Home 2004 Januar
30.01.04 Offenbar doch nicht bloss ein Lausbubenstreich, wenn mich sogar mein
ISP, welcher ein Antivirussystem unterhält vor diesem "Gusano" warnt!
-allerdings zu spät...
Viruswarnung:
Subject:
ALERTA DE VIRUS W32/Mydoom@MM Nueva Amenaza de RIESGO ALTO
Date: Thu, 29 Jan 2004 02:00:00 -0400
From: Cantv.net.....
28.01.04 Gestern wurde mit einem Virusangriff aus einem meiner
Computer ein Teil meines Email - Adressbuches abgesaugt und anschliessend Emails
in meinem Namen an verschiedene Empfänger verschickt, teilweise mit
Attachments.
Nun, Emailadressen sind soweit nichts geheimes und ich schreibe diesen
Lausbubenstreich ein paar Uni- Studenten zu. Ich distanziere mich aber von
dieser Gemeinheit und bitte die Empfänger "meiner" Mails von fremden
Absendern diesen unliebsamen Vorfall zu entschuldigen. BILLSHIT sei dank :-(
Ich meinerseite machte daraufhin "kurzen Prozess" mit <Format
C:> auch wenn es einen halben Tag dauerte, bis mein Pentium II wieder
jungfräulich installiert war...
Zum Untermauern vieler Jahresabschlüsse, oder einfach bloss, um das Januarloch
ein bisschen überdimensional zu veranschaulichen kopiere ich hier
ausnahmsweise einen fremden Banner hinein:

"Wer soll das bezahlen, wer hat soo viel
Geld...?
Dabei habe ich mir eine interessante Frage gestellt:
Wer gibt denn beim Bund nach Feierabend noch Geld aus?
Hmm:-(
- zum Beispiel meine Frau, welche als Buchhalterin die Löhne von Lokalangestellten bezahlt.
Ahaaa, in der weltweiten Zeitverschiebung also, muss das Übel liegen!...?
Nachtrag von einem Freund: Da hatte doch der Metzger neben der Stierkampfarena
regelmässig "spanische Nierli" (Hoden vom Stier). Doch einmal
reklamierte ein Kunde: "Pero? Estos son muy pequenos hoy!?"
"Hmm" seufzte der Metzger makaber; "Diesmal hatte der Stier
gewonnen"....Pedro
lacht sich einen Schranz in den Bauch;-))))))))
23.01.04 Kürzlich stand ich auf der Terrasse der Schweizer Botschaft und sah 15 Stockwerke tiefer, was da klammheimlich hinter der 3 m hohen
Mauer neben der Plaza Castellana erbaut wird; Eine Stierkampfarena!
Über die Sinnlosigkeit von Stierkämpfen hatte ich mich schon in Spanien
gewundert, wo wir jeweils aus dem Stadion hörten, wenn Real Madrid ein Tor
geschoben hatte, aber hier, mitten in der Stadt eine Stierkampfarena -na sowas?
Doch ich beruhigte mich sogleich wieder. Für die paar tausend Zuschauer
stehen nirgendwo Parkplätze zur Verfügung, denn mehr als einen Block gehen
die bequemen Caracenios nicht zu Fuss und auch die nächste Metrostation liegt zu
weit weg.
Deshalb behaupte ich, dass dieses Machwerk wie hundert andere in der Hauptstadt
zur Bauruine verkommt, ehe dort ein erster Stier einen versuchten
venezolanischen Torero auf die Hörner nimmt, oder ihn im Staub bis auf die Unterhosen
ausfranst.
Da hatte Präsident Chavez letztes Jahr schon eine eher verwirklichbare
Vorstellung eines Vergnügungsparks mitten in Caracas, wollte einen Baggersee
ausheben und künstliche Sanddünen aufschütten lassen. Da wäre sogar ich zum
Bädelen gegangen und hätte mir unter Palmen die hübschen Chicas optisch reingezogen,
welche ihre sexy "hilos" hier an allen Playas zur Schau tragen;-)))
21.01.04 Gestern Abend erzählte ich Hanni aus ihrem "Büechli; Emmentaler
Anekdoten" ein "Guetnachtgschichtli":
"Giugeli" war Lokführer
zu einer Zeit, als noch ausschliesslich Dampflokomotiven die kurzen Züge über
Land schleppten. Es kam damals oft vor, dass Emmentaler aus abgelegenen Gebieten
zum ersten Mal mit der Eisenbahn fuhren,wenn sie in die Rekrutenschule
einrücken mussten, und eine Lokomotive war für die meisten etwas
Grüüsliches, dem man sich am besten nicht allzu stark näherte.
Giugeli erspähte auf dem Langnauer Bahnhof einen Bauern, der geduldig auf die
Ankunft seines Zuges wartete. Er nahm ein dickes Seil aus dem Führerstand, band
das eine Ende an der Lok fest und drückte das andere dem Bauern in die Hand mit
den Worten: "I ga itz is Buffet, häbmerse derwile guet".
Er verschwand in der Unterführung, schlich jedoch vom andern Perron aus, dem
Zug entlang auf die Lok und setzte das Ungetüm fauchend in Bewegung. Noch bevor
er sich lachend aus dem Führerstand lehnen konnte, hörte er ein Krachen und
Scheppern und brachte die Maschine augenblicklich zum stehen.Draussen konnte er
anschliessend feststellen, dass es der Bauer ob seiner Aufgabe mit der Angst zu
tun bekommen und das Seil an eine fest angeschraubte Perronbank gebunden hatte
und aus sicherer Entfernung zusah, wie Giugeli der Bank den Garaus machte...
17.01.04 In den letzten Nächten schlief ich schlecht, wohl wegen meiner
"Grippe", welche ich auf dem Flieger geholt hatte und träumte ein paar Horrorgeschichten. Doch auch in der
Realität sieht, hört und liest man Gruseliges. Vom Computertechniker, welcher
sein Internet Opfer -einen Diplomingenieur genüsslich aufass. Oder Manoharan,
ein Inder, welcher den Weltrekord eines Amerikaners brach, indem er in 20
Sekunden 200 Regenwürmer frass und als Dessert eine Babykobra in die Nase
inhalierte um sie wohl auf der Zunge zergehen zu lassen.
Sind Kakerlaken eigentlich schlau, fragte ich mich heute morgen, als ich in die
Küche kam. Als wir nämlich aus dem Heimaturlaub zurückkehrten, hausten so ein
paar Tierchen in unserer Wohnung, obwohl es hier eigentlich gar nichts zu
fressen gab. Doch jetzt, wo wir wieder zu Hause sind, setzt es den Tod ab, wenn
ich sie erwische. Haben sie also eine innere Uhr und wissen, dass ich mit
Urschweizerischer Präzision in die Küche komme, den Käfeliautomat anwerfe und
den Kühlschrank öffne. Sind sie also vorher aktiv, schlagen sich die Bäuche
voll, mit Brosamen oder im Abfallsack und tauchen viertel vor 6 in die
Anonymität ab? Auf jeden Fall bringt ihnen auch ihr letztes Werk nichts -beim
Ableben noch schnell ein paar Eier auszustossen, denn diese entsorge ich
ebenfalls.
Lebenserhaltungstrieb zum Sonnenaufgang -Ich bin am Frühstück; Ä Guete!...
08.01.04 Heute sind wir 3 Jahre in Venezuela. Vieles hat sich in der
Zwischenzeit geändert. Die Lokalwährung hat zwei Drittel seines Wertes
verloren, wegen dem $-Zerfall, aber auch infolge der wirtschaftlichen Schieflage
dieser Oel- Republik. 2002 wurde Präsident Chavez während einem Putsch
gestürzt -für 24 h. Seither versucht die demokratische Partei, ihn legal
abzuwählen, was infolge fehlender, geeigneter Kandidaten unmöglich
scheint.
Nach Generalstreiks, Treibstoff- und Warenknappheit, weiss man nie, was morgen
in den Läden fehlt. Weil Verpackungsmaterial nicht mehr importiert werden
konnte, hatten wir eine zeitlang kein Mehl und damit keine Backwaren mehr. Seit
November gibt es keinen Zucker mehr, trotz der Freundschaft mit Kuba. Gestern
Abend erklärte der Präsident in einer "Cadena" wieder lauthals, was
er doch mit seiner Regierung alles für Venezuela tue, -heute musste ich
Pulvermilch anrühren, -eben wie in einem Entwicklungsland! Doch für einmal
könnte es am zerbröselnden Parmalat Konzern liegen in "Mafialand"
und wo Venezuela auch nichts dafür kann: Las Chicas bonitas und das äquatoriale Klima ist natürlich
fantastisch...
05.01.04 Müde, aber gesund sind wir gestern Abend nach unserem vierwöchigen Heimaturlaub aus Europa nach Caracas zurückgekehrt. Nein, angenehm kann man einen Langstreckenflug nicht bezeichnen. Zuerst musste der Airbus wegen ein paar Schneeflocken "enteist" werden, dann sass man während 12 Stunden eng in den unbequemen Sitzen. Deshalb genossen wir schliesslich eine heisse Dusche und ein grosses bequemes Bett...
01.01.04 Nachdem ich froh war, den Weihnachtsrummel endlich los zu sein, gings
für unsere Grillparty nochmal kräftig an die Säcke. Das Fest war so gut
gelungen, dass ich davon nächste Woche eine Geschichte publizieren werde und
vielleicht gibts auch noch ein paar Fotos. Vorab herzlichen Dank an alle
Gäste!
Wer nicht da war, ist selber schuld!...
Im Schneetreiben an Silvester haben wir Pedros Eltern zum Essen
eingeladen. Zum Zvieri gabs dann noch ein
allerletztes Vermicelle und um Mitternacht unterbrachen wir unser Airportspiel,
um mit Chlepfmost auf 2004 anzustossen: