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Rajana's Dark Angel Fanfiction | |||
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Okay, es geht weiter. Für Feedback gilt das gleiche wie eh und je. [email protected] Ich habe oft über das Sterben nachgedacht. Als ich im Krankenhaus lag und mir nicht sicher war, ob es sich lohnen würde, weiterzumachen. Ob es das alles noch wert sei, der ganze Kampf. Bis heute bin ich mir nicht sicher gewesen, ob ich das nächste Mal, wenn sich die Gelegenheit ergäbe, nicht einfach aufgeben würde. Heute hat sich die Gelegenheit ergeben. Aber ich bin nicht gestorben. Schon wieder nicht. Stattdessen habe ich meine Hand ausgestreckt und mich retten lassen. Von Max. Wem sonst? Heute morgen noch, dachte ich, es würde mich umbringen, wenn sie mir helfen würde. Bling hat mich tausend mal gewarnt und mir gesagt, dass ich diese Umkipphilfen viel zu früh vom Rollstuhl abgeschraubt habe. Bis jetzt ging es irgendwie gut, aber heute hat sich gezeigt, dass er natürlich wie immer recht hatte. Ich bin rückwärts hingeknallt und als ich es mir gerade auf dem Boden gemütlich machen wollte, um mir zu überlegen, wie ich wieder hochkomme, habe ich ihre Stimme gehört. Der Gedanke, dass sie mich so sehen könnte, hat mich fast vor Scham im Boden verschwinden lassen und so habe ich so schnell reagiert, wie es ging. Erst die Tür zugeschoben, um mir etwas Zeit zu verschaffen, dann im Rekordtempo zurück in den Rollstuhl. Als sie mich gefunden hat, muss ich die dämlichste Figur der Welt abgegeben haben, aber wenigstens lag ich nicht flach auf dem Boden. Warum in aller Welt sollte man seine Beine überschlagen, wenn man sie sowieso nicht fühlt? Wozu sollte das gut sein? Ich werde ihr aber bestimmt nicht erzählen, dass das eben das Ergebnis ist, wenn man seine Beine im Schneidersitz verkreuzt und sich dann hochzieht. Niemals hätte ich zugelassen, dass sie mich auf dem Boden findet und mir wohlmöglich hilft. Das hätte irgendwie bedeutet, auch den letzten Rest Würde zu verlieren. Dann lieber eine dämliche Figur machen und alles mit einem patzigen Ton überspielen, obwohl ich ihr ansehen konnte, dass sie etwas brauchte. Also hab ich ihr das ins Gesicht gesagt, nach einem dämlichen Kommentar über meine Ohren. Aber Max feuert zurück. Klar wolle sie etwas, das sei ja schließlich der einzige Grund, warum sie vorbeikäme. Im nachhinein hoffe ich wirklich, dass das nur ihre Reaktion auf meinen Ton war und nicht wirklich ernst gemeint. Sie rückte also damit heraus, was sie wollte und natürlich habe ich ihr zugesagt zu helfen. Ich würde ihr doch fast immer helfen, besonders wenn sie vielleicht wirklich die Möglichkeit hat, ihre Anfälle los zu werden. Ich habe sie leiden sehen und es war furchtbar, ihr nicht helfen zu können. Warum in aller Welt aber musste sie mir vorschlagen mitzukommen? Wusste sie, was sie da verlangte? Wenn nicht, habe ich es ihr wohl recht unmissverständlich klar gemacht und zwar mit einer Ehrlichkeit, die selbst mich in nachhinein schockiert. Es fiele mir schon schwer genug, mit meinem Alltag zurecht zu kommen und ich wolle nichts mit einem Quacksalber zu tun haben, der goldene Berge verspricht. Ihre Reaktion konnte ich nicht deuten, aber Max wäre nicht Max, wenn sie das einfach so hingenommen hätte. Keine Ahnung, ob es für sie wichtig ist, ob ich laufen kann oder nicht. Es ist ja nicht gerade so, als wenn wir ausgehen würden. Warum also überhaupt diese ganze Sache? Kann ihr doch egal sein. Erst mein „Hören Sie auf“ und die Tatsache, dass ich sie regelrecht rausgeschmissen habe, brachten sie zum Schweigen. Mein schlechtes Gewissen schaltete sich in dem Moment wieder ein, in dem sie zur Tür raus war und ich habe ihr Zutritt zu der Konferenz organisiert. Der Rückruf auf meinen Pieps folgte sofort und ich bekam die Gelegenheit, mich zu entschuldigen. Alles hätte so schön sein können, wenn die „Bewegung 22. Mai“ und John Darius nicht gewesen wären. Bling hat mich gerufen, als es im Fernsehen kam und zusammen sind wir gleich zum Steinlitz gefahren. Ich habe gar nicht ernsthaft darüber nachgedacht, aber es war klar, dass ich Max da rausholen musste. Max und die anderen Geiseln. Wir konnten dann auch
gleich bei der Ankunft beobachten, dass die Geiselnehmer es ernst meinten,
als sie Dr. Tanaka vom Dach stießen. Also bin ich hinein und konnte noch sehen, wie Max und Kendra mit den anderen Frauen weggebracht wurden. Als sie mich sah, wusste ich, dass Max nicht einfach so gehen würde, aber ich hoffte, sie durch mein Kopfschütteln von Dummheiten abzubringen. Ich hätte wissen müssen, dass sie nicht auf mich hört, aber in dem Moment sah ich mich erst mal Darius gegenüber. Er hat natürlich sofort geschnallt, dass Leute wie ich nicht einfach Unfälle haben. Die Nase in Dinge gesteckt, die mich nichts angingen. Auch eine Art, das zu formulieren. Das konnte ich ihm also gerade noch verzeihen, aber schieben lasse ich mich nicht. Ich dachte, ich würde anfangen zu schreien, habe mich dann aber doch für die lautlosere Variante entschieden und einfach etwas mehr Gas gegeben. Im Auditorium durfte ich dann gleich noch entdecken, dass Donald Lydecker unter den Gästen war, doch bevor ich eine Konsequenz daraus ziehen konnte, fand ich mich auf dem Dach wieder, bzw. auf dem Weg von dort nach unten. Und dann ist es passiert. Obwohl ich mir dieses mal so sicher war und ich es auch eigentlich nicht schlimm gefunden hätte, bin ich wieder nicht gestorben. Max hat meine Hand gegriffen und zusammen sind wir durch ein Fenster auf eines der Hotelbetten gestürzt. Ich weiß nicht mehr, wer mit den Beschuldigungen angefangen hat, ich weiß nur, dass wir wohl letzten Endes beide froh waren noch am Leben zu sein. Irgendwie konnte ich es mir in diesem Adrenalinrausch dann aber doch nicht verkneifen, Max noch einmal zurückzuziehen, als sie aufstehen wollte. Das Seil lag einfach zu verführerisch noch in meiner Hand. Dann wurde es natürlich peinlich und Max verschwand, um sich um Jude zu kümmern. Mir blieb nur, Bling anzurufen, damit er sich schon mal überlegen konnte, wir er mich nach unten bringen würde. Klar hat er mich ins Auto gebracht und das ohne ein größeres Drama daraus zu machen. Aber jetzt zu Hause kommt es mir wie ein Drama vor. Ich fühle mich wie ein Fisch an Land. Natürlich ist Bling dageblieben und natürlich habe ich einen neuen Rollstuhl bestellt. Ich hätte nie gedacht, dass mir mein Rollstuhl mal fehlen würde, aber wenn die Alternative ist, auf dem Schreibtischstuhl zu sitzen und nicht mal ans Fenster zu kommen sondern stattdessen vor dem Computer festzusitzen, dann wäre ein Rollstuhl doch eine annehmbare Alternative. Natürlich habe
ich das Max nicht gesagt, sondern Witze darüber gemacht, dass ich
einen Rollstuhl mit Antriebsdüsen gesucht hätte. Sie hat gelächelt. Gott bewahre. Okay, jede DNS hat irgendwie ein Verfallsdatum, aber eigentlich halten wir uns ja immer einige Jahrzehnte. Womit wir wieder beim Sterben wären. Aber Max’ ernster Gesichtsausdruck verschwand schnell und sie beschwerte sich, dass sie keine Handtücher mitgehen lassen hat. Ich mag ihre Art, solche Probleme als die darzustellen, die sie wirklich beschäftigen, auch wenn ich heute weiß, dass sie mehr Probleme hat, als die meisten anderen Menschen. Trotzdem hilft sie denen, die es nötig haben und auch heute hat sie Lydecker und Jude geholfen. Sie hat es nicht wahrhaben wollen, aber gute Taten scheinen in ihrem Naturell zu liegen. Jetzt würde ich eigentlich viel lieber nach ihr rufen, statt nach Bling. Irgendwie muss ich ja ins Bett kommen. Ich hoffe wirklich, der neue Rollstuhl kommt bald. Dagegen war der Sturz ja noch harmlos.
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