An Bord der Ganthos:
Lucy und Jodie befanden sich in Lucys Quartier. �Wir haben ziemlich viel Zeit verloren.� sagte Lucy �Der Aufenthalt in der anderen Dimension hat uns ziemlich aufgehalten.� �Wir k�nnen nur hoffen, dass Herion und Devara kein Interesse an Anarton haben.� sagte Jodie �Und das ist nur der Fall, wenn sie noch nicht erfahren haben, dass es dort einen Kristallsplitter gibt. Da selbst Genesis erst vor Kurzem entdeckt hat, dass es auf Anarton einen Kristallsplitter gibt, d�rften wir Ruhe vor beiden haben.� �Das ist gut.� sagte Lucy �Schlie�lich werden wir schon genug �rger haben. Stimmt es, dass Anarton mit seinem Nachbarplaneten Trivion im Krieg ist?� �Ja, das kann ich best�tigen.� sagte Jodie �Seit New Frontier den Planeten besucht hat, ist es zwar ruhiger geworden, aber es geht immer noch hei� her. Aber nicht so hei�, wie du bist.� �Wie bitte?� fragte Lucy. �Ach, nichts.� sagte Jodie �Das ist mir so rausgerutscht.� Doch da umarmte Jodie Lucy pl�tzlich und k�sste sie auf den Mund. Lucy war zuerst �berrascht, doch dann erwiderte sie den Kuss. Erst dann riss sie sich los. �Was sollte das denn?� fragte sie verwundert. �Entschuldigung.� sagte Jodie �Wenn es unangenehm f�r dich war, tut es mir leid. Ich h�tte dir wohl sagen sollen, dass ich lesbisch bin. Und ich h�tte wissen m�ssen, dass du nicht lesbisch bist.� �Stimmt, ich bin nicht lesbisch.� sagte Lucy �Ich bin bi. Und mir war dein Kuss ganz und gar nicht unangenehm. Ich war nur �berrascht.� �Es kam �ber mich.� sagte Jodie �Ich kann nun mal nicht leugnen, dass ich in dich verliebt bin.� �Das Ganze geht mir ein wenig zu pl�tzlich.� sagte Lucy �Bitte gib mir noch etwas Zeit.� �Du sollst alle Zeit kriegen, die du brauchst.� sagte Jodie �Ich gehe dann besser mal.� Jodie verlie� Lucys Quartier. Lucy dachte nach. Eigentlich fand sie Jodie ja auch ganz s��. Sie konnte sich Jodie sehr gut als ihre Freundin vorstellen. �Aber liebe ich dich auch stark genug, Jodie?� fragte sich Lucy �Ich will dich nicht so verletzen, wie ich schon Will verletzt habe.�
Auf der Br�cke unterhielt sich John mit den anderen Rangers. Jodie kam geraden hinzu. �Wo ist Lucy?� fragte John �Ich hab noch was wichtiges zu unserem Ziel zu sagen.� �Die ist in ihrem Quartier.� sagte Jodie �Ich hole sie eben.� Jodie ging. Kurze Zeit sp�ter kam sie mit Lucy zur�ck. �Gut, jetzt wo alle da sind, kann ich ja was �ber Anarton erz�hlen.� sagte John �Wie ihr vielleicht schon wisst, ist Anarton mit seinem Nachbarplaneten Trivion im Krieg. Allerdings ist bekannt, dass jedes Jahr eine Waffenruhe von zwei Wochen eingelegt wird. Diese Informationen habe ich von New Frontier erhalten. Momentan ist Waffenruhe auf diesen Planeten.� �Jedes Jahr zwei Wochen.� sagte Ginny �Wie viele Tage von diesen zwei Wochen sind noch �brig?� �Ein einziger Tag w�rde uns ja reichen.� sagte John �Aber ich wei� es nicht. Gut m�glich, dass der Krieg um Mitternacht wieder anf�ngt.� �Also sollten wir uns beeilen.� sagte Bryan �Ich will nicht in einen Krieg reingezogen werden, der mich nichts angeht.� �Wir werden versuchen, Konflikte zu vermeiden.� sagte John �In wenigen Minuten landen wir auf Anarton.�
Planet Anarton:
Die Ganthos landete auf einer Waldlichtung. Die Rangers stiegen aus und sahen sich um. �Wo m�ssen wir jetzt lang?� fragte Will. �Laut den Koordinaten, die uns Genesis �bermittelt hat, genau da lang.� sagte John und zeigte in den Wald hinein. Die Rangers folgten John und kamen kure Zeit sp�ter zu einigen Ruinen. �Hier stand wohl mal ein Tempel.� sagte Ginny �Ich glaube, wir kommen zu sp�t.� Jodie sah sich einige Schriftzeichen auf einem Stein an. �Kannst du das lesen?� fragte Lucy. �Ja, es ist ein alter Antheus Dialekt, den Zeratul mir beigebracht hat.� sagte Jodie �Es hei�t, dass der Eingang zum Labyrinth von Anarton genau hier ist.� �Und wo soll der sein?� fragte John �Ich sehe hier keinen Eingang.� �Oh Mann, jetzt auch noch so etwas.� sagte Bryan und lehnte sich an eine S�ule. Diese kippte zur Seite und legte eine geheime Treppe frei. �Das war super!� sagte Lucy �Du hast den Eingang gefunden.� �War keine Absicht.� antwortete Bryan. Die Rangers stiegen die Stufen hinab.
Labyrinth von Anarton:
Die Rangers irrten in den G�ngen umher. Doch st�ndig landeten sie wieder am Eingang. �Das bringt nichts.� sagte John �Versuchen wir es mit dem Prinzip rechte Hand an rechte Wand. Dann kommen wir auf jeden Fall weiter.� So gingen die Rangers immer an der rechten Wand entlang und gelangten immer tiefer in das Labyrinth. So tief, dass beinahe kein Licht mehr ankam. �Mann, ist das dunkel.� sagte Will �Man sieht ja die Hand vor Augen nicht.� Urpl�tzlich wurde es hell. Das Licht kam von seltsamen, hellblau leuchtenden Kristallen an der Decke. �Was sind das f�r Kristalle?� fragte John. �Lichtkristalle.� antwortete Jodie �Sobald irgendjemand in ihre N�he kommt, fangen sie an zu leuchten. Entfernt man sich, gehen sie wieder aus.� �So kann man auch Strom sparen.� sagte Will �Aber Tags�ber doch eher ungeeignet.� Als die Rangers einige Meter gegangen waren erreichten sie einen Raum, der mit seltsamen Bodenplatten best�ckt war. Auf den Bodenplatten waren Symbole zu sehen. An der Wand war wieder diese seltsame Schrift. Jodie untersuchte sie. Dann sagte sie: �Die Inschrift sagt: �Nur ein Krieger, der sich seiner Treu bleibt, wird �berleben.�� �Okay, schon verstanden.� sagte Ginny �Wir d�rfen nur auf bestimmte Symbole treten.� �Ja, aber welche sollen das sein?� fragte Lucy. �Ich erkenne hier das Symbol von Antheus.� sagte John �Dass die Schriftzeichen ein antheanischer Dialekt ist, spricht daf�r, dass die Antheaner dieses Labyrinth errichtet haben. Wir d�rfen also nur auf die Symbole von Antheus treten.� �In Ordnung.� sagte Lucy �Dann gehe ich mal vor.� Sie trat auf eines der Symbole von Antheus. Nichts geschah. �Seht ihr, diese Bodenplatten sind sicher.� sagte Lucy �So kommen wir also r�ber.� Als sie weiter sprang, landete sie versehentlich auf einem Feld vor dem Antheus Symbol. Ein Pfeil schoss aus der Wand und flog auf sie zu. Mit ihrer Telekinese lenkte sie den Pfeil um und trat auf das sichere Antheus Symbol. �Dass war ja wohl mehr als nur knapp.� sagte Jodie �Beinahe w�rst du draufgegangen. Pass auf dich auf.� �Das war nur ein Versehen.� sagte Lucy �Au�erdem hab ich es ja �berlebt.� Jodie versuchte die sichere Methode, indem sie sich mit ihrer PSI Kraft immer auf das n�chste Antheus Symbol teleportierte. Die anderen Rangers sprangen vorsichtig auf die Symbole und kamen auch sicher auf der anderen Seite an. Schlie�lich gelangten die Rangers an einem schr�g nach unten f�hrenden Pfad mit einer Fallgrube am Ende. �Mit etwas Anlauf kommen wir r�ber.� sagte John �Also, ich h�tte kein Problem, genug Geschwindigkeit zu erreichen. Was ist mit euch?� �Ich k�nnte mich noch auf die andere Seite teleportieren.� sagte Jodie. �Ich hab wirklich keine Lust, da dr�ber zu springen.� sagte Ginny �Sollten wir nicht lieber umkehren?� Da h�rten die Rangers ein Poltern. Sie drehten sich um und sahen einen riesigen Felsbrocken auf sich zurollen. �Oh, oh, ich schlage vor, wir nehmen jetzt gemeinsam Anlauf.� sagte John. Die Rangers rannten so schnell sie konnten und sprangen �ber die Fallgrube. Mit einem lauten Donnern fiel der Felsbrocken in die Grube. �Das war knapp.� sagte John �Ob es noch mehr solcher �berraschungen gibt?� �Nein, wir sind fast da.� sagte Jodie, die wieder einige Schriftzeichen untersuchen �Laut diesen Schriftzeichen trennt uns nur noch ein Gang vom Ziel.� �Und in diesem einen Gang kann einiges passieren.� sagte Will �Wir sollten besser vorsichtig sein.� Die Rangers gingen den letzten Gang entlang. Doch dieser Pfad war mit Fallen reich best�ckt. Aus den W�nden kamen Speere und von vorne flogen Pfeile. Geschickt wichen die Rangers jeder Falle aus. Schlie�lich kamen sie zu einem Altarraum. Auf dem Altar lag der gesuchte Kristallsplitter. �Endlich.� sagte Jodie �Wir haben es geschafft. Als Jodie den Kristall an sich nahm, �ffnete sich eine T�r, die zur Oberfl�che f�hrte.
An Bord der Ganthos:
Nun, da die Rangers den Kristall hatten, verlie�en sie Anarton so schnell es ging. �Ist ja noch mal gut gegangen.� sagte Will �Wir sind nicht in diesen Krieg geraten.� �Aber daf�r durften wir ein Labyrinth voller Fallen �berwinden.� sagte Lucy �Ich glaube, Indiana Jones w�re stolz auf uns.� �Viel schlimmer w�re dieser Krieg auch nicht gewesen.� sagte Ginny �Solche Todes�ngste hatte ich noch nicht einmal in meiner Gefangenschaft bei Minas.� �Es ist ja nichts passiert.� sagte John und legte seinen Arm um Ginny �Du warst sehr tapfer.� �Wir alle haben uns doch nicht schlecht geschlagen.� sagte Bryan �Ganz ehrlich, so �bel fand ich die Suche im Labyrinth gar nicht. Ich k�nnte mich dran gew�hnen. Wenn wir mit der Schule fertig sind und das Universum gerettet haben, werde ich Abenteurer.� �Na dann mal viel Spa�.� sagte Ginny �Aber f�r mich w�re das nichts.�
ENDE