Episode 26: Kampf über den Wolken

Azuro City High:
Evelyn und Alexia waren auf dem Schulhof und unterhielten sich. „Das Schuljahr ist bald vorbei.“ sagte Alexia „Irgendwie schon komisch. Ich bin dann schon fast ein Jahr hier. Und erst seit ungefähr zwei Monaten bin ich ein freier Mensch.“ „Nächstes Jahr sind wir keine freien Menschen mehr.“ sagte Evelyn „Dann heißt es, für die Abschlussprüfung lernen. Maria ist auch gerade ziemlich im Stress wegen ihren Abschlussprüfungen. Unsere Beziehung hat gerade mal angefangen, und trotzdem sehen wir uns schon so selten.“ „Hauptsache, du bist glücklich mit ihr.“ sagte Alexia „Es wurde auch mal Zeit, dass du jemanden findest.“ „Und bei dir und Parker läuft auch alles gut?“ fragte Evelyn. „Aber sicher doch.“ sagte Alexia „Parker ist wirklich sehr romantisch. Hätte ich eigentlich nicht von ihm erwartet. Und im Bett ist er einfach nur eine Bombe.“ „So viel wollte ich eigentlich nicht wissen.“ sagte Evelyn „Ich wollte nur wissen, ob eure Beziehung gut läuft. Deine Aussage nehme ich mal als ein Ja auf.“ Da kam Maria auf die beiden zu. „Hi, Schatz.“ sagte Evelyn und küsste Maria „Wie geht es dir?“ „Durchwachsen.“ sagte Maria „Dieses ständige Lernen für die Abschlussprüfungen macht mich fertig.“ „Da müssen Alexia und ich nächstes Jahr auch durch.“ sagte Evelyn „Na ja, du packst das schon. Du bist ja intelligent.“ Maria und Evelyn küssten sich erneut.

Versteck von KAISER:
„Mein Plan zur Vernichtung der Defenders wird bald aufgehen.“ sagte Sinah „Doch zuvor müsst ihr noch etwas erledigen.“ „Ich wüsste da schon was.“ sagte Slade. „Nein, keine Vergewaltigung.“ sagte Sinah „Noch nicht. Erst einmal ist Gentex dran.“ „Ich soll jemanden vergewaltigen?“ fragte Gentex. „Nein, das meine ich doch gar nicht.“ sagte Sinah „Stellt euch nicht dümmer, als ihr seid. Du musst für mich am Flughafen von Azuro City etwas erledigen. Hier sind die genauen Anweisungen.“ Sie übergab Gentex einen Zettel. Daraufhin ging er. „Was wird er tun?“ fragte Slade. „Er wird dafür sorgen, dass unser Plan funktionieren wird.“ sagte Sinah.

Stützpunkt der Defenders:
Howard befand sich im Aufenthaltsraum. Kurze Zeit später kam Annie hinzu. „Fertig.“ sagte Annie „Ich hab es geschafft. Sie sind fertig.“ „Die Defender Jets?“ fragte Howard. „Ja, es war ein hartes Stück Arbeit.“ sagte Annie „Aber nun hat jeder Ranger seinen eigenen Jet. Nun seid ihr auch im Luftkampf unschlagbar.“ „Das ist gut.“ sagte Howard „Bei KAISER muss man ja auf alles vorbereitet sein.“ „Das ist wohl wahr.“ sagte Annie „Vielleicht sollte ich irgendwas erfinden, was uns die Suche nach deren Versteck erleichtert. Alexia kann uns leider nicht mehr weiterhelfen, seit Sinah das alte Versteck verlassen hat. Ich würde diese Sinah zu gerne tot sehen.“ „Das wird schon.“ sagte Howard „Außerdem, wir dürfen sie nicht so einfach töten. Wir müssen sie festnehmen. Aber sie wird mit Sicherheit die Todesstrafe bekommen.“ „Weniger wäre auch zu gnädig.“ sagte Annie.

Am Flughafen von Azuro City angekommen checkte Gentex an einem Schalter ein. Er betrat das Flugzeug. Als sich das Flugzeug in die Lüfte erhob, sah sich Gentex nach allen Seiten hin um. Dann holte er etwas hervor. Es war eine geschickt getarnte Pistole. Da man sie nicht eindeutig als Pistole erkennen konnte, gelang es Gentex, sie durch die Sicherheitskontrollen zu schmuggeln. Als das Flugzeug seine Flughöhe erreicht hatte, stand Gentex auf. Er ging nach vorne zur Cockpittür. „Da dürfen Sie nicht rein.“ sagte eine Stewardess. Gentex richtete seine Pistole auf sie und erschoss sie. Panik brach im Flugzeug aus. „Ruhe!“ rief Gentex „Jetzt werden wir nach meinen Regeln spielen. Die Regeln von KAISER.“ Gentex betrat das Cockpit. „Und ihr beiden, ihr werdet jetzt auch auf mich hören. Und nur auf mich.“ „In Ordnung.“ sagte der Pilot „Nur, tun Sie mir nichts.“ Währenddessen konnte der Copilot unbemerkt ein Notsignal absetzen.

Stützpunkt der Defenders:
Alexia, Parker und Evelyn befanden sich im Besprechungsraum. Sie sollten ihren Dienst antreten und ihre Anweisungen von Sabrina erhalten. „Also, was sollen wir heute tun?“ fragte Alexia. „Heute ist ein ganz gewöhnlicher Routinetag.“ sagte Sabrina „Ihr seid für eine Patrouille in der Umgebung um den Stadtpark eingeteilt.“ Da ging plötzlich der Alarm los. „Ich glaube, das war es dann mit der Patrouille.“ sagte Parker. „Es ist ein Notsignal von einem Passagierflugzeug.“ sagte Sabrina „Flugnummer FH-33 hat den Transpondercode 7500 gesendet.“ „Und was genau bedeutet das?“ fragte Evelyn. „Eine Flugzeugentführung.“ sagte Parker „Steckt KAISER dahinter?“ „Das wundert mich jetzt aber doch.“ sagte Alexia „Wieso entführen die ein Passagierflugzeug? Ich wüsste nicht, was Sinah davon hat.“ „Wir wissen nicht, ob wirklich KAISER dahinter steckt.“ sagte Sabrina „Aber dennoch können wir etwas unternehmen. Wir werden die Maschine retten. Kommt mit.“ Sabrina führte die drei Rangers in einen unterirdischen Hangar, wo Howard und Annie warteten. „Ihr werdet nicht glauben, was Annie hier fabriziert hat.“ sagte Howard „Ihr werdet begeistert sein.“ „Ja, schaut sie euch ruhig an.“ Annie zeigte in eine Ecke des Hangars. Dort standen fünf Jets in den Farben der Rangers. „Wow, das sind mal heiße Teile.“ sagte Alexia „Sind die für uns?“ „Natürlich.“ sagte Annie „Für euch hab ich die doch gebaut.“ „Ich kann es kaum erwarten, damit zu fliegen.“ sagte Evelyn „Wann dürfen wir sie einsetzen?“ „Heute.“ sagte Sabrina „Diese Jets wollte ich euch zeigen. Das sind die Defender Jets. Damit werden wir zum Flugzeug hoch fliegen und den Entführer stellen.“ „Klingt spannend.“ sagte Howard „Natürlich bin ich dabei.“ „Ich werde euch auch begleiten.“ sagte Sabrina „Diese Sache ist zu heiß, als dass ein Ranger so einfach hier bleiben könnte. Annie, du sorgst in meiner Abwesenheit dafür, dass hier alles normal verläuft.“ „In Ordnung.“ sagte Annie. „Dann mal los.“ sagte Sabrina. „Defenders, Power Up!!!“ Die Rangers stiegen in die Jets ein. Kurz darauf schienen die Jets sich aufzulösen. Maria, die alles von weiter entfernt beobachtet hatte, kam zu Annie. „Wo sind sie denn hin?“ fragte Maria. „Hier unten ist wenig Platz zum Starten.“ sagte Annie „Also hab ich die Jets mit einem Kurzstreckenteleporter ausgestattet, der sie direkt zur Startbahn bringt.“ „Hoffentlich kommt Evelyn heil zurück.“ sagte Maria „Ich habe jedes Mal, wenn sie auf eine Mission aufbricht, angst um sie.“ „So ergeht es mir auch, wenn deine Schwester mal persönlich auf eine Mission geht.“ sagte Annie „Nicht, dass ich in sie verliebt bin. Aber sie ist bereits meine beste Freundin geworden.“ „Aber irgendwie hab ich um Evelyn mehr angst als um Sabrina.“ sagte Maria „Ich denke mir immer, Sabrina kann sehr gut auf sich selber aufpassen. Sie ist in solchen Dingen ja schon erfahren. Aber Evelyn hat nicht die Erfahrung, die Sabrina hat.“

Die Rangers flogen mit ihren Jets auf das besagte Flugzeug zu. „Was machen wir nun?“ fragte Evelyn. „Wir müssen irgendwie in das Flugzeug rein.“ sagte Alexia „Nur wie?“ „Ganz einfach.“ sagte Sabrina „Wir sprengen einfach eine der Türen auf und steigen ein.“ „Eine Tür aufsprengen?“ fragte Parker „Das ist unverantwortlich. Der dadurch entstehende Sog könnte die nicht angeschnallten Passagiere in die Tiefe reißen. Du kannst nicht darauf spekulieren, dass alle Passagiere angeschnallt sind.“ „Das will ich auch gar nicht.“ sagte Sabrina „Leitet mal die Mega Jet Formation ein, und seht, was passiert.“ „Okay, ganz wie du meinst.“ sagte Alexia „Mega Jet Formation!“ Die fünf Jets verbanden sich zu einem großen Jet. „Wow, das ist ja genial.“ sagte Alexia „Was sollen wir nun tun?“ „Nun können wir andocken.“ sagte Sabrina „Überlasst vorerst alles mir.“ Sie steuerte den Mega Jet dicht neben das Flugzeug. Es war ein kurzes Ruckeln zu spüren. „Nun haben wir angedockt.“ sagte Sabrina und öffnete die Tür. Direkt dahinter war ein kleiner Schleusengang, der an der Flugzeugtüre endete. Sabrina platzierte eine kleine Sprengladung an der Tür und zündete sie. Die Tür ließ sich nun mühelos öffnen. Da die beiden Jets immer noch durch den Schleusengang verbunden waren, gab es auch keinen Sog. „Howard, halte den Jet ruhig.“ sagte Sabrina „Wir gehen rein.“ Während Howard weiterhin den Jet steuerte, betraten die anderen Rangers dass Flugzeug. „Schnallt euch alle an!“ rief Sabrina den Passagieren zu „Wir haben die Tür gesprengt, um hier rein zu kommen. Es könnte sonst sehr unangenehm für die nicht angeschnallten Passagiere werden.“ Da kam Gentex aus dem Cockpit raus und erblickte die Rangers. „Da seid ihr ja.“ sagte er „Ich hab schon auf euch gewartet.“ „Wenn du uns provozieren willst, dann vergiss es.“ sagte Alexia „Das klappt nicht.“ „Irrtum.“ sagte Gentex „Ich will euch nicht provozieren.“ Die Rangers zogen ihre Waffen. „Eure Spielzeuge mal wieder.“ sagte Gentex „Die beeindrucken mich nicht. Euer neuer Jet hingegen beeindruckt mich viel mehr.“ Er rannte an den Rangers vorbei und durch den Schleusengang. Als Gentex im Mega Jet ankam, drehte Howard sich um. Er stellte den Jet auf Autopilot und ging auf Gentex zu. „Hätte mir ja denken können, dass du dahinter steckst.“ sagte Howard „Jetzt rechnen wir ab.“ Howard schlug mehrmals auf Gentex ein. Doch der wehrte die Schläge einfach so ab. Nun betraten auch die anderen Rangers den Jet und wollten helfen. „Haltet euch da raus.“ sagte Howard „Setzt euch lieber hin und schnallt euch an.“ „Ich verstehe.“ sagte Sabrina „In Ordnung.“ Die anderen Rangers taten, was Howard sagte. Howard lieferte sich immer noch einen Schlagabtausch mit Gentex. Da feuerte dieser mit seiner Pistole und traf Howard. „Endlich.“ sagte Gentex „Ich habe über dich gesiegt. Nun bin ich ein Mal besser als du.“ „Ach, wirklich?“ fragte Howard „Sabrina, jetzt!“ Sabrina lenkte den Jet vom Flugzeug weg, wodurch der Schleusengang den Jet und das Flugzeug nicht mehr verband. Howard hielt sich fest. Der entstehende Sog zog Gentex aus dem Jet. Ungebremst fiel er in Richtung Erde. Sabrina verschloss die Tür vom Jet. „Aus der Höhe würde ich nie ohne Fallschirm springen.“ sagte Howard „Gentex muss ziemlich wahnsinnig sein.“ „Ich dachte, wir dürfen niemanden so einfach töten.“ sagte Alexia „Wir sollten ihn, Slade und Sinah doch festnehmen.“ „Die Situation hat sich geändert.“ sagte Sabrina „Ich hatte vor Kurzem mit dem Präsidenten gesprochen. Wenn eine Gefangennahme nicht möglich ist, haben wir auch die Befugnis, sie zu töten. Sie sind eine zu große Gefahr geworden.“ „Das Problem Gentex hat sich jedenfalls erledigt.“ sagte Howard.

ENDE

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