Episode 13: Alte Rivalitäten

Versteck von KAISER:
Gentex saß an einem Computer und überprüfte etwas. Da betrat Alexia den Raum. „Was machst du denn da?“ fragte sie. „Ich überprüfe etwas.“ sagte Gentex „Mir lässt eine Sache keine Ruhe. Seit wir damals den Angriff auf das militärische Waffendepot durchgeführt haben, beschäftige ich mich damit.“ „Na ja, jeder braucht Hobbys.“ sagte Alexia. „Nein, das ist was anderes.“ sagte Gentex „Die Sicherheitssysteme, die ich gehackt hab, wurden von den Defenders wieder eingenommen. Ich kenne nur einen, der dazu in der Lage wäre, meine Codes zu umgehen.“ „Oder vielleicht hast du deine Codes nur schlecht programmiert.“ sagte Alexia „Das soll sogar den besten passieren.“ „Meine Codes sind nie schlecht programmiert.“ sagte Gentex „Nein, ich denke, da steckt jemand hinter, den ich am liebsten aus meinem Leben streichen würde. Für immer.“

Stützpunkt der Defenders:
Howard und Annie saßen am Computer und spielten gegeneinander Unreal Tournament. Da kam Sabrina rein. „Ihr habt wohl nichts zu tun.“ sagte sie. „Nicht wirklich.“ sagte Howard „Wie auch, wenn KAISER sich nicht muckt?“ „Die werden noch früh genug in Erscheinung treten.“ sagte Sabrina „Immer dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen.“ „Tja, damit hast du leider recht.“ sagte Annie „Aber jetzt hab ich erst einmal gewonnen.“ „Schon wieder?“ fragte Howard „Wie machst du das bloß? Ich hab ja so gut wie keine Chance gegen dich.“ „Tja, ich bin halt gut.“ sagte Annie.

Evelyn war bei sich zu Hause und unterhielt sich mit Rika. „Ich kann es einfach nicht.“ sagte Evelyn „Ich hab versucht, Judith zu sagen, was ich für sie empfinde. Aber da hatte uns dieser seltsame Informant unterbrochen. Und danach hab ich mich nicht mehr getraut.“ „Du musst dich einfach überwinden.“ sagte Rika „Das schlimmste, was passieren kann, ist dass sie dich zurückweist.“ „Und genau davor hab ich angst.“ sagte Evelyn „Ich weiß nicht, ob ich das verkraften würde.“ „Aber wenn du nichts sagst, bleibt diese quälende Ungewissheit.“ sagte Rika „Außerdem könnte es schon morgen zu spät sein. Sie könnte sich jeden Tag in jemand anderes verlieben.“ „Stimmt.“ sagte Evelyn „Also schön, ich wage es.“

Gentex ging mit entschlossenen Schritten auf ein Gebäude zu. Es war die Grundschule von Azuro City. Gentex betrat das Gebäude. Er sah sich um. „So, dann wollen wir mal.“ sagte Gentex „Heute ist der Tag meiner Rache gekommen, Howard Johnson.“ Gentex zog eine Pistole und stürmte in einen Klassenraum. Er bedrohte die Lehrerin mit der Pistole und rief: „Keine Bewegung!“ Die Kinder fingen an, zu schreien. „Seid still!“ rief Gentex „Oder ich knall euch ab.“ Gentex bemerkte nicht, dass die Lehrerin in diesem Augenblick einen versteckten Alarmknopf hinter der Tafel drückte. Seit KAISER nach Azuro City kam, wurden in allen öffentlichen Gebäuden versteckte Alarmknöpfe angebracht, die einen Alarm direkt zu den Defenders sendeten.

Stützpunkt der Defenders:
Bei den Defenders ging der Alarm aus der Grundschule ein. „Wir empfangen ein Signal aus der Azuro City Grundschule.“ sagte Annie. „Schalte das Signal sofort auf den Schirm.“ befahl Sabrina. Wenn nämlich der versteckte Alarmknopf betätigt wurde, schaltet sich in diesem Bereich eine versteckte Kamera ein. So konnten die Defender die Situation gleich beobachten. Annie schaltete das Signal auf den Bildschirm. Dort war zu sehen, wie Gentex die Schulklasse bedrohte. „Gentex?“ fragte Howard „Was macht er denn hier?“ „Du kennst ihn?“ fragte Annie. „Mehr, als mir lieb ist.“ sagte Howard „Wir durchliefen beide bei Minas das Training für die Defenders. Doch Master Desmond konnte entweder nur mich oder Gentex nehmen. Er entschied sich für mich, weil ich zum einen besser war, und weil zum anderen herauskam, dass Gentex einige krumme Dinger drehte. Er ist ein Verbrecher, aber ich hätte nicht gedacht, dass er für KAISER arbeitet.“ „Also war er damals dein Rivale bei Minas?“ fragte Annie. „So kann man es sagen.“ sagte Howard „Wir konnten uns noch nie leiden. Ich fand ihn von Anfang an unsympathisch.“ „Das nenne ich mal gute Menschenkenntnis.“ sagte Sabrina „Okay, ich schicke die Rangers los.“ „Nein.“ sagte Howard „Vielleicht kann ich ja noch mit Gentex verhandeln. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass er nicht auf mich hört, aber ein Versuch schadet nie.“ „In Ordnung.“ sagte Sabrina „Dann gehen wir alle los. Die Rangers, Annie, du, und ich.“

Vor der Grundschule positionierten sich die Defenders. Einige normale Soldaten umstellten das Gebäude. Die Rangers, Sabrina, Annie und Howard stellten sich hinter der Absperrung auf. Sabrina trug ein Megafon mit sich. Sie sprach durch das Megafon: „Gentex, das Gebäude ist umstellt. Komm lieber mit erhobenen Händen raus, bevor wir Gewalt anwenden müssen.“ Gentex ging zum Fenster, öffnete es und hielt die Lehrerin als Schutzschild vor sich. „Ich werde mich nicht ergeben!“ rief Gentex „Und wenn ihr den Laden stürmt, bringe ich alle um. Nicht nur die Lehrerin, sondern auch die Kinder.“ „Also schön.“ rief Sabrina zurück „Was willst du? Ist das nur eine normale Einschüchterungsaktion von KAISER?“ „Von wegen.“ rief Gentex „Hier geht es nur um mich. Ich weiß, dass ein gewisser Howard Johnson bei euch ist. Ich will ihn hier haben. Dann wird den Geiseln nichts geschehen.“ „Darauf ist er also hinaus.“ sagte Howard „Er will sich an mir rächen.“ „Ich werde nicht zulassen, dass du dich in Gefahr begibst.“ sagte Sabrina „Er wird dich umbringen.“ „Vielleicht.“ sagte Howard „Aber wenn es das Leben der Kinder rettet, bin ich bereit, das Risiko auf mich zu nehmen.“ „Du glaubst doch nicht wirklich, dass Gentex die Geiseln frei lässt, wenn er dich getötet hat.“ sagte Sabrina „Er ist von KAISER. Wir müssen bei ihm mit allem rechnen.“ „Stimmt, aber rechnet auch Gentex mit allem?“ fragte Annie „Ich hab da nämlich eine Idee.“

Im Klassenraum lief Gentex auf und ab. „Was machen die bloß so lange?“ fragte er und ging zum Fenster. Er rief: „Wenn sich bei euch nicht bald was tut, erschieße ich das erste Kind.“ „Immer mit der Ruhe.“ sagte Sabrina „Howard kommt. Er müsste gleich da sein.“ Kurze Zeit später klopfte es auch schon an der Tür. Gentex schloss die Tür auf. Wie erwartet stand Howard vor der Tür. Gentex ließ ihn rein und verschloss die Tür wieder. „So sieht man sich also wieder.“ sagte Gentex „Ich werde dir nie verzeihen. Deinetwegen wurde ich nicht bei den Defenders aufgenommen.“ „Das war alles nur deine Schuld.“ sagte Howard „Der Banküberfall ging schließlich nicht auf mein Konto.“ „Sei ruhig!“ rief Gentex „Du widerst mich an. Deshalb werde ich jetzt auch das tun, was ich schon viel früher hätte tun sollen.“ Gentex richtete seine Pistole auf Howard und schoss. Doch Howard duckte sich weg und rief: „Defenders, Power Up!!!“ Er berührte ein Armband an seinem linken Arm und verwandelte sich in einen weißen Ranger. „Was hat das zu bedeuten?“ fragte Gentex. „Das bedeutet, dass ich der weiße Defender Ranger bin.“ sagte Howard „Damit hast du wohl nicht gerechnet. Wir haben den Verwandler erst vor kurzem fertig gestellt, aber wir wussten nicht, wer ihn kriegen sollte. Tja, du hast uns die Wahl wirklich erleichtert.“ „Verdammt!“ fluchte Gentex „Aber glaub ja nicht, dass du so einfach davon kommst.“ „Du bist derjenige, der nicht davonkommen wird.“ sagte Howard „Defender Armbrust!“ Eine Armbrust erschien, mit der Howard auf Gentex zielte. Howard feuerte die Armbrust ab. Ein Energiebolzen traf Gentex. Er taumelte zurück. „Hey, pass doch auf.“ sagte Gentex „Du hättest mich beinahe umgebracht.“ „Ach, ihr benutzt doch eh alle Energieschilde.“ sagte Howard „Also stell dich mal nicht so an.“ Gentex feuerte mit seiner Pistole auf Howard. Doch Howard wich den Schüssen aus und feuerte mit seiner Armbrust. Er traf Gentex’ Hand, sodass dieser seine Pistole verlor. Gentex stürmte anschließend auf Howard los und schlug ihn. Howard fing jeden einzelnen Schlag ab. Anschließend trat er Gentex mehrmals. Gentex ging zu Boden. „Gar nicht mal so schlecht, Howard.“ sagte Gentex „Du hast dazu gelernt.“ „Das gehört dazu, wenn man bei den Defenders ist.“ sagte Howard „Aber du musstest dich ja für die falsche Seite entscheiden. Dein Spiel ist aus. Du kommst jetzt mit.“ „Von wegen.“ sagte Gentex „Ihr müsst schon früher aufstehen, wenn ihr mich kriegen wollt.“ Gentex warf eine Blendgranate. Während alle Anwesenden durch den hellen Lichtblitz geblendet waren, verschwand er.

Draußen beobachteten die Defenders den hellen Lichtblitz. Sie sahen, wie Gentex aus dem Fenster sprang und davon rannte. Einige der Soldaten nahmen die Verfolgung auf, doch Gentex hatte sie bald abgehängt. Da kam Howard zu den Rangers. „Habt ihr ihn?“ fragte er. „Leider nicht.“ sagte Sabrina „Aber dennoch gute Arbeit. Das war wirklich mutig von dir, da rein zu gehen.“ „Tja, Annie hat mir das Leben gerettet.“ sagte Howard „Dieser neue Verwandler funktioniert wirklich gut.“ „Du sollst auch weiterhin der weiße Ranger bleiben.“ sagte Parker „Das haben wir so beschlossen.“ „Wirklich?“ fragte Howard „Aber ich hab nicht das Zeug zu einem Ranger.“ „Doch, das hast du.“ sagte Judith „Du bist mutig und hast gegen Gentex gezeigt, dass du auch gut kämpfen kannst. Ich würde mich freuen, dich in meinem Team aufzunehmen.“ „Na, dann bin ich dabei.“ sagte Howard. So bekam das Rangerteam Unterstützung von einem neuen Ranger.

ENDE

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