Tages-Anzeiger, 17. Feb. 2000
Bukarest. - Mehr als zwei Wochen nach dem Auslaufen einer Giftlauge aus einem rumänischen Goldbergwerk werden die Schäden an den Flüssen Somes, Theiss und Donau immer deutlicher: Die Fischotterbestände seien bereits ausgerottet, berichtete die Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) am Mittwoch. Die Schäden an den Flüssen, die auf einer Länge von rund 700 Kilometern durch Zyanidlauge vergiftet wurden, könnten vermutlich erst in fünf Jahren behoben sein. Das Uno-Umweltprogramm (Unep) hat unterdessen Wissenschafter in die Region entsandt, die eine Schadenbilanz aufstellen sollen.
In Jugoslawien lag der Zyanidgehalt im Trinkwasser in den Theiss-Regionen am Mittwoch bei 0,1 Milligramm pro Liter und somit unter dem zugelassenen Höchstwert. Dies meldete die Nachrichtenagentur Beta unter Berufung auf lokale Behörden.