| J�dische Prophezeiungen Jeder der die Bibel gelesen hat, kennt zahlreiche Beispiele f�r den Glauben an die M�glichkeit von Prophezeiungen. Eine bekannte Geschichte ist die von den Tr�umen des Pharao. Er tr�umt von den sieben fetten und den sieben mageren Jahren, die im Traum symbolisch dargestellt werden. In der Prophezeiung des Esra ist der Messias (Erl�ser) der L�we von Juda, der den r�mischen Adler vertreibt. Das Buch Henoch spricht von einem �kosmischen Vorhang�, der bildliche Darstellungen aller Dinge enth�lt. Alles existiert bereits und alle zuk�nftigen Handlungen sind darin bereits enthalten. (Diese alte Vorstellung wird heute in neuer Form wieder lebendig, denn die Parapsychologie mu�te Erkl�rungen f�r die Existenz von echten Voraussagen finden. So geht man heute � wieder � von der Annahme aus, da� Zeit nicht linear verl�uft.) Die Zahl sieben nimmt im j�dischen und christlichen Glauben eine wichtige Stellung ein. In den heiligen Texten des 13. Jahrhunderts deuteten die Juden die aufeinander folgenden Weltzeitalter � von denen es 7 x 1000 gibt � als symbolische Wiederholung des Sch�pfungsprozesses. Man glaubte unser Zeitalter sei das Zeitalter strenger Strafen und Gerichte. Im Sohar wurden von einem Mystiker des Mittelalters gro�e Umw�lzungen prophezeit, bevor am Ende der Welt das neue mystische Reich entstehen k�nne. Und dieses Ende der Welt, dem ein Weltengericht folgt ist eine der zentralen Prophezeiungen der j�dischen Propheten. Im Sohar wird dar�ber viel spekuliert. So meint Rabbi Josse im �Buch der H�hle�: �Wie lange, ach ist es uns noch bestimmt, in der Verbannung hinzuleben bis zu jener fernen Zeit! Und alles hat doch wieder der Allheilige abh�ngig gemacht von der wahren Umkehr, ob die Menschen w�rdig sein werden oder nicht. Und so ist der Schriftsatz gemeint: �Zu seiner Zeit � Ich werde es beschleunigen. Sind sie w�rdig, so gilt der zweite, wenn nicht, der erste Teil des Satzes.� Dann sagte Rabbi Josse: �In dieser Stunde erinnere ich mich, da� ich einstmals an dieser Stelle mit meinem Vater sa�, als er zu mir sprach: �Mein Sohn, es ist dir beschieden, wenn deine Jahre sechzig erreichen werden, an dieser Stelle eine erhabene Urkunde der h�heren Weisheit zu finden.�..... Tats�chlich finden der Rabbi und seine Freunde die Urkunde, die �ber zuk�nftige Zeiten berichtet. Doch die Vorhersage seines Vaters, er werde diese Urkunde wieder verlieren, erf�llt sich ebenso. Und alles Wissen ist pl�tzlich wieder vergessen. Was nichts anderes hei�en soll als: das Wissen ist vorhanden, aber es bleibt vor den Menschen verborgen. Sie gehen zu Rabbi Schim`on, dem sie die Sachlage schildern und dieser meint: �Vielleicht waren es die Dinge aus der Messiaszeit, von denen euch die Zeichen Kunde gaben?� doch da sie alles vergessen haben, meint er: �Nicht ist es der Wille des Allheiligen, da� zu viel der Welt geoffenbart werde. Wenn es aber nahe sein wird den Tagen des Messias, werden kleine Kinder Sch�tze der Weisheit heben und Ziele und Wege darin erkennen und allen Menschen werden sie offenbar werden.� Darauf bezieht sich der Schriftsatz: �Denn damals werde ich verwandeln den V�lkern die Sprache in eine gel�uterte...� (Zepharja 3,9). Was hei�t das: �damals?� Zu jener Zeit, da die Gemeinschaft Israels aus dem Staube erstehen, da der Allheilige sie aufrichten wird. Wie es hei�t: �Ich werde verwandeln den V�lkern die Sprache in eine gel�uterte, da� sie alle anrufen werden den Namen JHWHs und Schulter an Schulter Ihm dienen.� Diese Prophezeiung sagt somit, da� am Ende der Zeiten das Volk Israel wieder neu erbl�hen wird und alle V�lker denselben Gott anbeten werden. Wie wichtig der Sohar den gl�ubigen Juden ist, l��t sich an diesem Beispiel erkennen: Fragte man den Baal-Schem um Rat oder bat ihn, in irgendeiner privaten Angelegenheit �Kommendes vorauszusagen�, dann schlug er den Sohar auf, blickte hinein und gab sofort Bescheid. Auf diese Weise habe er einmal den Aufenthaltsort eines Menschen angegeben, der in ferne Zonen gezogen war und als verschollen galt. Als man ihn erstaunt dar�ber befragte, wieso ihm das uralte Buch �ber die geringf�gigsten Angelegenheiten der Jetztzeit Aufschlu� zu geben verm�ge, gab er zur�ck: �Nach der talmudischen Sage machte es das bei der Weltsch�pfung erschaffene Urlicht Adam m�glich, die ganze Welt von einem Ende zum anderen zu erblicken; als jedoch der Heilige, gelobt sei Er, gewahr wurde, da� die Welt dieses Lichtes nicht w�rdig sei, zog er es ein, um es den Gerechten der Zukunft vorzubehalten. Und wohin tat er dieses Licht? In die Thora. So kommt es, da� ich beim Aufschlagen des Sohar die ganze Welt sehen kann.� Der Sohar ist nicht nur eine religi�se Schrift die verschiedene Glaubenss�tze erkl�rt, sondern auch ein Buch in dem der Gl�ubige h�heres Wissen �ber zuk�nftige Ereignisse zu finden glaubt. zur�ck |