Episode 13: Veränderte Realität

Bis auf Zora befanden sich alle Rangers im Stadtcafe und verbrachten einen gemütlichen Tag. Einige Zeit später kam auch Zora an. „Na endlich.“ sagte Percy „Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr.“ „Das könnt ihr von der No School Fraktion leicht sagen.“ sagte Zora „Ich hab meinen Abschluss ja noch nicht. Also durfte ich heute wieder hart arbeiten.“ „Na ja, so hart war die Schule nie.“ sagte Jim „Nur langweilig.“ „Für dich vielleicht.“ sagte Lara „Aber meine Klasse war der blanke Horror. Das war hart. Ich könnte Bücher mit meinen Storys über diese Klasse füllen.“ „Dann will ich die Bücher zuerst lesen.“ sagte Percy „Nachdem, was ich so von dir gehört habe, kann man da gut eine Actionserie draus machen.“ „Ich hab auch einiges erlebt.“ sagte Brandon „Von dem, was alles während meines Praktikums im Chemielabor passiert ist, ließe sich gut eine Comedy Serie drehen.“ „Wir könnten ja auch unsere Klassenfahrten verfilmen.“ sagte Percy „Das werden bestimmt typische Teenie Filme.“ „Sobald das hier vorbei ist, können wir ja unsere Ranger Abenteuer als Serie bringen.“ sagte Kirsten. „Das wäre cool.“ sagte Lara „Hauptsache, ich werde nicht von Sara Paxton gespielt.“ „Ach, so schlimm ist die doch gar nicht.“ sagte Percy „Sie ist eine gute Schauspielerin.“ „Und verdammt hübsch.“ sagte Jim. „Ich weiß zwar, wieso du sie hübsch findest, aber diesmal stimme ich dir zu.“ sagte Percy. Da kam plötzlich draußen von der Straße eine Explosion. „Das war es dann wohl mit der Gemütlichkeit.“ sagte Julian. „Sehen wir nach, was da los ist.“ sagte Percy.

Nachdem die Rangers das Cafe verlassen hatten, gingen sie ein paar Straßen weiter. Dort stand ein Monster. Das Monster hatte auf der Brust etwas, das wie eine große Lampe aussah. „Aha, da sind ja endlich die Rangers.“ sagte das Monster „Ich werde euch vernichten.“ „Das haben schon so viele gesagt.“ sagte Percy „Auch du wirst am Ende scheitern.“ „Da bin ich mir nicht so sicher.“ sagte das Monster „Ich werde Zestra Ruhm und Ehre bereiten.“ „Sie wird eine Enttäuschung erleben.“ sagte Julian. „Dimension Transmission!!!“ Brandon zog seine Axt und stürmte auf das Monster los. Da leuchtete das Monster ihn mit seiner Lampe an. Brandon wurde geblendet.

Als Brandon die Augen wieder öffnete, lag er in Percys Wohnung auf einem Bett. Lara stand vor dem Bett. „Ah, du bist wach.“ sagte sie „Gut, dir ist nichts passiert.“ „Dieses Monster hat mich wohl ganz schön erwischt.“ sagte Brandon „Es hat mich mit seiner Lampe geblendet. Dann hab ich anscheinend das Bewusstsein verloren. Ich hoffe, niemand hat gesehen, wie ich mich zurückverwandelt habe.“ „Keine Sorge, wir konnten dich noch rechtzeitig wegbringen.“ sagte Lara „Ich sage den Anderen bescheid, dass du aufgewacht bist.“ Lara verließ den Raum. Kurze Zeit später stürmte Kirsten hinein und umarmte Brandon. „Ja, ich freu mich auch, dich zu sehen.“ sagte er „Aber du könntest so langsam loslassen.“ Da fing Kirsten an, ihn zu küssen. Brandon schubste sie von weg. „Was ist bloß in dich gefahren?“ fragte er. „Was ist los mit dir?“ fragte Kirsten „Erkennst du deine Freundin nicht mehr?“ „Freundin? Was redest du da?“ fragte Brandon „Du weißt doch ganz genau, dass ich mit Zora zusammen bin.“ „Wer ist Zora?“ fragte Kirsten „Ich kenne keine Zora.“ „Zora Whitfield.“ sagte Brandon „Meine Freundin. Dimension Force Shadow Ranger. Weißt du jetzt, wer gemeint ist?“ „Oh Mann, das Monster hat dir wohl doch schlimmer zugesetzt.“ sagte Kirsten „Es gab nie eine Zora. Der Shadow Ranger heißt zwar Whitfield mit Nachname, aber ihr Vorname ist June.“ „Zoras Schwester?“ fragte Brandon „Wieso das?“ „Es gibt keine Zora.“ sagte Kirsten. „Ich hab mir das ganze doch nicht eingebildet.“ sagte Brandon „Ich kann mich genau erinnern. Zora ist real.“ „Du machst mir angst.“ sagte Kirsten „Bleib liegen, ich sage den Anderen bescheid.“ Daraufhin verließ Kirsten den Raum. Kurze Zeit später kam sie mit den anderen Rangers wieder. Tatsächlich war Zora nicht dabei. Stattdessen war June bei ihnen. „Erkennst du mich?“ fragte Kirsten „Ich bin Kirsten Rain. Deine Freundin.“ „Das ist unmöglich.“ sagte Brandon „Und das weißt du auch. Wir sind zwar befreundet, aber ich bin mit Zora zusammen.“ „Herrgott, es gibt keine Zora.“ sagte Kirsten „Sie existiert nur in deiner Fantasie. Und das macht mir angst. Du glaubst, du wärst mit einem Mädchen zusammen, das nicht existiert. Du setzt damit unsere Beziehung aufs Spiel.“ „Wir hatten nie eine Beziehung!“ rief Brandon „Verdammt, ich liebe Zora. Ist das denn so schwer?“ „Er wurde erst so komisch, nachdem das Monster ihn angestrahlt hatte.“ sagte June „Julian, kannst du herausfinden, was das für ein Strahl war?“ „Das dürfte kein Problem sein.“ sagte Julian „Ich brauche nur etwas Zeit. Außerdem muss ich dir etwas Blut abnehmen, Brandon.“ „Wenn es sein muss.“ sagte Brandon. Julian entnahm ihm mit einer Spritze etwas Blut. „Geht es dir gut?“ fragte Lara. „Mir schon.“ sagte Brandon „Aber euch anscheinend nicht. Wieso erinnert sich von euch niemand an Zora? Und wieso gehört sie nicht zum Team?“ „Weil es sie nie gegeben hat.“ sagte Percy „Ich fürchte, der Strahl des Monsters hat deine Erinnerungen manipuliert. So dass du dachtest, es hätte wirklich eine Zora gegeben.“ „Aber ich kann mich doch an sie erinnern.“ sagte Brandon „An jede einzelne Sekunde mit ihr.“ „Aus diesem Grund gehe ich nie eine Beziehung ein.“ sagte Jim. „Wenn dieses Monster dir wirklich falsche Erinnerungen gegeben hat, ist es klar, dass du dich an Zora erinnern kannst.“ sagte Percy. „Du glaubst, meine Erinnerungen an Zora sind falsch?“ fragte Brandon „Dieses Monster hat mir mit seinem Strahl diese Erinnerungen eingepflanzt? Aber wozu?“ „Um dich zu verunsichern.“ sagte Kirsten „Und um uns zu schwächen. Wenn ein Ranger sich seiner Realität nicht mehr bewusst ist, ist das Team ziemlich geschwächt.“ „Das wird es wohl sein.“ sagte Brandon „Aber es fällt mir immer noch schwer, zu glauben, dass Zora nie existiert hat.“ „Das glaube ich.“ sagte Kirsten „In dieser Traumwelt war sie wohl deine Freundin. Das muss hart für dich sein.“ „Ja, das ist es.“ sagte Brandon „Hoffentlich kehren meine alten Erinnerungen bald zurück.“ „Julian ist dabei, dein Blut zu analysieren.“ sagte Kirsten „Vielleicht erkennt er, was genau dieses Monster in deinem Körper ausgelöst hat.“ „Ich hoffe es.“ sagte Brandon „Ich kann ja nicht andauernd einem Mädchen hinterher trauern, das nie existiert hat.“ „Lass uns spazieren gehen.“ sagte Kirsten. „Vielleicht kehren dann deine Erinnerungen zurück.“

Brandon und Kirsten gingen Hand in Hand durch die Stadt. „Mit dir Hand in Hand spazieren zu gehen, ist ungewöhnlich.“ sagte Brandon „Mir kommt das noch so unwirklich vor, dass du meine Freundin bist.“ „Das wird schon wieder.“ sagte Kirsten „Da vertraue ich Julian.“ „Wenn du recht hast, müsste ich dich doch eigentlich lieben.“ sagte Brandon „Aber ich spüre, dass meine Liebe nur Zora gilt.“ „Das werden wohl noch die Nebenwirkungen des Strahls sein.“ sagte Kirsten „Bald geht es dir wieder besser.“ „Das kam mir alles so real vor.“ sagte Brandon „Ich kann mich noch genau erinnern, wie wir Zora das erste Mal in dieser sonnenlosen Welt getroffen haben.“ „Nur war es nicht Zora, die wir getroffen haben.“ sagte Kirsten „Es war June.“ „Schon seltsam.“ sagte Brandon „Fast alle meine Erinnerungen an unsere Rangerzeit sollen falsch sein?“ „Julian wird dir helfen.“ sagte Kirsten „Wenn er erst einmal weiß, womit wir es zu tun haben.“

Julian kam zu den anderen Rangers, die in Percys Wohnzimmer warteten. „Ihr werdet es nicht für möglich halten.“ sagte Julian „Ich habe Brandons Blut analysiert und dabei folgendes festgestellt. Das ist nicht unser Brandon.“ „Du meinst, er ist ein Klon?“ fragte Lara. „Nein, das nicht.“ sagte Julian „Er kommt aus einer Paralleldimension. Sein Blut ist nicht so beschaffen wie unser Blut. Also kann er unmöglich aus dieser Dimension kommen. Ich habe herausgefunden, dass er aus der Dimension 001 kommt.“ Da klingelte es an der Tür. Percy machte auf. Draußen standen Brandon und Kirsten. „Er erinnert sich immer noch nicht.“ sagte Kirsten. „Das kann er auch gar nicht.“ sagte Percy „Weil er diese Erinnerungen nicht hat. Julian wird euch alles erklären.“ Brandon und Kirsten betraten das Wohnzimmer. „Da seid ihr ja.“ sagte Julian „Brandon, welche Dimension musst du auf deinem Verwandler einstellen, um in deine Heimatdimension zu gelangen?“ „Natürlich 001.“ sagte Brandon „Wie wir alle.“ „Da habt ihr es.“ sagte Julian „Dieser Brandon kommt tatsächlich aus einer anderen Dimension. Du hast recht, wahrscheinlich gibt es da, wo du herkommst, eine Zora. Aber du bist hier in der Dimension 002.“ „Also hat mich der Strahl dieses Monsters nur in eine andere Dimension versetzt?“ fragte Brandon „Das ist gut zu wissen. Na wartet, das Monster wird mich kennen lernen.“ Brandon stellte seinen Verwandler auf 001 ein und öffnete ein Portal. Anschließend ging er hindurch.

Nachdem Brandon durch das Portal ging, kam er wieder in Percys Wohnzimmer aus. Alle Rangers waren dort. Diesmal auch Zora. „Der eine Brandon geht, der andere Brandon kommt.“ sagte Percy. „Mein Doppelgänger aus der Dimension 002 war bei euch?“ fragte Brandon. „Ja, es hat ihn hierhin verschlagen.“ sagte Zora „Ich war so froh, als Julian herausgefunden hat, dass er nur dein anderes Ich aus einer anderen Dimension war. „Nachdem dich der Strahl getroffen hatte, hast du dich so verändert. Du kanntest mich gar nicht und hattest dich an Kirsten ran geworfen.“ „Ja, in dieser Dimension 002 bin ich mit Kirsten zusammen.“ sagte Brandon „Also ist in unseren beiden Dimensionen genau das gleiche passiert. Ein Monster hat mich mit einem Strahl getroffen, und mich dadurch mit einem anderen Ich vertauscht. Irgendwie witzig.“ „Für mich war es furchtbar.“ sagte Zora „Du hattest nur noch Augen für Kirsten und hast mich völlig ignoriert. Ich fing schon an, mich zu fragen, was ich falsch gemacht habe.“ „Für mich war es auch nicht gerade schön.“ sagte Brandon „Ich war in einer Dimension, in der es dich nicht gab. Ich hab schon an mir selbst gezweifelt und dachte wirklich, meine Erinnerungen an dich wären falsch.“ „Hier existiere ich wirklich.“ sagte Zora „Und ich werde es dir beweisen.“ Zora fing an, Brandon zu küssen. Brandon erwiderte den Kuss. „Ich frage mich ja, was aus dem Monster geworden ist.“ sagte Percy „Bisher ist es nicht wieder aufgetaucht.“

Das Monster kam auf Zestra zu. „Du hast versagt.“ sagte Zestra „Die beiden Brandons sind wieder in ihren richtigen Dimensionen. Ich wollte, dass sie auf ewig an ihren Erinnerungen zweifeln.“ „Gib mir noch eine Chance.“ sagte das Monster „Beim nächsten Mal wird es klappen.“ „Es wird kein nächstes Mal geben.“ sagte Zestra. Sie warf einen Feuerball auf das Monster, worauf es zu Boden ging und explodierte. „Versager kann ich nicht gebrauchen.“ sagte Zestra.

ENDE

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