"Mir ist langweilig!", schrie Sammira und schlug mit den H�nden auf ihr Bett. Sie lag nun schon seit �ber einer Woche hier. Und warum? Nur weil sie so bl�d war und ihre Deckung vernachl�ssigt hatte. Sammira Aurora ist 15 Jahre alt, hat schulterlanges, silbernes Haar und violette Augen.
An einem Montagmorgen, vor genau einem Monat stand eben dieses M�dchen am Fenster ihres Zimmers und schaute vertr�umt in die Gegend. Es w�re gerne noch eine Weile so da stehen geblieben, sorglos und mit aller Zeit der Welt, aber in einer viertel Stunde w�rde die Schule anfangen. Missmutig wandte Sammira sich vom Fenster ab und ging in die K�che. Dort fand sie wie �blich nur einen Zettel von ihrem Vater, auf dem ihr mitgeteilt wurde, dass er bereits zur Arbeit gefahren war und das Sammiras Essen im K�hlschrank stand. Seit dem ihre Mutter bei einem Anschlag der Gundams ums Leben gekommen war, hatte ihr Vater �berhaupt keine Zeit mehr f�r sie. Seine Probleme in der Firma waren ihm wichtiger, als die seiner Tochter. Hikari Aurora war Lehrerin an der Morning Star High School, die vor einigen Monaten in die Auseinandersetzung der Terroristen und OZ verwickelt war. Das Geb�ude wurde dabei vollst�ndig zerst�rt und es gab keine �berlebenden.
Sammira lies sich v�llig ersch�pft auf ihren Platz sinken. Unter normalen Umst�nden w�re sie jetzt zu sp�t gekommen, doch dieses mal schien sich auch der Lehrer zu versp�ten. Obwohl es bereits vor f�nf Minuten geklingelt hatte, tobte und schrie die Klasse noch wild durcheinander.
Es war so laut, dass niemand h�rte, wie die T�r des Klassenzimmers ge�ffnet wurde. Herr Yuki atmete tief ein, als er das Zimmer betrat. Er hatte schon damit gerechnet, dass wieder mal das absolute Chaos herrschen w�rde. Lauthals forderte er Ruhe. Einige Sch�ler zuckten beim Klang der w�tenden Stimme zusammen und waren sofort still, aber andere lie�en sich nicht beeindrucken und schwatzten munter weiter. Erst als der Lehrer mit Strafarbeiten drohte kehrte endlich die gew�nschte Stille ein.
"Ab heute werden zwei neue Sch�ler auf unsere Schule gehen und einer der beiden wird in unsere Klasse kommen.", teilte Herr Yuki der Klasse mit. Dann drehte er sich zu der immer noch offenstehenden T�r um. "Na los, Heero! Komm rein!", sagte er freundlich. Ein circa 1.56 cm gro�er Junge mit kurzen, braunen Strubelhaaren, die ganz und gar nicht zu der ordentlichen und gepflegten, blauen Schulkleidung passten, betrat den Raum. Sammira sch�tzte, dass er genau wie sie 15 Jahre alt war. Ihrer Ansicht nach sah dieser Typ richtig unfreundlich aus, total unsympatisch. Seine kobaltblauen Augen waren eiskalt, sie zeigten weder Trauer noch Freude, sondern waren v�llig Ausdruckslos. Es war unm�glich in ihnen zu lesen.
"Du kannst dich neben Sammira setzen.", schlug Herr Yuki vor. Ohne ein weiteres Kommentar nahm Heero den besagten Platz ein. Das seine Nachbarin ihn anstarrte, schien ihn wenig zu st�ren, es hatte den Anschein, als w�rde er es gar nicht bemerken. Nach einer Weile wurde es Sammira zu bl�d und sie wandte sich wieder von ihm ab. Sollte er halt seine Ruhe haben - vorerst.
In der Pause sah Sammira Heero mit einem M�dchen durch den Gang gehen. Die beiden schienen sich ziemlich gut zu kennen. Erst als Sammira genauer hinsah, bemerkte sie, dass das M�dchen eigentlich ein Junge war. Er hatte lange, kastanienbraune Haare zu einem Zopf geflochten und war dauern am Reden. Heero sah genervt aus. Zu allem �berfluss wurde er auch noch st�ndig von irgendwelchen *echten* M�dchen angequatscht, die ihn um ein Date baten. Doch der Junge beachtete sie nicht. Als diese gackernden H�hner endlich weg waren, schlich Sammira sich n�her an die zwei Jungen heran. "Duo, halt deinen Mund!", knurrte Heero. Duo murmelte eine Antwort, aber das M�dchen war noch zu weit entfernt, um sie verstehen zu k�nnen. Es wollte gerade weiter gehen, als Heero sich zu ihm umdrehte und winkte. Sammira ging auf die beiden Jungen zu. Dabei fragte sie sich, was sie wohl von ihr wollten. "Was soll das?", fragte Heero in einem gef�hrlichen Ton, als Sammira die zwei erreicht hatte. "Was soll was?", gab sie verwirrt zur�ck. "Du h�ttest uns besser nicht nach spionieren sollen!", mischte sich Duo nun in die Unterhaltung ein, doch bevor er sich versah, wurde er auch schon gegen die Wand gepresst. "Pass auf was du sagst! Ich bin zwar ein M�dchen, aber ich kann mich sehr gut schlagen!", warnte Sammira ihn und verst�rkte ihren Griff um seine Handgelenke noch, um ihre Worte zu bekr�ftigen. Allerdings lies der bezopfte Junge sich dadurch nicht beeindrucken und nickte mit dem Kopf in Heeros Richtung. Sammira wandte ebenfalls den Kopf ab. Sie blickte in einen leeren Korridor. Au�er ihr und den beiden Jungs war niemand da. Eine Panik �berfiel sie. Wenn es jetzt zum Kampf kommen w�rde, w�re keiner da, der ihr helfen k�nnte.
Widerwillig lies Sammira ihren Gegner los. "Wer bist du?", fragte Duo, kaum das er wieder frei war. "Ich bin Sammira Aurora, wohne hier in der N�he und gehe mit dem da in eine Klasse.", antwortete sie und deutete dabei auf Heero. "Ich bin Duo Maxwell!", stellte der bezopfte Junge sich im Plauderton vor. Sammira glaubte schon, dass jetzt ein halbwegs vern�nftiges Gespr�ch zustande kommen w�rde, als Heero sich umdrehte und ging. "Komm Duo!", rief er noch �ber die Schulter, bevor er um eine Ecke bog. Der Angesprochene eilte ihm nach. Sammira blieb alleine zur�ck. Sie fragte sich, was diese beiden Jungen hier wollten. Sie waren doch wohl nicht wirklich zum lernen an dieser Schule? Nein. Sicher nicht. Da musste etwas anderes da hinter stecken. Ob sie vielleicht was mit den Anschl�gen auf die anderen Schulen zu tun hatten? Die Frage nach der wahren Identit�t der zwei Jungen besch�ftigte Sammira noch wochenlang. Bis zu dem Tag, an dem die 5 Gundams ihre Schule �berfielen.
Viele Freunde und Mitsch�ler lagen Tod oder schwer verletzt auf dem Boden. Sammira schaute sich verst�rt und ver�ngstigt um. Doch dann entschloss sie sich, den Kampf aufzunehmen. So konnte es nicht weiter gehen. Es war an der Zeit, dass endlich jemand diesen Gundams zeigte, wo ihre Grenze war. Da die ganze Schule in Panik geraten war, gelang es dem M�dchen unbemerkt das Gelende zu verlassen. Es rannte so schnell es konnte zu einer Nahe gelegenen H�hle. Auf dem Weg dorthin stolperte Sammira mehrmals und w�re beinahe gest�rzt, das Atmen schmerzte, doch sie durfte jetzt nicht aufgeben, sie musste einfach weiter. Wenn sie es schaffen w�rde Escaflore zu holen, dann w�re die Schule gerettet. Ja, Escaflore w�rde es diesen Gundams heimzahlen, w�rde den Tod von Sammiras Mutter r�chen und daf�r sorgen, dass so ein Ungl�ck nie wieder passieren k�nnte. Endlich hatte sie die H�hle erreicht. Mit letzter Kraft zog sie die �ste, die den Eingang versteckten zur Seite. Obwohl sie ein gutes St�ck von der Schule entfernt war, konnte sie die Explosionen h�ren und sp�ren. Mit zitternden Knien stieg sie in Escaflore und machte sich bereit zum Gegenangriff. Entsetzt musste Sammira feststellen, dass ihre Schule mittlerweile vollkommen zerst�rt war. Aber zu ihrer Freude waren die Gundams noch an Ort und Stelle. Sammira zielte auf den Gundam, der ihr am n�chsten war und bemerkte im selben Moment, dass einer ihrer Gegner fehlte. Und dann sp�rte sie die harte Druckwelle des Buster Rifle. Zu ihrem Gl�ck reagierte Escaflore noch rechtzeitig und konnte ausweichen. Sammira �berflog ihre Daten und stellte fest, dass es sich um den Wing Gundam handelte.
In der Zwischenzeit hatte auch Quatre nach Informationen geforscht. Doch im Gegensatz zu seinem Gegner war er nicht f�ndig geworden. "Heero, pass auf! Wir haben keine Daten �ber diesen MS!", warnte er seinen Freund �ber die Sprechanlage ihrer Gundam. Und auch die anderen Piloten hatten keine Informationen �ber den neuen Feind finden k�nnen. Sammira hatte sich mittlerweile f�r den R�ckzug entschieden, da jetzt alle f�nf Gundams versammelt waren und sie nicht glaubte, dass Escaflore stark genug war, um es mit allen auf einmal auf zu nehmen. Der Drache hatte bereits gewendet, um sich auf die Suche nach einem neuen Versteck zu machen, als ihn irgendetwas von hinten festhielt. Laut Daten handelte es sich um Heavyarms. "Den schaffen wir, Escaflore!", sagte Sammira zuversichtlich. Heavyarms Legierung war schw�cher als die der anderen Gundam und er verbrauchte seine Munition sehr schnell. Sie zielte und Escaflore feuerte. "Volltreffer!", rief Sammira erfreut. Sie hatten Heavyarms voll erwischt. Der Gundam war so dazu gezwungen, den Drachen los zu lassen und Sammira nutzte ihre Chance zu fliehen. Fast w�re ihnen die Flucht gelungen, aber Shenlong versperrte ihnen den Weg. Als Escaflore versuchte an ihm vorbei zu fliegen wurde sie von dem Dragon Fang gepackt. "Jetzt ist es aus mit dir!", knurrte Wufei siegessicher, als er den Knopf f�r die Flammenwerfer bet�tigte. Der Angriff sa� und Escaflore st�rzte ab... und seit dem liegt Sammira im Versteck der Gundampiloten.

Ende Teil 1

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