*** - Szenenwechsel
Tag 2:
Katrina schlief tief und fest in ihrem Bett. Heute wollte
sie einfach nicht aufstehen. Doch als Jennifer mit einem
Eimer kaltem Wasser ankam und es über Katrina leerte, schreckte
sie in ihrem Bett hoch.
"Was ist denn?" murmelte sie noch halb verschlafen vor sich
hin. "Du solltest endlich aufstehen. Es ist schon 12 Uhr durch.
Wann wollte das gnädige Fräulein denn aufstehen?" Katrina sah
auf den Wecker der auf dem Nachttisch stand und sprang in der
nächsten Sekunde aus dem Bett, schnappte sich ein paar frische
Klamotten und raste in Lichtgeschwindigkeit zum Badezimmer, um
sich erstmal zu duschen.
***
Langsam trottete Jennifer die Treppe hinuter zu den Anderen, die
in der Stube saßen und ungedulig warteten. "Und wann kommt sie
denn endlich?" fragte Duo sehr nervös. "Sie ist gerade duschen.
Ich musste ihr erstmal einen Eimer kaltes Wasser über sie gießen,
damit sie endlich auf wachte. Aber, sie kommt bestimmt gleich."
Und da kam sie auch schon die Treppe runter gedüst. Rannte an
den Anderen vorbei mit einem schnellen "Guten Morgen" und dann
in die Küche. "Ja, das ist unsere Katrina. Immer zu spät jeden
morgen. Das hat diesem Haus gefehlt, das letzte halbe Jahr."
sagte Quatre lachend und auch die Anderen fingen an zu lachen.
Katrina steckte ihren Kopf aus der Tür um zu sehen, was den so
witzig wäre. Mit einem Brot im Mund hing sie nun auf 180. "Worüber
lacht ihr denn? Ich will auch mit lachen." sagte sie und fiel auch
sogleich von ihrem Stuhl. "Au! Mein Popo." Sie fühlte sich schmerzend
den Hintern, wurde aber durch einen Ruck wieder auf die Beine
geholfen.
"Alles okay mit dir?" fragte Heero besorgt. Er war aus der Stube
gelaufen, um Katrina zu helfen und um nachzusehen, ob sie sich
auch nichts getan hatte. "Danke, alles bestens. Und was machen
wir heute?" Heero zuckte mit den Schultern. Auch die anderen wussten
nicht, was sie machen sollten.
***
Plötzlich klingelte es an der Tür. Katrina riß sich von Heero
los und machte mit Duo ein Wettrennen zur Tür. Katrina stieß Duo
unsanft gegen die Wand, der auch sogleich sich an den Kopf rieb.
Eine große Beule war zu sehen und zu fühlen. Gianna kam sofort
zu Duo gelaufen. "Alles in Ordnung? Ohje, du hast ja eine Verletzung
am Kopf." "Ist halb so schlimm. Mir geht es wirklich gut. Du musst
dir keine Sorgen machen."
"Entschuldigen Sie. Bin ich hier richtig, bei Haus Winner?" "Ja, wen
möchten Sie denn sprechen?" "Ich möchte eine gewisse Katrina Darlian
sprechen. Ist Sie zufällig daheim?" "Ja, ich bin Katrina und mit wem
hab ich die Ehre?" Der Mann sagte nichts, sondern legte seine eine
Hand an sein Gesicht und zog daran. "Erkennst du mich jetzt?" Katrina
erschreckte sich und wollte die Tür zu schlagen, doch der Mann konnte
sie noch auf halten und ging ins Haus, um sein Werk zu vollenden.
Katrina rannte sofort zurück in die Stube und schrie dabei. "Der
Youkai ist da. Wir müssen sofort weg. Alle sprangen sofort vom
Sofa auf und wollten zum Hintereingang, doch davor war so was
ähnliches wie eine unsichtbare Wand, und alle rannten dagegen.
Schmerzend hielten sich alle den Kopf, doch der Youkai kam immer
näher.
"Haha, das ist dein Ende, für immer." Doch bevor er wusste, was
geschah, war er umgeben von Weißen Nebel. Es raubte ihm seine ganze
Kraft und er löste sich auf. "Ich komme wieder. Das verspreche ich
dir." Alle atmeten erleichtert auf und gingen wieder zurück in die
Stube. "Das haben wir ja ein Glück gut überstanden. Wie kam eigentlich
der Nebel hier her?" "Das ist keine schwere Kunst. Das kann doch jeder."
Eine Katrina sehr bekannte Stimme sagte dies und alle blickten sich
um. Ein Mädchen und ein Junge, der ebenfalls zu den Gundam Piloten
gehört, traten aus den Schatten ins Licht.
Katrina sprang dem Mädchen an den Hals, sowie Duo dem Jungen. "Alita,
lange nicht gesehen. Wie kommst du denn hier her. Ich dachte du wärst
weg gegangen?" "Ich war ja auch weg, doch dann traf ich Trowa. Er
war so nett und ist mit mir zu euch gekommen. Ich hatte von ihm er-
fahren, was vor einem halben Jahr geschehen war. Ich habe dann eines
Nachts einen Alptraum und zwar aus der Zukunft gehabt. Ich musste euch
doch helfen und außerdem wollte Trowa umbedingt seine alten Kumpels
wieder sehen. So haben wir uns endschlossen euch zu besuchen." "Duo,
lass mich endlich los, du zerdrückst mich ja."
***
"So, wären wir ja fast vollständig. Fehlt nur noch Wufei. Wo der wohl
jetzt steckt? Er sagt ja nie bescheid, wo er hingeht. So ein Sturkopf."
Duo schüttelte den Kopf. Fast hätte er sein Essen vom Tisch geworfen,
doch im letzten Moment fing er es noch auf, bevor es auf den Boden
auf plaschte. "Ich glaube, wir sollten Duo´s Teller lieber mal fest-
kleben." sagte Jennifer und alle fingen an zu lachen. Ja, das war
Geschwisterliebe. Jennifer und Duo Maxwell mochten sich eigentlich
sehr, doch es gab auch Tage, wo sie sich nie wieder sehen wollten.
Heute war einer zum Beispiel. "Ach ja, mach dich bloss lustig über
mich. Das ist mal wieder typisch Jennifer. Sie hat mal wieder die
besten Witze auf Lager. Alte Zimtziege." "Waaaaaaaaas? Du nennst
mich alte Zimtziege, du Plappermaul! Dir sind wohl ein paar Tassen
zu viel rausgefallen. Hüte deine Zunge, mein Bürschchen." Duo
sprang von seinem Stuhl auf und wollte auf Jennifer los gehen, doch
zwischen ihnen stellte sich Katrina und schrie sie beide an.
"Spinnt ihr denn schon wieder? Immer müsst ihr euch in der Wolle
haben. Könnt ihr denn nicht einmal Ruhe geben? Es gibt auch noch
andere Personen, die euren Streit echt lächerlich finden." Ja, ist
Katrina einmal aus der Ruhe, so bringt sie nichts mehr zur Vernunft.
"Ach, Fräulein Besserwisser ist wieder da. Das war so toll, als du
nicht da warst. Ich vermiße es direkt." Auch Duo konnte sich nicht
halten, wenn er einmal in rage gerät. So gifteten sich die Beiden
an und das denn ganzen Abend, bis Duo endlich genug hatte und
nach oben verschwand. Er war müde und erschöpft und sichtlich getroffen,
dass er mal wieder gegen Katrina verloren hatte. Er fühlte sich so
niedergetretten.
Doch Gianna folgte ihm und setzte sich an seinem Bett und streichelte
ihm die Haare aus dem Gesicht. "Mach dir nichts draus. Katrina ist
und bleibt nun mal stur. Nichts kann sie davon abbringen. Das weißt
du doch." "Aber warum muss sie sich immer einmischen? Und wieso hält
Heero dieses Göre bloss aus? Da zerspringen einem ja die Ohren, so
verrückt kann die manchmal sein." "Du kennst doch Heero, dem läst alles
kalt. Er ist nun mal der perfekte Soldat." "Eben nur mit einer Schwäche.
Und das ist Katrina." Gianna nickte und legte ihren Kopf sanft auf
Duo´s Brust, der schon eingeschlafen war. "Gute Nacht, Duo."
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Fortsetzung folgt...
Eine echt tolle Geschichte, muss ich ehrlich selbst zu geben. Ich
bin sichtlich beeindruckt. Mal sehen, wann der nächste Teil kommt.
Ich hoffe er lässt nicht so lange auf sich warten. ;-)
Gruß Katrina
~~~~~ - Rückblende
'...' - Gedanken
>>....<< - Betonung