1. Teil
Ich lag bewusstlos auf einem steinigen Untergrund. Als ich aufwachte hatte ich grässliche Kopfschmerzen. Alle meine Körperglieder taten mir schrecklich weh. Ich sah mich um und das erste was mir durch den Kopf schoss war: He! Das ist nicht mein Keller! Aber wo war ich? Um mich herum befanden sich mächtige, alte Tannenbäume, die mit schaurig aussehenden Flechten bewachsen waren. Von irgendwoher drangen verschiedene Vogelstimmen an mein Ohr. Doch die Tatsache dass ich sie nicht sah verwirrte mich noch mehr als ich schon war. (Nein! Ich bin nicht verrückt..... Noch nicht.) Ich seufzte tief und lies mich auf einem Stein nieder. Mein Blick fiel auf ein Ding das vor mir, inmitten von Beilagscheiben und vereinzelten Kabeln lag: Mein Radio. Na fein., dachte ich, Jetzt hock ich inmitten von einem finsteren Wald und hab nichts als ein blödes Radio. Moment! Ein Radio? Hecktisch hob ich es auf und schüttelte es. Hoffentlich funktioniert es noch! Eigentlich war es egal ob es noch in Ordnung war. Schließlich war ich nicht McGyver. Der hätte sicher ein Telefon daraus machen können, aber ich? Ich konnte bloß Erhausfinden ob ich noch auf der Erde war. Man hatte ja schon aus einigen Geschichten gehört wie Leute nach einem derartigen Unfall, wie ich ihn hatte, auf anderen Planeten landeten. Vielleicht hatte es mich ja nach Timbuktu verschlagen? Ich drehte an den Knöpfchen und hörte nichts als rauschen. Mist! Das Ding is hin! Plötzlich vernahm ich leise Stimmen die aus den Radio kamen. Ha! Es ist doch nicht kaputt! Ich drehte den Ton lauter doch was ich hörte machte mich nicht glücklich. Der Radiosprecher sagte etwas von wiederholten Angriffen von Terroristen auf die Erde. Ich wurde wirklich nicht schlau aus der Aussage. Seit wann gibt es jemanden der die ERDE angriff? Sind etwa ein paar Aliens auf uns böse? Wo in aller Welt bin ich da gelandet? Das klingt ja gefährlich. Und wo ist mein Bruder? Der war doch auch mit mir im Keller! (Ich meine eigentlich brauch ich diese Ratte nicht, aber andererseits?...) Warum muss MIR immer so ein Schwachsinn passieren?
Ich versank in Selbstmitleid und beschloss schließlich das ich durch den Wald hatschen sollte, um jemanden zu finden, der mir helfen konnte. Selbst wenn die Change, dass jemand sich hier in der Gegend aufhielt, sehr gering war. Als sich bei mir auch noch ein Hungergefühl breit machte ging ich los.......
Jetzt ist es so weit. Ich hab mich in einem Wald verirrt, wobei ich nicht einmal weiß wie ich hier her komme. Verflucht sei mein Bruder und seine dämliche Maschine!
Nach einer Stunde, des Marsches in einem dunklen Waldgebiet, ging ich eine sonnige Klippe entlang (fragt nicht wo die herkommt). Es war furchtbar rutschig da es anscheinend noch kurz zuvor geregnet hatte. Vorsichtig setzte ich einen Fuß vor den anderen. Doch wie es das Schicksal wollte, rutschte ich plötzlich aus. Ich konnte mich nirgends mehr anhalten und fiel hinunter. Gott sei dank konnte ich mich aber noch an einem Fellsvorsprung anhalten, so das ich noch nicht mit der Ewigkeit Bekanntschaft machte. Nun hing ich in der Luft. Langsam fingen meine Hände zu schmerzen an. Verzweifelt krallte ich mich in das lehmartige Gestein, das immer mehr abbröckelte. Es war sicher nur mehr eine Frage von Sekunden, bis das Gestein mit mir in die Tiefe fiel. Da ich noch nicht sterben wollte, rief ich verzweifelt um Hilfe. Eigentlich war es sinnlos da niemand einfach in einer gottverlassenen Gegend herumlief um kleine Mädchen aus Notsituationen zu retten. Aber da ich die Hauptfigur spiele wurde ich doch noch von jemandem gerettet. (Den muss ein Engel namens Maha geschickt haben) Ein blonder Junge tauchte auf und griff beherzt nach meiner Hand um mich hochzuziehen. Der Junge war zwar nicht der Stärkste, doch da ich ein Fliegengewicht mit nur 46 Kilo und 70 Deka bin, konnte er mich vor einem schrecklichen Tod bewahren. Als ich, mit viel Anstrengung, oben saß, sah ich mir meinen Retter genauer an. Er war etwa so groß wie ich, hatte platinblondes Haar, blaue Au... OH Gott!! Das ist Quatre! Ich bin bei den Gundams gelandet!!! Son Mist!! Das mir!! Dabei bin ich doch gar kein son großer Fan. Ich weiß lediglich zuviel um mich unverdächtig zu benehmen und zu wenig um von großen Nutzen zu sein. Mist!!! Heute ist echt nicht mein Tag. Warum konnte ich nicht bei Visions of Eskawlowne landen (Allen ist soooo niedlich!) oder bei Darth Maul in der Umkleidekabine? (He he he!!!) Na ja, was nicht ist kann ja noch werden. Auf jeden Fall glotzte mich der Bursche etwas schief an. Ich folge seinen Blicken und bemerke das er meinen Gymnastikanzug anstarrte. Schließlich kommt es ja nicht alle Tage vor das er jemanden mit einem Turngewand rettete. Ich wurde unwillkürlich rot da mir schon alleine die Farbe peinlich war (warum zieh ich den eigentlich immer an?). Dazu kam noch, dass ich durch meine unfreiwillige Kletterpartie voll von Dreck war.
Quatre: Alles in Ordnung?
Ich: O-O *Sprachlos bin* (Ein Wunder!)
Quatre: *besorgt klingt* Alles in Ordnung?
Ich: *stotter* Äh..... Ja..... also.... ich bin so.... na ja... also so .... Hmm...
Schließlich versuchte ich irgend was von Waldjoggen zu murmeln um aus dieser dämlichen (peinlichen) Situation rauszukommen. Und da Quatre ein herzensguter (und naiver) Mensch war glaubte er mir natürlich sofort. Er sah aus als würde er nicht einmal eine Sekunde daran denken dass ich ihm einen Bären aufbinden könnte. Als er meine Schürfwunden sah wurde er sehr besorgt.
Quatre: Du blutest ja!
Ich : Ich?... *meine Stirn abtaste und Blutspuren an meiner Hand sehe* Oh! Das ist nur ein Kratzer.
Quatre: Ein Kratzer? Der könnte sich aber trotzdem entzünden. Das kann sehr gefährlich sein. Weißt du was? Ich nehm dich zu mir mit. Dann kann ich deine Kratzer und Schürfwunden desinfizieren.
Ich: *perblex bin* Äh.. Danke. Aber ich will keine Umstände machen. Ich...
Quatre: Du machst keine Umstände. Ich mach das gerne. Wie heißt du eigentlich?
Ich: Ich? Ähm.. meine Freunde nennen mich Gana.
Quatre: Gana? Das ist ein schöner Name. Er klingt wundervoll.
Ich: O-O Du bist der Erste der das findet.
Quatre: Wirklich? Das wundert mich. Aber lass uns jetzt gehen. Du verblutest sonnst noch. (der Kerl übertreibt maßlos)
Ich: *kicher* OK.
Nach diesem inhaltlich hochwertigen Gespräch machen wir beide uns zu Quatres, mehr als nur gigantischer, Villa auf ,wo er nicht nur meine kleinen Verletzungen behandelte, sondern mir auch was anständiges zum anziehen besorgte.
Anmerkungen des Autors:
So meine lieben und aufmerksamen Leser, Das war der 1. Teil. Der 2. folgt zugleich, aber wundert euch nicht über den Anfang.
Ich kann euch eines versichern: Es ist KEIN Déja vu-Erlebnis! Sondern eine, von mir wohldurchdachte, Geschichte, für die ich noch kein Ende habe.
Bis zum nächsten Teil
Eure Gana