» Sie ärgerte sich stark darüber, weil sie durch diesen Lärm nun überhaupt nicht mehr einschlafen konnte. Als es innerhalb von fünf Minuten schließlich mindestens sieben Mal in einer Serie von mehreren Schlägen an die Tür polterte, hielt es der Doktor nicht mehr aus und machte sich auf den Weg zur Hoteltür. Sie stieg die steile Hoteltreppe hinunter. Sie konnte die Stufen gut sehen, weil die drei Monde von Robolia 4 genug Licht gaben. – Unten angelangt öffnete sie schließlich die Tür. – Nichts. Da war gar niemand. Strike ärgerte sich und sagte leise: «Das glaube ich doch einfach nicht! Will uns da jemand völlig zum Narren halten?» – Sie konnte von ihrer Standposition aus unmöglich sehen, daß sich der vermeintliche Hotelgast direkt außerhalb neben der Hoteltür versteckt hielt! Strike ließ die Tür einfach hinter sich einklinken und schaute nicht mehr zurück. Sie stieg die Treppe wieder hoch und ging in die Richtung ihres Zimmers. Hinter ihr schlich lautlos eine dunkle Gestalt die Stufen empor! Hätte Strike in diesem Moment zurückgeschaut, dann hätte sie im Untergeschoß gerade noch den Schatten der Gestalt die Treppenstufen hochhuschen sehen, aber sie schaute nicht zurück. Sie hatte auch keinen Grund. Sie wollte nur wieder schnell in die Federn. – Doch diese unbekannte Gestalt konnte sich unbemerkt noch ganz knapp hinter der Ärztin in deren Zimmer tappen, bevor sie entnervt die Tür zumachte. Sie ging wieder ins Bett und bekam gar nichts von dem mit, was sich in ihrer unmittelbaren Nähe abspielte! Das Licht der Monde erleuchtete nun gar einen Teil des Gesichtes des Unbekannten! Auf der Stirn hatte das Wesen kleine Wülste. Die Hautfarbe des blinden Hotelpassagiers war grau. Am linken Auge hatte der Mann eine Prothese. An dieser Prothese war noch ein Infrarotsensor befestigt! Dieser Sensor strahlte einen dünn gebündelten kalten Laserstrahl aus. Als Strike sich gerade zum x-ten Mal zudecken wollte, hörte sie auf einmal ein Geräusch, das sich wie ein leises hohes Surren anhörte! Es war nur kurz, vielleicht eine knappe Sekunde. Sie schaute auf – und schrie! Sie schrie so laut, wie sie nur konnte! Sie hatte schlagartig eine Riesenpanik! Was sah sie schräg über ihr stehen? «Nein! Nein! Das ist nicht möglich! Es gibt keine Borg mehr! Es gibt sie nicht mehr! Ihr seid tot! Tot!» – Nicole konnte sich nicht mehr beherrschen. Sie hatte einfach eine panische Angst! Es war tatsächlich eine Borgdrohne, die sich ganz hinterrücks hinter dem Doktor ins Hotel geschmuggelt hatte und vorher so stark an die Tür hämmerte!

«Captain Bluefox! Lore! Steevy! Wo seid ihr denn? Hilfe!» schrie Strike. – «Die Subjekte Bluefox, Lore und Knight sind an Bord des Kubus. Alle Subjekte im Umkreis von tausend Kilometern sind an Bord des Kubus. Uns fehlt nur noch das Subjekt Unbekannt. – Sie. Sie sind Subjekt Unbekannt.» sprach die Drohne in einem mechanischen, gleichmäßigen, mehrstimmigen Ton. Nicole schoß es durch den Kopf: «Warum sind die Borg im Alphaquadranten? Die Vermutung des Captains stimmte also. Der Außenposten der Föderation am Rande der Neutralen Zone wurde tatsächlich von den Borg vernichtet.» – Sie konnte es nicht glauben. Die Erde, alle ihre Verwandten, Bekannten, ihre Freunde. Alle wurden wahrscheinlich bereits ins Borgkollektiv assimiliert! Sie wollte es nicht wahrhaben. Zum selbständigen Denken blieb ihr jedoch nur wenig Zeit, denn der Borg beugte sich über sie! Für einen Augenblick fühlte sie sich wie tot!

Wenige Sekunden später fand sich der Doktor mit der Drohne in einer grauen Umgebung wieder. Sie rief panisch: «Wo bin ich hier?!» – «Sie sind an Bord des Kubus. Jedes Individuum im Umkreis von tausend Kilometern ist an Bord des Kubus. Sie werden jetzt assimiliert werden. Sie werden sich fügen. Verhandlungen sind irrelevant. Widerstand ist zwecklos.» sprach die Drohne. – «Nein! Nein!» schrie Strike, fuhr ihre Arme aus und fuchtelte wild um sich, aber sie hatte keine Chance. Die Drohne brauchte die Chefärztin nur einmal grob anzupacken. Dann bohrte sie zwei Röhrchen in Nicoles Hals!

Es dauerte keine Minute, da verstummten ihre Schreie. Sie sprach statt dessen monoton: «Wir sind Borg. Unsere Primärfunktion besteht darin dem Kollektiv zu dienen. Unser Ziel ist die Perfektion. Wir assimilieren fremde Kulturen und eignen uns die Stärken dieser Kulturen an. Jeder Widerstand ist zwecklos.» Während sie diese Worte aus dem Kollektiv zitierte, wuchsen ihr bereits die ersten Implantate und ihre Haut färbte sich zusehends grau und grauer! – Im Hintergrund waren drei weitere Drohnen im Anfangsstadium ihrer Assimilation zu sehen. Sie standen bereits in Regenerationsalkoven. Als Strike genauer hinsah, konnte sie die Gesichter klar erkennen. Es waren Bluefox, Lore und Knight! – Da hatte sie ein zweites Mal das Gefühl, daß etwas an der ganzen Entführung komisch war. Das erste Mal war es, als sie als einzige Person die Klopfgeräusche im Hotel vernahm. Der zweite „Fehler“ war nun der assimilierte Lore im Alkoven! Konnten Androiden überhaupt assimiliert werden? Hatten die Borg eine neue Technologie entwickelt, seit sie einige Jahre vor dem Dominionkrieg versuchten Data an Bord der Enterprise zu assimilieren? – Jeder neu assimilierte Borg konnte auf seine Geschichte als Individuum zurückgreifen und sie bei Bedarf abrufen. Auch Nicole konnte sich nach wie vor genau an die Szene im Hotel vorhin erinnern.

 

Eine Stunde war seit Strikes Assimilation vergangen. Von der einstigen Nicole Strike war schon seit einer halben Stunde nichts mehr zu sehen. Binnen dieser Zeit wurden ihr von anderen Borgdrohnen Armprothesen und andere Spezialimplantate angeschraubt und eingebohrt. Dazu bekam sie eine Borgbezeichnung: „Four of Four“. – Sie war die Letzte, die aus der Vierergruppe assimiliert worden war. In diesem Quartett waren nämlich ihre einstigen Freunde Bluefox, Lore und Knight! Sie alle wurden der Reihe nach ins Kollektiv assimiliert. Bluefox war „One of Four“, Lore „Two of Four“ und Knight seit einer knappen Stunde „Three of Four“. Nicole „Four of Four“ Strike und die anderen drei aus ihrer Gruppe befanden sich gerade in der Regenerationsphase. Keiner schaute den anderen an. Jeder starrte einfach geradeaus in die Leere. Kein eigenes Bewußtsein. Es war zwar jeder Person bewußt, was sie vorhin erreicht und geleistet, was sie erlebt hatte. Aber das hatte nun keinen Stellenwert mehr in ihrer Existenz. – Als Four of Four ihre Regeneration abgeschlossen hatte, konnte sie im vorderen Teil des vermeintlichen Kommandozentrums des Kubus einen größeren Bildschirm sehen. Auf diesem Bildschirm waren mehrere Föderationsraumschiffe zu sehen, darunter auch die Bluefox! Doch Four of Four bedeutete dieses Raumschiff nichts mehr. Es war nichts weiter als ein Raumschiff der Föderation, ein zu assimilierendes Objekt.

Immer wieder versuchte eines der Raumschiffe mit Photonentorpedos und mit Phaserfeuer die undurchdringbaren Schutzschirme des Kubus zu durchbohren. Aber alle diese Waffen hatten aus der Sicht der Borg nicht einmal den Status beachtet zu werden. – Da war plötzlich noch etwas im Hintergrund der vielen Föderationsraumschiffe erkennbar: Die Erde! – Die Borg gelangten also bereits innerhalb dieser einen Stunde zur Erde. – Nachdem ein kleineres

Föderationsraumschiff den Angriffen des Kubus nicht mehr standhalten konnte und explodierte, schaffte es die Bluefox plötzlich mit einem präzisen Phaserschuß auf den Emitter des Traktorstrahls des Borgkubus eben diesen Traktorstrahl vorübergehend zu deaktivieren. Da erklang bei der Kommunikationsphalanx des Kubus ein Funksignal. Automatisch schaltete das Kollektiv einen Kanal frei. Auf der anderen Seite war Cmdr. Ceagy zu sehen. Das Gesicht des Ersten Offiziers füllte beinahe den ganzen Hauptschirm des Kubuszentrums aus. – Ceagy stellte sich vor: ««Hier spricht Commander Andrew Ceagy von der U. S. S. Bluefox. Wir konnten Ihren Traktorstrahl außer Kraft setzen. Wir haben von der Sternenflotte den Befehl diesen Kubus zu zerstören. Wir haben zwar Spuren der DNA von vier

Mannschaftskameraden gescannt und wissen daher, daß sie von Ihnen bereits auf Ihr Schiff gebeamt worden sind. Die Rettung von viel mehr als vier Menschen steht hier jedoch auf dem Spiel. Deshalb werden wir weiterfeuern! Ceagy, Ende.»» – Die Bluefox feuerte tatsächlich weiter und konnte jetzt sogar teilweise die Schutzschirme überwinden, da die Borg nun damit beschäftigt waren den Traktorstrahl wieder funktionsfähig zu machen. – Da bebte plötzlich der ganze Kubus! Die Bluefox feuerte natürlich nach wie vor aus allen Rohren. Es schüttelte das Borgschiff immer mehr durch! Four of Four fiel auf den harten Boden des Decks, konnte aber wieder aufstehen und diesen spektakulären Kampf weiterverfolgen. – Ein genau geschossener Photonentorpedo der Bluefox durchdrang den Schutzschirm auf der Höhe des Kubuszentrums! Unzählige Drohnen kippten wie Kegel um oder flogen sogar kurz durch die Luft! Einen Moment lang war es einfach nur gleißend hell von dieser unglaublichen Explosion, die von der Detonation des Torpedosprengkopfes auslöst wurde! Durch die enorme Hitze, die durch diesen Einschlag ebenfalls entstand, begann Four of Four stark zu schwitzen. Noch immer sah sie dieses grelle Licht vor ihr. Sie schwitzte immer mehr! – Da sah sie einen Schatten vor ihr durchgleiten. Das war nicht logisch! Der Schatten hatte nicht etwa die Form von einer dicken

Rauchschwade, sondern von einer Hand!

 

Strike hatte ihre Augen geöffnet und erblickte als Erstes diese Hand. Es war die Hand von Bluefox! Dahinter schien die Sonne grell durchs Zimmerfenster. Strike blinzelte mehrere Male und schaute zum Captain auf. Ihr war es, als würde sie kochen! Derartig schwitzte sie bisher noch nie, so glaubte sie es zumindest, als sie realisierte, was für einen Alptraum sie gehabt hatte! Sie sprach leise: «Mein Gott, das war vielleicht ein Traum.» Bluefox erwiderte mit einer ruhigen Stimme: «Wohl einer der schlimmsten Sorte, Nicole.» – «Das können Sie laut sagen, Matt.» bekräftigte Strike. Sie wollte wissen: «Warum hielten Sie Ihre Hand vor mein Gesicht?» – «Weil ich gerade prüfen wollte, ob Sie Fieber haben, Doktor. Eine rein medizinische Maßnahme. Und vielleicht half es Ihnen auch noch in diesem Moment, weil meine Handfläche vermutlich gleich noch die Sonne verdecken konnte.» erklärte der Captain grinsend. Der Doktor gab lächelnd zurück: «Danke für Ihre Aufmerksamkeit.» Bluefox schlug vor: «Wir haben ja noch ein paar Tage Urlaub. Sie können mir also vielleicht während eines Spazierganges der Küste entlang Ihren Traum erzählen, wenn Sie es können und wollen.» Strike nickte gemächlich und richtete sich in eine rechtwinklige Sitzlage auf. Erst jetzt konnte sie sich einigermaßen vollständig betrachten und kriegte fast noch einen zweiten Schock! Sie räumte ein: «Ich hatte gegen den Schluß hin auf jeden Fall einen sehr heißen Traum, das kann ich schon ohne gröbere Schwierigkeiten feststellen. Hoffentlich gibt es in diesem Haus eine Schalldusche oder von mir aus auch eine Gewöhnliche. So jedenfalls kann mich den anderen nicht zeigen!» Der Captain erwiderte: «Bleiben Sie einfach mal liegen, Doktor. Ich schaue mal nach, ob der Empfangsherr bereits wach ist.» Er verließ sogleich Strikes Zimmer. Doch warum betrat der Captain eigentlich das Zimmer der Chefärztin, ohne vorher anzuklopfen? Nun ja, er brauchte die Türe gar nicht erst zu öffnen, weil diese merkwürdigerweise bereits offen stand.

Es gab in diesem Hotel tatsächlich eine Duschvorrichtung, die Strike dann auch selbstverständlich benutzen konnte. Die restlichen Tage des Urlaubs brauchte der Doktor dann vor allem für eine ausgiebige Erholung von den Ferien. :-)

 

Fünf Tage später kehrten Bluefox, Lore, Strike und Knight wieder auf die Bluefox zurück. Strike blieb dieser Urlaub wahrhaftig in bester, oder wohl eher in der schlechtesten besten Erinnerung. – Cmdr. Ceagy fragte die Chefärztin im Korridor, nachdem er das gesamte Urlaubsteam im Transporterraum abgeholt hatte: «Sie haben von den Borg geträumt? Na, dann war das wohl ein unvergeßlicher Urlaub, nicht wahr?» – «Das war es in der Tat. Der Urlaub war wirklich unvergeßlich, Andrew, aber warten Sie nur: Sie werden auch mal von den Borg träumen und Sie werden von einer Borgdrohne im Pokern geschlagen!» scherzte Strike. Ceagy entgegnete lachend: «Oh! Ich bin furchtbar empört!» – Er klopfte Strike auf die Schulter und betrat daraufhin den nächstgelegenen Turbolift, während sich der Doktor zur Krankenstation begab und zumindest versuchte den normalen Dienst nach so anstrengenden Ferien wieder aufzunehmen. :-)

 

 

ENDE

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