| Anna Katharina Emmerich lebte in einem Kloster. Nachdem das Kloster aufgelassen worden war lebte sie bei einer Witwe. Sie lebte nur von Hostie und Fruchts�ften und wies Stigmata auf. Clemens von Brentano schrieb ihre Visionen nieder: Verw�stungen der Erde sah sie, Austrocknung der Fl�sse und Meere, das Erscheinen Luzifers, Zerst�rung des Petersdoms in Rom und eine nachfolgende Friedenszeit. Diese Visionen entstanden zumindest teilweise durch die Besch�ftigung mit der Apokalypse, denn sie sagte, sie habe den Evangelisten Johannes gesehen und geh�rt, diese Offenbarungen seien von ihm. Ihre Visionen sind voller Symbolik, die nur schwer verst�ndlich ist. Verschiedene Elemente der Vergangenheit, wie der Zukunft vermischen sich. "Ich hatte ein gro�es Kirchenbild, aber ich kann es nicht mehr ganz zusammen bringen. Ich sah die Peterskirche.. und viele Menschen aus allen Weltenden, welche teils in die Kirche hinein, teils gleichg�ltig vor�ber an verschiedene Orte gingen. Es war eine gro�e Feierlichkeit in der Kirche... Ich sah mitten in der Kirche ein gro�es Buch aufgetan, das an der breiten Seite drei und an jeder Seite zwei Siegel h�ngen hatte. Es war weiter vorn als in der Mitte aufgetan. Ich sah auch den Evangelisten Johannes oben und h�rte, da� es Offenbarungen von ihm seien, die er auf Patmos gesehen. Es war etwas geschehen, ehe dieses Buch aufgetan ward, was ich vergessen habe. Es ist schade, es ist eine L�cke hier. Der Papst war nicht in der Kirche. Er war verborgen. Ich glaube die Leute in der Kirche wu�ten nicht wo er war. Ich wei� auch nicht mehr, ob er betete oder tot war. Ich sah aber, da� die Leute die hand auf eine gewisse Stelle im Evangelienbuch legen mu�ten. Priester und Laien, und da� auf viele derselben ein Licht kam, das die Apostel ihnen mitteilten; ich sah aber auch, da� viele es nur so abenhin taten. Drau�en um die Kirche sah ich viele Juden nahen, die herein wollten, aber noch nicht konnten. Am Ende kam die ganze Menge, welche anfangs nicht herein gekommen war, ein unabsehbares Volk. Nun aber sah ich pl�tzlich das gro�e Buch wie von einer �bernat�rlichen Macht zugeschlagen und sich schlie�en. Ich dachte noch daran, wie mir einmal abends der Teufel das Licht ausblies und das Buch zuschlug. Ringsum in der Ferne sah ich ein schreckliches, blutiges K�mpfen und sah besonders von Mitternacht und Abend einen ungeheuren Kampf. Es war dies ein sehr ernstes Bild. Es tut mir leid, da� ich die Stelle des Buches vergessen habe, auf welche sie den Finger legen mu�ten. Ich sah die Erde, die in Finsternis gefallen war. Alles ringsum war d�rr und welk und im Absterben. B�ume, Str�ucher, Blumen und Felder, alles hatte das traurige Gepr�ge des Siechtums. Es schien, als seien selbst die Wasser der Quellen, der B�che, Fl�sse und Meere ersch�pft. Ich gewahrte L�nder und V�lker, die sich in �u�erster Not befanden. Ich sah, wie sich die Werke der Finsternis unter den Menschen vermehrten. Ich sah gro�e Menschenmassen sich gegenseitig aufs �u�erste bek�mpfen. In der Mitte des Schlachtfelds gewahrte ich einen schwindelnden Abgrund, in den die K�mpfenden hineinzufallen schienen, weil sich ihre Reihen immer mehr lichteten. Unter den Volksmassen sah ich zw�lf neue, apostolisch t�tige M�nner, die ohne gegenseitige Verbindung durch Schriften wirkten und von anderen bek�mpft wurden. Sie verschwanden manchmal im Kampfgew�hl, um aber bald wieder mit gr��erem Ansehen hervorzutreten. W�hrend sich die Reihen der K�mpfenden immer mehr lichteten und eine ganze Stadt w�hrend des Ringens verschwand, vergr��erte sich die Partei der zw�lf M�nner immer mehr. Dann sah ich aus der Stadt Gottes einen Blitzstrahl �ber den finsteren Abgrund hin�berfahren und �ber der verminderten und gedem�tigten Kirche eine Frauengestalt schweben mit ausgebreitetem Mantel und einer Sternenkrone auf dem Haupte. Von ihr strahlte Licht aus und verbreitete sich stufenweise in der dichten Finsternis. Wohin diese Strahlen drangen, erneuerte sich die Erde und ward wieder bl�hend. Die neuen Apostel versammelten sich unter diesen Strahlen, und bald darauf war alles wieder bl�hend geworden. Nun begann sich der finstere Abgrund allm�hlich zu schlie�en, und endlich wurde seine �ffnung so eng, da� ein Wassereimer sie bedecken konnte. Schlie�lich gewahrte ich drei V�lkerschaften, die ihre Gemeinschaft mit dem Licht vollzogen. Die Volksmassen waren von Personen geraden und erleuchteten Sinnes begleitet und traten in die Kirche ein. Es war nunmehr alles erneuert. Die wasserl�ufe hatten die F�lle ihrer Fluten wiedererlangt, und �berall prangte das Gr�n der B�ume. zur�ck |