Sicherheitslücken im Inter- und Intranet

  1. Portscanner

  2. Passwörter

    Welche Ports sind wie festgelegt?

    Es sind bis 65535 Ports möglich. Die Portnummern unterhalb von 1024 werden Well-Known Ports genannt. Unter den well-Known Ports versteht man Ports die im RFC 1700 bezeichnet werden und hinter denen sich normalerweise immer derselbe Dienste befindet.
    Ein paar Well-Known Ports:
    • 1 TCP Port Service Multiplexer
    • 5 RJE Remote Job Entry
    • 7 ECHO
    • 20 FTP-Data
    • 21 FTP
    • 23 TelNet
    • 25 SMTP Simple Mail Transfer Protocol
    • 37 Time
    • 42 Nameserv Host Name Server
    • 43 WhoIs
    • 49 Login Login Host Protocol
    • 53 DNS Domain Name System
    • 69 TFTP Trivial File Transfer Protocol
    • 70 Gopher Gopher Services
    • 79 Finger
    • 80 HTTP (WWW)
    • 109 POP2
    • 110 POP3 Post Office Protocol version 3
    • 115 SFTP Simple File Transfer Protocol
    • 118 SQLserver
    • 119 NNTP Newsgroup

    Wie kann man die Ergebnisse nutzen?


    Scanner sind wichtig, weil sie Schwachstellen in Netzwerken offenlegen. In verantwortliche Hände gelegt, können Scanner die Basisarbeit für Sicherheitsaudits rationalisieren, da mit einigen Tools - wie beschrieben - sogar Fehlerbehebungsmöglichkeiten und Tutorials erstellen können.
    In unverantwortlichen Händen (von Crackern) stellen Scanner eine Bedrohung für die Sicherheit von Netzwerken dar, weil diese auturisierte Person erfahren könnte, welche Netzwerkdienste offen und u.U. ungesichert sind und daher einen Angriff auf diese Dienste vornehmen könnte.

    Was ist ein Portlistener?

    Für jeden Angriff gibt es natürlich auch eine Gegenseite, zu den Portscannern gehören dementsprechend auch Portlistener. Diese hängen sich an die offenen TCP-Ports Ihres lokalen Systems und lauschen, ob eine IP-Adresse versucht, Ports Ihres PCs auf Vorhandensein zu prüfen oder diese zu benutzen.

    Angebotene Portlistener:

    Ist ein Portscan eine kriminelle Handlung?
    Verschiedenen Autoren zufolge ist der Tatbestand eines Portscan in einer gesetzlichen Grauzone, d.h. er kann u.U. eine kriminelle Handlung darstellen. Portscanning ist - wie oben beschrieben - das Abhören eines Systems, um Schwachstellen herauszufinden. Dieser Vorgehen alleine ist noch keine kriminelle Handlung. Was solch ein Vorgehen aber problematisch macht, ist die Tatsache, dass ein Fremder, der einen Portscan vornimmt, meist damit Schwachstellen eines Systems erkennen will, um später einen Angriff auf dieses System durchführen zu können. Eine Ausnahme wäre natürlich, wenn jemand zur Verbesserung der Sicherheit diese Schwachstellen auf einem fremden System überprüft.
    Die Handlung könnte so gesehen werden, wie bei jemandem, der ausprobiert, ob ein fremdes Haus gesichert ist, ob Fenster offenstehen etc. Dieses Vorgehen ist noch kein Einbruch, wird aber wahrscheinlich häufig zur Vorberetiung eines Einbruchs genutzt (ausser die Person überprüft das Haus im Auftrag der Versicherung).
    In der Praxis wird oft so verfahren, das ein einzelner Portscan von Systemadministratoren nicht verfolgt wird, das Absuchen mehrerer Ports mehrmals hintereinnder hingegen schon. Solch ein systematisches Vorgehen dürfte darauf hindeuten, dass die Person, die den Scan durchführt, einen Angriff durchführen will. Dieses Vorgehen wäre in jedem Fall als kriminell anzusehen.


    Passwörter

    Ab welcher Länge ist ein PW hinreichend sicher?


    Zur Entschlüsselung eines Schlüssels würde mit der Brute Force Methode (d.h. ein Computer probiert sämtliche mögliche Kombinationen durch)wird je nach Passwortlänge und möglicher Buchstaben/Zahlenkombinationen zur Berechnung eine bestimmte Zeit gebraucht werden.
    Nach einer Berechnung für 100 Mhz Prozessoren wird zum vollständigen Durchgehen aller Kombinationen eines 5stelligen Passworts mit 26 Grossbuchstaben (also 26^5 = 11.881.376 Kombinationen) 34 Minuten gebraucht).Durchschnittlich werden also ca. 5800 Kombinationen pro Sekunde von enem Computer berechnet(diese Zahl werde ich bei meinen Berechnungen verwenden, auch wenn sie vielleicht nicht mehr ganz aktuell ist.
    Für ein 6stelliges Passwort mit mit 26 Grossbuchstaben (also 26^6 = 308.915.776 Kombinationen) werden schon 15 Stunden gebraucht. Hat das Passwort 8 Stellen (26^8 = 209 Milliarden Kombinationen), werden 14 Monate dazu gebaucht, inklusive Ziffern und Kleinbuchstaben (62^8 = 218 Billionen Kombinationen) werden bei 8 Stellen bereits ca. gut 1000 Jahre benötigt.
    Oft wird die Verschlüsselung auch in bit gemessen. Hierzu wird gesagt, dass eine 128 bit Verschlüsselung definitiv sicher ist. Dies wäre eine Kombination aus 128 Stellen von 0 und 1. Dies wären also 2^128 (3,40282E +34) Kombinationsmöglichkeiten.
    Meiner Meinung nach sollte eine sichere Verschlüsselung 8 Stellen aufweisen, wobei die Sicherheit letztendlich davon abhängt, dass das Passwort nicht einfach erraten werden kann.

    Was für Wortlistenserver gibt es?


    Meist werden von Nutzern Passworte gewählt, mit der der Nutzer sich persönlich verbunden fühlt. Die Möglichkeiten von Passwörtern würden dadurch durch "social hacking" am stärksten eingeschränkt.
    Eine Liste von möglichen Passworten verringert die zu überprüfenden Kombinationsmöglichkeiten drastisch, wenn derjenige, der das Passwort herausfinden will, weiss, dass das Passwort aus der Liste stammt. Wenn nicht, müßte er trotzdem alle möglichen Kombinationen durchgehen. Wenn das Passwort aus einer der Wortlisten stammt, ist die Anzahl der möglichen Kombinationen auf die Anzahl der Einträge in den Listen beschränkt (die Suchzeit wird also stark verringert).

    Wie verändert sich die Suchzeit durch Groß-/Kleinschreibung und Permutation der Buchstaben?


    Wenn es eine feste Anzahl an Stellen gibt (z.B. 6 Stellen) und bisher nur Kleinbuchstaben (26 Buchstaben) und Ziffern des Dezimalsystems (von 0 - 9) verwandt werden durften, gab es bisher eine Anzahl von 36^6 (ca. 2 Milliarden) Kombinationsmöglichkeiten. Gemäß der 5800 berechenbaren Kombinationsmöglichkeiten pro Sekunde, ergäben sich zum Entschlüsseln eine Zeit von max. 4 Tagen.
    Durch die Zulassung von Gross- und Kleinbuchstaben erhöht sich die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten auf 62^6, d.h. 56 Mrd. Kombinationen. Hier wären ca. 110 Tage zum herausfinden notwendig.
    Wenn die Buchstabenreihenfolge verändert werden kann, ändert dies nichts an den ausgerechneten Zeiten, die Gefahr, dass das Passwort aus einer Wörterliste herausgefunden werden könnte, wäre aber gebannt.
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