| SCHICKSAL DER WESTERNISIERTEN SANCT-PETERSBOURGER MITTELSCHICHTSIPPE DER VISCONTI verwandt mit Jekimow, Klosse, Henkel |
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| Die folgenden Informationen �ber die Sippe Visconti sind ein Extrakt aus den Aufzeichnungen S8s, welcher sie aus den Materialien res�miert hatte, die Eugen Visconti, C7, der letzte Repr�sentant der Sippe in Sanct-Petersbourg, w�hrend seines Besuchs in Italien 1888, gesammelt hatte. Diese Genealogie ist m�glicherweise eine sp�tere Abzweigung der bekannten Milan Genealogie. Der Name Visconti stammt vom Benennung des Beamten lat. *vicecomes > engl. viscount, fr. vicomte ab. Erste Kunden �ber den Stammbaum gehen zur�ck ins 17. Jh., als Morando Visconti, Sohn von Parisio Visconti, durch das Benefizium von 8. Juni 1616 der Kirche sein Haus und Land in Ronco, in der italienischen Provinz von Crolio, schenkte. Nachher zog die Familie von Morando nach Curio um. Seine Nachkommen waren Carlo (1630) und der Sohn des letzteren, Giovanni Pietro (1670). Giovanni Pietro hatte zwei S�hne, Mario Visconti, der M�nch in der Kirche der Madonna Del Piano in Ronco war, und Carlo Visconti. Die S�hne Carlo Viscontis waren Placido und Pietro Santino. Der Petersbourger Zweig der Viscontis geht zur�ck auf PLACIDO VISCONTI. Dieser war Architekt und hatte f�nf Kinder: David (der �lteste), Domenica, Carlo Domenico, Annunziata und Pietro. David, Carlo Domenico und Pietro waren ebenfalls Architekten. Die Familienlegende, die auf Carlo Domenico zur�ck geht, erz�hlt, dass Placido Differenzen mit der Familie seines Vaters Carlo Visconti hatte. Zusammen mit seinem Sohn David verlie� er Curio und lie� sich in Piemont nieder, wo sie als Architekten besch�ftigt waren. 1784 verlie� Placido mit seiner ganzer Familie seinen Wohnort und begab sich nach Sanct-Petersbourg, wo er als Architekt unter Katharine II und Paul I t�tig war, als letzterer seinen Wohnsitz in Gatschina errichten lie�. Am 10. Juni 1800 verlie� Placido Visconti zusammen mit seiner Frau Marianna und seinem Sohn Pietro Sanct-Petersbourg, und kehrte in seine Heimatstadt Curio zur�ck. Er starb dort am 16. Mai 1823. Sein j�ngster Sohn Pietro Visconti, von seinen Eltern nach einem Jahr, 1801, als er 18 war, nach Italien zur�ckgebracht, kam erneut nach Sanct-Petersbourg und begann sofort, bei einem Bauwerk in Paulowsk die Leitung zu �bernehmen, wodurch er der Chef seiner �lteren Br�der David und Carlo Domenico wurde, die dort bereits arbeiteten. Dennoch waren seine T�tigkeiten von kurzer Dauer: er kehrte nach Italien zur�ck, als Kaiser Paul I noch lebte, aber er erwarb sich eine lebensl�ngliche Pension von 400 Rubeln im Jahr und den Titel des Hofrates. Er hinterlie� keine Kinder. Sein Bruder CARLO DOMENICO VISCONTI (1774-1852) gilt in der Geschichte der Architektur von Sanct-Petersbourg und seinen imperialen Vororten als der ruhmreichste Repr�sentant der Sippe. In Paulowsk geht das Mausoleum von Paul I in Neuer Silvia auf ihn zur�ck. 1809 brach Carlo Domenico mit seiner Frau und zwei T�chtern von Sanct-Petersbourg nach Curio auf, durch Alexander I in �hnlicher Weise beg�nstigt wie sein Bruder Pietro durch Paul I. Ihr �ltester Bruder, DAVID VISCONTI, von dem die Visconti-Br�cke in Paulowsk, sowie die St. Stanislaus-Kirche zu Kolomna in Sanct-Petrbourg und einige andere Geb�ude stammen, heiratete in Sanct-Petersbourg und verlie� es nie wieder. Er hatte 7 Kinder: Katharine, Madelene, Theodor, Alexander, Marianna, Emilia und Eugenia. Von ihnen ging Alexander Visconti mit Emilia Reinhold die Ehe ein, mit der er zwei Kinder hatte: Emilia (sie starb im 1. Jahr nach der Geburt) und ALEXANDER VISCONTI, ein Milit�rdienstmann. Dieser diente bis zum Ende 1861 im Kaukasus, dann war er 2 Jahre au�er Dienst wegen der "Familienumst�nde", dann kam zur�ck und beendete den Milit�rdienst im Rang des General-Majors 1887. Er starb am 4. Mai 1888. Alexander Visconti war verheiratet (um 1887 schon verwitwet) mit einer Georgierin Prinzessin Eudokia Dschawachischwili und hatte neun Kinder: Barbara (1861), Militine (1863), Eugen (1865), Maria, Olga, Rimma, Donat, Marsalia (s. das Foto von Alexander Visconti mit seinem Sohn Eugen, C7, sowie einen Z�rich-Foto mit der Frau und einer Tochter(?)). Von diesen 9 Kindern war EUGEN VISCONTI, C7, am 12 November 1865 geboren. Er war mit Maria Jekimowa, C6, verheiratet, doch hatten sie keine Kinder. Daher adoptierten sie ein M�dchen, eine Alexandra (Sanda), J3, und vermachten dieser ihren Namen (s. ihre Fotos aus den Jahren 1911 und 1916). C7 war bis 1900 als Architekt t�tig, als er zum diplomatischen Dienst beim Au�enministerium ging, mit dem Rang eines Kollegialrats, und zum Divisionschef berufen wurde. Er ging 1916 von seinem Posten des Vize-Direktors in der Abteilung der Allgemeinen Angelegenheiten als Staatsrat in Pension, der eine feste soziale Position erzielt hatte. Die Familie war reich und hatte Beziehungen zur Elite. Ihr Haus lag in der Demidow-Querstr. in Sanct-Petersbourg (vor kurzem abgebrochen). Nach 1917 wurde C7 arretiert und im Konzentrationslager auf der Insel Solowki gefangen gehalten, aber bald wieder freigelassen und erhielt eine Position als Architekt bei der Konstruktion des Wolchow Staudamms und des Kraftwerks in Swanka. Eugen Visconti starb am 21 November 1929 (s. sein Foto aus 1928). Er bekam einen Schlaganfall, w�hrend er zusammen mit C4 in seinem Haus in der Demidow-Querstr. Treppen stieg. Nachdem er gestolpert war, blieb ihm noch die Zeit, ein paar letzte Worte an C4 zu richten: "Sage Manja nicht!", d.h. seiner Frau. Er wurde im katholischen Teil des Friedhofs Wolkowo in Sanct-Petersbourg begraben, zwischen den Familiengr�bern von anderen Viscontis. Seine Frau C6 starb am 4. April des Folgejahres, 1930. Ihre Pflegetochter Alexandra (Sanda), J3, heiratete einen Russen Nikolai Woronow, J4, und zog nach dem Zweiten Weltkrieg zu ihrem Ehemann nach Sibirien. Sie starb dort, aber ihre Nachkommen leben noch in der Stadt Tawda in der Region von Jekaterinburg. Eine Familienlegende �berlebte, betreffend zwei Br�der von C7 � Donat und Marsalia Visconti. Diese beiden jungen Burschen reisten durch Italien, als sie zu einem Ort mit Ruinen von einem alten Schloss oder einer Kirche kamen. Es gab einen Turm mit einem �berrest einiger Stufen, die zur Spitze f�hrten. Marsalia, der j�nger war, begann, die Stufen hochzusteigen, aber Donat hatte Angst und rief seinem Bruder zu, nicht hinaufzusteigen. Marsalia schenkte dem keine Aufmerksamkeit, doch als er hoch oben war, st�rzte die Treppe zusammen, Marsalia fiel hinab und kam um. Seine Leiche wurde nach Sct.-Petersbourg geholt. W�hrend des Gebets beim Begr�bnis stand Donat unter dem Sarg. In Gedanken wandte er sich an seinen Bruder: "Ich bin schuldig, weil ich dich nicht zur�ck gehalten habe. Gib mir ein Zeichen, wenn du mir verziehen hast!" In diesem Moment fiel ein gro�er Kranz auf Donat vom Sarg herab, und dieser fiel in Ohnmacht. Laut dem "Ganz Petersbourg" wohnte Donat Visconti 1897 in der 1. Linie, 48, der Wassiliewski-Insel. Er hatte 3 Kinder: Katharine, Alexander und Marsalia. Ihr Schicksal ist unbekannt. Eine Schlange auf kreisf�rmigen Hintergrund ist auf dem Adelswappen der Viscontis abgebildet, welches dasselbe in Sanct-Petersbourg und in Italien war. Fast alle Repr�sentanten der Petersbourger Sippe Visconti, auch die Br�der Donat und Marsalia, wurden in ihrer Familienparzelle des Friedhofs Wolkowo in Sanct-Petersbourg beigesetzt. Die Gr�ber wurden von ethnisch-russischen Hooligans nach 1917 zerst�rt. Mehrere Nachkommen verschiedener weiblicher Linien dieser Sippe machten in der sowjetischen Periode den Prozess von entg�ltiger Russifizierung durch. Der Familienname �berlebt in Italien nur noch unter Nachkommen von sehr weitl�ufig Verwandten. Die Sippe Visconti steht in Beziehung mit der Sippe Jekimow durch die Verbindung von C7 und C6. > zur�ck zum SPb-Site > |
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