Die Rangers hatten sich in Billys Labor versammelt. �Okay, mal sehen.� sagte Drake �Kompass, Karte, Getr�nke. Alles da. Und bei euch, M�dels?� �Bei uns auch.� sagte Hannah �So, mal sehen, wer von uns sich nun besser im Wald zurecht findet.� Dank Marcs gro�er Klappe stand nun ein kleiner Wettbewerb an. Marc hatte im Jugendzentrum gro� get�nt, dass M�dchen keinen Orientierungssinn haben. Um dies unter Beweis zu stellen, schlug Kat einen Orientierungslauf im nahe gelegenen Wald vor. Die Gruppe der Jungs und die Gruppe der M�dchen betreten den Wald an unterschiedlichen Stellen und m�ssen bestimmte Punkte abgehen, und anschlie�end zu einer H�tte im Wald, das von Kat ausgesuchte Ziel, zu gelangen. Nur mit einem Kompass und einer Karte sollen sie ihren Weg finden. �Gut, dann k�nnen wir ja aufbrechen.� sagte Kat. Die Jungs stiegen in Billys Auto und die M�dchen stiegen in Kats Auto. Sie fuhren mitten in den Wald. Dort stiegen sie aus. Die letzte Besprechung vor dem Aufbruch begann.
�Okay, jetzt h�rt mir mal zu.� sagte Kat �Der Startpunkt der Jungs ist von hier aus ein Kilometer nach Westen bis zum Fluss; der Startpunkt der M�dchen ist von hier aus ein Kilometer nach Osten am gro�en Felsen. Billy und ich warten an der H�tte auf euch. Das erste Team, das ankommt, gewinnt.� �Kinderspiel.� dachte Marc �Ein bisschen Ranger Power als Orientierungshilfe, und die M�dchen sind geschlagen.� �Der Einsatz von Power ist nat�rlich verboten.� sagte Kat �Au�er, wenn ihr angegriffen werdet. Und glaubt ja nicht, wir merken nicht, dass ihr die Power benutzt. Okay, dann mal los.� Daraufhin marschierten die Teams in ihre Richtungen. Kyle breitete die Karte aus. �Oh Mann, ich erkenne hier ja gar nichts drauf.� sagte er �Wo m�ssen wir hin?� �Du h�ltst die Karte verkehrt rum.� sagte Marc �Also, wir m�ssen erst einmal einfach nur nach Westen bis zum Fluss. Los geht�s.�
Hannah sah auf die Karte. �Helft mir mal.� sagte Hannah �Wo m�ssen wir lang?� �Laut Kompass nach... Hey, was ist mit dem Kompass los?� fragte Julie. Die Nadel �nderte alle paar Mal ihre Richtung. �Oh, k�nnte das an meinem magnetischen Gl�cksbringer liegen?� fragte Dora. Julie verdrehte die Augen. �Willst du unbedingt, dass wir verlieren?� fragte sie �Also, steck deinen Gl�cksbringer in die Tasche.� �Ist ja schon gut.� sagte Dora �Aber du bist schuld, wenn mein Gl�cksbringer nicht mehr wirkt, und wir deshalb verlieren.� �Dir ist wohl nicht klar, dass dein bl�der Gl�cksbringer den Kompass durcheinander gebracht hat.� sagte Hannah. �Okay, ich stecke ihn weg.� sagte Dora. Sie steckte den Gl�cksbringer in ihre Tasche. �Na also.� sagte Julie �Jetzt funktioniert auch der Kompass wieder.� �Ich bin nun mal etwas abergl�ubisch.� sagte Dora �Was, wenn der Gl�cksbringer jetzt wirklich nicht funktioniert?� �Dein Gl�cksbringer hat aber nicht so funktioniert, wie er sollte.� sagte Julie �Wir wollen deswegen nicht verlieren.� Etwas sp�ter kamen die M�dchen an dem gro�en Felsen an. �Okay, weiter nach Norden.� sagte Hannah.
Nach einem langen Marsch kamen die Jungs an dem besagten Fluss an. �Der ist ja viel breiter als auf der Karte.� sagte Kyle. �Ach wirklich?� fragte Marc �Wundert mich bei einem Ma�stab von 1:1000 nicht wirklich.� �Gut, die Breite des Flusses w�re gekl�rt.� sagte Drake �Wie kommen wir r�ber?� �Hab ich gleich.� sagte Kyle �Ich hab mit meinem kleinen Cousin oft Indianer gespielt. Wir haben schon viele Br�cken gebaut. Ich wei�, wie das geht.� Er nahm sich einige �ste und baute eine Br�cke damit. �Okay, ich bin gleich dr�ben.� sagte Kyle. Er betrat die �ste, die sogleich entzwei brachen. Kyle landete im Wasser, woraufhin Drake und Marc in Gel�chter ausbrachen. Schnell sprang Kyle aus dem Wasser. �Verdammt, die Karte!� fluchte er. Kyle holte die Karte hervor. Sie war total aufgeweicht und l�ste sich auf. �Super, ohne Karte sind wir aufgeschmissen.� sagte Drake. �Wir haben immer noch den Kompass.� sagte Kyle. �Ist ja toll.� sagte Marc �Dann wissen wir zwar, wo Norden ist, aber nicht, ob wir auch da hin m�ssen.�
Die M�dchen machten gute Fortschritte. Hannah hatte schon bald den �berblick auf der Karte gewonnen und f�hrte die Gruppe gut durch den Wald. �Jetzt nach Westen.� sagte Hannah �Dann kommen wir irgendwann zu einem Steinhaufen.� Die M�dchen gingen nach Westen und waren schon bald am Steinhaufen angelangt. �Coole Formation.� sagte Julie und fing an, auf den Steinen rumzuturnen. Da gerieten die Steine ins Wanken. Julie rutschte aus und st�rzte. �Oh Gott. Julie, hast du dir weh getan?� fragte Dora. �Nein, es geht schon.� sagte Julie �Aber ich bin auf den Kompass gefallen. Der ist jetzt nicht mehr zu gebrauchen.� �Reicht denn die Karte nicht aus?� fragte Hannah. �Nicht wirklich.� sagte Dora �Wir wissen zwar, was in welcher Richtung liegt, aber nicht, wie wir da hin kommen sollen.� �Lasst mich nur machen.� sagte Julie �Ich werde euch sicher durch den Wald f�hren.� �Warum musstest du auch nur auf diesen bl�den Steinen herumturnen?� fragte Dora �Ist denn ein bisschen Nachdenken zuviel verlangt?�
In Lexias geheimer H�hle:
Lexia sah sich das Treiben im Wald an. �Orientierungslauf, wie interessant.� sagte sie �Da m�chte ich mitmachen.� Kurz darauf tauchten Krogoll und Mistral in einer Abenteurer Kluft auf. Sie hatten Karte und Kompass bei sich. Lexia verdrehte die Augen. �Nein, das meinte ich nicht mit mitmachen.� sagte sie �Ich werde daf�r sorgen, dass die Rangers ewig in diesem Wald herumirren.�
Hilflos suchten die Jungs ihren Weg. Sie hatten sich v�llig verirrt. �Nichts zu machen.� sagte Drake �Ohne Karte kommen wir nicht weiter.� Da tauchten pl�tzlich �berall Valdris auf. �Entschuldigung, aber ihr habt nicht zuf�llig eine Karte?� fragte Kyle. Die Valdris zogen ihre Klingenwaffen und st�rmten auf die Jungs los. �Ein einfaches Nein h�tte auch gereicht.� sagte Kyle. Die Jungs gingen in Kampfstellung. �Los geht�s.� sagte Drake. Er machte zwei Schritte nach vorne und warf drei Valdris mit einem Drehkick um. Kyle lie� einen Valdris auf sich zukommen, machte anschlie�end einen Schritt zur Seite und streckte seine Faust aus. Wie geplant rannte der Valdris gegen seine Faust und ging zu Boden. Marc packte zwei Valdris an den K�pfen und stie� diese gegeneinander. Somit waren alle Valdris erledigt. �So, jetzt hab ich meinen Frust abreagiert.� sagte Drake �Dann kann die Suche ja weitergehen.� Die Jungs gingen weiter. Doch auch nach l�ngerer Zeit kamen sie immer noch nicht zum Erfolg. �Ich hab das Gef�hl, der Wald hat kein Ende.� sagte Marc �Wir irren hier schon seit Stunden umher.� Da h�rten die Jungs pl�tzlich eine Stimme, die sagte: �Hier waren wir gerade schon. Ach, wir finden hier nie raus.� �Das klang nach Hannah.� sagte Drake �Wir d�rften uns eigentlich nicht begegnen, wenn wir den richtigen Weg gegangen w�ren. Los, wir sehen nach.� Die Jungs folgten der Stimme und trafen die M�dchen schlie�lich. �Hab ich es doch gewusst.� sagte Drake �Das war doch Hannahs Stimme.� �Bin ich froh, dass ihr da seid.� sagte Hannah �Da hier einige meinten, leichtfertige Turn�bungen zu machen, ist unser Kompass kaputt. Wir finden hier nicht mehr raus.� Julie pfiff unschuldig vor sich hin. �Fast wie bei uns.� sagte Drake �Dank Kyles intelligenter Br�ckenkonstruktion ist uns die Karte ins Wasser gefallen und v�llig unbrauchbar.� �An sich war die Br�cke gut.� sagte Kyle. �Dann hat dein Gewicht nicht gestimmt.� sagte Marc. �Ihr habt den Kompass und wir die Karte.� sagte Hannah �Wenn wir uns zusammen tun, kommen wir hier raus.� �Also, lass mal sehen.� sagte Drake. Er warf einen Blick auf die Karte. �Wir sind vom Steinhaufen aus immer in eine Richtung gelaufen.� sagte Hannah �Also m�ssten wir, wenn wir nach dem Kompass gehen, hier sein.� �Genau, also m�ssen wir jetzt weiter nach Norden.� sagte Drake. Die Rangers gingen los. Es ging alles gut. Gemeinsam fanden sie den richtigen Weg und wichen auch nicht mehr ab. Doch am Ende gab es Probleme. �Hier m�sste doch das Zentrum sein.� sagte Hannah �Die H�tte, in der Ms Hillard und Billy auf uns warten wollten.� �Tja, aber stattdessen sind wir in einem v�llig unbekannten Waldst�ck.� sagte Marc �Von wegen, unbekannt.� sagte Julie �Seht mal, was da hinten steht.� Die Rangers sahen in die Richtung, die Julie uns zeigte. Dort stand der Steinhaufen. Dieser sah immer noch so aus, wie die M�dchen ihn verlassen hatten: V�llig verrutscht durch Julies Kletteraktion. �Das ist doch unm�glich.� sagte Dora �Wir haben uns genau an die Karte und den Kompass gehalten. Wir k�nnen gar nicht im Kreis gelaufen sein.� �Hier geht doch etwas vor.� sagte Marc �Das riecht geradezu nach Lexia.� �Ach herrje, immer diese Verd�chtigungen.� sagte da Lexia, die pl�tzlich aufgetaucht war �Kaum kommt ihr nicht zurecht, bin ich schuld.� �Weil es auch meistens so ist, Mistst�ck.� sagte Julie. �Na, wer wird denn gleich...� sagte Lexia �Diese Beleidigung will ich noch mal �berh�rt haben.� �Was willst du von uns?� fragte Dora. �Die Frage war wohl �berfl�ssig.� sagte Lexia �Ich will euch tot sehen. Und h�tet euch vor der Waldbestie.� Daraufhin verschwand sie lachend. �Waldbestie?� fragte Hannah �Ist die jetzt v�llig durchgeknallt?� �Sie war noch nie ganz normal.� sagte Dora �Na ja, lasst uns weiter gehen. Dann fangen wir halt noch mal vom Steinhaufen aus an.� Diesmal achteten die Rangers peinlichst genau darauf, streng nach Karte und Kompass zu gehen. Doch wieder kamen sie nicht an der H�tte an. Stattdessen waren sie an Kyles provisorischer Br�cke angelangt. Die zerbrochenen �ste hingen noch immer unver�ndert im Wasser. �Das ist doch nicht normal.� sagte Kyle �Was hat das alles zu bedeuten?� Pl�tzlich legte sich ein dunkler Nebelschleier �ber den Wald. �Das ist unheimlich.� sagte Dora �So langsam bekomme ich angst.� �Keine Sorge, ich besch�tze dich schon.� sagte Drake. Er legte seinen Arm um Dora. Diese lie� es auch zu. �Ich hoffe, das ist nur einfacher Nebel.� sagte Kyle. �Nebel der Marke Lexia.� sagte Drake �Ich glaube, wir sollten Ms. Hillard und Billy bescheid sagen.� Drake aktivierte seinen Kommunikator, doch nichts geschah. �Das hat gerade noch gefehlt.� sagte Drake �Ich kann sie nicht erreichen. Der Nebel blockiert die Frequenz.� Dora r�ckte noch enger an Drake. �Das ganze erinnert mich an Blair Witch Project.� sagte Dora �Oh Gott, wir werden in diesem Wald sterben.� Fast fing sie an zu weinen. �Beruhige dich.� sagte Drake �Wir werden hier schon raus finden.� �Aber sollten wir dennoch sterben, musst du eines vorher wissen.� sagte Dora �Ich...� Da hallte pl�tzlich ein lauter, monstr�ser Schrei durch die unheimliche Stille. Kurz danach huschte ein Schatten vor den Rangers vorbei. �Das ist die Waldbestie.� sagte Dora �Sie wird uns verschlingen.� �Seit wann lassen wir uns von so einer kleinen Bestie einsch�chtern?� fragte Marc �Wir ziehen ihr das Fell �ber die Ohren.� Der unheimliche Schatten kam zur�ck und sauste urpl�tzlich auf Dora zu. �Achtung, Dora!� rief Drake. Er stie� sie zur Seite. Dies hatte zur Folge, dass der Schatten an Dora vorbei sprang und hinter den Rangers landete. Der Schatten drehte sich um. Nun erkannten die Rangers eine wolfs�hnliche Gestalt mit riesigen Z�hnen. �Was ist das denn?� fragte Dora. �Die Waldbestie.� antwortete Julie. Ohne Vorwarnung griff die Waldbestie an. Mit wahnsinniger Geschwindigkeit st�rmte sie auf die Rangers los und schlug sie mit ihren Klauen. Die Rangers sackten kurz zusammen, konnten sich aber wieder aufrichten. �Das ist schon nicht mehr witzig.� sagte Drake �Elemental Strike, volle Power!!!� Die Rangers riefen ihre Waffen. Julie und Marc feuerten mit ihren Schusswaffen auf die Bestie, doch diese wich den Sch�ssen aus. �Dieses Vieh ist einfach zu schnell.� sagte Marc �Wir m�ssen etwas tun.� �Ich versuche mal was.� sagte Dora. Sie lud ihre Axt mit elementarer Power auf und schleuderte einen gewaltigen Wasserstrahl auf die Bestie. �So, mir reicht es.� sagte Julie �Es wird Zeit, dem Spuk ein Ende zu bereiten.� Marc befestigte seine Waffe an Julies Waffe, und bildete so den Zwielicht Flammenwerfer. �Einmal gegrillte Bestie, kommt sofort.� sagte Julie �Zwielicht Feuer!!!� Die Bestie wurde vom Feuer erfasst und vernichtet. Daraufhin verschwand auch der Nebel. �Lexias Zauber hat ein Ende.� sagte Hannah �Jetzt sollten wir auch aus diesem Wald rausfinden.� Die Rangers breiteten ihre Karte aus und suchten sich den Weg. Nun kamen sie endlich an der H�tte an, wo Kat und Billy auf sie warteten. �Da seid ihr ja endlich.� sagte Kat �Warum hat das denn so lange gedauert?� �Wir hatten ein paar Probleme mit Lexia.� sagte Drake �Sie hatte den Wald in einen Irrgarten verwandelt und eine Bestie auf uns gehetzt. Aber sonst war nichts besonderes.� �Hauptsache, euch geht es gut.� sagte Kat �Kommt erst einmal rein. Wir haben f�r euch gegrillt.� Die Rangers betraten die H�tte und setzten sich hin. Drake wandte sich Dora zu. �Bevor wir den Schrei dieser Bestie geh�rt hatten, wolltest du mir noch was sagen.� sagte er �Um was ging es?� �Das hat sich schon erledigt.� sagte Dora �Es war wirklich nichts wichtiges.� Hannah stie� Drake von der Seite an und sagte zu ihm: �In Wirklichkeit steht sie auf dich. Sie will es nur nicht zugeben.� �Meinst du?� fragte Drake �Ich hoffe wirklich, du hast recht.�
ENDE