Vladdy's Seite
Einige von Euch wollten schon mal wissen,� weshalb ich viel �ber Vladdy rede,� oder wer Vladdy eigentlich ist.
Na ja Vladdy war Jemand,� den ich extrem verehrt habe,� f�r den ich so tiefe Bewunderung empfinde,� wie mir das bei Menschen bisher nie f�r Jemand Anderes gelang.
Vladdy war kein weit bekannter DJ oder so.
Eigentlich nannten ihn seine Kumpel nur ~Sonic~ ,� das war sein DJ - Name.
Wie ich ihn kennen lernte war eine ziemlich� krasse� Begebenheit,� ich war �ber verschiedene Ereignisse in meinem Leben und� den Abbruch meines� Lebensinhaltes in Canada extrem depremiert geworden,� und zus�tzlich belasteten mich immer neu die Erinnerungen und Alptr�ume �ber Erlebnisse aus der Kinderzeit,� die mich selten in Ruhe gelassen hatten,� auch nicht nach Therapiegespr�ch und obwohl ich seit Jahren Schlaftabletten zu mir nehme.
DJ's die sich so nennen gibt es Viele,� auch Einige,� die sehr bekannt sind,� ein Schweizer zum Beispiel,� also nicht verwechseln.
Die Vorgeschichte ist auch nicht so wichtig,� jedenfalls� hatte ich wieder vermehrt Suizidgedanken gehabt,� und wollte mich auf einer Underground ? Technoparty bei der Musik,� die ich genie�e aus dem Dasein katapultieren.
Daf�r hatte ich eine Spritze mit Formaldehyd mitgenommen,� das ist ein Konservierungsmittel aus dem Pr�parationsgebrauch,� und ich hatte vor mir das in den Blutkreislauf einzuspritzen,� und dann mit einer �berdosis� Tabletten sicher zu gehen,� dass ich?s nicht so mitkriegen w�rde.
Irgendwie muss der DJ das mitgekriegt haben.
Ich hatte ihn zwar gesehen,� den lustigen, dynamischen und superschlanken Typen� hinter dem Provisorium von DJ ? Pult,� aber na ja,� ich h�tte mich� davor geh�tet,� Jemand so Gutaussehenden und dann noch in der Position,� mit dem DJ ? Status und bestimmt 500 Kumpels jemals auch nur verstohlen anzusehen.
Aber irgendwie muss der DJ bemerkt haben,� dass ich nicht fr�hlich bin,� wie die ganzen Anderen.
Ich hab ihn 1997 kennen gelernt,� ein halbes Jahr nachdem ich erneut nach Deutschland kam,� und mich durch die ersten fl�chtigen Bekanntschaften in die Technowelt einweihen lie�.
In der Zeit dachte ich an solche Dinge ohnehin nicht mehr,� man verliert jegliches Interesse an der Welt und den Leuten,� an den Dingen und Abl�ufen,� wenn man vorhat,� aus dem Leben zu gehen.
Meine Gedanken drehten sich nur noch um den Tod und das Erlangen der Nicht ? Existenz als bewusstem Dasein,� da ich es mir erl�send vorstellte,� nicht mehr� leben zu m�ssen,� den Strom der Tausenden von Gedanken in mir versiegt zu wissen,� das elendiglich unn�tze und wertlose� Herz,� das nicht einmal gut f�r eine Transplantation w�re,� endlich aufh�ren w�rde zu schlagen.
Jedenfalls stand er irgendwann bei mir und sagte ich soll ihm die Spritze geben.
Er w�rde mir was Anderes geben,� eine kleine� Tablette,� und wenn ich die nehme w�rde es mir besser gehen.
Na ja� zuerst h�rte ich ihm gar nicht zu,� aber er nahm mir die Spritze einfach weg,� und� gab mir die Tablette.
Ich kann mich nicht mehr so haarklein erinnern,� was ich dann machte,� irgendwann nahm ich die Tablette und� es ging mir tats�chlich� relativ schnell besser.
F�hlte mich� erst schwummrig,� dann aufgedreht und� nicht mehr elendiglich �tzend wie zuvor.
Was ich noch wei� ist,� dass ich sp�ter sogar getanzt hatte,� ich,� der sonst nie tanzt,� gar nicht tanzen kann,� na ja vermutlich hat das eh bescheuert ausgesehen,� kann man sich ja denken,� obwohl ich damals noch wirklich schlank war,� 69 kg bei 180 cm K�rperh�he.
Na ja den DJ hab ich dann nicht mehr gesehen,� erst wieder als die Party allm�hlich zu Ende ging.
Da� stolperte vor mir ein M�dchen,� und ehe sie hinfallen konnte,� konnte ich sie abfangen.
Sie bedankte sich und da kam dann wieder der DJ,� und meinte,� dass sie seine Freundin ist,� und dass er mir ein Getr�nk spendieren w�rde,� als kleines Dankesch�n.
Er dr�ckte sich nicht so aus,� wie sich� die meisten Leute ausdr�cken oder andere Raver f�r gew�hnlich,� nein,� er hatte eine� sanfte Stimme und� sprach eher gew�hlt,� so wie sehr gebildete Personen.
Na ja und so spendierte er mir das Getr�nk,� ich nahm O ? Saft,� wie� meistens,� und� wir kamen allm�hlich ins Gespr�ch �ber Musik und DJ?s nat�rlich,� und welche Musik er am Liebsten mag,� dass er eigentlich Klassik h�rt, wenn es kein Techno ist,� und er fragte nat�rlich auch nach,� warum ich das mit der Spritze machen wollte und alles was dahinter steckte.
Das war f�r mich ein toller Abend,� weil ich sonst fast nie mit Menschen rede,� also im sogenannten Real Life,� denn� f�r gew�hnlich w�hlen mich Menschen nicht als Gespr�chspartner oder sonst wie, �es kommt also nicht oft dazu,� und ich selbst mache das nicht mehr,� dass ich auf Andere zugehe. Mit den Jahren ist mir daran die Lust vergangen,� denn man erlebt doch meist das Selbe,� wird abgelehnt,� ausgelacht,� fortgejagt oder kriegt lustige Benennungen wie h�ssliches "Scheusal�"  oder "Kotzvisage" angesagt.
Das ist sonst nicht so mein Ding,� ne.
Na ja damals geschah es nicht so oft,� weil ich noch schlank war.
In den Zeiten in denen ich alles heruntergehungert hatte ging es mir immer am Besten noch,� im Vergleich zu der anderen Shice,� die das Leben so f�r gew�hnlich mit mir anstellt.
�ber mich hatte ich dem DJ nicht so viel erz�hlt, eher� dar�ber,� dass ich auch Musik produziere und arrangiere,� Geschichten,� Gedichte und Essays schreibe und zeichne bzw. male.
Er interessierte sich� f�r Musikprogramme,� denn er wollte auch eigene Traxx schrauben lernen,� nicht nur Platten auflegen immer,� und so kam es eigentlich dazu,� dass� die Bekanntschaft draus wurde.
Er kam mich dann immer abholen mit seinem Uralt ? Mercedes ? Bock von Flaggschiff mit den Flossen dran,� wenn wieder so ne� Underground ? Party in seiner Gegend ging,� und ich zeigte ihm,� wie man mit� dem MidisequenzerTraxx bauen kann,� und mit den Editoren umgeht.
So kam auch der Name MoonRaver zusammen, Vladdy meinte,� ich m�sse nen gescheiten DJ ? Name haben,� und er wollte mir beibringen,� wie man mit Platten mixXxt und so Sound macht.
Dann sagte er ,� er w�rde mich DJ Moon Raver� nennen,� aber ich hab� mich dann� erst EJ genannt weil ich nicht ?amtsanma�end? sein wollte.
Bis ich rausfand dass es EJAY als v�llig verbl�detes� Dummbatz-Musikprogramm gibt looool und ich mich damit nicht gleichsetzen lassen wollte.
Seine Freundin und sp�ter Verlobte war manchmal dabei.
Ich hab erst sp�ter mitgekriegt,� dass sie an der Nadel hing,� und er das� auch schon ausprobiert hatte,� aber bei ihm war es nicht so extrem ausgeartet, s�chtig war er glaub ich schon,� aber� er schien eher noch ne Kontrolle zu bewahren als seine Verlobte.
Aber wie er sonst mit ihr umging,� das war ganz anders,� als es die ganzen Bl�dk�ppe von Typen mit ihren Tussen sonst so tun.
Er hat sie so behandelt wie wenn sie ne Prinzessin w�re,� hat ihr Gedichte geschrieben,� hat ihr� Traxx gewidmet und� wenn sie miteinander z�rtlich wurden --- na ja zwangsl�ufig kriegte ich das eben mit,� obwohl ich da sonst nicht hinsehe dann --- da war er so sanft und lieb zu ihr,� dass man dachte man w�re in irgend nem� romantischen Film.
Das mit den Drogen war ne andere Sache.
Vladdy geh�rte eben zu so ner Clique,� die sprachen alle nur wenig Deutsch,� au�er� Sergej und Alexej,� zwei,� die schon l�nger in Deutschland lebten,� einer hatte auch DJ ? Ambitionen,� und der Andere hing irgendwie mit der Dealerszene zusammen,� aber ich hab mich da rausgehalten.
W�hrend ich ihn kannte drehte es sich mit Drogen unter uns nur um Gras, XTC und Pilze,� manchmal� auch Pappen,� aber das hatte ich 1 Mal und nie wieder,� denn davon kam ich auf nen echten Horrortrip.
Er hat nie versucht mir H anzudrehen oder so was,� bzw. wollte selbst dringend davon wegkommen,� und seine Verlobte� davon abbringen,� aber bei ihr war das alles schon viel zu weit fortgeschritten.
Vladdy selber schaffte von ganz alleine,� damit aufzuh�ren. Na ja er meinte mal ich h�tte ihm dabei geholfen,� weil ich ihn s�chtig nach Musikmachen gemacht h�tte oder so,� aber nur ein Scherz.
Seine Verlobte h�rte nicht damit auf,� sie wurde immer apathischer mit der Zeit,� und statt ihr ne Entzugsstelle zu verschaffen ha t sie die Clique noch mit Stoff versorgt,� was ich zwar damals schon derb fand,� aber� mit Vladdy?s Kumpels h�tte ich mich nicht anlegen wollen.
Die hatten alle Knarren und� konnten schnell ungem�tlich werden,� wenn man was gegen ihre dubiosen Gesch�fte hatte.
Vladdy erkl�rte mir mal,� dass das bei Denen so ne Art eingeschworene Verbindung ist,� und wenn Einer aussteigen w�rde,� w�rden ihn die Anderen wie nen Verr�ter behandeln,� und deshalb lie� er sich von Denen auch� viel gefallen.
Das Gute war ja auch,� wenn mich Jemand� dem�tigte oder beleidigte --- was ja in meinem Leben� t�glich� mal vorkam,� als ich noch unter Menschen ging --- dann waren die Kumpels immer zur Stelle,� oder Vladdy brauchte nur ein Handzeichen geben und� Jemand der mich beleidigt hatte musste das Lokal verlassen.
Manchmal hab ich mich ihnen gegen�ber sehr in der Schuld gef�hlt deswegen.
Aber wenn ich ihnen Geld daf�r geben wollte haben sie es nicht genommen,� nur gelacht.
Mit Vladdy und seiner Verlobten war ich dann gut 2 Jahre lang �fters an den Wochenenden unterwegs,� auch in� verschiedenen Clubs und Dissen,� wo er halt mal auflegen durfte und so,� oder� weil er selber abtanzen gehen wollte.
Ich kann glaub ich heute schon davon sprechen,� dass ich da auch verbotene Gef�hle f�r ihn empfand,� manchmal.
Aber das habe ich mir nicht erlaubt,� mich sehr daf�r gesch�mt,� weil er doch� Vertrauen zu mir hatte,� und nichts von meinem Anderssein wusste.
Bis ich 27 wurde hatte ich das noch Keinem erz�hlt,� ne.
So war es immer das Gr��te f�r mich,� nur in seiner N�he sein zu k�nnen,� und gleichzeitig wollte ich mich daf�r selbst pr�geln,� weil ich diese unm�glichen Gef�hle f�r ihn empfand,� fast eine Form sch�ndlicher Verehrung.
Und� so oft von ihm tr�umte,� nicht nur deshalb,� weil er dem Bild in mir sehr �hnlich war,� das ich von� einem Traumboy immer hatte,� den Freund den ich mir gew�nscht hatte seit Kinderzeit,� der mit mir reden w�rde und mit dem ich� alles M�gliche unternehmen k�nnte,� Museen besuchen,� wissenschaftliche Exkursionen ,� Tanzen gehen,� zusammen mit ihm Musik zu machen,� Drachenfliegen oder Windsurfen lernen,� oder� wenn es Scifi ? Tr�ume waren,� auf seinen Stern mitzufliegen,� auf dem ich mir freundliche Menschen erhoffte.
Manchmal tr�umte ich sch�ndliche Dinge �ber ihn,� und das machte mir ein schlechtes Gewissen ihm gegen�ber.
Wenn ich ne Frau w�re,� k�nnte er sich eventuell in mich verlieben,� wenn ich so� sein k�nnte wie seine Verlobte,� und all so was.
Solche Gef�hle hatte ich noch nie f�r einen Menschen empfunden,� und ich f�hlte mich damit furchtbar.
So kam es auch dazu dass ich eine Selbstdisziplin anwendete,� um diese Gef�hle� besser kontrollieren zu k�nnen.
Denn ich wollte zusammen mit den Beiden ja nur Techno erleben,� Tanzen und Feiern und herumziehen und gro�artige Gespr�che f�hren.
Das hab ich� mir dann ziemlich gut selbst ab erzogen,� solche unehrenhaften Gef�hle zu kultivieren wie in den Tr�umen.
Es war gut,� dass Vladdy davon nie etwas mitbekam,� denn in seiner Clique wurden Schwule nicht toleriert.
Damals wusste ich allerdings noch nicht,� dass solche Gef�hle an sich nichts Schlimmes darstellen.
Es war mir immer vermittelt worden ? ganz egal wo ich Leute �ber Schwule reden h�rte oder dar�ber las ? dass mein Geheimnis niemals irgendwer erfahren k�nnte,� dass es besser war,� die ganze Sache zu verdr�ngen und so gut wie m�glich zu kontrollieren.
Der sch�nste Abend mit Vladdy war f�r mich,� wo er mich vor seiner versammelten Gruppe seiner Kumpels als' Kumpel ' bezeichnete.
Noch nie hatte mich Jemand 'Kumpel' genannt,� und es ist schon etwas extrem Besonderes gewesen,� da ich zu fr�heren Zeiten eigentlich damit abgeschlossen hatte,� dass ich mich f�r Freundschaften nicht eignen kann,� aus so vielen Gr�nden,� und wegen der vielen Nachteile,� Fehler und M�ngel im Vergleich zu integrierten Menschen,� die� da an mir sind.
Na ja ,� die Sache mit den Gef�hlen lie� sich nur schwer kontrollieren,� manchmal stellte ich mich vor den Spiegel und hasste mich daf�r. Schlug mir selbst ins Gesicht,� weil ich mir sch�ndlich und� hinterlistig vorkam,� falsch eben,� verlogen,� Vladdy gegen�ber.
Irgendwann w�rde ich es ihm sagen m�ssen,� aber ich wusste auch,� dass er mich dann hassen musste,� dass er mich nicht mehr zum Bekannten haben wollen w�rde.
Verehrt h�tte ich ihn,� wenn das je so gekommen w�re,� weiterhin.
Auch wenn er mich je zusammengeschlagen h�tte,� denn daf�r,� dass� er seinen �berzeugungen nicht ausweichen konnte,� daf�r h�tte er nichts gekonnt,� und auch nicht f�r die Pflichtbindung gegen�ber seinen Kameraden.
Klar wei� ich heute,� dass er so gesehen in diesem Punkt sehr eingeengt gedacht haben muss,� aber er kam aus einer anderen Kultur,� aus einer ganz anderen Lebensgeschichte.
Vladdy war als Kind� sehr misshandelt worden,� ob von Schwulen oder von Perversen wei� ich nicht,� das wusste er selbst auch nicht mehr.
Ich hab nur Mal seine vielen Narben gesehen,� auf dem R�cken und an den Handgelenken,� als er� bei seiner Verlobten Duschen war und von der Dusche kam,� ohne ein T - Shirt an.
Das an den Handgelenken hatte ich fr�her gesehen schon,� aber mich nicht getraut danach zu fragen. Ich dachte nur dass er vielleicht auch schon mal versucht hatte,� sich die Pulsadern durchzus�beln oder so was.
Vladdy hatte auch Geheimnisse,� auch �ber seine Eltern lernte ich nie viel,� nur dass ihn die Tante nach Deutschland mitgenommen hatte,� als er 3 war,� und� dass� der Vater abgehauen war vor seiner Geburt,� und die Mutter Alkoholikerin sei.
Was ich an ihm so verehrt habe war so Vieles,� sein L�cheln kann ich auch heute nicht vergessen,� seine� irre eisblauen Augen,� seine wei�blonden Haare,� die er gelb,� gr�n oder kobaltblau mir orangen Spitzen f�rbte und in� irren Stachelfrisuren trug,� oder wenn er ne Cap umgekehrt aufhatte,� den Pony �ber den Verschluss durchh�ngen lie�.
So hab ich ihn auch meistens gezeichnet dann.
Seine komischen Z�hne,� mit Denen er wie Goofy aussah,� so Viele sagten das zu ihm� --- Du siehst aus wie Goofy!
Sein breites Mundwerk,� und sein langes Gesicht und das Gr�bchen im Kinn und die Sommersprossen.
Und er war mindestens 20 kg untergewichtig,� weil er so viel tanzte und rumh�pfte w�hrend dem Auflegen.
Aber er konnte auch essen was er wollte,� 10 Tafeln Schokolade,� und er nahm kein� Gramm zu,� das war schon heftig.
F�r mich war er einfach die Verk�rperung vom Traumtypen,� wenn man das so sagen kann,� zu beiden Anteilen,� nicht nur vom Aussehen her oder daher,� was er anzog,� diese ganzen superengenGlanzshirts und Crossfahrer - Hosen und� Gummi - Jacken und� das Reflekto -Raver - Outfit,� was ihn dem Typen in meinem Traum nur noch �hnlicher machte.
Und er war ein DJ,� ich hab DJ's ohnehin schon fr�her bewundert wie wahnsinnig,� schon so dass man sagen k�nnen h�tte ich hab nen DJ - Tick oder so was loool
Ein Musiker,� ein Denker und Dichter,� ein Mensch mit einem gigantischen InnenRaum,� mit dem ich mich nicht nur �ber Techno unterhalten konnte,� sondern auch �ber� Klassik oder� Urv�lker ? Musik oder die Essenz des Seins oder �ber die Thesen zur Entstehung des Universums und �ber die Zusammensetzung der Zeit oder die Frage nach dem Warum der Existenz,� was auch immer --- nie hatte ich einen einzigen Menschen gekannt,� den solche Themen so sehr faszinierten wie mich.
Daf�r bewunderte ich Vladdy,� denn er konnte so Vieles,� was ich nicht konnte,� und hatte trotzdem noch diese ganze� gro�artige innere Welt in sich drin.
Und wenn er� nur in der N�he war,� dann war das in mir drin so als ob die Sonne aufginge...
Na ja , so nen Stuss schreib ich �fter dar�ber,� keine Sorge.
Ich nannte das dann "DJ -Power"
Er hat mich verstrahlt mit seinem Wesen,� mit seinem DJ -Power -Trick vom andern Stern oder so was,� das dachte ich in lustigen Momenten oft.
Nein,� so was habe ich nie f�r� Andere empfunden. Da habe ich es mir immer nur selbst eingeredet,� irgendwas� zu empfinden.
Wie soll man auch was f�r Schauspieler empfinden,� die man nur �u�erlich kennt,� f�r� Mark Hamill aka Luke Skywalker oder� Richard Dean Anderson in Mac Gyver oder Flash Gordon rofl
Und bei so vielen Menschen empfindet man dann nur f�r� eine H�lfte was.
Entweder f�r ihr Aussehen oder f�r ihren Geist.
In Steven Hawking w�rde ich mich vielleicht pers�nlichkeitstechnisch verknallen,� und in Kai Tracid bestimmt �u�erlich,� so meinte ich das.
Ich kenne Kai's� Innenleben nicht... er ist ein extrem talentierter Musikproduzent,� das steht fest.
Aber ich glaube nicht dass es bei Vladdy ein Verknallen oder so was war.
Eher so etwas wie Soulmates oder� einseitig tiefe Verehrung,� ich sch�tze Liebe ist etwas ganz Anderes. Liebe ist das,� was Vladdy mit der Verlobten geteilt hatte,� und sie mit ihm.
F�r Liebe kam ich nie in Frage.
Das ist mir auch bewusst,� wird mir immer neu deutlich bewusst,� nicht nur weil ich zu viele M�ngel und Fehler in mir vereine,� nicht nur wegen der H�sslichkeit,� der entstellenden Krankheit,� nicht nur wegen �u�erlichen Nachteilen,� die nun einmal nicht gefragt sind auf dem Rennen ums Partnerschaftsspiel.
Bestimmt auch weil ich innerlich daf�r nie in Frage kam,� weil ich platonisch f�hle,� weil ich bestimmte Dinge nicht erf�llen k�nnte,� den Partner nicht so gl�cklich machen k�nnte,� wie sich das M�nner bestimmt Alle w�nschen,� irgendwann.
Vielleicht war Vladdy deshalb etwas Besonderes f�r mich.
Er konnte f�r immer mein Traumtyp bleiben,� er w�rde nie davon erfahren,� und er w�rde mir nie zu nahe kommen k�nnen,� denn schwul war er ja nicht.
Wir k�nnten ewig diese Bekanntschaft f�hren,� dachte ich,� ich k�nnte� daran Teil haben,� wie er seine Verlobte heiratet und eine Familie gr�ndet --- lauter kleine DJ's und DJanes produziert,� wie er das nannte lol
Na ja aber dazu kam es nie mehr.
Seine Verlobte hatte schon �fters damit gedroht,� dass sie ums Verrecken nicht in eine Anstalt oder Entzugsklinik wollte.
Aber irgendwie war das kaum zu vermeiden,� dass es irgendwann dazu kommen musste.
Sie war erst noch im Krankenhaus,� aber weil sie abhauen wollte und� sich wehrte,� �berbrachte man sie in ne� Geschlossene.
Da hat sie sich dann mit irgend nem Metallteil die Pulsadern aufgerissen,� und ist verblutet.
Als ich Vladdy an dem Tag sah,� als er das erfuhr,� das war Winter 1998/99, da war er v�llig am Boden zerst�rt.
Ich hab noch nie Einen so abdrehen sehen.
Schrie wie ein Wahnsinniger und verfluchte die halbe� Welt.
Ri� sich beinahe die Haare aus und� schlug sich den Kopf gegen die T�r.
Trank eine Flasche von seinem Wodka - Zeug was er so mochte nach der Anderen und war am Ende haggedicht wie ne vertikal gedrehte Flunder!
Er trank so viel Zeug dass er beinahe schon bewusstlos war,� ich war bei ihm und hab da dann auch gepennt,� weil er zum� Heimfahren nicht mehr in der Lage war.
Das ging so bis zum n�chsten Abend,� bis in die Nacht.
Er sprach dann kein Wort mehr,� war unheimlich und seltsam geworden,� innerhalb k�rzester Zeit.
Deutete an,� dass er mich dann nachts nach Hause fahren w�rde,� als er wieder n�chtern wurde.
Auf der ganzen Fahrt hat er kein Wort gesagt und stier ins Nichts geblickt.
Ich hab auch nicht gewusst was ich da zu ihm sagen soll.
Ich hab nie gewusst wie ich dann mit Leuten umgehen soll,� wenn sie so was erleben.
Da h�tte ich erst ein Buch lesen m�ssen,� um mich da schlau zu machen.
Also sagte ich auch nichts zu ihm,� dachte,� dass es wohl besser ist,� wenn er seine Ruhe hat,� und ihm keiner auf den Sack geht mit bl�den Spr�chen und so.
Ich hab schon gemerkt dass er immer stierer fuhr,� immer schneller,� aber mir nichts dabei gedacht.
Er fuhr sonst sehr zuverl�ssig,� auch wenn er schnell fuhr.
Aber auf dieser Landstrasse kam dann ne verwehte Kurve,� und ich wei� nicht ob er das nicht mitkriegte,� oder ob er einfach zu kaputt dazu war,� innerlich,� statt auf der Stra�e zu bleiben fuhr er direkt in die Schneewehe,� da ging es leicht den Abhang runter,� dann wieder rauf,� und da blieb das Auto dann stehen.
Es war uns nichts passiert,� waren angeschnallt und Alles,� nur� der Schreck war recht heftig eben.
Aber dann sa� er da mit den H�nden am Steuer festgekrallt und machte so komische Ger�usche,� und erst dachte ich,� er w�rde eben kotzen m�ssen,� aber dann fing er� ganz schlimm zu heulen an,� und h�rte lange nicht mehr auf damit.
Ich hab nicht gewusst was ich da machen soll,� einerseits� h�tte ich� ihm gern irgendwie geholfen,� aber angefasst h�tte ich ihn nie,� denn da w�re ich mir wiederum dreckig und falsch vorgekommen.
So sa� ich eben daneben und hab gewartet,� bis er wieder mit der Heulerei aufh�rte,� was sollte man auch machen?
Das ging schon einige Stunden so,� na ja die Stra�e die er nutzte ist nachts so gut wie tot,� da f�hrt h�chstens mal ein Bauer lang oder� sp�t noch Einer,� der nen Schleichweg nimmt.
Da kam nie ein anderes Auto,� also� schoben wir Seins wieder� Zur�ck in diese schwache Senke,� da war dann ein Feldweg und nicht so viel Schnee,� und das Auto war ja nicht� stark besch�digt� oder so,� nur aufgesessen eben,� durch die Wehe gefahren.
�ber weitere gr�ne Planwege,� so hei�en diese Schleichwege bei uns,� fuhr er mich dann nach Hause.
Nach dieser Sache sah ich ihn� monatelang nicht.
Wenn ne Party war,� ging ich mit anderen Bekannten aus dem Dorf weg,� oder Alexej holte mich manchmal ab.
Aber Vladdy war dann nie auf diesen Parties,� oder nur� derbe mit Drogen zugeknallt,� hat nicht mehr aufgelegt dann.
Alexej,� mit dem ich mich meist in Englisch verst�ndigte,� der meinte dass Vladdy nichts mehr isst und deswegen so eingefallen aussehe,� aber das war bestimmt auch von den Drogen.
Wenn er dann zugedr�hnt war lachte er herum oder� fing unerwartet pl�tzlich an zu heulen,� starrte die Wand an oder sagte irgendwas auf Russisch und das andauernd noch mal und wieder.
Man merkte es,� wie� total durch den Wind er war,� und es dauerte Monate,� bis er sich vom Tod seiner Verlobten halbwegs erholte.
Ich hab halt versucht ihn zum Musikmachen zu bekommen,� um ihn abzulenken.
Wusste nie was ich mit ihm machen sollte sonst,� und wenn er alleine war,� dann goss er dieses Wodkazeugs in sich rein ohne Verstand und Ma�.
Na ja einige Monate hatte ich dann gar keinen Kontakt zu ihm,� bis er dann� wieder Mal aufkreuzte und� mir sagte,� dass er nach GB ginge,� weil sich da irgend n Label f�r ein bestimmten Track von ihm interessiert oder so was.
Und� da w�rde er auch auflegen,� in irgend ner schottischen Stadt , und ob ich ihm helfen w�rde,� seine Platten zu ordnen und sein Zeug zu verstauen,� fragte er dann.
F�r mich war es sehr traurig,� als er nach UK ging.
Ich kam in seine Wohnung und er hatte ja immer Platten �berall,� ich glaube DJ's sind da anf�llig daf�r <kicha>  Platten,� so weit das Auge reichte,� ganze BERGE von Platten!
Er wusste selbst nicht genau,� wie Viele er eigentlich hatte,� so 2 -3000 werden's schon gewesen sein,� und mindestens 500 CD's noch dazu.
Ich half ihm also nen ganzen Tag mal die alle zu sortieren,� nach Genre und Musikern und so,� und er verpackte sie dann in Schachteln und nahm nur die Wichtigsten mit. Die trugen wir dann zu seinem Flaggschiff,� dem alten Mercedes mit den Heckflossen,� seine Staatskarosse,� wie er dazu sagte.
Die Karre hatte vielleicht einen Sound ! Ne Antonov An 2 w�r ein Shice dagegen gewesen,� glaub ich.
Na ja� die Nacht blieb ich noch bei ihm,� und wir sprachen viel �ber� seine Verlobte,� und er hatte wahnsinnig tiefe Gedanken �ber sie, sagte ,� dass� ihm eine H�lfte seines Herzens fehlen w�rde,� die jetzt mit ihr gegangen sei,� um im� Jenseits� auf sie Acht zu geben,� weil er� das im Leben vers�umt habe, da hab ich gemerkt dass er darunter noch l�nger leiden w�rde,� und hatte schon ein ungutes Gef�hl irgendwie,� weil er nach GB gehen wollte.
Andererseits dachte ich,� da� hat er Ablenkung,� da wird seine Musik geachtet,� dieser eine Track,� wirklich ein super Trance -Track,� ein Darktrance -Stil,� "Moonglows & SonicSunfires�" nannte er den.
Ich hab mal versucht ein Remix davon zu machen,� aber na ja,� sein Talent habe ich leider nicht,� und diese irren Harmonien sind mir ein R�tsel,� in dem Track -- das klingt� bei mir nicht so toll,� wenn ich das nachzubauen versuche.
Bisher nicht im Geringsten so toll.
Ist so ein Track wie * Together 99 * ungef�hr,� so Einer,� bei dem man ne G�nsehaut kriegt im Club.
Na ja und dann hatte ich nur noch sporadisch Emailkontakt zu ihm,� Mai und Juni 99.
Er schrieb mir zuletzt,� dass er eine nette Frau kennen gelernt hat,� ne S�ngerin aus Algerien oder so.
Und mit ihr k�nne er fast �ber die selben Dinge reden wie mit seiner Verlobten immer,� und� es kam auch durch die Zeilen,� dass er sich wieder besser f�hlte.
Aber Anfang July hatte ich diesen merkw�rdigen Traum,� na ja das kann� ich nicht beschreiben. Es ging um Vladdy und nen Autounfall in einem roten Cabrio,� das war schon sehr unheimlich,� aber ich glaub ja nicht an so ne Shice wie Vorsehung oder so n� Schwachfug,� und im Nachhinein denke ich,� dass es ein Zufall war.
Ich schrieb ihm noch scherzhalber,� er soll sich kein rotes Cabriolet kaufen,� weil er nen anderen Flitzer brauchte,� und der Mercedes allm�hlich gnadenreif war,� aber gedacht hab ich mir nichts Weiteres dabei,� auch nicht wegen dem Traum,� solche Tr�ume hab ich �fters,� und� das Gehirn speichert so viele Informationen,� dass es oft genug �hnliche Bilder in der Erinnerung verwechselt,� die man irgendwo in nem Film oder in ner Zeitung oder sonst wo mal gesehen hat,� so erkl�re ich mir das zumindest.
Jedenfalls ist er auf der Heimfahrt von dem H�ndler,� wo er das neue Auto gekauft hatte,� in ner Kurve von der Stra�e abgekommen und� hat sich etliche Male �berschlagen.
Und es war nur Zufall,� dass das Auto ein rotes Cabriolet war,� bestimmt,� wie soll man so was auch sonst zusammentr�umen k�nnen ???
Jedenfalls wurde er rausgeschleudert,� und das war so ne Stelle,� wo man nicht �ber den Abhang sehen kann,� und deshalb hat� man es�� zu sp�t entdeckt,� und er lag mit gebrochenen Gliedern auf� so nem Ger�llzeugs und ist da dann wohl auch gestorben,� muss aber noch l�ngere Zeit gelebt haben.
Jedenfalls schrieb das diese S�ngerin mir dann,� von der ich� die Message bekam.
Dieses Jahr war� sehr brutal,� ja.
Grade auch weil 2 Wochen sp�ter der andere Discokumpel aus unserem Dorf t�dlich verungl�ckte.
Aber was soll man machen,� wir leben im Leichtsinn m�hsam erarbeiteter Heiterkeit dahin auf dem Fluss der Zeit,� und wenn der Reaper lang kommt,� beklagen wir uns,� aber wecan?tchangethe way thingsgo...
Vladdy ist Jemand Besonderes f�r mich.
Dass er tot ist,� das �ndert nichts daran,� aber auch gar nichts.
Und wenn mir im Netz� Leute sagen ich soll nicht einer dummen Geschichte um Jemand hinterher h�ngen,� der� tot ist,� dann lasse ich sie das sagen,� aber denke mir meinen Teil; verzeihe� jenen ihre leicht dahingesagte Br�he.
Denn sie kannten Vladdy nicht,� und wissen nicht wie er war,� kannten nie sein inneres Universum,� h�rten nie ein Wort von ihm oder seine Musik --- na das vielleicht,� wer wei� ob nicht was davon V� wurde --- na ja damit kannte ich mich nie aus,� wer dann das Urheberrecht "�bertragen" bek�me oder so was Alles -- keine Ahnung.
Vielleicht hat man seine Sachen auch von der Festplatte gel�scht und weg waren sie.
Er war nur ein Musiker von Tausenden,� schlie�lich.
Hoffentlich ist er so gestorben,� wie ein guter Bekannter von mir �ber seinen besten Freund erz�hlte,� bei der Musik die er �ber Alles liebte.
Hoffentlich war er bewusstlos und musste nicht so lange dort liegen,� um zu verbluten,� hoffentlich hatte er keine Qualen dabei.
Vladdy fehlt unglaublich,� das zu beschreiben ist kaum realisierbar.
Aber wie h�tte er erst seiner Verlobten gefehlt,� wenn sie noch da w�re? Was kann dagegen das bisschen� L�cherlichkeit sein,� was ich da empfinde?
Rein gar nichts,� ein Tropfen Spucke in einem Schmelztiegel vielleicht,� ein unbedeutendes Ereignis.
Aber das empfinde ich eben.
Ein Tor zu einem anderen Universum wurde verschlossen,� f�r immer� versiegelt.
Ich bleibe in meiner Welt hier zur�ck,� mit Erinnerungen,� Denen ich einen eigenen Palast errichtet habe,� und in Denen ich mich wohl und sicher f�hle,� irgendwie geborgen.
Manchmal �ffne ich so eine Erinnerungskapsel,� wann immer ich �ber Vladdy rede oder nachdenke.
Wenn ich die M�glichkeit gehabt h�tte,� und so etwas funktionieren k�nnte,� wie in SciFi - Filmen und Tr�umen,� dann h�tte ich gerne mit Vladdy getauscht,� denn so Einer wie er es war,� dem h�tte dies Leben viel mehr Spa� gemacht.
Also bitte ich Euch es mir zu vergeben,� wenn ich im Chat "Mist"oder "schnulzig" schreibe,� ne.
Es ist nicht nur dummes Geschreibe oder dummes Gew�sch dann.
Ich wei� l�ngst,� dass es Euch nichts bedeuten w�rde.
F�r mich ist es so� Ernst wie wenn ihr mit eurem Sexzeugs happy werdet oder was auch immer Euer Wichtigstes sein mag.

Und f�r mich ist dieses Sexzeug eben daf�r komplett ohne jeglichen Sinn ...
Forever@ Vladdy,� you were like sunlight in my heart,� and now that you're gone I fear the dark
Pit Van Calvin II   --- August 2003 ---
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