Ach, du mein S

.
 
 
 
 

Ich bin mit dir

vertraut geworden irgendwie

und merkte gar nicht mal wie das geschah
 
 

es war nicht Liebe,

auch nicht Sympathie

als damals ich zum ersten Mal dich sah.
 
 

Du warst um mich

ganz selbstverständlich, wie ich fand

so nahm ich dich

beiläufig an wie einen Gegenstand.
 
 

Und damit wuchs ich auf

wurde älter doch darob nicht weiser

nur müde wurde ich von meinem Lauf

- und vielleicht ein bißchen leiser.
 
 

Ständig wollt’ ich anders dich,

immer anders eben als du bist

versetzte dir auch manchen Schlag,

und manchen Stich

zog und zerrte an dir mit Gewalt

und manchmal auch mit List.

So fochten wir, von Tag zu Tag.
 
 

Und dann, dann reichte ich die Scheidung ein

und suchte anderswo mein Glück.

Doch konnt’ ich nirgend anders glücklich sein

und kehrte kleinlaut immer wieder

in deinen warmen Schoß zurück.
 
 
 
 

Jetzt, nach soviel ruhelosen Jahren

fühl ich mich bei dir zunehmend wohl

bette mich zur Ruh in deinen wunderbaren

weichen Armen,
 
 

an deiner Brust, du mein geliebtes Südtirol.
 

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