Hellwood, Innenstadt:
Die Rangers gingen durch die Stadt. Zum ersten Mal hatte Joelle Zeit, sich Hellwood anzusehen. „Eigentlich ist es hier fast so wie das neumodische Patos.“ sagte Joelle „Nur dass ihr hier keine Magie kennt.“ „Magie ist in unserer Welt nicht so verbreitet.“ sagte Dawn „Aber es gibt sie. Zumindest gab es vor ein paar Jahren in Briarwood seltsame Vorfälle, die mit Magie zu tun hatten.“ „Ich hab gehört, in Briarwood waren auch Power Rangers tätig.“ sagte Bruce „Ich wüsste ja zu gerne, ob da was dran ist.“ „Irgendwie ist das alles schon seltsam.“ sagte Joelle „In 1000 Jahren hat sich echt einiges getan.“ „Muss nicht gerade einfach sein, alles aufzuholen, was du in 1000 Jahren verpasst hast.“ sagte Brad „Sowohl in Patos, als auch auf der Erde.“ „Ich war vorher nie auf der Erde.“ sagte Joelle „Das war bisher immer nur den Kriegern des Lichts vorbehalten.“
Patos, Desparions Festung:
Desparion ging auf und ab. „Wo bleibt diese Arasi denn nur?“ fragte er „Denkt die eigentlich, die kann kommen und gehen, wann sie will?“ „Du bist der Boss, Desparion.“ sagte Kotor „Aber trotzdem würde ich Arasi nicht wütend machen. Sie ist sehr stark. Ich habe sie damals immer mit dem nötigen Respekt behandelt.“ „Mag sein, dass sie stark ist.“ sagte Desparion „Aber wenn sie nicht bald hier ist und eine Erklärung für ihr Verhalten abgibt, dann kann sie was erleben.“ „Alter, beruhig dich mal wieder.“ sagte da Arasi, die Desparions Kammer betrat „Ich hab nur jemanden hergeholt.“ „Wen hast du denn jetzt angeschleppt?“ fragte Desparion „Das hier ist schließlich kein Hotel, wo jeder kommen und gehen kann, wann er will.“ „Das hab ich auch nicht behauptet.“ sagte Arasi „Aber ohne meine Tochter will ich hier nicht bleiben. Deshalb hab ich sie mitgebracht. Und bevor du dich mal wieder aufregst, sie ist eine gute Kämpferin.“ „Na, da bin ich mal gespannt.“ sagte Desparion. „Du hast eine Tochter?“ fragte Kotor „Das wusste noch nicht einmal ich.“ „Sie ist auch gerade mal 300 Jahre alt.“ sagte Arasi „Also noch ein Teenager. Du kannst sie gar nicht kennen.“
Hellwood, Stadtpark:
„So, nun kennst du alles von Hellwood, was interessant ist.“ sagte Dawn zu Joelle „Jetzt erzähl doch mal was über dich. Wir wissen ja so gut wie gar nichts.“ „Also, meine Heimatstadt ist Vendia, weit östlich von Sivaris.“ fing Joelle an „Meine Schwester und ich wurden schon recht früh in der Kampfkunst ausgebildet. Da meine Schwester ein paar Jahre älter ist als ich, trainierte sie mich später. An meinem 13. Geburtstag bekam ich mein erstes scharfes Schwert. Die damaligen Krieger des Lichts waren von meinen Kampfkünsten beeindruckt. Sie beschlossen, mich auf ihren Reisen mitzunehmen und mich weiterhin auszubilden. Nur ein paar Tage später erreichten wir den Phönixtempel. Der Phönix erkannte mein Potential und gab mir das Phönixzepter. Seitdem bin ich als Phönixkriegerin bekannt.“ „Du hast ja echt schon einiges erlebt.“ sagte Brad. „Tja, ich kann nicht gerade behaupten, dass mein kurzes Leben langweilig war.“ sagte Joelle. Da piepte Brads Verwandler. Er aktivierte ihn und sagte: „Wir hören dich, Cora.“ „Arasi ist in Sivaris aufgetaucht.“ sagte Cora. „Wir sind sofort da.“ sagte Brad. „Ethereal Power!!!“ „Phönix Power!!!“
Sivaris, Innenstadt:
In Sivaris angekommen stellten sich die Rangers Arasi entgegen. „Da seid ihr ja endlich.“ sagte Arasi „Ich habe eine kleine Überraschung für euch.“ „Da freue ich mich ja richtig drauf.“ sagte Brad. „Ich werde euch heute meine Tochter vorstellen.“ sagte Arasi. „Sie hat eine Tochter?“ fragte Brad „Joelle, wusstest du das?“ „Nein, ich bin genauso überrascht wie ihr.“ sagte Joelle. „Das ist ja super.“ sagte Brad „Noch so ein hässlicher Dämon.“ Da erschien Arasis Tochter. Doch statt wie ein hässlicher Dämon sah sie aus wie ein normales 18-jähriges Teenager Mädchen. Sie hatte lange blonde Haare und war sogar sehr hübsch. Nur ihre fledermausartigen Flügel unterschied sie von einem Menschen. „Das soll Arasis Tochter sein?“ fragte Bruce verblüfft „Die ist ja hübsch.“ „So ist es.“ sagte Arasi „Das ist meine Tochter Raika.“ Ohne Vorwarnung schossen Arasi und Raika Feuerbälle aus ihren Händen, welche die Rangers voll trafen. „Das geht zu weit.“ sagte Joelle „Phönixzepter!“ Das Phönixzepter erschien und Joelle feuerte damit auf die beiden Dämonen. Doch es schien ihnen nichts auszumachen. Arasi und Raika schossen erneut Feuerbälle auf die Rangers. Sie gingen zu Boden und verwandelten sich zurück. „Joelle, wie oft muss ich es dir noch beweisen?“ fragte Arasi „Du kannst mich nicht besiegen.“ „Darf ich die Rangers erledigen?“ fragte Raika. „Sie gehören dir.“ sagte Arasi. Raika lies ein Schwert erscheinen und ging auf die Rangers zu. „Werden wir jetzt sterben?“ fragte Sandy. Es sah so aus, als wollte sie gleich weinen. „Das werdet ihr.“ sagte Raika „Aber ich werde es kurz machen.“ „Verdammt!“ fluchte Bruce und drehte sich um. Dabei sah er Raika direkt in die Augen. Raika hielt inne. „Was ist jetzt?“ fragte Arasi „Jetzt erledige sie.“ Raika lies das Schwert sinken. „Ich kann nicht.“ sagte sie „Es tut mir leid, aber ich kann es nicht.“ Raika erhob ihre Flügel und flog weg. „Bleib sofort hier!“ rief Arasi „Ich verlange eine Erklärung.“ Arasi versuchte, ihr hinterher zu fliegen. „Nanu?!?“ sagte Brad „Aus denen soll mal einer schlau werden.“
Kurze Zeit später hatte Arasi ihre Tochter eingeholt. „Was sollte das gerade?“ fragte Arasi „Warum hast du sie verschont?“ „Das war doch ein Teil meines Plans.“ sagte Raika „Die Rangers sollen glauben, ich bin in Wirklichkeit gar nicht so böse.“ „Die Idee ist wirklich gut.“ sagte Arasi „Und wenn du erst mal ihr Vertrauen erschlichen hast, kannst du sie von innen heraus erledigen.“ „Genau das hatte ich vor.“ sagte Raika. „Das ist meine Tochter.“ sagte Arasi „Ich bin stolz auf dich.“ Arasi erhob sich und flog weg. Raika blickte ihr noch einige Zeit hinterher. Dann sagte sie zu sich selbst: „Es tut mir leid, Mutter. Ich bin tatsächlich gar nicht so böse. Ich kann nicht länger für dich kämpfen.“
Klippen von Sivaris:
Bruce saß auf einem Felsen und dachte über den letzten Kampf nach. Die anderen Rangers befanden sich währenddessen im Kriegerturm und ruhten sich aus. Bruce blickte auf das Meer hinaus. Da fragte jemand: „Macht es dir was aus, wenn ich mich neben dich setze?“ Bruce drehte sich um und erblickte Raika. Sofort stand er auf und ging in Kampfposition. „Nein, ich will nicht kämpfen.“ sagte Raika „Ich will dir etwas sagen.“ „Ach ja?“ sagte Bruce in einem provokanten Ton „Was willst du?“ „Ich habe mich in dich verliebt.“ sagte Raika. Von dieser Aussage erstaunt setzte Bruce sich erst einmal hin. Dann sagte er: „So, so. Ein Dämon, der Liebe empfinden kann. Was es nicht alles gibt. Ein Dämon mit Gefühle.“ „Dämonen haben Gefühle.“ sagte Raika „Bei den meisten sind es allerdings negative Gefühle. Als ich heute in deine Augen gesehen hab, hab ich mich sofort in dich verliebt. Ich will mit dir zusammen sein.“ „Daraus wird wohl nichts.“ sagte Bruce „Du bist zwar wunderschön, aber ich könnte nie mit dir zusammen sein. Ich würde meine Freunde niemals verraten.“ „Du verstehst das Falsch.“ sagte Raika „Ich will dich nicht auf die Seite des Bösen ziehen. Ich habe es satt, immer nur böse zu sein. Ich war nur meiner Mutter zuliebe böse. Eigentlich habe ich mich nie wohl gefühlt, als ich böses vollbracht habe. Ich würde viel lieber für das Gute kämpfen.“ „Du hättest uns heute tatsächlich töten können.“ sagte Bruce „Aber du hast es nicht getan.“ Bruce schloss die Augen und konzentrierte sich. In seinen Gedanken sprach er mit den Geistern der ehemaligen Krieger des Lichts und lieh sich ihre Macht. Dadurch erkannte Bruce Raikas wahre Gefühle und wusste nun, dass sie es tatsächlich ernst meinte. Er öffnete die Augen wieder. „Du sagst tatsächlich die Wahrheit.“ sagte Bruce „Dann komm mit zum Kriegerturm. Aber bedenke, dass du dann nicht mehr zurück kannst. Deine Mutter wird dich dann als Feind sehen.“ „Das ist mir klar.“ sagte Raika „Aber ich will nicht länger für sie kämpfen.“ Bruce stand auf. „Warte, da wäre noch was.“ sagte Raika „Jetzt, wo du weißt, dass ich die Wahrheit sage, könntest du es dir nun vorstellen, mit mir eine Beziehung einzugehen?“ „Als ich erfahren habe, dass du die Wahrheit sagst, war ich richtig erleichtert.“ sagte Bruce „Denn ich kann nicht verleugnen, dass ich auch was für dich empfinde. Ja, ich möchte dich als meine Freundin haben.“ Raika umarmte Bruce. Dann küsste sie ihn auf den Mund. Bruce erwiderte den Kuss.
Kriegerturm, Lager der Rangers:
Bruce betrat das Lager und sagte: „Jetzt müssen wir alle ein bisschen näher zusammenrücken. Meine Freundin zieht auch hier ein.“ „Seit wann hast du eine Freundin?“ fragte Matt. „Seit heute.“ antwortete Bruce. Da betrat Raika das Lager. „Was macht die denn hier?“ fragte Sandy entsetzt. „Sie ist deine Freundin?“ fragte Dawn „Bruce, was ist in dich gefahren? Bist du jetzt auf ihrer Seite?“ Bruce erzählte den anderen Rangers die Geschichte. „Na, wenn du schon mit der Macht der ehemaligen Krieger des Lichts überprüft hast, dass sie es ernst meint, gibt es kein Grund zum Zweifeln.“ sagte Brad „Wir begrüßen dich gerne bei uns im Team.“ „Danke.“ sagte Raika „Auf so einen Moment hab ich lange gewartet. Endlich hab ich richtige Freunde.“ „Und ich hab endlich eine Freundin gefunden.“ sagte Bruce und küsste Raika.
ENDE