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| Informationsseite �ber Radiosentismus Ein Service f�r Betroffene und Interessierte |
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| Was ist Radiosentismus? Erst in j�ngster Zeit ins Blickfeld der �ffentlichkeit gekommen, handelt es sich bei Radiosentismus um eine typische Zivilisationskrankheit. Wie bei den meisten anderen dieser Krankheiten steigt die Zahl der Betroffenen mit erschreckender Geschwindigkeit an. Eine Besonderheit beim Radiosentismus ist, dass viele Kranke �ber lange Zeit gar nicht merken, dass ihre Probleme krankhafter Natur sind. |
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| Das Auftreten von Radiosentismus steigt im gleichen Ma�e wie die Durchseuchung der irdischen Atmosph�re mit Radiowellen verschiedenster Herkunft. Ist schon seit l�ngerem bekannt, dass viele Menschen durch st�ndige elektromagnetische Strahlung unter k�rperliche Krankheitssymptomen leiden (Elektrosmog), so reagieren Radiosentisten auf die st�ndige Flut von Radiowellen noch wesentlich sensibler und spezifischer. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bei Radiosentismus-Betroffenen hat das Gehirn gelernt, einzelne der elektromagnetischen Wellen aufzunehmen und zu verarbeiten, d.h. zu entschl�sseln. W�hrend manche Wissenschaftler darin einen Schritt zur evolution�ren Weiterentwicklung des Gehirns sehen, so ist dies f�r die direkt Erkrankten doch mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Welchen Umfang hat das Problem? Eine Erhebung im Jahr 2003 ergab die Zahl von 362 Readiosentisten in Deutschland - noch im Jahr 1999 waren gerade einmal 15 deutsche F�lle bekannt. Weltweit gab es im Jahr 2003 rund 6.000 Betroffene, davon mehr als zwei Drittel in den USA. |
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| Dass das Problem von der Politik weitgehend totgeschwiegen wird, ist leicht nachvollziehbar. Eine offizielle Anerkennung der Krankheit und ihrer Ursachen ginge einher mit der Notwendigkeit, gegen die Ursachen einzuschreiten - dies aber k�nnte in der heutigen Mediengesellschaft eine Umw�lzung gro�en Ausma�es bedeuten. Ein Initiativantrag aus der Bundestagsfraktion B�ndnis90/Die Gr�nen im Herbst 2002 wurde auf Betreiben des Bundeswirtschaftsministers wieder zur�ckgezogen, bevor er die breitere �ffentlichkeit erreicht hatte, "um nicht Unsicherheiten f�r die weitere Entwicklung des Medienstandortes Deutschland hervorzurufen", wie es in einem internen Schreiben dazu hei�t. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Versuchsanordnungen im Freien (links) und aufwendigere Messungen in geschlossenen R�umen (rechts) geben Hinweise auf die Absorption bestimmter Radiowellen im Gehirn von Radiosentisten. Da das Krankheitsbild von den Kassen noch nicht anerkannt wird, m�ssen die Kosten f�r solche Messungen (etwa 500 Euro) derzeit noch von den Betroffenen selbst getragen werden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Was genau passiert bei Radiosentismus-Betroffenen? Nach dem heutigen Stand der Forschung werden bei Radiosentisten vermutlich mikrokristalline Strukturen im H�rzentrum des Gehirns durch bestimmte elektromagnetische Wellen zu Schwingungen angeregt. Solche Mikrokristalle spielen u.a. im Mittelohr, das mit dem H�rzentrum verbunden ist, eine wichtige Rolle f�r den Gleichgewichtssinn. Als Ursache des Radiosentismus-Ph�nomens vermuten daher manche Mediziner eine krankhafte Verlagerung solcher Kristalle innerhalb des Gehirns. Es gibt aber auch die Ansicht, dass das Vorhandensein solcher Mikrokristalle an sich unsch�dlich ist und dass diese erst durch St�rungen im Mineralstoffhaushalt des K�rpers ihre Zusammensetzung �ndern und so magnetische Eigenschaften entwickeln, die letztlich das Krankheitsbild hervorrufen. |
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| Bis heute ungekl�rt ist, wie das Gehirn von Radiosentisten es schafft, die so aufgefangenen elektromagnetischen Wellen dann in Signale umzusetzen, die der Betroffene tats�chlich "h�rt". Eher esoterische Ans�tze meinen, dass das Gehirn "eine h�here Entwicklungsstufe erreicht", indem es die direkte Umwandlung der gesendeten Radiowellen "erlernt" und so den bisherigen "Umweg" - Auffangen durch Rundfunkemp�nger, Umwandeln in Luftschwingungen durch Lautsprecher, R�ckwandeln zu elektrischen Signalen im Innenohr - �berfl�ssig macht. (Zitate aus "Gehirn und Geist", Ausgabe November 2002). F�r das Erlernen dieser "F�higkeit" spricht immerhin, dass das Ph�nomen speziell bei Personen auftritt, die �ber viele Jahre hinweg intensive Rundfunknutzer waren. Diese finden es zun�chst oftnicht ungew�hnlich, dass sie in entspanntem Zustand in ihrem Kopf "Musik h�ren" - bis sie feststellen, dass diese dem tats�chlichen Programm eines Radiosenders entspricht. Auf welchem Frequenzband dieser "Empfang" im Gehirn stattfindet, unterscheidet sich von Person zu Person. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Frequenzspektrum, in dem ein typischer Rundfunksender sein Programm ausstrahlt. Der blaue Balken zeigt die der Absorption elektromagnetischer Wellen durch einen Radiosentismus-Kranken. Die Frequenz, die von verschiedenen Betroffenen aufgenommen wird, ist unterschiedlich. Vermutlich werden verschiedene Frequenzspektren "erlernt", abh�ngig von der Pr�disposition der Betroffenen, d.h. unter anderem von ihren musikalischen Vorlieben. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Versuch in der Universit�tsklinik von Washington, D.C. (2001): Ein Betroffener wird gezielt einem bestimmten Spektrum von Radiowellen ausgesetzt. Es wurde festgestellt, dass die Frequenzen, auf die reagiert wird teilweise von Geschlecht und Alter der Radiosentisten abh�ngen. Der Versuch links musste abgebrochen werden, weil die Versuchsperson nach Einjustierung des Senders auf die absorbierte Frequenz nach wenigen Sekunden das Bewusstsein verlor. |
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| Inwieweit das Ph�nomen mit der weltraum- gest�tzten Abstrahlung von Radioprogrammen �ber Satellit zus�mmenh�ngt, wird derzeit heftig diskutiert. Die NASA hat mehrere Studien vorgelegt, die eine generelle Unsch�dlichkeit der von ihren Satelliten ausgestrahlten Signale belegen sollen. Es gibt aber eine ganze Reihe von Medizinern, die die Stichhaltigkeit dieser Studien anzweifeln. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Es muss zu denken geben, dass die Administration des amerikanischen Pr�sidenten George W. Bush sich bisher zwar nicht bereitgefunden hat, die Krankheit auf wissenschaftlicher Ebene untersuchen zu lassen, dass zugleich aber verschiedene Milit�rbeh�rden versucht haben, sich in laufendende Testprogramm an amerikanischen Universit�ten (Stanford und Washington) einzuschalten. Die Ausschlachtung des Ph�nomens auf waffentechnischer Ebene kann nicht im Sinne der Betroffenen sein. Die Selbsthilfegruppen von Radiosentisten in Deutschland haben es bereits im Sommer 2003 einm�tig abgelehnt, ihre F�higkeit in den Dienst milit�rischer Zwecke zu stellen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kontakt: [email protected] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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