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Urbi et Orbi -
Roman life and influence
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Der römische Sklave

"Halte mich fest, damit ich nicht fliehe
und gib mich meinem Herrn zurück."
(Inschrift einer Halsbandplakette)

Ein Zentrum des Sklavenhandels:
Delos


Delos, 
Insel in Griechenland im Süden des Ägäischen Meeres. 
Mit einer Fläche von etwa 3,4 Quadratkilometern ist Delos die kleinste Insel der Kykladen. 

Heute ist die Insel nahezu unbewohnt, doch war Delos in der Antike Zentrum der Apollonverehrung und Handelszentrum der Griechen und Römer. 

Nach der Mythologie wurden auf Delos die Zwillinge Apollon und Artemis zur Welt gebracht. 

Die ersten Besiedlungen gehen auf die Ionier zurück, die dort alljährlich ein Fest zu Ehren Apollons feierten. 478 v. Chr. wurde Delos zum Mittelpunkt des 1. Attischen Seebundes. Ab diesem Zeitpunkt blieb die Insel im Wesentlichen unter athenischer Verwaltung. Von 314 bis 166 v. Chr. war Delos unabhängig. 166 wurde die Insel durch die Römer an Athen zurückgegeben und zu einem wichtigen Handelszentrum mit einem großen Sklavenmarkt.

Durch die Lage der Insel auf der direkten Route zwischen Südeuropa und Asien erlangte Delos als wichtiger Hafen Bedeutung. Nach der Verwüstung der Insel im 1. Mithridatischen Krieg (88 v. Chr.) konnte Delos sein Ansehen und seinen Wohlstand nicht wiedererlangen.

 Die Stadt Delos, die am Fuß des Berges Kinthos lag, ist heute ein Ruinenfeld. In umfangreichen Ausgrabungen, mit denen die französische Schule in Athen um 1870 begann, wurden zahlreiche Säulengänge, Altäre und andere Baudenkmäler der vorchristlichen Kultstätte freigelegt.
"Delos," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


 
Sklaverei (von mittellateinisch sclavus), 
Form menschlicher Knechtschaft. Definierende Eigenschaften der Sklaverei sind: 

Die Arbeit und die Dienste der Sklaven sind erzwungen; Sklaven gelten als Eigentum einer anderen Person; sie sind weitgehend dem Willen ihres Besitzers unterworfen. 

Seit ältesten Zeiten hat man Sklaven rechtlich als Dinge verstanden; insofern konnten sie u. a. ge- und verkauft, getauscht, verschenkt oder als Pfand für Schulden hinterlegt werden, und zwar ohne dass sie dagegen hätten Einwände erheben können. 

Häufig unterschieden sich Sklavenhalter und Sklaven in ihrer ethnischen Herkunft. 

Ausgeprägte Rassenvorurteile dienten häufig zur Rechtfertigung der Sklaverei. Es kam nur sehr selten vor, dass Angehörige der eigenen ethnischen Gruppe als Sklaven gehalten wurden. 

Das Russland des 17. und 18. Jahrhunderts bildete dabei eine der wenigen Ausnahmen.

Die Sklaverei als solche ist bereits aus vorgeschichtlicher Zeit überliefert, aber institutionalisiert wurde sie vermutlich erst mit dem Aufkommen stärker ausdifferenzierter Gesellschaften. Sklaven stammten entweder aus anderen Völkern und wurden bei Raubzügen oder Kriegen gefangen genommen, oder aus der eigenen Gesellschaft, nämlich wenn Menschen sich selbst oder Familienangehörige verkauften, um Schulden zu bezahlen. Man konnte auch für einen Gesetzesverstoß zur Sklaverei verurteilt wurden.

SKLAVEREI IM ALTERTUM 

In allen Gesellschaften des Altertums war die Sklaverei allgemein akzeptiert und wurde weithin als wirtschaftlich und gesellschaftlich unverzichtbar angesehen. 

In den Gesellschaften des mesopotamischen Raumes, Indiens und Chinas wurden Sklaven als Haussklaven in Haus und Gewerbe, zur Arbeit bei große Bauten oder in der Landwirtschaft gehalten. 

Im alten Ägypten wurden Sklaven in Massen zum Bau der königlichen Paläste und Grabstätten eingesetzt. Auch die Hebräer des Altertums hielten Sklaven, jedoch schrieben ihre religiösen Gesetze ihnen vor, Sklaven aus ihrem eigenen Volk nach einer bestimmten Zeit wieder freizulassen.

In den präkolumbianischen Gesellschaften Amerikas, etwa bei den Azteken, Inka und Maya, wurden Sklaven in großem Umfang für Feldarbeiten und zum Kriegsdienst eingesetzt.

In den homerischen Epen ist die Sklaverei das Schicksal, das allen Kriegsgefangenen drohte. Die griechischen Philosophen sahen später nichts Verwerfliches in der Institution der Sklaverei, 

Aristoteles schlug immerhin vor, dass treue Sklaven zum Dank für ihre loyalen Dienste freigelassen werden sollten. 

Üblicherweise wurden sie im Haushalt, in Handel und Gewerbe, als Arbeiter auf Landgütern sowie als Seeleute eingesetzt. 

Nicht selten waren Haussklaven ihren Besitzern freundschaftlich verbunden. 

Die Heloten in Sparta jedoch - Nachfahren einer Gruppe früherer, besiegter Einwohner des Landes, die auf großen Gütern arbeiten mussten - wurden schonungslos behandelt, hauptsächlich wohl deshalb weil ihre Anzahl die der von ihnen abhängigen Herrscher weit übertraf.

Bei den Römern unterschied sich die Sklaverei in mehrerlei Hinsicht deutlich von der griechischen. 

Römische Sklavenbesitzer hatten mehr Macht über ihre Sklaven, durften etwa von Rechts wegen über deren Leben und Tod verfügen. 

Zur effizienten Führung ihrer oft ausgesprochen großen Haushalte, glaubten die reichen Römer auf ihre zahlreichen Sklaven keinesfalls verzichten zu können. 

Durch die Eroberungen und die Ausdehnung des Reiches reichten die einheimischen Arbeitskräfte mit der Zeit nicht mehr aus, so dass man für die Feldarbeit eine große Zahl ausländischer Sklaven herbeischaffen musste. 

Sklaven wurden in erster Linie durch Feldzüge gewonnen; Zehntausende von Kriegsgefangenen wurden als Sklaven nach Rom gebracht. 

Auch Personen, die wegen eines schweren Verbrechens verurteilt wurden, und Schuldner, die sich selbst oder Familienangehörige verkauften, um ihre Schulden bezahlen zu können, wurden zu Sklaven.

"Sklaverei," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Quellentext


"Sie sind Sklaven."
Nein Menschen.
"Sie sind Sklaven."
Nein Gefährten.
"Sie sind Sklaven."
Nein, geringer gestellte Freunde.
"Sie sind Sklaven,"
Nein, Mitsklaven, wenn du bedenkst, dass das Schicksal über Freie und Unfreie die gleiche Macht hat.
[...]
Dies ist also der Kern meiner Lehre:
Lebe so mit den Untergebenen, wie du selbst wünschen würdest, dass ein Mensch von höherem Rang mit dir leben sollte.
(Seneca, ep. 47, 1f)

Berufsbilder:
Bergwerkssklaven
Landwirtschaftssklaven
Haussklaven (Koch, Putzhilfen, Kinderbetreuung)
Buchhalter
Lehrer
Ärzte

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