Episode 16: Überlegenheit

Stefanie und Marthe verbrachten einen ruhigen Tag Zuhause. Sie machten es sich im Whirlpool gemütlich. „Laura ist jetzt auch nicht mehr zu bremsen vor Freude.“ sagte Marthe „Sie war ja auch anfangs wirklich sehr enttäuscht, dass sie nicht zum Ranger wurde.“ „Ich habe mir schon fast gedacht, dass sie auch noch zum Ranger wird.“ sagte Stefanie „Schließlich hätte Meister Shiro sie sonst von Anfang an zum roten Ranger gemacht. Und nicht mich.“ „Da ist was dran.“ sagte Marthe „Aber ich finde es gut, dass Laura jetzt richtig zu uns gehört. Erst waren wir als Neulinge die Außenseiter, und dann war sie irgendwie die Außenseiterin, weil sie kein Ranger war.“ „Ich weiß, was du meinst.“ sagte Stefanie „Wir haben viel mit ihr unternommen, aber dennoch konnte sie nicht mit uns mitkämpfen.“ „Ich frage mich, was sie gerade macht.“ sagte Marthe „Wollte sie nicht mit Merrick los?“ „Ja, sie wollte ihm beim Einkauf helfen.“ sagte Stefanie „Ob wir Merrick vielleicht zu viel zugemutet haben?“ „Ach was.“ sagte Marthe „Der ist doch stark. Die paar Einkaufstüten sind für ihn doch kein Problem.“

Merrick und Laura gingen durch die Einkaufsstraße. Beide waren dabei voll bepackt. „Dass die beiden dich alleine losgeschickt haben, ist einfach unverantwortlich.“ sagte Laura „Selbst du kannst nicht alle Tüten auf einmal schleppen.“ „Sie meinten ja, wenn ich schon bei ihnen wohne, soll ich mich auch nützlich machen.“ sagte Merrick „Na, wenn der Kampf gegen Sindra vorbei ist, bin ich eh wieder weg.“ „Willst du wirklich so weiterleben?“ fragte Laura „Ständig ohne Ziel von einem Ort zum anderen zu ziehen? Das ist doch nichts.“ „Es gibt nichts, was mich fest an einen Ort bindet.“ sagte Merrick „Ich bin gerne frei. Außerdem gehöre ich eh nicht in diese Zeit.“ „Ach, Unsinn.“ sagte Laura „Man kann sich immer anpassen.“ Da tauchten plötzlich ein paar Darkeners auf. „Die passen sich allerdings nirgendwo an.“ sagte Laura „Halt mal eben, ich bin gleich zurück.“ Sie gab Merrick ihre Einkaufstüten und rannte los. „Weiße Drachen Aura!!!“ Nachdem Laura verwandelt war, zog sie das Drachenschwert und griff die Darkeners an. Mit wenigen Schlägen vernichtete sie die dunklen Gestalten. Anschließend verwandelte sie sich zurück. „Kein Problem für mich.“ sagte Laura „Oder wie siehst du das, Merrick?“ „Befrei mich erst einmal von diesen Tüten.“ sagte Merrick, der die vielen Tüten kaum halten konnte. „Ja, sicher.“ sagte Laura und nahm Merrick einige der Tüten ab. „Aber jetzt mal ernsthaft, wie fandest du mich?“ fragte Laura „War ich gut? Ich hab es den Darkeners doch so richtig gezeigt.“ „Ich hab nichts gesehen.“ sagte Merrick „Die Tüten waren im Weg.“

Sindras Unterschlupf:
Sindra hatte den Kampf interessiert beobachtet. „Genau das hab ich vorausgesehen.“ sagte sie „Der weiße Ranger ist überheblich. Jetzt, wo sie die Power des Drachenschwertes hat, glaubt sie, sie könne es mit jedem aufnehmen. Das müssen wir ausnutzen.“ „Aber wie?“ fragte Marduk „Mir fällt nichts ein.“ „Das ist ja auch nichts neues.“ sagte Likara „Wir starten einen Angriff mit mehreren Monstern. Natürlich wird dieses weiße Rangermädchen alleine losziehen, weil sie glaubt, sie schafft es.“ „Du sagst es.“ sagte Sindra „Genau das ist mein Plan.“ „Dann werde ich ebenfalls gehen.“ sagte Zen-Aku. „Nein.“ sagte Sindra „Wenn du gehst, wird sich Merrick auf jeden Fall einmischen. Und genau das wollen wir vermeiden. Diese Laura soll alleine kämpfen und alleine untergehen.“

Meister Shiros Dojo:
Laura hatte ihr Spezialtraining bei Meister Shiro. „Ist das wirklich noch nötig?“ fragte Laura „Ich hab doch schon die Kräfte des Drachenschwertes entfesselt. Außerdem bin ich Sindra und ihrem Gefolge eh überlegen.“ „Du musst lernen, das Drachenschwert zu beherrschen.“ sagte Shiro „Und du musst lernen, deinen Gegner nicht zu unterschätzen. Jeder Gegner, egal wie schwach er erscheint, kann dir überlegen sein.“ „Nicht mit dem Drachenschwert.“ sagte Laura „Damit werde ich es Sindra schon zeigen.“ Die anderen Rangers – außer Merrick, der sich wieder mal in der freien Natur herumtrieb – hatten das Gespräch mitbekommen. Sie stellten ihr Training ein und unterhielten sich. „Findet ihr nicht, dass Laura sich ganz schön verändert hat, seit sie zum Ranger geworden ist?“ fragte Jonas „Sie ist so arrogant geworden. Sie erinnert mich schon beinahe an Marco.“ „Hey, ich bin auch hier.“ sagte Marco. „Sorry, war nichts gegen dich.“ sagte Jonas „Ich meinte auch nur, sie ist so wie du, als Stefanie und Marthe dazugekommen sind.“ „Ich weiß, was du meinst.“ sagte Marco „Sie hält sich für was besseres.“ „Und das von ihr.“ sagte Stefanie „Das hätte ich nicht erwartet.“ „Ich schon.“ sagte Marthe „Ich hab gleich gewusst, dass es nicht gut gehen kann, wenn sie plötzlich zum Ranger wird.“ Da sahen die Rangers, dass Meister Shiro plötzlich inne hielt. „Was ist los?“ fragte Stefanie. „Es droht Gefahr.“ sagte Shiro. Er aktivierte den Monitor, über den er immer alles beobachtete. Dort sahen die Rangers, dass drei von Sindras Monstern den Stadtpark unsicher machten. „Das sieht nicht gut aus.“ sagte Stefanie „Na los, lasst uns aufräumen.“ „Das mach ich schon.“ sagte Laura „Die erledige ich doch mit links. Ruht euch ruhig aus.“ „Ich halte das für keine gute Idee.“ sagte Marco. „Ach was.“ sagte Laura „Ihr habt doch gesehen, wie gut ich bin.“ Daraufhin ging Laura los. „Aber...“ rief Stefanie. „Lasst sie.“ sagte Shiro „Tut, was sie sagt und ruht euch aus.“ „Das kann nicht Euer Ernst sein.“ sagte Marco. „Doch, es ist mein Ernst.“ sagte Shiro „Lasst Laura alleine mit der Situation zurecht kommen.“

High Tide Hills, Stadtpark:
Laura kam verwandelt im Stadtpark an und stellte sich den drei Monstern entgegen. Die Monster symbolisierten Feuer, Eis und Donner. „Sieh mal da, der weiße Ranger.“ sagte das Eismonster „Dich machen wir kalt.“ „Pass bloß auf, dass du dich nicht an mich verbrennst.“ sagte Laura. Sie zog das Drachenschwert und lud es auf. Anschließend feuerte sie einige Flammen auf das Eismonster. Doch das Feuermonster sprang dazwischen und absorbierte die Flammen. „Friss das hier.“ sagte das Donnermonster und feuerte einige Blitze auf Laura. Sie wurde getroffen und ging zu Boden. Die Monster bündelten ihre Energie und schossen einen Strahl aus Feuer, Eis und Donner auf Laura. Sie wurde getroffen und flog mehrere Meter weit weg. „Oh Mann, das gibt’s doch nicht.“ sagte Laura „Meister Shiro hatte wohl doch recht gehabt. Vielleicht war ich zu überheblich.“

Meister Shiros Dojo:
Die Rangers und Meister Shiro beobachteten alles am Monitor. „Sie hält nicht durch.“ sagte Stefanie „Sie hat sich überschätzt.“ „Ich denke, sie hat ihre Lektion gelernt.“ sagte Shiro „Geht und helft ihr. Merrick wird bestimmt auch bald eintreffen.“ „Wird sofort erledigt.“ sagte Stefanie. „Mystic Aura!!!“ Die Rangers verließen den Dojo.

High Tide Hills, Stadtpark:
Wenig später trafen die anderen Rangers im Park ein. Auch Merrick war dabei. Sofort half er Laura auf. „Alles in Ordnung?“ fragte er. „Jetzt schon.“ sagte Laura „Schön, euch alle zu sehen. Ich war ziemlich leichtsinnig.“ „Ja, das warst du.“ sagte Marthe „Lass so einen Alleingang das nächste Mal sein. Alleingänge sollten nur dann erlaubt sein, wenn man einziger Zeuge eines Monsterangriffes wird. Und selbst dann sollte man Hilfe holen.“ „Du hast ja recht.“ sagte Laura „Na schön, jetzt erledigen wir diese Typen gemeinsam.“ Laura und Merrick gingen auf das Eismonster los. Mit ihren Schwertern, welche die Macht des Feuers und des Drachen hatten, war es ein leichtes, den riesigen Eisklumpen zu schmelzen. Jonas und Marthe nahmen sich das Feuermonster vor. Mit ihrer Windklinge wehte Marthe die Flammen des Monsters davon. Jonas feuerte anschließend von seinem Speer einen Eisstrahl ab und gefror die Flammen. Nun zerschlugen Marthe und Jonas die eingefrorenen Flammen. Stefanie und Marco kämpften gegen das Donnermonster. Stefanie schlug mit ihrem Schwert zu. Es zeigte kaum Wirkung, da es ebenfalls die Donner Power besaß. „Lass mich mal.“ sagte Marco. Er schwang seinen Hammer gegen das Monster, so dass es weggeschleudert wurde. Stefanie hatte inzwischen die Shogunrüstung aktiviert und stürmte auf das Monster zu. Mit wenigen Schwertschlägen vernichtete sie es. Doch plötzlich vereinten sich die Überreste der Monster zu einem einzigen riesigen Monster. „Unmöglich.“ sagte Stefanie „Der ist ja noch überheblicher als Laura.“ „Ich zumindest hab meine Lektion gelernt.“ sagte Laura „Aber ob dieser Typ was lernt, ist eine andere Sache.“ Die Rangers riefen ihre Zords und bildeten den Mystic Wolf Megazord. „So geht das.“ sagte Merrick „Wirbelangriff!“ Der Zord fuhr seine beiden Klingen aus und wirbelte auf das Monster zu. Doch das Monster hielt den Angriffen stand. „Er ist zu stark.“ sagte Laura „Na los, Drachenschwert. Zeig, was in dir steckt.“ Sie erhob das Schwert und rief: „Ich rufe meinen Gefährten, den weißen Drachen!“ Schon erschien ein weißer Drache am Himmel und spie Feuer gegen das Monster. Dieses geriet sofort ins Taumeln. „So geht es.“ sagte Laura „Weißer Drache, Zord Modus!“ Der Drache bekam eine humanoide Gestalt. Laura stieg in den Weißen Drachenzord ein. „So, mein Lieber.“ sagte Laura „Dem heizen wir jetzt ein.“ Das Monster feuerte einen konzentrierten Strahl auf den Zord. Doch der wich geschickt aus und stürmte auf das Monster zu. Der Zord schlug das Monster. „Und jetzt das Finale.“ sagte Laura „Drachenflamme!“ Aus seiner Brust feuerte der Zord einen gewaltigen Flammenstrahl. Das Monster wurde getroffen. Es ging zu Boden und explodierte.

Meister Shiros Dojo:
Nach dem Kampf hatten sich die Rangers im Dojo versammelt. Merrick war bereits wieder gegangen. „Dieser weiße Drache ist der Wahnsinn.“ sagte Stefanie „Ohne ihn hätten wir heute nicht gewonnen.“ „Das ist wohl wahr.“ sagte Laura „Aber ohne euch wäre ich jetzt wohl nicht mehr am leben.“ „Und es ist gut, dass du das jetzt einsiehst.“ sagte Shiro „Ich habe dich nicht alleine losgeschickt, weil ich deinen Fähigkeiten vertraut hab. Ich habe dich alleine losgeschickt, damit du das lernst, was ich dir gesagt hab. Nämlich dass du deine Gegner niemals unterschätzen sollst.“ „Jetzt hab ich es verstanden.“ sagte Laura „Noch einmal wird mir so etwas nicht passieren.“ „Was hältst du dann von unserer nächsten Gemeinschaftsaktion?“ frage Marthe „Eine kleine Pool Party bei uns.“ „Da bin ich doch natürlich dabei.“ sagte Laura.

ENDE

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