Episode 1: Das Vermächtnis des Pharao

Es war für ein ganz normaler Sonntag Morgen in der kalifornischen Stadt Azuro City. Ben Nemes, ein 19-jähriger junger Mann, besuchte seinen Kumpel Martin Johnson. Wie so oft spielten Ben und Martin gegeneinander Schach. Sie spielten gerade das dritte Spiel. Doch Ben war zu sehr in Gedanken, als dass er sich richtig auf das Spiel konzentrieren konnte. Wie die beiden Spiele davor verlor er auch dieses Spiel. „Was ist los mit dir?“ fragte Martin „So schlecht hast du schon lange nicht mehr gespielt.“ „Heute ist der große Tag.“ sagte Ben „Ich kann an nichts anderes mehr denken.“ Martin sah ihn an. „Jane?“ fragte er. Ben antwortete: „Ja, heute kommt sie hier an. Ich bin ganz schön aufgeregt. Endlich lerne ich sie persönlich kennen.“ Ben lernte im Internet ein Mädchen mit dem Nickname Magical_Girl kennen. Hinter diesem Nickname verbarg sich die aufgeschlossene Jane Keaton. Jane kam aus Reefside, was einige Stunden von Azuro City entfernt lag. Sie sollte nun in Azuro City ankommen und für einige Zeit bei Ben wohnen. „Ich hoffe wirklich, dass zwischen mir und Jane was laufen wird.“ sagte Ben „Sie hat mir ja einige Bilder geschickt. Sie sieht echt süß aus.“ „Jetzt beruhige dich erst einmal.“ sagte Martin „Wann kommt sie denn an?“ „Sie wird um 15:00 Uhr am Bahnhof ankommen.“ sagte Ben und sah auf die Uhr. Es war 14:45. „Das ist ja in 15 Minuten!“ sagte er entsetzt „Verdammt, ich komme noch zu spät.“ „Ich fahre dich eben.“ sagte Martin „Bist du bei dir bist und dein Auto geholt hast, sind mindestens 10 Minuten um.“ „Danke.“ sagte Ben „Das weiß ich wirklich zu schätzen.“

Während der Fahrt zum Bahnhof war Ben noch nervöser. „Super, jetzt bin ich zu spät.“ sagte Ben „Jane wird einen tollen Eindruck von mir bekommen, wenn ich nicht rechzeitig da bin, um sie abzuholen.“ „Cool bleiben, wir schaffen das schon.“ sagte Martin „Die Züge haben eh immer Verspätung. Notfalls kannst du mich ja als deinen persönlichen Chauffeur bei ihr vorstellen. Damit kannst du bei ihr bestimmt Eindruck schinden.“ Ben lachte und sagte: „Nein, lass mal. Angeberei ist nicht so mein Ding. Ich zeige mich lieber so wie ich bin.“ „Dann hast du verloren.“ sagte Martin. Lachend sagte Ben: „Also, DAS nehme ich dir wirklich übel.“

Wenige Minuten später kamen Ben und Martin am Bahnhof an. Sofort gingen sie hoch zu den Bahngleisen. Jane war noch nicht zu sehen. „Was hab ich gesagt!?“ sagte Martin „Sie ist noch nicht da.“ Ben und Martin setzten sich hin und warteten. Ben stand wieder auf und ging auf und ab. „Jetzt setz dich endlich hin.“ sagte Martin „Dein Rumgerenne macht mich nervös.“ „Was soll ich erst sagen?“ fragte Ben „Ich BIN nervös.“ „Wie lange bleibt sie eigentlich?“ fragte Martin. Ben antwortete: „Keine feste Zeit. Sie kann so lange bleiben, bis sie in ein paar Monaten in Reefside ihre Ausbildung anfängt. Deshalb möchte ich es ja nicht direkt am Anfang vergeigen.“ „Du vergeigst es nicht.“ sagte Martin „Bleib einfach du selbst.“ Mit einem Grinsen antwortete Ben: „Ich dachte, dann hätte ich schon verloren.“ Da hielt ein Zug an. Ben setzte sich schnell. „Das wird ihr Zug sein.“ sagte er „Da bin ich mir ziemlich sicher.“ „Jetzt bleib mal ganz ruhig.“ sagte Martin „Du gehst gleich zu ihr hin und umarmst sie. Verstanden?“ Ben nickte. Die ersten Fahrgäste stiegen aus. Nervös blickte Ben nach links und rechts. Da sah er Jane aussteigen. „Das ist sie.“ sagte er und stand auf. „Jane?“ rief Ben. Jane drehte sich um. Ben und Jane gingen aufeinander zu und umarmten sich. Dabei warf Ben einen Blick zu Martin rüber, der seinen typischen ‚Na bitte, es geht doch’ Blick aufgelegt hatte. Jane und Ben gingen rüber zu Martin. „Jane, das ist mein bester Kumpel Martin.“ sagte Ben „Wir kennen uns, seit wir 10 sind.“
Die drei verließen das Bahnhofsgebäude. „Willkommen in Azuro City.“ sagte Ben „Was soll ich dir zuerst zeigen?“ „Gibt es hier was Besonderes?“ fragte Jane. Ben antwortete: „Nein, Azuro City hat nicht so viel zu bieten.“ Ben und Martin führten Jane durch die Einkaufsstraße. Es war verkaufsoffener Sonntag, weshalb alle Geschäfte auf hatten. In der Einkaufsstraße traf Ben auf seine Schulfreunde Frank Gregory und Annette Miller. „Hi, ihr beiden.“ sagte Ben „Was treibt euch heute in die Stadt?“ „Ich suche die neue CD von Kelly Clarkson.“ sagte Frank. „Und ich wollte mir diesen neuen Laden mal angucken.“ sagte Annette „Der verkauft Dinge, die mit dem alten Ägypten zu tun haben.“ „Oh, das muss ich sehen.“ sagte Jane „Ich bin ganz verrückt nach dem alten Ägypten. Ben, lass uns da hingehen.“ „Gerne.“ sagte Ben „Ich will mir den Laden auch mal ansehen. Kommst du mit, Frank?“ „Klar.“ sagte Frank.

Kurze Zeit später befand sich die Gruppe vor dem Laden, der sich „Ancient Egypt“ nannte. Sie betraten den Laden. Es lag ein seltsamer Geruch in der Luft. Es roch wie in einer ägyptischen Grabkammer. „Also, die wissen, was es heißt, Atmosphäre zu erzeugen.“ sagte Jane. „Ja, ich bin beeindruckt.“ sagte Ben. Da gingen plötzlich alle Lichter aus. Es wurde stockdunkel. „Kann einer von euch etwas erkennen?“ fragte Annette. „Moment, ich taste mich mal eben durch.“ sagte Frank „Vielleicht finde ich ja den Lichtschalter.“ Kurze Zeit später fing Annette an zu schreien: „Frank!!! Nimm sofort deine Hand da weg!!!“ „Ups, das war wohl nicht der Lichtschalter.“ sagte Frank. „Ich wünschte, wir hätten Licht.“ sagte Jane. Da war zu hören, wie eine Art Steintür sich aufschob. Licht fiel in den Raum. „Ich wünsche mir sofort 5 Millionen Dollar!“ rief Ben. Alle sahen ihn verwundert an. „Was denn?“ fragte er „Wenn das mit dem Licht auch schon geklappt hat...“ Jane konzentrierte sich lieber auf den freigewordenen Gang. Die Wände dieses Gangs waren mit ägyptischen Hieroglyphen verziert. Am Ende befand sich eine Steintür mit weiteren Verzierungen. In der Steintür waren Gegenstände eingelagert, die wie Waffen aussahen. „Seht mal.“ sagte Jane „Ägyptische Waffen. Sie sehen recht seltsam aus. Aber da scheinen zwei zu fehlen.“ Tatsächlich waren in der Tür noch zwei Vertiefungen zu sehen. „Das wird ja immer verrückter.“ sagte Ben und nahm das Schwert aus der Tür. Daraufhin fing es an zu leuchten. „Hey, diese Waffen scheinen irgendeine Kraft auszustrahlen.“ sagte Ben „Jedenfalls sind das keine billigen Plastikteile.“ „Die Waffe sieht wie ein Diskus aus.“ sagte Jane „Wie passt das zum alten Ägypten?“ Sie nahm den Diskus, woraufhin er zu leuchten anfing. „Das Teil sieht ja cool aus.“ sagte Frank und schnappte sich einen Hammer. „Vorhin haben wir über zuwenig Licht gemeckert.“ sagte Martin „Und jetzt ist es wegen diesen leuchtenden Waffen schon fast zu hell.“ Martin nahm einen Morgenstern aus der Tür. „Jetzt ist nur noch ein Gegenstand in der Tür.“ sagte Annette „Dieses Ankh sieht nicht gerade nach einer Waffe aus. Macht sich bestimmt trotzdem gut als Wandschmuck.“ Als sie das Ankh aus der Tür nahm, öffnete sich diese. Dahinter verbarg sich eine Grabkammer. Eine seltsame Gestalt trat aus dem Schatten. Die Gestalt sah aus wie ein ägyptischer Pharao. „Willkommen, Auserwählte.“ sagte er „Ich bin der Pharao.“ „Das ganze muss doch irgendein PR-Gag dieses Ladens sein.“ sagte Frank „Anders kann ich es mir nicht erklären.“ „Ihr seid in keinem Laden.“ sagte der Pharao „Ihr seid in der Pyramide.“ „Schön, und was sollen wir hier?“ fragte Annette. „Die Wächter Waffen haben euch auserwählt.“ sagte der Pharao „Ihr sollt gegen die Armee des dunklen Gottes Seth kämpfen.“ Am linken Arm der fünf erschien plötzlich ein Armband. Dieses Armband hielt mehrere Karten in einer Vorrichtung. Auf einer weiteren Vorrichtung konnte man die Karten ablegen. „Mit Hilfe dieser Karten könnt ihr euch verwandeln und eure Wächter Waffen rufen.“ sagte der Pharao „Sie geben euch die Macht, um zu den Power Rangers Ancient Guardians zu werden.“ Jane sackte zusammen und sagte: „Haltet mich fest, ich muss mich setzen.“ Ben hielt Jane fest. „Geht’s wieder?“ fragte er. „Ja, ist schon in Ordnung.“ sagte sie. „Power Rangers?“ fragte Martin „Cool.“ Der Pharao zeigte auf einen Spiegel. Im Spiegel erschien eine Armee von Mumien. „Das sind Seths Mumienkrieger.“ sagte er „Mit ihnen will er die Welt erobern. Haltet die Wächter Waffen hoch.“ Die fünf streckten die Wächter Waffen hoch. Dann sagte der Pharao: „Es wird Zeit, die Macht der Wächter Waffen zu entfesseln. Ben Nemes, das Wächter Schwert wird dir zur Seite stehen. Die Macht des Roten Rangers ist mit dir. Frank Gregory, der Wächter Hammer wird dir gute Dienste leisten. Du bist der Grüne Ranger. Martin Johnson, der Wächter Morgenstern wird dich unterstützen. Du bist der blaue Ranger. Jane Keaton, der Wächter Diskus wird dir ein guter Gehilfe sein. Seine Kräfte machen dich zum Pink Ranger. Annette Wagner, der Wächter Strahler gehört dir. Du bist zum Gelben Ranger bestimmt.“ „Ich halte das immer noch für einen Scherz.“ sagte Annette. „Soweit hab ich alles verstanden.“ sagte Frank „Aber wie verwandeln wir uns?“ Der Pharao antwortete: „Dazu legt ihr die Karte mit der Aufschrift ‚Verwandlung’ auf die freie Fläche eures Verwandlers und ruft: ‚Antike Macht, Wächterkraft!’ Jetzt ist die Zeit gekommen. Stellt euch den Mächten des Seth entgegen.“ Die neuen Rangers wurden von einem hellen Licht umgeben und aus der Pyramide gebeamt.

Die Rangers befanden sich vor dem Ancient Egypt laden. Mittlerweile war es dunkel und die Straßen waren leer. Doch als die Rangers durch die Neustraße ging, kamen ihnen die Mumienkrieger entgegen. „Sieht so aus, als könnten wir erstmals unsere Kräfte testen.“ sagte Ben. Die Rangers sahen sich kurz an und nickten sich zu. „Antike Macht, Wächterkraft!!!“ Als die Rangers die Karte auf die freie Fläche legten, wurden sie von einem hellen Licht ihrer genannten Ranger Farbe umhüllt. Das Licht verschwand und sie waren verwandelt. „Coole Anzüge.“ sagte Martin „Jetzt geht’s rund.“ „Sollen wir ihnen mal unsere Wächter Waffen vorstellen?“ fragte Ben. „Klar doch.“ sagte Annette „Lasst uns die Vorführung beginnen.“ Die Rangers nahmen eine weitere Karte aus dem Kartenhalter und legten sie anschließend auf die Verwandlungskarte. Ihre Wächter Waffen erschienen. „Das Wächter Schwert.“ sagte Ben „Es ist leicht in der Handhabung und äußerst praktisch in jeder Situation.“ Er stieß sein Schwert nach vorne und erstach einen Mumienkrieger. „Auch für einen kurzen Abstecher geeignet.“ Frank hielt den Hammer bereit. „Aufgepasst, jetzt kommt ihr unter den Hammer.“ sagte er. Er schlug mehrere Mumienkrieger mit dem Hammer weg. Martin wurde von Mumienkriegern umzingelt. „In einer ausweglosen Situation darf ein Morgenstern nicht fehlen.“ sagte Martin. Er schwang den Morgenstern und erledigte somit alle Mumienkrieger, die ihn umzingelten. „Das richtige Utensil, um Raum zu schaffen.“ Jane hielt den Wächter Diskus vor ihren Körper und rief: „Olympia hat begonnen. Willkommen zur Disziplin Wächter Diskus werfen. Hier darf man den Diskus auch telepathisch steuern.“ Der Diskus flog einen Bogen und erledigte dabei alle Mumienkrieger in seinem Weg. Anschließend kam er wieder bei Jane an. „Nächste Disziplin, das Schießen.“ sagte Annette „Wächter Strahler bereit zum Einsatz.“ Mit der Spitze des Ankhs zielte sie und feuerte auf die restlichen Mumienkrieger. Sie wurden vernichtet. Daraufhin verwandelten die Rangers sich zurück.

„Das gerade ist nicht wirklich passiert, oder?“ fragte Annette. „Ich bin mir sicher, dass das echt war.“ sagte Jane. Da hörten die Rangers plötzlich die Stimme des Pharaos: „Ihr habt euch gut geschlagen, aber noch ist es nicht vorbei. Seths Macht wird weiter wachsen. Die schweren Kämpfe stehen euch noch bevor.“ Die Verwandler der Rangers verwandelten sich plötzlich in normale Armbänder, die mit Hieroglyphen verziert waren. „Die Verwandler werden erscheinen, wenn ihr sie braucht.“ „Wesentlich praktischer, solche Armbänder.“ sagte Frank „Ist auch nicht so auffällig. Stell dir vor, wir würden in der Schule mit solchen Riesenteilen ankommen.“ „Dann würden die meisten erst einmal fragen, woher wir diese coolen Teile haben.“ sagte Ben „Und die Ausrede, dass es eine Armbanduhr ist, kann man bestimmt vergessen.“ „Es gibt da noch etwas.“ sagte der Pharao „Um Zutritt zur Pyramide zu gelangen könnt ihr mit euren Verwandlern einen Spalt öffnen, der euch direkt zur Pyramide führt. Somit wisst ihr alles, was ihr vorerst wissen müsst.“ „Alles klar.“ sagte Ben „Was kommt als nächstes?“ „Ich geh jetzt nach Hause.“ sagte Frank „Das Ganze war doch etwas zu viel für einen Tag.“ „Denk dran, du musst Jane und mich mitnehmen.“ sagte Ben „Ich habe keinen Bock, die ganze Strecke zu laufen.“ Und so gingen die Rangers nach Hause. Es war viel an diesem Tag geschehen, doch die meisten Menschen in Azuro City bekamen davon nichts mit. Doch schon bald sollte ganz Azuro City wissen, in welche Krise die Stadt, ja sogar die ganze Welt steckte. Die Rangers sollten allerdings immer da sein, um Seth und seine Mumienkrieger aufzuhalten. Der Frieden lag nun in den Händen von fünf neuen Helden.

ENDE

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