Sindras Unterschlupf:
Sindra und Marduk berieten sich. Zen-Aku war nicht bei den beiden dabei. „Wir müssen uns vor Zen-Aku vorsehen.“ sagte Sindra „Er will die Power Quelle der Rangers haben. Aber ich hab so ein Gefühl, dass er uns vernichten wird, wenn er die Power Quelle hat.“ „Ich weiß, was du meinst.“ sagte Marduk „Er hat so eine böse Aura. Er ist hinterhältiger als wir beide zusammen.“ „Das ist selbst für Zen-Aku nicht normal.“ sagte Sindra „Er stammt aus einer verfluchten Maske und ist deshalb rein böse. Aber irgendwas stimmt trotzdem mit ihm nicht.“ „Ich kann ihn hier und jetzt vernichten.“ sagte Marduk „Er ist nicht darauf vorbereitet. Ich werde ein leichtes Spiel mit ihm haben.“ „Noch nicht.“ sagte Sindra „Wir brauchen ihn noch, um die Rangers loszuwerden.“
High Tide Hills, Innenstadt:
Im Gemischtwarenladen bediente Stefanie ein paar Kunden, während Marthe das Lager ausfegte. Stefanie hatte gerade den vorerst letzten Kunden bedient. Stefanie ging ins Lager. „Soll ich dich mal ablösen?“ fragte sie. „Das wäre nett.“ sagte Marthe „Das ist ganz schön anstrengend, den Saustall sauber zu halten.“ „Gut, dann gib mir den Besen.“ sagte Stefanie „Ich fege hier weiter und du kümmerst dich um die Kunden.“ Als Marthe das Lager verließ, wartete auch schon der nächste Kunde. Es war niemand anderes als Jonas. „Nett, dass du uns auch mal beehrst.“ sagte Marthe „Was darf es denn sein?“ „Ich bin hier nicht, um was zu kaufen.“ sagte Jonas „Ich wollte dir etwas bringen.“ „Mir?“ fragte Marthe „Was denn?“ Hinter seinem Rücken holte Jonas einen Blumenstrauß hervor. „Marthe, ich... bin in dich verliebt.“ sagte Jonas. „Oh.“ sagte Marthe „Das ist... nett.“ „Lass uns ausgehen.“ sagte Jonas „Heute Abend. Nur wir beide.“ „Jonas, es tut mir leid.“ sagte Marthe „Ich empfinde nicht das gleiche für dich, was du für mich empfindest. Du bist wirklich ein guter Kumpel, aber mehr wird daraus nicht.“ „Schon gut.“ sagte Jonas „Wenigstens hab ich jetzt nicht mehr diese quälende Ungewissheit.“ Jonas verließ den Laden. „Es tut mir echt leid, ihn so enttäuschen zu müssen.“ sagte Marthe „Ich schäme mich schon fast dafür.“ „Da kannst du nichts dran ändern.“ sagte Stefanie, die gerade das Lager verlässt „Du brauchst dich für deine Gefühle auch nicht zu schämen. Ich hoffe nur, Jonas wird die Zurückweisung verkraften.“
Draußen vor dem Laden wartete Laura. Als Jonas raus kam, fragte sie: „Und?“ „Ich hab ihr meine Liebe gestanden.“ sagte Jonas „Aber sie liebt mich nicht.“ „Das tut mir leid für dich.“ sagte Laura. „Was soll ich bloß tun?“ fragte Jonas „Ich bin richtig verzweifelt.“ „Lass dich nicht hängen.“ sagte Laura „Du wirst die Richtige schon finden.“ „Leichter gesagt als getan.“ sagte Jonas „Das einzige Mädchen, in das ich sonst noch verliebt war, bist du. Verdammt, wieso musst du auch lesbisch sein?“ „Frauen sind einfach die besseren Liebhaber.“ sagte Laura.
In einem anderen Teil der Innenstadt stand Zen-Aku auf dem Dach eines Hochhauses. „Ich weiß schon, wie ich euch herlocken werde, Rangers.“ sagte Zen-Aku. Er schleuderte einige Halbmondwellen von oben herab. Anschließend sprang er vom Dach runter. „Na los, beeilt euch.“ sagte Zen-Aku „Oder wollt ihr, dass ich eure ganze Stadt auseinander nehme?“ „Eher nehmen wir dich auseinander.“ sagte da jemand. Zen-Aku drehte sich um und erblickte die verwandelten Rangers. „Da seid ihr ja endlich.“ sagte Zen-Aku „Diesmal werdet ihr mir nicht entkommen.“ „Wer sagt denn, dass wir dir entkommen wollen?“ fragte Stefanie „Wir wollen dich vernichten.“ „Das ich nicht lache.“ sagte Zen-Aku. Die Rangers zogen ihre Waffen und rannten auf Zen-Aku zu. Zen-Aku rannte ihnen entgegen. Dabei wich er den Waffen der Rangers aus und schlug die Rangers dabei. Die Rangers gingen zu Boden. „So langsam reicht es mir.“ sagte Stefanie „Der Kerl macht mich wahnsinnig.“ Stefanie stand auf. „Na los.“ sagte sie „Komm nur her.“ „Du wirst deine Kühnheit noch bereuen.“ sagte Zen-Aku. Er rannte auf Stefanie zu. Als er sie fast erreicht hatte, erhob Stefanie ihr Schwert. Ein Blitz schlug in das Schwert ein und erzeugte um Stefanie herum ein elektrisches Feld. Zen-Aku wurde von diesem Feld getroffen. Da schlug Stefanie ihn mehrmals mit ihrem aufgeladenen Schwert. Die Donnerschläge schwächten Zen-Aku. „Der große Zen-Aku ist plötzlich ganz klein.“ sagte Stefanie. „Von wegen.“ sagte Zen-Aku „Jetzt zeige ich euch, was wahre Größe ist.“ Zen-Aku schoss eine Halbmondwelle in den Himmel. Der Himmel tat sich auf und ein Mondstrahl fiel auf Zen-Aku herab. Zen-Aku wuchs auf eine unglaubliche Größe heran. „Ich wusste doch, dass er Größenwahnsinnig ist.“ sagte Jonas. Stefanie aktivierte ihren Verwandler und sagte: „Meister Shiro, wir haben hier ein großes Problem.“ „Kommt zum Dojo.“ sagte Shiro „Ich hab eine Möglichkeit, wie ihr Zen-Aku aufhalten könnt.“
Meister Shiros Dojo:
Kurze Zeit später trafen die Rangers im Dojo ein. Shiro holte einen Kasten hervor, in dem vier Kugeln lagen. „Diese Kugeln strahlen die gleiche Energie aus wie eure Verwandler.“ sagte Shiro „In Verbindung mit eurer Power könnt ihr mit Hilfe der Kugeln die mystischen Gefährten rufen. Diese Wesen werden euch im Kampf beistehen.“ Die Rangers nahmen die Kugeln an sich. Dann rannten sie raus auf den Hof.
„So, dann wollen wir mal.“ sagte Stefanie. Die Rangers erhoben die Kugeln zum Himmel. „Ich rufe den mystischen Gefährten Garuda!“ rief Stefanie. Ein riesiger Donnervogel erschien. „Ich rufe den mystischen Gefährten Golem!“ rief Marco. Aus dem Boden erhob sich ein steinernes Ungeheuer. „Ich rufe den mystischen Gefährten Leviathan!“ rief Jonas. Aus einem nahe gelegenen See stieg eine riesige Wasserschlange. „Ich rufe den mystischen Gefährten Zephyrus!“ rief Marthe. Eine engelsähnliche Gestalt schwebte vom Himmel herab.
Die vier Gefährten näherten sich Zen-Aku. „Damit könnt ihr mich auch nicht aufhalten.“ sagte Zen-Aku. Er feuerte eine Halbmondwelle auf Garuda. Dieser wich zur Seite aus und schleuderte Blitze auf Zen-Aku. Leviathan verstärkte die Wirkung der Blitze noch mit einem Wasserstrahl. Zen-Aku wurde schwer getroffen. Golem erzeugte eine Bodenwelle, von der Zen-Aku umgeworfen wurde. Als Golem eine erneute Bodenwelle erzeugte, sprang Zen-Aku über die Bodenwelle hinweg. Nach seiner Landung schleuderte Zen-Aku eine Halbmondwelle auf Golem. Doch Zephyrus stellte sich dazwischen und blockte die Halbmondwelle mit seinen Flügeln ab. Anschließend erzeugte er mit seinen Flügeln einen starken Wind, der Zen-Aku wegwehte.
Die Rangers beobachteten den Kampf der Gefährten. „Das ist ja Wahnsinn.“ sagte Stefanie „Sie haben es geschafft.“ Shiro kam zu den Rangers und sagte: „Ihr könnt den Gefährten noch mehr Kraft geben, indem ihr sie verbindet.“ „Die Gefährten verbinden?“ fragte Stefanie „Wie soll das denn gehen?“ „Ihr müsst es ihnen einfach nur befehlen.“ sagte Shiro. „Dann lasst es uns mal versuchen.“ sagte Jonas. Die Rangers riefen: „Gefährten, vereinigt euch!“
Die Gefährten veränderten ihre Gestalt. Sie verwandelten sich in Roboterversionen ihrer selbst. Der Golem fuhr seine Arme und Beine ein und teilte sich. Aus den beiden Teilen des Golems formten sich Beine. Zephyrus fuhr ebenfalls seine Arme und Beine ein. Er setzte sich als Oberkörper auf die beiden Beine des Golems. Leviathan teilte sich und heftete sich an den Oberkörper, wo er als Arme diente. Garuda klappte seine Flügel nach unten und setzte sich als Kopf oben drauf. Die Rangers teleportierten sich in das Cockpit des neu geformten Kampfroboters. „Mystic Megazord bereit!“ riefen die Rangers. „Megazord?“ fragte Zen-Aku „Das könnte interessant werden.“ „Dann wollen wir mal.“ sagte Stefanie „Mystisches Schwert!“ Ein Schwert erschien in der Hand des Zords. Zen-Aku ging auf den Zord zu und schlug mit seiner Klinge zu. Der Zord blockte den Schlag ab. Zen-Aku sprang zurück und feuerte mehrere Halbmondwellen. Der Zord verschwand in einer riesigen Explosion. „Das war gar nicht mal so schwer.“ sagte Zen-Aku. „Da täuscht du dich.“ sagte Stefanie „Wir sind noch lange nicht am Ende.“ Der Rauch der Explosion verzog sich. Der Zord war immer noch unbeschädigt. „Aber du wirst gleich am Ende sein.“ sagte Stefanie „Mystischer Donner!“ Das Schwert des Zords lud sich mit Donner Power auf. Daraufhin rannte der Zord auf Zen-Aku zu. Der Zord zog mit dem Schwert ein Mal durch. Zen-Aku ging zu Boden und explodierte. Doch er war nicht tot, sondern nur auf seine normale Größe reduziert. „Diesmal wart ihr siegreich, Rangers.“ sagte Zen-Aku „Aber ich komme wieder.“
Später am Tag gingen die Rangers durch die Stadt. „Diese Gefährten sind ja so was von cool.“ sagte Jonas „Zen-Aku haben wir es ganz schön gezeigt. Ich denke mal, jetzt hat er angst vor uns.“ „Das glaube ich nicht.“ sagte Stefanie „Wir mögen ihm zwar eine Niederlage bereitet haben, aber besiegt ist er noch lange nicht.“ „Aber diesmal sind wir besser auf ihn vorbereitet.“ sagte Marthe „Wir haben ja jetzt die Gefährten.“
ENDE