Episode 3: Geschändet

Versteck der Outlaws:
Die Rangers befanden sich in einem der Freizeiträume. Im Untergrund hatten die Outlaws wirklich alles eingerichtet, was man zum Leben braucht. Der Freizeitraum, in dem sich die Rangers befanden, war wie eine Spielhalle aufgebaut. Trevor stand am Flippertisch. Nick sah ihm zu. „Hast du schon angst?“ fragte Trevor „Ich bin kurz davor, deinen Highscore zu knacken.“ „Mach du mal.“ sagte Nick „Als ich den Highscore aufgestellt hatte, hatte ich eh einen schlechten Tag.“ „Was meint ihr, ob wir noch einmal als Rangers ran müssen?“ fragte Annica „Unsere letzten Einsätze waren immer nur Routine Einsätze. Hier eine Sabotage, dort ein Einbruch. Minas scheint Respekt vor den Power Rangers zu haben.“ „Das glaubst aber auch nur du.“ sagte Eliza „So schnell geben die nicht auf.“ „Und dieser Musculus war bestimmt nicht die letzte Schöpfung von Minas.“ sagte Jessica „Sie werden ihren Genmutator jetzt voll ausnutzen.“ „Als ich noch bei Minas war, hätte ich auch nicht nach einer Niederlage aufgegeben.“ sagte Amber „Jedem Minas Mitarbeiter wird dieses Denken eingetrichtert.“ „Aber es ist gut, dass du jetzt bei uns bist.“ sagte Nick „Dich möchte ich nicht als Gegnerin haben.“ „Und ich auch nicht.“ sagte Annica und gab Amber einen zärtlichen Kuss.

Irgendwo in Zenon City fand ein Aufstand von Jugendlichen statt. Diese Jugendlichen hatten die falschen Spielchen von Minas satt. Und so zogen sie durch die Straßen und zerstörten alles, was Minas gehörte. Doch dann gerieten sie in eine Falle. Mehrere Minas Soldaten, angeführt von General Garner, umzingelten sie. „Was sollen diese Aufstände eigentlich?“ fragte Garner „Was wollt ihr damit bezwecken? Es bringt doch nichts. Außerdem wartet auf euch eh nur der Tod, oder schlimmeres.“ Die Soldaten fingen an, den Jugendlichen Handschellen anzulegen.

Versteck der Outlaws, Hidden Squad Zentrale:
Desmond hatte die Rangers zu sich rufen lassen. „Was gibt es?“ fragte Trevor. „Seht euch das an.“ sagte Desmond und zeigte auf einen Monitor. Dort war die Verhaftung der Aufständischen zu sehen. „Ihr müsst sie da rausholen.“ sagte Desmond „Diese Aufständischen sind die Zukunft der Outlaws.“ „Natürlich werden wir sie retten.“ sagte Annica „Wir müssen sie retten. Ich will nicht, dass ihnen das widerfährt, was auch mir widerfahren ist.“ „Dann los, jede Sekunde zählt.“ sagte Trevor. „Undercover, Hidden Squad!!!“

Während die Rangers mit ihrem Einsatzwagen zu dem Ort des Aufstandes fuhren, versuchte Trevor, ein Gespräch mit Annica anzufangen. „Was meintest du damit, dass du nicht willst, dass ihnen das widerfährt, was dir widerfahren ist?“ fragte Trevor „Ich weiß zwar, dass du eine Gefangene von Minas warst, bevor wir dich rausgeholt haben. Aber sonst weiß ich gar nichts über dich.“ „Ich rede auch nicht gerne darüber.“ sagte Annica „Aber da wir nun ein Team sind, denke ich, dass ihr meine Geschichte erfährt.“ „Man muss dazu sagen, dass auch ich in dieser Geschichte eine entscheidende Rolle spiele.“ sagte Amber „Aber lasst Annica euch selbst die Geschichte erzählen.“ „Es fing schon recht früh an.“ sagte Annica „Schon kurz nach der Gründung von Minas gehörte ich zu den ersten Aufständischen. Damals war ich 14 Jahre alt. Zusammen mit ein paar Freunden demonstrierten wir gegen Minas. Minas hatte damals noch kaum Soldaten, so dass man unsere Demonstrationen nicht niederschlagen konnte. Doch zwei Jahre später geschah es. Ich war mittlerweile 16 Jahre alt. Bei einem Aufstand wurde ich gefangen genommen. Es war niemand anderes als Amber, die mir die Handschellen anlegte.“ „Damals dachte ich wirklich noch, ich würde etwas Gutes tun.“ sagte Amber „Das, was ich bei Minas angerichtet hab, kann ich kaum noch gut machen.“ „Ich mag dich so, wie du bist.“ sagte Annica und küsste Amber. Dann erzählte sie ihre Geschichte weiter: „Es war schon immer so, dass die meisten Gefangenen exekutiert wurde. Außer die gutaussehenden Mädchen zwischen 12 und 20 Jahren. Die müssen den Minas Mitarbeitern als Prostituiere dienen. Da die Typen mich als gut aussehend befanden, musste auch ich ran. Einerseits war ich froh, dass ich nicht exekutiert wurde, aber anderseits wünschte ich mir manchmal, ich wäre tot. Wenn irgendwo jemand geil war und ich verlangt wurde, wurde ich auf der Stelle dorthin geschickt. Ich musste wirklich mit jedem schlafen, egal ob Mann oder Frau, egal ob jung oder alt.“ „Ich glaube, da wäre ich auch lieber tot.“ sagte Nick „Das ist ja widerlich, was Minas da abzieht. Dir muss ja besonders viel daran liegen, die Aufständischen zu retten.“ „Da hast du recht.“ sagte Annica „Jedenfalls ging es eine zeitlang so weiter. Eine meiner meisten Besucher war Amber, die anfangs auch nichts weiter als Sex von mir wollte. Dabei nahm sie auch kaum Rücksicht auf mich. Wenn sie mir weh tat, war es ihr egal.“ „Ich schäme mich wirklich dafür.“ sagte Amber „Aber du warst damals für mich die Böse, die es nicht anders verdient hat. Was war ich doch naiv.“ „Das ist keine Schande.“ sagte Annica „Viele, die bei Minas arbeiten, glauben immer noch, sie würden das Richtige tun. Jedenfalls wurde Amber nach einiger Zeit immer zärtlicher zu mir. Irgendwann vertraute sie mir an, dass sie Minas verlassen will, und dass sie mich liebt. Das war die Zeit, in der auch ich anfing, etwas für Amber zu empfinden. Und deshalb sind wir ja jetzt auch zusammen. Amber hatte mich dann meistens für mehrere Tage bestellt. So konnte sie mit mir zusammen sein und gleichzeitig verhindern, dass mir jemand weh tut. Ich genoss die Zeit bei Amber. Doch als Amber zu den Outlaws wechselte, fing der ganze Horror von vorne an. Ich war wieder frei für andere, die mich wollten.“ „Und einen Monat, nachdem ich mich euch angeschlossen hatten, konnten wir Annica endlich befreien.“ sagte Amber „Meine Liebste und ich waren endlich vereint. Den Rest kennt ihr ja.“ „Es ist zwar schön, dass ihr euch gefunden habt, aber eine romantische Liebesgeschichte war das ja nicht gerade.“ sagte Jessica „Ich kann verstehen, dass du nicht so gerne darüber redest.“

Garner und die Soldaten hatten allen Aufständischen Handschellen angelegt. „Jetzt führt sie ab.“ sagte Garner „Mal sehen, wer von denen uns noch nützlich sein kann.“ Da wurde einer der Soldaten von einem Laserstrahl getroffen und kippte tot um. „Was...“ fragte Garner verwundert. Die Rangers rannten auf ihn zu. „Die Power Rangers.“ sagte einer der Aufständischen „Jetzt sind wir gerettet.“ „Ihr schon wieder!“ rief Garner. Er zog eine Laserpistole und feuerte auf Trevor. Dieser wich aus. „Diesmal nehme ich keine Rücksicht auf dich.“ sagte Trevor „Eliza, befrei du die Gefangenen. Der Rest kümmert sich um die Soldaten.“ Trevor zog den Sniper Laser und feuerte auf Garner. Doch der aktivierte ein Körperschild, der den Laserstrahl absorbierte. „Tja, gerade wir besitzen die technischen Neuheiten.“ Garner rannte auf Trevor zu und schlug ihn mit einem Faustschlag zu Boden. „Überrascht?“ fragte Garner „Unsere Geräte sind euren lächerlichen Anzügen weitaus überlegen.“ Da wurde Garner von Nicks Brechstange zu Boden geschlagen. Die anderen Rangers hatten die Soldaten besiegt und die Gefangenen befreit und kamen nun Trevor zu Hilfe. „Mag sein, dass ihr die besseren technischen Geräte habt.“ sagte Nick „Aber dennoch sind wir euch überlegen.“ „Wollen doch mal sehen, ob dein Schild das hier abblocken. kann.“ sagte Trevor „Hidden Squad Bazooka!“ Trevor lud die Rakete in die Bazooka. „Ich sollte verschwinden.“ sagte Garner. Doch Trevor hatte bereits den Auslöser betätigt. Die Rakete traf Garner und explodierte. Sein Schild absorbierte einen Großteil des Schadens. Dennoch war Garner sichtlich verletzt und seine technischen Hilfsmittel waren zerstört. „Letztens konntest du mich noch davon überzeugen, dich nicht zu töten.“ sagte Trevor „Aber diesmal werde ich es tun. Was kann schon so schlimm daran sein, wenn es ein Arschloch weniger bei Minas gibt? Und außerdem stecken wir bereits im Krieg gegen Minas.“ Garner rannte davon. „Ihr seid jetzt in Sicherheit.“ sagte Annica zu den Aufständischen „Ich denke nicht, dass der sich noch einmal so schnell blicken lässt.“

Versteck der Outlaws:
Annica lag in ihrem Quartier auf ihrem Bett und dachte nach. Da kam Amber rein. „Hey, Schatz.“ sagte sie „An was denkst du?“ „Diese Jungendlichen haben mich an die Zeit erinnert, an denen ich auch noch zu den Aufständischen gehörte.“ sagte Annica „Sie werden irgendwann einen neuen Aufstand planen. Und wenn wir sie nicht retten können, werden sie das gleiche Schicksal erleiden wie ich. Das will ich niemandem zumuten. Zumal ich es ja noch gut hatte, weil ich dich hatte.“ „Jetzt sind wir Power Rangers.“ sagte Amber „Wir werden immer zur Stelle sein, wenn Minas Ungerechtigkeit verbreitet.“ Sie legte sich neben Annica und nahm sie in den Arm. Dann küssten sie und Annica sich leidenschaftlich.

ENDE

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