Zum Wappen Folgendes:

 

Die Wappenbeschreibung und der Wappenbrief stammen aus der Heraldikabteilung des Ferdinandeums, Innsbruck. Gemalt hat das Wappen nach sorgfältigen Recherchen Jörg Kahler, ein zeitweise in Völs ansässiger Kunstmaler. Der Wappenschild befindet sich im Besitz meines Bruders Heinold.

Falls der Wappentext nicht leicht lesbar ist, hier der Wortlaut:

"Das Familienwappen wurde verliehen von Kaiser Rudolf dem II. im Jahr 1599 an die Brüder Urban und Peter Perkmann von Martell als Dank für treue Dienste und große Tapferkeit im Kampf gegen die Türken."
 

Der historische Hintergrund mag wohl eher der sein, dass die Perkmanns, eine auch heute in Martell immer noch angesehene Familie, im Engadiner Krieg mit einem Haufen Wehrhafter erfolgreich eine Brücke gegen die Schweizer verteidigt haben.

Die Erinnerung an die im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit dort aufgrund ihres aus dem Bergbau stammenden Reichtums sehr angesehenen Perkmanns lebt in einem Absatz in der in der Marteller Kirche aufliegenden Kirchenbeschreibung fort:

"Die Kirchenfahnen sind nach dem II. Weltkrieg erneuert worden, wobei erwähnt werden kann, daß eine den schwarzen Doppeladler trägt. Diese Gunst wurde durch die historischen Verdienste der Perkmannschen Verwandtschaft (im Engadinerkrieg 1499 an der Goldrainer Brücke) vom Landesfürsten neben Steuerfreiheit oder einem Salzregal angeboten: Die Wahl fiel auf dieses Symbol, welches seit 1969 auch im Gemeindewappen aufscheint."

Der Legende nach waren die Perkmann also so wohlhabend, dass sie auf "weltliche" Belohnung (Salz war damals extrem kostbar - und von Steuerfreiheit kann unsereins nur träumen...) zugunsten der Ehre, die kaiserlichen Farben und Symbole führen zu dürfen, verzichten konnten.

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