Mitten in der Nacht gab es einen Angriff. Einige Cyber Drohnen machten die Straßen unsicher. Die Rangers hatten sich verwandelt und bekämpften die Bedrohung. „Lasst mich nur machen.“ sagte Anais „Mit denen werde ich locker fertig.“ „Anais, warte!“ rief Chris. Doch sie stürmte schon auf die Gegner los. Mit mehreren Schlägen und Tritten brachte sie die Cyber Drohnen zu Fall. Anschließend rief sie ihren Bogen und zerschoss die letzten Cyber Drohen. Die Rangers verwandelten sich zurück. „Was sollte das denn?“ fragte Chris. „Ist was?“ fragte Anais.
Ranger WG, nächster Morgen:
Nancy und Anais hatten ebenfalls in der WG übernachtet. Trotz ihrer eigenen Wohnung hielten sie sich noch relativ häufig bei den Jungs auf. Chris unterhielt sich an diesem Morgen mit Anais und Nancy. Chris sagte zu Anais: „Du bist zwar eine gute Kämpferin, aber wir sind immer noch ein Team. Solch eine Einzelaktion wie letzte Nacht möchte ich nie wieder von dir sehen. Du hast zwar alle Cyber Drohnen erledigt, aber es hätte auch anders ausgehen können. Wir haben schon Danielle verloren. Ich will jetzt nicht auch noch dich verlieren.“ „Ich verstehe.“ sagte Anais „Aber Danielle hatte keine andere Wahl. Sie hat uns alle gerettet.“ „Hast du damit jetzt indirekt zugegeben, dass ich recht habe?“ fragte Chris. „Ach, verdammt.“ sagte Anais „Es ist einfach noch viel zu früh am Morgen.“ „Sei nicht so hart zu ihr.“ sagte Nancy „Ich bin sicher, Anais hätte es nicht getan, wenn sie sich damit in Gefahr begeben hätte.“ „Klar, du hältst mal wieder zu deiner Freundin.“ sagte Chris. Da piepte sein Verwandler. „Der Tag fängt ja gut an.“ sagte er genervt. Er aktivierte den Verwandler. Wes sagte zu ihm: „Seht mal schnell in der Innenstadt nach.“ „Wird sofort gemacht.“ sagte Chris und deaktivierte seinen Verwandler. Die Rangers versammelten sich alle im Wohnzimmer. „Vera ist schon weg?“ fragte Chris. „Soweit ich weiß, wollte sie sofort nach dem Aufstehen losfahren, und Gogan wegbringen.“ sagte Anais „Und Downside Lane ist ja nicht mal eben um die Ecke.“ „Na, egal.“ sagte Chris „Das sollten wir auch ohne sie schaffen.“ „Time Warp!!!“ „Mystische Donner Power!!!“
Silver Hills, Innenstadt:
In der Innenstadt angekommen wurden die Rangers von einem Skorpionmonster empfangen. „Was ist das denn für einer?“ fragte Leon. „Ich bin der Skorpionkönig.“ sagte das Monster „Spürt meine Macht.“ „Haben die Bösen eigentlich immer nur die selbe Platte drauf?“ fragte Luke „Das nervt.“ Chris sagte: „Ich glaube, das ist ein Standardsatz, den jeder Böse beherrschen muss.“ Die Rangers rannten auf den Skorpionkönig los. Dieser stach mehrmals mit seinem Stachel zu. Die Rangers wichen dem Stachel aus. Doch da wurde Anais plötzlich von dem Stachel getroffen. Der Stachel durchdrang selbst ihren Ranger Anzug. Chris rief sein Schwert und setzte einen Schallwellenschlag an. Der Skorpionkönig wurde getroffen und ließ von Anais ab. Dann verschwand er. „Was sollte das denn?“ fragte Chris „Der geht ja schon. Alles in Ordnung mit dir, Anais?“ „Ja, ich bin Okay!“ antwortete sie „Das war ja mehr als nur lächerlich. Dieser kleine Piekser haut mich doch nicht um.“ Plötzlich brach Anais zusammen. Erschrocken fragte Nancy: „Was ist los mit dir?“ Doch Anais antwortete nicht. Sie war bewusstlos. „Soviel zu dem Thema, der Piekser haut sie nicht um.“ sagte Luke. „Ach, sei doch still.“ sagte Nancy „Irgendwas stimmt nicht mit ihr. Das siehst du doch.“ Die Rangers trugen Anais zur WG, wo Chris sie in sein Bett legte.
Vera kam in Downside Lane an. Sie stand vor Hannahs Haus. Marc hatte ihr die Adresse gegeben. „Wow, so ein riesiges Haus hat sie jetzt?“ fragte Vera „Das New Frontier Institut bezahlt seine Leute anscheinend gut.“ „Oh Mann, bin ich nervös.“ sagte Gogan „Ich sehe sie endlich wieder.“ „Also, ich bin ja mal auf Hannahs Gesicht gespannt.“ sagte Vera. Sie ging zur Haustür und klingelte. Hannah machte auf. „Vera?“ fragte Hannah „Na, das ist ja mal eine Überraschung.“ „Glaub mir, du wirst gleich noch mehr überrascht sein.“ sagte Vera. Da trat Gogan hervor. Hannah sah ihn erstaunt an. „Gogan?“ fragte sie „Das gibt’s doch nicht. Das ist zu schön, um wahr zu sein.“ Sie rannte auf Gogan los und umarmte ihn. „Ich freue mich, dich wieder zu sehen.“ sagte Gogan „Aber frag mich bloß nicht, wie ich hier hingekommen bin. Das weiß ich selber noch nicht.“ „Das ist doch egal.“ sagte Hannah „Hauptsache, du bist hier. Wie lange bleibst du diesmal?“ „Solange du möchtest.“ sagte Gogan „Ich müsste mich hier dann nur nach einer Wohnung umsehen.“ „Die hast du gefunden.“ sagte Hannah „Du kannst natürlich bei mir wohnen.“ Da piepte Veras Verwandler. Sie aktivierte den Verwandler. Es war Chris. Er erklärte ihr, was geschehen war. „Das klingt wirklich nicht gut.“ sagte Vera „Ich werde zusehen, dass ich so schnell wie möglich bei euch bin. Gegen den Skorpionkönig kann ich sicherlich einiges ausrichten.“ „Momentan macht mir Anais’ Zustand mehr Sorgen als der Skorpionkönig.“ sagte Chris „Wir haben Wes bescheid gesagt. Kayla und Kat kommen vorbei, um Anais zu untersuchen.“ „Ich bin auch gleich da.“ sagte Vera. Sie deaktivierte den Verwandler. Dann sagte sie zu Gogan und Hannah: „Ich muss los. Ein dringender Notfall. Euch beiden wünsche ich viel Glück für die Zukunft.“ „Danke.“ sagte Hannah „Komm uns ruhig öfter mal besuchen.“
Ranger WG:
Es klingelte an der Tür. Chris ging zur Tür und öffnete sie. Dort standen Kayla und Kat. „Ihr habt das Ärzteteam gerufen?“ fragte Kayla. „Ja, seht euch Anais an.“ sagte Chris und führte die beiden in sein Zimmer. Kayla nahm eine Blutprobe von Anais, die Kat in einem Apparat analysieren lies. Nach kurzer Zeit war die Analyse abgeschlossen. „Genau das hab ich befürchtet.“ sagte Kat „Sie wurde vergiftet. Es ist ein uns unbekanntes Gift.“ „Könnt ihr sie retten?“ fragte Chris. „Das wissen wir nicht.“ sagte Kat „Das Gift ist nicht in unserer Datenbank gespeichert. Und ein Gegenmittel herzustellen, würde eine Ewigkeit dauern. Bis dahin ist es vielleicht zu spät.“ „Oh nein, bitte nicht.“ sagte Nancy „Anais darf nicht sterben. Irgendwie müssen wir sie doch retten können.“ „Ich hätte da noch eine Idee.“ sagte Kayla „Vielleicht existieren einige Aufzeichnungen in meiner privaten Büchersammlung. Ich hab einige Bücher über Monster. Ob es sich allerdings um reale Monster oder Fantasiewesen handelt, kann ich nicht sagen. Aber wir sollten es versuchen.“ „Im Jahr 4000 gibt es noch Bücher?“ fragte Leon. „Ist doch egal.“ sagte Chris „Auf geht’s.“ Er machte sich zum Aufbruch bereit. „Bleib du bitte bei Anais.“ sagte Nancy „Irgendjemand muss auf sie aufpassen. Wir sehen in Kaylas Büchersammlung nach. Und bei der Gelegenheit kann sie gleich mal die Bücher aus meinem Arbeitszimmer räumen.“ „Sorry, dass die noch da liegen.“ sagte Kayla „Aber ich hatte keine Zeit, alles einzuräumen.“ „Und das, obwohl du schon einige Monate bei uns wohnst.“ sagte Nancy. Sowohl die anderen Rangers, als auch Kayla und Kat, gingen los. Chris blieb bei Anais. „Mach dir keine Sorgen.“ sagte Chris „Dir wird es bald wieder besser gehen.“ Anais kam wieder zu sich und fragte, was geschehen war. Chris erzählte ihr die Geschichte. „Tja, das ist wohl dumm gelaufen.“ sagte Anais „Ich hätte nicht gedacht, dass der in seinem Alter noch so gut stechen kann.“ „Wie konnte das passieren?“ fragte Chris. Anais antwortete: „Nachdem, was du heute Morgen gesagt hattest wollte ich beim Kampf nicht mehr auf Risiko gehen. Aber ich war zu zögerlich und habe wohl meine Deckung vernachlässigt.“ „Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ sagte Chris „Ich wusste nicht, dass meine kleine Ansprache solche Auswirkungen hat. Aber ich würde es mir nie verzeihen, wenn du dadurch stirbst.“ „Ich habe schon viel härteres durch gestanden.“ sagte Anais „Dagegen sind das hier Peanuts.“ „Hoffentlich hast du recht.“ sagte Chris.
Nancys Wohnung:
Die übrigen Rangers und Kayla und Kat durchsuchten Kaylas Bücher „Ich fasse es nicht.“ sagte Leon „Allerhand Bücher mit vergilbten Seiten. Hätte nicht gedacht, dass es das noch im Jahr 4000 gibt.“ „Jetzt heißt es, dutzende von Büchern durchblättern.“ sagte Luke „So verbringe ich meine Freizeit doch gerne.“ „Wenn du nichts zu Anais’ Rettung sagen kannst, dann sag besser gar nichts.“ sagte Nancy „Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, um sie zu retten.“ „Ist ja schon gut.“ sagte Luke „Nichts darf man hier sagen.“ „Nicht, wenn es gegen meine Freundin geht.“ antwortete Nancy. „Ich hab es!“ rief Steve plötzlich „Hier in dem Buch steht was über den Skorpionkönig.“ „Welches Buch ist es?“ fragte Kayla. „Es heißt Wesen der Unterwelt.“ sagte Steve „Also solche Wesen, wie auch Shaia sie beschwört. Hier steht, dass die Wirkung des Giftes dann vergeht, wenn der Skorpionkönig vernichtet wird.“ „Also der Standardplan.“ sagte Nancy „Dann mal los.“
Ranger WG:
Chris’ Verwandler piepte. Er aktivierte ihn. Es war Nancy, die sagte: „Es gibt eine Möglichkeit, Anais zu retten. Wenn wir den Skorpionkönig vernichten, verliert das Gift seine Wirkung.“ „Hätte ich mir denken können.“ sagte Chris „Sucht ihr den Skorpionkönig. Ich bleibe hier. Anais braucht mich.“ Dann beendete Chris die Übertragung. Anais sagte zu ihm: „Es gibt nichts, dass du für mich tun kannst, außer den Skorpionkönig zu töten. Ich bitte dich, geh zu den anderen und hilf ihnen.“ Daraufhin schloss Anais die Augen und bewegte sich nicht mehr. „Ich werde gehen.“ sagte Chris „Halte noch etwas durch.“
Die anderen Rangers gingen verwandelt durch den Stadtpark. „Dieser Skorpionkönig soll sich zeigen.“ sagte Leon „Uns bleibt nicht mehr viel Zeit.“ „Du weißt ja, wie das ist.“ sagte Luke „Jetzt, wo wir ihn suchen, dauert es eine Ewigkeit, bis er sich zeigt.“ Da tauchte der Skorpionkönig auf. „Endlich.“ sagte Steve „Das hat ja lange genug gedauert.“ Schließlich kam auch Chris verwandelt an. „Scheint so, als komme ich gerade richtig.“ sagte Chris „Machen wir dieses Vieh kalt.“ „Das bezweifle ich.“ sagte der Skorpionkönig „Ich werde euch ebenfalls vergiften.“ „Schmink es dir ab.“ sagte Chris. Dann wandte er sich den anderen zu und sagte: „Wir müssen uns beeilen. Anais geht es sehr schlecht. Am besten, wir bringen es sofort zu ende.“ „Das klingt gut.“ sagte Nancy „Setzen wir den Raketenwerfer ein. Der müsste genug Durchschlagskraft haben. Sofort riefen die Rangers den Raketenwerfer und feuerten auf den Skorpionkönig. Dieser ging zu Boden und explodierte. Doch er wurde durch den Orbit Laser vergrößert, weshalb die Rangers den Zord riefen. Mit dem Zord hatten sie kaum eine Chance. Immer wieder stach der Skorpionkönig mit seinem Stachel zu. Die Außenhülle des Zords zeigte erste Schäden. „Was sollen wir jetzt noch tun?“ fragte Nancy. „Euch mit uns verbinden.“ sagte da Vera über den Kommunikator. „Hey, du bist wieder da.“ sagte Chris. „Dachtet ihr, ich überlasse euch so einfach den Spaß?“ fragte Vera „Steve und ich stehen für den Schlachtenmodus bereit.“ „Na, dann mal los.“ sagte Chris „Schlachtenmodus!“ An dem Schlachtenmodus verzweifelte der Skorpionkönig. Sein Stachel konnte die Panzerung nicht durchdringen. Der Zord schlug mit beiden Schwertern zu und schlug dem Skorpionkönig den Schwanz ab. „Tja, so geht das.“ sagte Chris „Ohne Schwanz kann man auch nicht stechen.“ „Und damit bist du am Ende.“ sagte Nancy „Power Flug!“ Mit dem Power Flug wurde der Skorpionkönig vernichtet. „Es ist geschafft.“ sagte Chris „Hoffentlich konnten wir Anais noch retten.“
Ranger WG:
Als die Rangers die Wohnung betraten, kam Anais ihnen schon entgegen. Nancy rannte zu ihr und umarmte sie. „Du bist wieder gesund.“ sagte Nancy „Ich bin ja so froh.“ „Ja, dank euch.“ sagte Anais. „Ich hätte es mir nie verziehen, wenn du gestorben wärst.“ sagte Chris „Also vergiss meine Standpauke von heute morgen und kämpfe so, wie du immer kämpfst. Dann passiert so etwas auch nicht.“ „Mach ich.“ sagte Anais „Ich werde schnell wieder zu meiner alten Form finden. So ein kleiner Zwischenfall kann eine Anais Moore nicht aus der Fassung bringen.“
ENDE