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Banken, Wettbewerb, Bankensystem in MOE L�nder
I. Einleitung
II. Banken im Finanzsystem
III. Firmenfinanzierung im internationalen Vergleich der Finanzsysteme
IV. Das Modell und Empirische Untersuchung zu Konkurrenz Zwischen den Banken
IV. 1. Das Modell
IV. 1. 1. Annahmen
IV. 1. 2. Darstellung des Modells
IV. 1. 3. Schlu�folgerungen aus dem Modell
IV. 2. Untersuchung zum Modell
Res�mee
1. Schaffung von Sparmöglichkeiten für Geldbesitzer.
2. Transfer der Finanzmittel von Sparer zu Entleiher.
3. Effektive Allokation der Mittel.
Die spezifischen Funktionen der Banken(vgl. Riordan, 1993, S. 328.) entspringen ihrer Funktion als Vermittler zwischen den Geldgebern und -nehmern:
1. Sicherung der Depositen.
2. Überprüfung der Kreditprojekte und Gewährung der Kredite.
Die Funktionen der Banken werden in den Sparten Aktiv- und Passivgeschäft, sowie Dienstleistungen erfüllt. Dabei teilen sich die Banken in manchen Ländern (z.B. USA) nach der Art der Tätigkeit in Kredit- und Depositgeschäft und Finanzierung der Investitionen auf(vgl. Zulawnik, Internet - Gazeta Bankowa, 14.04.96.). Die Erfüllung der zweiten Funktion hängt von vielen Faktoren ab, aber eine wichtige Rolle scheint die Konkurrenz zwischen den Banken zu spielen. Sowohl die Abschätzung des Investitionsrisikos, der Kreditfähigkeit und -würdigkeit des Kreditnehmers, als auch der Investition selbst hängen nicht nur von internen Entscheidungsprozessen der Bank, sondern auch von der Struktur des Kreditmarktes als Voraussetzung für die Konkurrenz zwischen den Banken ab(vgl. Geigant, 1984, S. 559.). Geigant (1984, S.560, ff.) unterscheidet Determinanten des Bankenwettbewerbs (Deutschland), die auf der Angebots- und Nachfrageseite liegen. Für die Angebotsstruktur sind wichtig:
- "Das Nebeneinander von Universal- und Spezialbanken (...);
- die Koexistenz von Banken mit privaten und öffentlichen Trägern;
- das Auftreten von Kreditinstituten mit unterschiedlicher Unternehmensverfassung, nämlich privaten, öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Instituten (...);
- die polypolistische Bankstellenstruktur."
Auf der Nachfrageseite läßt sich das Kleingeschäft (private und kleine öffentliche Haushalte, sowie kleine und mittlere Unternehmen) und Großgeschäft (große Firmen und öffentliche Haushalte) unterscheiden.
Der Wettbewerb nimmt nicht nur Formen des Preis-, sondern immer intensiver auch des Qualitätswettbewerbs an. Die Banken können sowohl kurz-, als auch, wie es weiter in dieser Hausarbeit gezeigt wird, langfristige Bindungen mit den Kreditnehmern eingehen.
Im Verlauf des Wirtschaftsgeschehens streben die Banken nicht selten eine Beteiligung an den Entscheidungen der Firmen an. Es kann die Form des Anteilseigentums, der Vollmacht der Stimmrechte an Aktionärversammlungen, sowie der Sitze in den Aufsichtsräten annehmen. Derartige Einflüsse liefern die Grundlage der Kritik, daß die Banken auf den beiden Seiten des Verhandlungstisches repräsentiert sind. Es muß jedoch nicht unbedingt eine Folge des Machtstrebens sein, weil eine erfolgreiche Sanierung manchmal kein anderes Vorgehen zulassen kann(vgl. Herrhausen, 1979, S. 363.).
Als Maß der Leistung einer Bank wird die Gewinnrate anerkannt. Die Untersuchungen der Struktur des Bankmarktes können dabei weder bestätigen noch ablehnen, daß sich die Konzentration des Marktes auf die Leistung der Bank auswirkt(vgl. Gilbert, 1984, S. 629, 632.).
Die Antwort ist von besonderer Bedeutung für die Länder, die dabei sind, ihr Bankensystem neu zu strukturieren, wie z.B. die Länder in Mittel- und Osteuropa. Welche Entwicklung in den Bankensystemen dieser Länder zu erwarten sind, verdeutlicht allein schon das Beispiel Polens, wo "(...) das Investitionsbankwesen (...) praktisch nicht existiert. Der Markt ist für die ausländischen Banken zu klein, und die polnischen Investitionsbanken haben sich noch nicht herausgebildet(vgl. Zulawnik, Internet - Gazeta Bankowa, 14.04.96.)."
Mayer, (1988) vergleicht die Leistungen von Finanzsystemen in fünf Ländern. Seine Analyse ist dabei auf Unternehmen außerhalb des Finanzsektors, also auf die Unternehmen, die in Sachkapital investieren, begrenzt.
Trotz der mit dem internationalen Vergleich von Daten verbundenen Schwierigkeiten(vgl. Mayer, 1988, S. 1173: "Traditionen der Kapitalisation von Aktiva und Passiva beeinflussen die Aufstellung der Posten zwischen Selbstfinanzierung und externe Finanzierung. Innerhalb der L�nder werden die Daten von verschiedenen Quellen �bernommen und man kann nicht erwarten, da� sie �bereinstimmen. Als Resultat gibt es statistische Anpassungen und nicht gekl�rte Posten, deren Bedeutung vom Land zu Land variiert." Vgl. auch Mayer, 1990, S. 308.) kann man anhand der Abbildung 1 feststellen:
a) Unternehmen in den Vereinigten Staaten und Großbritannien finanzieren ihre Investitionen beinahe ausschließlich, und in Frankreich, Deutschland und Japan nur zu ca. 67 % aus eigenen Mitteln.
b) Die in der Welt höchstentwickelten Wertpapierbörsen in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien tragen am wenigsten zu den Nettoinvestitionen bei.
c) Nur in den Vereinigten Staaten steuert der Markt der Obligationen, ein wenig, Mittel für Nettoinvestitionen bei.
d) Die relativ weniger entwickelten Wertpapierbörsen in Frankreich, Deutschland und Japan unterstützen, wegen den kleineren Rückkäufen der Aktien, die Kapitalbildung in diesen Ländern stärker als in USA und Großbritannien.
e) Die Kredite in Frankreich, Deutschland und Japan bilden im größeren Maße eine Quelle der Finanzierung der Investitionen als in Großbritannien, obwohl dieses Land über eines der in der Welt am stärksten wettbewerbsorientierten Finanzsysteme, mit der starken Konkurrenz zwischen ca. 660, Banken verfügt. Abgesehen von Deutschland bezieht es sich auch auf die Vereinigten Staaten.
Diese Unterschiede lassen sich mit den im internationalen Vergleich verschiedenen Steuerbelastungen nicht erklären(vgl. Mayer, 1988, S. 1174, ff.). Es drängt sich mithin geradezu auf, daß die hoch entwickelten, auf Wettbewerb beruhenden Finanzsysteme, darunter Banksysteme, die Kreditaufnahme, also das Erfüllen ihrer Grundfunktion, erschweren und den Trend zur Selbstfinanzierung verstärken. Es geschieht so, weil die Konkurrenz zwischen den Banken dem Aufbauen einer langfristig angelegten Beziehung zwischen Bank und Unternehmen im Wege zu stehen scheint. Wegen der zeitlichen Nichtübereinstimmung (time inconsistency) der Absichten ex ante und Vorgehen der Firmen und Banken ex post ist es unmöglich, auf Dauer eine die Kreditnehmer und -geber zufriedenstellende Verständigung zu erreichen (risk taking und profit sharing). Die Banken könnten theoretisch einen billigeren Kredit den Unternehmen in vorübergehenden Schwierigkeiten, sowie für neue, riskante, vielversprechende Projekte gewähren, wenn sie dadurch später an Gewinnen der Kreditnehmer partizipieren dürften. Leider kann dies unter dem Wettbewerb zwischen den Banken nicht garantiert werden. Den Unternehmen steht es dann frei, die billigeren Kredite bei einen Banken aufzunehmen und sich später mit anderen Banken zu verbinden(vgl. Fischer, 1990, S. 18.). Die Firmen können auch die Kredite für andere, riskantere Projekte als die angegebenen, verwenden(vgl. Wilhelm, 1982.). Es ist nicht möglich dieser Schwierigkeit mit Verträgen zu begegnen, weil es sich hier um langfristige Projekte, mit ungewissen Ergebnissen handelt. Die Unternehmen sind also in den wettbewerbsorientierten Bankensystemen stärker auf Selbstfinanzierung angewiesen. Als Beispiel des langfristigen Engagements, Schutzes der Unternehmen vor übermäßigem Wettbewerb auf den Finanzmärkten und der Übernahme des Risikos durch die Bank wird oft das Bankensystem in Japan genannt(vgl. Mayer, 1988, S. 1181, f.).
Diese Schwierigkeit tritt jedoch nicht in Bankensystemen auf, wo die Banken Marktmacht besitzen und langfristige Beziehungen mit den Kunden aufbauen können. Bei der Marktmacht ist es für die Banken möglich, später höhere Zinsraten zu berechnen, die anfänglichen, niedrigeren Zinsraten wiedergutzumachen und damit das Teilen des Investitionsrisikos unter den Kreditnehmern und -gebern zu erleichtern(vgl. Fischer, 1990, S. 17, ff.).
Diese Schlußfolgerung könnte von Daten der Tabelle 1 bestätigt werden. Die Länder in dieser Tabelle sind nach der Wachstumsrate des durchschnittlichen realen BSP pro Kopf der Jahre 1970-1984 gruppiert. Tabelle 1 beinhaltet ebenfalls den durschnittlichen Anteil der Investitionen an dem BSP der Jahre 1970-1984, das durschnittliche Verhältnis zwischen der Dividende und dem Preis in Jahren 1972-1981, sowie den prozentualen Anteil der Selbstfinanzierung aus Abbildung 1.
|
|
Real Wachstum pro Kopf (%) |
Anteil der Investitionen am BSP (%) |
Dividendenertrag (%) |
Anteil der Selbstfinanzierung (%) |
|---|---|---|---|---|
|
Großbritannien |
1,6 |
18,7 |
5,16 |
107 |
|
USA |
1,9 |
18,6 |
4,43 |
90 |
|
Deutschland |
2,1 |
23,1 |
4,26 |
73 |
|
Frankreich |
2,3 |
23,4 |
4,86 |
62 |
|
Japan |
3,4 |
33 |
1,82 |
65 |
Nach den Daten der Tabelle 1 könnten sich langfristige Finanzierungsbeziehungen z.B. in dem japanischen Bankensystem etablieren und zu größeren Investitionen und Wachstum führen, weil es verhältnismäßig weniger entwickelt gewesen war. Es fehlte an Konkurrenz zwischen den Banken. Großbritannien und die Vereinigten Staaten belasteten hingegen ihre Wirtschaft mit dem scharfen Wettbewerb der Banken, was in vermehrten Investitionen innerhalb des Finanzsystems und mangelnder Unterstützung der heimischen Industrie resultierte(vgl. Mankiw, 1988, S. 1186.). Im allgemeinen könnte man sagen, daß die Eigenschaft des Marktes, wonach alle Unternehmen gleich zu behandeln sind, das Engagement der Banken in die Unternehmen erschwert. Mehr an Bankenwettbewerb führt langfristig zu weniger Leistung(vgl. Mayer, 1988, S. 1183.).
Diesem Gedankengang wird jedoch mit der Gegenargumentation begegnet. Es wird vor allem vorgeworfen, daß die Rolle der Verträge unter den Bedingungen der Konkurrenz zwischen den Banken unterschätzt wird. Es soll möglich sein, Verträge zu schließen, die die ungewisse Zukunft wirksam abschätzen und für ausreichende Sicherheit sorgen. Die Frage der zeitlichen Nichtüberseinstimmung wird in dieser Argumentation als viel weniger bedeutend eingestuft(vgl. Mankiw, 1988, S. 1185.).
Ferner wird der Interpretation der Abbildung 1, wonach sich mehr Konkurrenz im Finanzsystem, mehr Konkurrenz zwischen den Banken, negativ auf Finanzierung der Investitionen in Sachkapital auswirkt, vorgeworfen, daß sie den Einfluß des monetären Sektors der Wirtschaft auf den realen überschätzt(vgl. Mankiw, 1988, S. 1185.). Nach dem Modigliani-Miller Theorem spielt die Art der Finanzierung der Investitionen eine sehr kleine Rolle, wenn überhaupt. Danach wären die internationale Unterschiede in Finanzierung unbedeutend. Langfristig wird Investieren vor allem von dem technologischen Fortschritt bestimmt und die Quelle des Geldes verhältnismäßig weniger relevant. Mankiw (1988, S.1186) schreibt zu Tabelle 1:
"Aus Gründen, die weitgehend ein Rätsel bleiben, wuchs die Produktivität schnell in Japan und langsam in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten. Das höhere Wachstum führte zu größeren Investitionsraten. Die größeren Investitionen in Japan mußten irgendwie finanziert werden, was die Unternehmen dazu brachte, weniger Dividenden zu zahlen und mehr externe Finanzierung zu nutzen. (...) In dieser Sichtweise sind die unterschiedlichen Anteile der Selbstfinanzierung lediglich ein Symptom der unterschiedlichen Wachstums- und Investitionsraten."
Mankiw (1988, S.1186) modifiziert das Modigliani-Miller Theorem(vgl. Mayer, 1990, S. 318, die Theorie von Modigliani und Miller behauptet, da� "Wertbestimmung der Firma und Kosten des Kapitals, unter den Pr�missen vollst�ndiger Konkurrenz, vollkommenen Kapitalm�rkte und Nichtvorhandensein von Steuer, von Kapitalstrukturen unabh�ngig sind. (...) Finanzierung der Industrie ist eine Frage der Indifferenz - ein Zufall der Geschichte, Ergebnis der zuf�lliger Einfl�sse." Vgl. auch Woll, 1991, S. 642, f. sowie Dicht und Issing, 1987.), das in seiner strikten Form verlangt, daß die Art der Finanzierung unbestimmt ist, dahingehend, daß er als Beispiel annimmt, die Manager ziehen "aus den vielfältigen Gründen" vor, die Dividenden zu zahlen und auf die externe Finanzierung nicht zugreifen. Wenn dies verhältnismäßig schwach ausgeprägt ist, dann muß es sich nicht bedeutsam darauf auswirken, wieviel Investitionen durchgeführt werden, aber wesentlich darauf, wie sie finanziert werden. Mankiw faßt zusammen (1988, S.1186):
"Es gibt keine Möglichkeit, einen dieser zwei Erklärungsansätze aufgrund der vorgelegten Daten entschieden abzulehnen. Dennoch hat die Wahl der Sichtweise wichtige Implikationen für die Politik. Ich vermute, daß die auf Lösung des dargestellten 'Problems' der internen Finanzierung gerichteten Bemühungen wahrscheinlich nicht fruchtbar werden. Wenn es Großbritannien und den Vereinigten Staaten irgendwie schaffen, die relativ langsamen Wachstums- und Investitionsraten, die sie seit 1970 erleben, ins Gegenteil zu verkehren, so wird sich das Problem der Finanzierung der Firmen wahrscheinlich selbst lösen"
Es wird auch bezweifelt, ob es die Neigung der Firmen, die Kredite für andere als vereinbarte, riskantere Projekte zu verwenden, von praktischer Bedeutung ist(vgl. Barroux,1988, S. 1188.). Im Fall des japanischen Bankensystem wird eingewendet, daß das Verhalten der Banken in Japan nur im Bereich der großen Firmen dem oben anhand der Abbildung 1 dargestellten Verhaltensmuster entspricht. Im Bereich der kleinen Firmen ist das Verhaltensmuster der japanischen Banken(vgl. Hoshi, Kashyap und Scharfstein, 1990, S. 105-124.) dem von Europa bekannten Wettbewerb zwischen den Banken ähnlich(vgl. Hoshi, Kashyap und Scharfstein, 1990, S. 1189.).
Auch führt die Entwicklung der modernen Finanzsysteme zur Verwischung der strikten Trennlinie zwischen der Aktie und Schuldforderung. Die neuen, innovativen Finanzinstrumente erlauben das Schließen der "de facto Verträge", die die zeitliche Nichtübereinstimmung überwinden, auch bei Konkurrenz zwischen den Banken(vgl. Hoshi, Kashyap und Scharfstein, 1990, S. 1189.).
IV. Das Modell und empirische Untersuchung zu Konkurrenz zwischen den Banken
Die von dem vorstehend vorgestellten internationalen Vergleich der Finanzierungssysteme präsentierte These, daß die Zunahme der Konkurrenz zwischen den Banken mit dem Fall der Leistung des Systems in Hinblick auf Unterstützung der Firmeninvestitionen einhergeht, ist kontrovers, und die Abbildung 1 läßt verschiedene Interpretationen zu. Um so wichtiger erscheint es mithin, die Frage des Wettbewerbes zwischen Banken im Wege der Modellanalyse, sowie der weiteren empirischen Untersuchungen zu erforschen. Das Modell von Riordan (1993) zeigt, daß die Steigerung der Konkurrenz infolge der Steigerung der Zahl der Banken eine Verschlechterung der Qualität der Information über Kreditprojekte nach sich ziehen kann, und zu Verschärfung der Bedingungen bei der Kreditvergabe führt(vgl. Riordan,1993, S. 328-348.).
Riordan warnt vor diesem Hintergrund vor allzu größer Hoffnung auf Steigerung des Wohlfahrts infolge der Öffnung des Binnenmarktes für jede Bank der EU und Verschärfung dadurch des Wettbewerbs zwischen den Banken(vgl. Vives, 1991, S. 9-61.).
Das folgende Modell legten Petersen und Rajan(1995, S. 409, ff.) vor. Sie führten auch in einem ausgewählten Gebiet in den Vereinigten Staaten eine empirische Untersuchung durch.
IV. 1. Das Modell
Im Model existieren zwei Typen von Unternehmen: Gute (GU) und schlechte (SU), die sich unter den Bedingungen der Risikoneutralität um Finanzierung ihrer Projekte bemühen. Die GU haben im Zeitpunkt 0 die Möglichkeit, entweder in ein riskantes oder ein sicheres Projekt zu investieren. Wenn ein GU in ein sicheres Projekt I0 investiert, dann bringt dies im Zeitpunkt 1 einen Ertrag in Höhe von S2. Nachdem das Projekt abgeschloßen worden ist, kann das GU den Betrag I1S in ein anderes sicheres Projekt mit dem Ertrag S2 invesieren. Sollte sich ein GU im Zeitpunkt 0 fürs Spielen enstcheiden, so steht es ihm frei, einen Betrag in Höhe von I0 in ein riskantes Projekt zu stecken. Wenn es sich zum nächsten Zeitpunkt 1 zeigt, daß das riskante Projekt erfolgreich war, so zahlt es sich mit dem Betrag R1 aus. Die Wahrscheinlichkeit, daß es so geschehen wird, ist p. Die Warscheinlichkeit, daß das riskante Projekt des GU nicht mit Erfolg gekrönt wird beträgt (1 -
p). Im Falle des Erfolges kann es dann im Zeitpunkt 2 den Betrag I1R wieder in ein riskantes Projekt mit Ertrag in Höhe von R2 einsetzen.
Die Investitionen des SU schlagen fehl. Sie bringen also, wegen des Mißmanagements, der Korruption, der inneren Kündigung der Mitarbeiter u.ä. keinen Ertrag im Zeitpunkt 1.
Unter den Bedingungen des Modells können ausschließlich die Banken die finanziellen Mittel den Unternehmen zu Verfügung stellen. Die Banken wissen im Zeitpunkt 0, daß der Anteil q
der Firmen auf dem Markt als GU einzustufen ist, und den Unternehmen ist bekannt, ob sie selbst GU oder SU sind. q
wird damit ex ante zum Maß der Qualität der Unternehmen. Die Banken lernen im Laufe der Zeit ihre Kunden kennen. Es wird also unterstellt, daß die Bank im Zeitpunkt 1 weiß, ob sie mit GU oder mit SU zu tun hat(vgl. Vergleiche ein �hnliches Modell von Fischer 1990, S. 51, wonach: "Unterschiedliche Informationsst�nde der Banken (...), die aufgrund ihrer jeweiligen Beteiligung bzw. Nichtbeteiligung an der Finanzierung des Unternehmens entstehen, k�nnen die Bindung des Unternehmens an eine Bank bewirken. Dies setzt allerdings voraus, da� das Unternehmen nur eine einzige Bankverbindung unterh�lt, so da� der Informationsvorsprung (...) der Hausbank (...) besteht." F�r die Bank ergeben sich "(...) kurzfristige Verlustrisiken (...), die erst langfristig kompensiert werden k�nnen.").
IV. 1. 1. Annahmen
1. Annahme
Die Banken können lediglich Schuldforderungen an die Kreditnehmer stellen und z.B. keine Aktie besitzen, oder sich in Form anderer Verträge an den Erträgen der Kreditnehmer beteiligen. Die Kreditverträge können nicht in Abhängigkeit von den Projekten, oder dem Typ von Unternehmen geschlossen werden.
2. Annahme
Um die erwartete Rendite M zu erzielen, berechnen die Banken einen Darlehenszinssatz. Je nach der Marktmacht der Banken, kann M gleich 1, oder größer als 1 sein. Bei der angenommenen Risikoneutralität beträgt der risikolose Zinssatz Null. Die vollständige Konkurrenz auf dem Kreditmarkt setzt dann M = 1 voraus, die Banken haben in diesem Fall keine Marktmacht. Die Banken können den Kreditmarkt erst bei der M > 1 beeinflußen.
3. Annahme
S2 + S1 - I1S - I0 > 0
bedeutet, daß der Gegenwärtige Netto Wert (GNW) des sicheren Projektes unter den in punkto Risiko neutralen Bedingungen positiv ist.
4. Annahme
p(R2 + R1 - I1R) - I0 < 0
gibt an, daß sich riskante Projekte durch einen negativen GNW auszeichnen.
5. Annahme
pR2 = S2 > pI1R = I1S
6. Annahme
I1S > R1 > S1
7. Annahme
![]()
dient der Vereinfachung des Models und bedeutet, daß Ertrag S2 größer als die Investition I1S, sowohl unter dem Wettbewerb als auch unter dem Monopol, ist..
(1) ![]()
Der Term (1) stellt im Zeitpunkt 1 die Kreditaufnahme des GU dar, das sich im Zeitpunkt 0 für ein sicheres Projekt entschieden hat. Die Kreditaufnahme kann hier zum Zinssatz M erfolgen, der jetzt, nachdem die SU ausgeschieden sind, um keine Risikoprämie für die Banken vergrößert wird. Den Gewinn, den das GU im Zeitpunkt 2 aus einem sicheren Projekt erreichen will, zeigt der Term (2) und analog, aus einem riskantem Projekt, der Term (3).
(2) max
.
(3) max ![]()
Des weiteren, in Anlehnung an die Annahmen 3, 4 und 5, damit das GU im Zeitpunkt 1 ein sicheres Projekt einem riskantem vorzieht, muß die Ungleichung (4) erfüllt sein. Die Ungleichung (4) stellt gleichzeitig ein wichtiges Ziel der Banken dar: Die Kreditbedingungen sollen den Kreditnehmern eine Grundlage für ihre Kalkulationen liefern, so daß sie sich für sichere Projekte entscheiden. Den Anreiz dafür bietet die niedrigere Zinsrate D1. Die Tatsache, daß die Bank mit der Marktmacht, von einer Firma, die anfänglich Geld zu günstigeren Zinsraten bekommen hat, im Vergleich zum Kreditmarkt mit der Konkurrenz zwischen den Banken in der Zukunft außerordentliche Rückzahlungen durchsetzen kann, beeinflußt die Wahl des Projektes durch die Firma nicht.
Als zweites Ziel gilt für die Banken natürlich das Eintreiben der Kredite, die im Zeitpunkt 0 für die Investitionen I0 der Kunden gewährt worden waren.
(4) ![]()
Die wichtige Frage unter welcher Prämisse die Bank einen Kredit gewähren wird, wird in der Ungleichung (5) erfaßt. Der Ausdruck auf der rechten Seite der Ungleichung stellt somit für die Bank die Bedingung der Rationalität im Fall des gegebenen Unternehmens dar. Die Bank versucht mit der Kreditgewährung, den größtmöglichen Gewinn zu erreichen, indem sie im Zeitpunkt 1 die maximale Zinsrate durchsetzt. Die Bedingung für die Kreditvergabe lautet also:
(5) ![]()
Auf die Unternehmen angewandt, bezogen auf (4) und (5), lautet die Bedingung für die Kreditvergabe folgendermaßen:
(6) q
C
= ![]()
Nur die Unternehemen, für die die Bank annehmen kann, daß sie mit der Warscheinlichkeit größer als q c gute Unternehmen sind, werden den Kredit bekommen. Wie schon oben festgestellt, ist q ein Maß der Qualität der Unternehmen aus der Sicht der Banken.
1. Ergebnis
Für die Unternehmen mit der niedrigeren Qualität q ist es um so leichter einen Kredit zu bekommen, je stärker der Kreditmarkt monoplisiert ist.
Dieses Ergebnis ist insoweit einleuchtend, als es die Marktmacht einer Bank ihr ein außerordentliches, über dem üblichen Niveau unter Konkurrenz zwischen den Banken liegendes Abschöpfen der Gewinne der Unternehmen erleichtert(vgl. Was durch die Bankloyalit�t der Firmen ihrerseits erleichtet wird. Eine Umfrage des Instituts f�r Kreditwesen der Universit�t M�nster, 1977, "(...) l��t den Schlu� zu, da� die Beziehung zu den Hausbanken f�r alle Unternehemen von gro�er Bedeutung und �ber Jahre hinaus konstant ist. Nur ein Viertel der antwortenden Unternehmen w�rde vorbehaltlos bessere Offerten anderer Banken akzeptieren".). Die Bank kann einer Firma anfänglich, oder verübergehend in einer Krise des Unternehmens, niedrigere Zinsen berechnen, um es später im Wege höherer Zinszahlungen nachzuholen(vgl. Fischer, 1990, S. 20.). Petersen und Rajan nennen es "implicit gewinnmäßige Beteiligung"(1995, S. 413.). Dieses zukünftige, rückwirkende Abschöpfen der Gewinne hat aber nach dem Ausdruck (4) keine Wirkung auf die Auswahl der Projekte. Die Möglichkeit des niedrigeren D1 zeigt jedoch dem Unternehmen, geldsparrend, auf das sicherere Projekt. Im Ergebnis werden dadurch auch die Firmen in Programm der Finanzierung aufgenommen, die es bei der Konkurrenz zwischen den Banken, wegen ihrer schlechteren Situation, nicht schaffen würden.
2. Ergebnis
Wenn die, durch die Bank mit der Marktmacht M, für das Unternehmen mit der hinsichtlich der Kreditwürdigkeit niedrigsten Qualität berechnete Zinsrate Z beträgt, so ist sie niedriger als die Rate Z� für ein Unternehmen, die von einer Bank mit der kleineren Marktmacht M�, also bei M� < M, gefordert wird.
Der Term (7) stellt den Nominalwert D1, der im Zeitpunkt 0 von der Bank verlangt wird, zwischen dem Minimum seiner Funktion und von M abhängigem Kriterium der Rationalität der Bank hinsichtlich des konkreten Unternehmens dar. In dem ersten Argument der Funktion setzt die Marktmacht der Bank, und in dem zweiten moral hazard, der Zinsrate von unten eine Grenze. Wenn die in Bezug auf die Kreditwürdigkeit schlechteste Firma eine Zinsrate über die durch die Marktmacht der Bank gesetzte Grenze hinnimmt, so bedeutet es, unter den Bedingungen der Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen, die Möglichkeit des "Handelns der Wirtschaftssubjekte, die zum Nachteil der anderen, in Situationen, wo sie die vollen Konsequenzen ihres Tuns nicht tragen müssen (...), ihren eigenen Nutzen maximal zu vergrößern suchen (...)"(vgl. Kotowitz,1988, S. 549.).
Die Hinnahme einer Zinsrate, die unter dem durch, im Hinblick auf ein konkretes Unternehmen festgestellten, Rationalitätskriterium der Bank bestimmten Wert liegt, wird von der Marktmacht der Bank vehindert.
(7) min ![]()
3. Ergebnis
Bei einer größeren Marktmacht der Bank wird mit dem Alter des Unternehmens die relative, verlangte Rückzahlung im Durchschnitt kleiner.
Diese Schlußfolgerung fußt auf den Ungleichungen (8) und (9). Dabei steht t für das Verhältnis des Nominalwertes, der im Zeitpunkt 1 für jede Mark des erteilten Kredits berechnet wird, zu dem entsprechendnen Nominallwert im Zeitpunkt 0.
(8) t(M) ³ t(M�)
Der Ausdruck (8) gilt für beliebige, anfängliche Kreditwürdigkeit q , bei der Marktmacht der Banken M und M� und Verhältnis M > M�.
Nachdem das Maß q der Qualität der Unternehmen im Hinblick auf Kreditwürdigkeit die Werte zwischen 0 und 1 annehmen kann, gilt (9).
(9) Durchschnittliche t(M) ³ Durchschnitliche t(M)
Es wird jedoch auch mit der Berufung auf die Literatur über die bestreitbaren Märkte von anderen Autoren darauf hingewiesen, daß der Marktzutritt eine Wettbewerbsituation auf den scheinbar konzentrierten Märkten schaffe. Die Banken seien, ebenfalls auf den lokalen Märkten, einem starken, nationalen und internationalen Wettbewerb seitens der Banken und Nicht-Banken ausgesetzt(vgl. Schmidt, 1984, S. 657: "The difficulties involved in defining a meaningfull market area, and a reasonable measure of concentration in that area, seem to me to be so severe as to make this whole line of research questionable."). Die Tabelle 2 zeigt das Teilergebnis dieser Untersuchung und gibt in jeder Zelle die durchnittliche Zinsrate, die Standardabweichung und die Zahl der Unternehmen an.
|   |
Junge Firmen (Alter < = 10 Jahre) |
Alte Firmen (Alter > 10 Jahre) |
|---|---|---|
|
Kreditmarkt mit dem stärksten Wettbewerb (Herfindahl < 0,10) |
11,5 (2,31) 59 | 10,64 (2,19) 48 |
|   |   |   |
|
Kreidmarkt mit der stärksten Konzentration (Herfindahl > 0,18) |
11,38 (2,34) 477 | 11.04 (2,36) 403 |
Die Märkte sind von U.S. Small Bussines Administration aufgrund des Herfindahlindexes der Depositen der Geschäftsbanken in dem gegebenen Gebiet in drei Kategorien erfaßt. Die mittlere Gruppe ist in der Tabelle übergangen worden. Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß die jungen Unternehmen auf beiden Märkten die höhere Zinsraten zahlen. Der Unterschied zwischen den jungen und großen Unternehmen ist jedoch größer auf den Kreditmärkten mit dem stärksten Wettbewerb.

Dieses Ergebnis entspricht auch dem Verlauf der von Petersen und Rajan (1995) aus empirischen Daten berechneten Kurven in der Abbildung 2, wo die Zinsraten auf den Kreditmärkten mit dem stärksten Wettbewerb bei den jungen Firmen höher, aber bei den älteren Firmen niedrigerer sind, als auf den Kreditmärkten mit der stärksten Konzentration. Der mögliche Erklärungsversuch, daß die Zahlenunterschiede aus der Tabelle 2 sowie der Verlauf der Kurven in Abbildung 2 auf eine andere Abhängigkeit als zwischen Alter und Konzentration zurückzuführen sei, müßte dann eine Ursache nennen, die ebenfalls für die Änderungen der Zinsraten mit dem Alter verantwortlich sein kann und sich als Konzentration quasi "operationalisiern" läßt.
Sowohl die Tabelle 2 als auch die Abbildung 1 scheinen die Ergebnisse des obigen theoretischen Modells zu bestätigen. In der untersuchten Population der Firmen scheinen die Banken auf den Märkten mit wenig Wettbewerb zwischen Kreditinstituten ihre Kredite den jüngeren Firmen billiger anzubieten und die Zinsraten mit dem Alter der Firmen graduell anzuheben, so daß sie ihre anfänglich niedrigere Erträge wiedergutmachen. Dieses Resultat kann nicht auf z.B. Information über Unternehmen zurückzuführen sein, weil die sowohl über jungen als auch über alten Firmen zur Verfügung stehen müßte. Das Modell suggeriert, daß das Resultat mit der Konkurrenz zwischen den Banken zu erklären sei. Auf den konzentrierten Kreditmärkten besitzen die Banken aufgrund ihrer Marktmacht implizit Anteile an den finanzierten Unternehmen und haben die Sicherheit, daß sich die niedrigeren Zinsraten für Firmen, die jung oder vorübergehend in Schwierigkeiten sind, in der Zukunft wiedergutmachen lassen, weil die Unternehmen auf sie angewiesen sind. Es wäre nicht der Fall auf den Kreditmärkten mit Konkurrenz zwischen den Banken, weil die Unternehmen auch die Darlehen der anderen Banken in Anspruch nehmen könnten(vgl. Fischer, 1990, S. 20.). Die erwähnte Untersuchung zeigte ebenfalls, daß, auf den konzentrierten Kreditmärkten, die älteren Firmen stärker auf Selbstfinanzierung als auf die Bankkredite zurückgreifen, um die höheren Zinsraten nicht zu zahlen.
Die von Abbildung 2 veranschaulichte ungünstige Rolle der Konkurrenz im Bankensystem kann auch anhand des von The Economist (1990) zitierten Beispiels der kleinen japanischen Firmen, die nach der Erosion der Bindung mit den Banken höhere Zinsraten zahlen mußten, illustriert werden. Die Nachfrage nach den Krediten seitens der japanischen Banken sinkte um 1985, weil die Unternehmen das Geld an dem Wertpapiermarkt leihen konnten. Der verstärkte Wettbewerb zwischen Banken zwang sie zunächst, die Zinsraten zu reduzieren, um sie dann, vernichtend für Investitionen der Firmen, 1990 mehr als zu verdoppeln(vgl. The Economist, 27.10.90, S. 73, f. sowie Hoshi, Kashyap und Scharfstein 1990, S. 105-124.).
Resümee
Der Wettbewerb zwischen Banken wird von manchen Autoren als nachteilig gesehen, weil er die Banken hindert, die langfristige Bindungen mit den Firmen aufzubauen, damit Risiko zu übernehmen und sich an Gewinnen aus den erfolgreichen Projekten zu beteiligen(vgl. The Economist, 13.11.93, S. 84.).
Des weiteren soll mit der Konkurrenz zwischen Banken die Qualität der Information über Kreditanträge sinken, was zu größerer Zahl der schlechten Kredite führt. Eine andere, mögliche Folge sind schwierigeren Kreditbedingungen seitens der Banken.
Die Problematik des Wettbewerbs zwischen Banken ist noch nicht genügend erforscht und die Hypothesen basieren teilweise an Beobachtungen aus anderen Bereichen der Wirtschaft (z.B. Arbeitsmarkt oder Dienstleistungen)(vgl. Petersen und Rajan, 1995, S. 408, "(...) es gibt wenig formal unterst�tzende Beweise in der akademischen Literatur."). Es ist deshalb verständlich, daß es die Gegenargumentation gibt, die einerseits die tatsächlich Unmöglichkeit der Bindung der Bank mit dem Unternehmen unter dem Bankenwettbewerb bezweifelt und andererseits den Zusammenhang zwischen der von Konkurrenz abhängigen Art der Investitionsfinanzierung und Investitionen selbst verneint. Auch die Unmöglichkeit der Isolierung des Bankenangebots von Krediten an Wertpapiermärkten und Kreditangeboten (sei es nur als Eventualität des Markteintritts) seitens der internationalen Banken, Unterscheidung der innovativen Krediten von Aktien sollen die Sicherheit der Thesen über Schädlichkeit der Konkurrenz zwischen Banken in Frage stellen.
Wie schon anfangs geschrieben hat die in dieser Arbeit behandelte Fragestellung eine große Bedeutung für Länder, die im Begriff sind, ihre Bankensysteme zu bauen. Um beim Beispiel Polen zu bleiben, läßt sich auf eine gewisse Ähnlichkeit zur Entwicklung des deutschen Bankensystems hinweisen(vgl. The Economist, 16.11.91, S. 102.). Zwar, ähnlich wie in Deutschland 1920 - 1939, stehen die polnischen Banken vor der Notwendigkeit, die schlechten Kredite in Anteile umzuwandeln, dennoch ist die Situation der polnischen Banken in vielen anderen Dimenssionen anders. Die Regierung privatisiert die größten Banken erst mal nicht, weil sie sie auf die internationale Konkurrenz vorbereiten will und zunächst zusammenschließen möchte. In der Perspektive werden die polnische Banken eine Monopolstellung im Kleingeschäft und einen großen Einfluß im Großgeschäft behalten. Für die Banken wird auch zunehmend klar, daß sie nicht ihre Stellung kurzfristig ausnutzen, sondern sich auf langfristige, gewinnträchtige Bindungen einlassen sollen(vgl. Zycie Gospodarcze, 01.03.96, S. 33, der 2. Vorsitzende von Wielkopolski Bank Kredytowy, Wisniewska, M.: "Dagegen eine Investition in Krediten, m�ge sie sogar einen kleineren Gewinn bringen, bildet einen Beitrag zur Zukunft der Bank, die mit der Zukunft ihrer Kunden verbunden ist."). Es sieht also aus, daß der theoretische Streit über Wettbewerb zwischen Banken von der Wirtschaftspolitik in Praxis zugunsten der Marktmacht entschieden wird(vgl. auch The Economist, 08.09.90, S. 21-24.). Petersen und Rajan schlagen als optimal eine Politik vor, die in den anfänglichen Entwicklungsstadien der Volkswirtschaft auf Zugänglichkeit der Kredite und Marktmacht der Banken setzt, und in den weiteren Stadien, wenn die Quelle der Ineffektivität in dem Preis der Kredite liegt, für mehr Wettbewerb zwischen Banken sorgt(vgl. Petersen und Rajan, 1995, S. 442.).
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