Planet Stefania, Reaktorgebäude:
Die Rangers hatten eine Mission. Sie mussten den Reaktor sprengen, um das Kraftfeld zu deaktivieren, was die Forschungsstation schützt. Diese wurde von den Argus Rebellen eingenommen. Nach einer kurzen Besprechung konnten die Rangers das Reaktorgebäude bereits sehen. Mirana holte ein Fernglas aus ihrem Rucksack. Sie sah damit zum Gebäude. Anschließend packte sie das Fernglas wieder weg. „Zwei Battlebots bewachen den Haupteingang.“ sagte Mirana „Wir sollten erst einmal keinen Alarm auslösen. Hinten am Gebäude ist ein Lüftungsgitter. Wir werden dort einsteigen.“ Unbemerkt gingen die Rangers zur Rückseite des Gebäudes. Das Lüftungsgitter befand sich mehrere Meter hoch. Ohne Hilfsmittel war es nicht zu erreichen. Mirana holte aus ihrem Rucksack einen Fanghakenwerfer. „Ich hab so ein Ding noch nie benutzt.“ sagte Mirana „Na gut, es gibt für alles ein erstes Mal.“ „Aber es soll auch alles glatt gehen.“ sagte Nancy „Darf ich?“ Sie nahm Mirana den Fanghakenwerfer ab. „Mit so einem Gerät kenne ich mich aus.“ sagte Nancy „Sag mir nur, wohin ich zielen soll.“ „Siehst du diese Stange etwas weiter über dem Gitter?“ fragte Mirana „Da sollte der Haken landen.“ Nancy feuerte den Haken ab. Dieser hakte sich wie geplant an der Stange fest, sodass nun ein Seil bis zum Gitter hinauf führte. Mirana kletterte das Seil hoch und entfernte das Gitter. Danach folgten die anderen Rangers ihr und zwängten sich in den Lüftungsschacht. „Ist ja ziemlich eng hier.“ sagte Shawn „Wo müssen wir jetzt hin?“ „Dieser Lüftungsschacht führt zur Schaltzentrale.“ sagte Mirana „Dort können wir die Überwachungssysteme abschalten. So mindern wir die Gefahr, entdeckt zu werden.“ Als die Rangers den ganzen Weg durch den Lüftungsschacht gekrochen waren, befanden sie sich vor einem Gitter, welches zur Schaltzentrale führte. Mirana entfernte das Gitter und die Rangers betraten die Schaltzentrale. „Keiner hier.“ sagte Mirana „Das macht die Sache einfacher.“ Sie ging zum Überwachungssystem und schaltete es ab. „Das kommt mir verdächtig vor.“ sagte Anya „Für meinen Geschmack läuft das alles zu glatt.“ „Durch meinen Aufenthalt bei Argus weiß ich, dass man ihn niemals unterschätzen darf.“ sagte Mirana „Ich weiß auch nicht, wieso es so glatt läuft. An Schlamperei kann es nicht liegen. Argus ist normalerweise sehr gründlich.“ „Tja, diesmal wohl nicht.“ sagte Shawn. „Weiter geht’s.“ sagte Mirana „Wir müssen zum Reaktorkern im Keller.“ „Wieso kennst du dich hier eigentlich so gut aus?“ fragte Michelle. „Unser Rangerteam war sehr oft hier gewesen.“ sagte Mirana „Adomeit hatte immer versucht, den Reaktor zu zerstören. Wir Rangers mussten ihn oft verteidigen. Daher kenne ich mich so gut hier drin aus.“ Mirana öffnete die Tür, die aus dem Raum raus führte, und sah sich um. „Niemand da.“ sagte sie „Los, das Treppenhaus ist gleich in der Nähe.“ Die Rangers folgten Mirana zum Treppenhaus. Dort machten sie sich sofort auf den Weg nach unten zum Keller. Auch auf diesem Weg geschah nichts besonderes. „Das macht mich doch schon etwas stutzig.“ sagte Mirana „Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass hier alles schwer bewacht ist.“ „Also doch Schlamperei von Argus.“ sagte Shawn „Sei doch froh. Dann haben wir es leichter.“ Mirana öffnete die Tür zum Reaktorkern. Auch dort war niemand. „Michelle, du hast recht.“ sagte Mirana „Das geht viel zu leicht. Wir müssen auf alles gefasst sein.“ Mirana platzierte die Bombe am Reaktorkern und machte sie scharf. Der Timer fing an, von 10 Minuten runter zu zählen. „Schnell raus hier.“ sagte Mirana „Haltet die Laserpistolen bereit. Wir werden den schnellsten Weg nehmen.“ Die Rangers rannten wieder nach oben. Dort kamen von allen Seiten Battlebots mit Laserpistolen an. „Jetzt sind auf einmal die Battlebots des ganzen Gebäudes aktiv.“ sagte Shawn. „Ich hab’s geahnt.“ sagte Michelle „Irgendwas musste ja passieren.“ Die Rangers schossen die Battlebots nieder und gingen weiter. Als sie um die Ecke bogen, sahen sie weitere Battlebots auf sich zukommen. Auch diese waren für die Rangers kein Problem. Plötzlich kam von hinten eine riesige Menge. Die Rangers drehten sich um und eröffneten das Feuer. Auch die Battlebots feuerten. Da wurde Mirana von zwei Laserstrahlen getroffen und ging zu Boden. „Los, verschwindet.“ rief Mirana. „Aber nicht ohne dich.“ sagte Henrike „Du musst hier raus. Der Reaktor geht gleich hoch. Und ich wäre die letzte, die dich zurücklassen würde.“ „Ich schaff das hier schon.“ sagte Mirana „Ihr müsst fliehen. Und zwar sofort.“ „In Ordnung.“ sagte Henrike „Wenn du sagst, du schaffst das, dann vertraue ich dir.“ Die Rangers rannten weiter in Richtung Haupteingang. Auf dem Weg dorthin geschah nichts besonderes. Kein einziger Battlebot kreuzte den Weg der Rangers. Sie verließen schließlich den Reaktor. In sicherer Entfernung drehten sie sich um, um zu sehen, ob Mirana raus kam. Da explodierte der Reaktor. „Wo ist Mirana?“ fragte Faye „Hat sie es nicht mehr geschafft?“ „Verdammt!“ fluchte Henrike und sank auf die Knie „Ich hätte sie nicht dort zurücklassen dürfen. Meinetwegen ist sie jetzt tot.“ „Es ist nicht deine Schuld.“ sagte Shawn „Wir alle sind dafür irgendwie mitverantwortlich. Aber was nützen uns jetzt noch Selbstvorwürfe? Wir können nichts mehr an Miranas Tod ändern. Aber wir können die Argus Rebellen noch besiegen. Für Mirana“ „Du hast recht.“ sagte Henrike „Lasst uns zur Forschungsanlage gehen und diese Mission beenden.“
An Bord der Nebula X-3:
„Zu Schade.“ sagte Argus „Ich habe eigentlich gehofft, alle Rangers würden mit dem Reaktor vernichtet werden.“ „Aber zumindest ist Mirana aus dem Weg.“ sagte Valhalla „Das hat sie nun von ihrem Verrat.“ „Sie hätte bei uns bleiben sollen.“ sagte Argus „Dann wäre sie jetzt noch am Leben. Aber auf Verrat steht nun mal der Tod.“ „Sie hat ihr verdientes Ende gefunden.“ sagte Valhalla „Eigentlich ist sie zu gnädig gestorben. Ich hätte sie zu gerne langsam und qualvoll umgebracht.“ „Das kannst du immer noch mit dem roten Ranger und seiner Freundin machen.“ sagte Argus „Ich weiß ja, dass dir was daran liegt, die beiden persönlich zu erledigen.“
Planet Stefania, Exetor:
Die Rangers überprüften im Schiff ihre Ausrüstung. Nun kam der schwierige Teil der Mission. „Die Ausrüstung ist in Ordnung.“ sagte Henrike „Wir haben alles nötige dabei.“ Sie breitete eine Karte aus. „Das ist die Karte der Forschungsstation.“ sagte Henrike „Es gibt einen Geheimgang, der für Notfälle angelegt wurde. Durch diesen Gang können wir unbemerkt in die Station gelangen.“ „Dann mal los.“ sagte Shawn „Wir müssen die Station zurückerobern. Sonst wäre Mirana völlig umsonst gestorben.“ Die Rangers verließen das Schiff und machten sich auf den Weg.
Henrike legte den besagten Geheimgang frei. Keiner der Battlebots hatte diesen Gang entdeckt, weshalb die Rangers unbemerkt voran schreiten konnten. Sie kamen sicher in den Toilettenräumen der Forschungsanlage aus. „Der geheime Eingang führt direkt zum Klo.“ sagte Shawn „Wer hat sich das bloß ausgedacht?“ „Ich war nicht dabei, als die Station gebaut wurde.“ sagte Henrike „Ich kann es dir nicht sagen.“ Michelle ging zur Tür und öffnete diese. Sie stand in einem dunklen Gang, wo zwei Battlebots patrouillierten. In einem unbeobachteten Moment sprang Michelle hoch und hielt sich mit einem Spagat an den Wänden fest. Als die zwei Battlebots direkt unter ihr waren, ließ sie sich auf die Battlebots fallen und schaltete sie so aus. „Das war cool.“ sagte Shawn „Woher kennst du solche Tricks?“ „Splinter Cell.“ antwortete Michelle „Das Spiel hab ich bis zur Perfektion gespielt.“ „Da soll noch einmal jemand sagen, in Computerspielen lernt man nichts.“ sagte Shawn. Die Rangers gingen weiter und kamen zu einem Wegweiser. „Also, wo soll diese besagte Marsrüstung sein?“ fragte Shawn „Die könnte uns helfen, die Station zurück zu erobern.“ „Die müsste im Labor sein.“ sagte Henrike „Das ist im dritten Stock.“ Die Rangers gingen zum Treppenhaus und gingen hoch in den dritten Stock. Doch die Tür zum dritten Stock war abgeschlossen. „Das ist mal wieder so typisch.“ sagte Michelle „Aber lasst mich nur machen.“ Sie holte aus ihrer Tasche einen Dietrich hervor und knackte das Schloss. „Auch Splinter Cell?“ fragte Shawn. „Natürlich.“ antwortete Michelle. Unbemerkt öffnete sie die Tür. Die Rangers tasteten sich vorsichtig durch die Gänge. „Wir sind fast da.“ sagte Henrike „Der Eingang zum Labor ist direkt um die Ecke.“ Doch als die Rangers um die Ecke bogen, wurden sie bereits von Battlebots erwartet. Die Rangers zogen ihre Laserpistolen und eröffneten das Feuer. Auch die Battlebots feuerten. „Vergesst die Laserpistolen.“ sagte Henrike „Das erledigen wir auf Ranger Art.“ „Power Transformation!!!“ „X Ranger Transformation!!!“ „Cosmo Transformation!!!“ Doch es kamen immer neue Battlebots hinzu. Die Rangers konnten sie kaum dezimieren. Es schien, als hätten sich alle Battlebots der Forschungsanlage vor dem Labor versammelt. Da wurden die Battlebots plötzlich von Laserstrahlen getroffen. „Wer war das?“ fragte Michelle. Da tauchte plötzlich Mirana auf. „Mirana!“ rief Henrike „Du lebst!“ „So schnell sterbe ich nicht.“ sagte Mirana „Wir müssen schnell ins Labor und die Tür von innen schließen.“ Sofort gingen die Rangers in das Labor und verschlossen die Tür. „Die dürften erst einmal nicht hier reinkommen.“ sagte Mirana „So, wo war sie denn jetzt?“ Mirana drückte auf ein paar Knöpfen. Da fuhr aus einer Teströhre eine Rüstung hoch. „Da ist sie ja.“ sagte Mirana „Die Marsrüstung.“ „Cooles Teil.“ sagte Shawn. Er legte die Marsrüstung an. Ein Schwert und ein Schild gehörten ebenfalls zu dieser Rüstung. „Die Battlebots da draußen sind doch gut als Testobjekte geeignet.“ sagte Shawn „Dann werde ich denen mal einheizen. Feuerschwert!“ Das Schwert wurde in einer flammenden Aura gehüllt. Mit dem Feuerschwert schoss Shawn Flammen auf die Tür, so dass diese aufgesprengt wurde. Einige der Battlebots wurden von der Explosion zerstört. Shawn stürmte anschließend nach draußen. Die Battlebots feuerten auf ihn. „Das könnt ihr vergessen.“ sagte Shawn. Mit seinem Schild hielt er die Schüsse ab. Er rannte mit dem Schild voran immer weiter auf die Battlebots zu. Als er in deren Nähe war, holte er mit dem Feuerschwert aus und ließ eine Flammenwelle auf die Battlebots niedergehen. Sie wurden dadurch alle vernichtet. Shawn verwandelte sich zurück. „Perfekt.“ sagte Henrike „Die Rüstung funktioniert.“ „Sogar sehr gut.“ sagte Shawn „Jetzt haben wir gute Chancen gegen die Argus Bande.“ „Auf jeden Fall.“ sagte Mirana. „Du hast mir solche Angst gemacht, Mirana.“ sagte Henrike „Wie hast du nur diese Explosion überlebt?“ „In dem Reaktorgebäude gab es jede Menge Fluchtwege für den Fall einer Reaktorüberhitzung.“ sagte Mirana „Ich habe mir einen dieser Wege zu Nutze gemacht.“ Henrike umarmte Mirana. „Ich hätte wissen müssen, dass du nichts unüberlegtes tust.“ sagte Henrike „Aber ich dachte wirklich, ich hätte dich für immer verloren.“ „Argus muss mit was anderem kommen, wenn er mich umbringen will.“ sagte Mirana „Und mit der Marsrüstung haben sich unsere Chancen auf den Sieg um einiges erhöht.“
ENDE