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Dienstag, 17.Dezember 2002

 here comes the rain again...

Was soll ich sagen: da hat man das ganze Semester lang geschuftet und geackert, hat Paper, die die Welt nicht braucht, produziert, N&aunml;chtelange Klausuren geschrieben und ist froh, wenn man endlich fertig ist. Und dann das! Freitag bis Sonntag hat es praktisch in einem durchgeregnet! Und nicht nur bloss so ein leichter Nieselregen. Nein, es hat geschüttet wie aus Eimern! Man hätte meinen Können, die zweite Sintflut sei auf dem Weg. Wegen des Wetters war ich also in der Wohnung gefangen und musste irgendwie die Zeit tot schlagen. Gar nicht so einfach, sag ich euch, so ohne Fernseher, ohne, Spiele und nur mit ein paar mehr oder weniger spannenden Büchern. Zumal es auch nicht gerade sehr gemütlich ist, wenn die amerikanische Bauweise den Regen geradezu dazu einlädt, sich seinen Weg ins innere zu Bahnen: der Regen drang durch so manche Ritze und in meinem Zimmer tropfte es dann auch von der Decke. Gott sei Dank ist die Regensaison hier nicht sehr lang! Jetzt hat sich das Wetter auch schon wieder ein wenig beruhigt und es kommt auch ab und zu die Sonne mal zum vorschein. Aber man muss auf der Hut sein: zwischendurch kommen kurze, aber kräftige Schauer! Wenn man da hinein gerät, ist alles aus und man kann sich erstmal irgendwo trocken legen. Doch wenn man, so wie ich, rechtzeitig in einem nahe gelegenen Kaufhaus Zuflucht gefunden hat, dann ist das Wetter gar kein Problem. Man verbringt dann zwar seine Zeit in Läden, in die man sonst nie gegangen wäre, aber das ist immer noch besser, als bis auf die Knochen nass zu werden, gell!

Gestern war ich nach Ewigkeiten mal wieder tagsüber in San Francisco. Alles ist weihnachtlich geschmückt< auf dem Union Square steht ein grosser Weihnachtsbaum; die Kaufhä:user haben aufgerüstet und buhlen um die Kunden mit aufwendig dekorierten Fassaden. Aber letztere lassen sich anscheinend nicht besonders von solchen Bemühungen beeindrucken. Jedanfalls war gestern nicht sehr viel los in den Geschäften (jedenfalls bei weitem nicht so viel wie in Köln, wo man vor lauter Menschenmassen wahrscheinlich wieder mal nicht treten konnte). Ich habe zwei Theorien: entweder fällt Weihnachten dieses Jahr aus in San Francisco, aber das halte ich eher für unwahrscheinlich, oder die Amerikaner sind einfach besser organisiert als die Deutschen und haben ihre Weihnachtseinkäfe schon vor langer, langer Zeit erledigt und müssen nun nicht noch kurz vorm Fest wie aufgescheuchte Hühner durch die Geschäfte irren und die letzten Gaben zusammen suchen.

So, das hier wird vermutlich mein letzter Eintrag sein für dieses Jahr. Am Donnerstag hole ich meine Eltern und meine Schwester vom Flughafen ab und dann ziehe ich mit ihnen für zwei Wochen mitten ins Herz von San Francisco. Ich habe mir das Haus gestern schon mal von aussen angesehen. Gar nicht schlecht! Gegenüber liegt direkt eine Kirche (Grace Cathedral) und man hat einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Bay (wenn die Sicht gut ist). Die Lage hat nur einen Nachteil> Man muss erstmal den Hügel erklimmern, auf dem das Haus steht. Und ich habe so das Gefühl, dass es an einer der steilsten Strassen in ganz San Francisco liegt (Jones St)! Und so habe ich dann auch meine Anreisepläne kurzerhand geändert: anstatt zu Fuss mit meinem schweren Koffer den Berg hochzukrachseln, werde ich jetzt wohl mit der Cable Car oder dem Bus dorthin fahren. Sonst roll ich nachher noch mit meinem Koffer den Berg wieder runter! :)

Jetzt komm ich aber wirklich zum Schluss! Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Nächstes Jahr gibt es dann mehr Bilder, versprochen! Machts gut! Adieu...

Eure Paula

 

 

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