| .::biber::. |
| erstaunlliche kr�fte entwickelte das grosste nagetier der gem�ssigten breiten, wenn es mit seinen meisselartigen z�hnen grose baumst�mme f�llt. der biber gestaltet die landschaft, in der er lebt, nach seinen eigenen bed�rfnissen und schafft dadurch auch lebensm�glichkeiten f�r andere tiere. jede biberfamilie legt einen bau an, dessen gut verborgener eingang unter dem wasserspiegel liegt. die biber geh�ren zur erfolgreichsten und artenreichsten ordnung der s�ugetiere, den nagetieren. etwa die h�lfte aller s�ugetierarten sind vertreter dieser gruppe. nur wenige von ihnen erreichen ein k�rpergewicht von 1kg oder mehr; biber z�hlen mit einem durchschnittlichen gewicht von etwa 2 kg zu den riesen unter den heutigen nagetieren. nnur die wasserschweine oder capybaras, die in den tropen s�damerikas leben, sind mit rund 50 kg schwerer als sie. alle nagetiere besitzenvier �userst kr�ftige schneidez�hne, die lebenslang weiterwachsen. die ersten arten dieser hochentwickelten ordnung traten vor etwa 53 mio. jahren, an der wende vom pla�oz�n zum eoz�n, auf, etwa in der gattung paramys, von der in nordamerika versteinerungen gefunden wurden. sie �hnelten in ihrem �usseren den eichh�rnchen. ebenso wie diese waren die ersten nagetiere wahrscheinlich baumbewohner, aus denen sich erst spp�ter bodenbewohnende arten entwickelten. als erste biber gelten die vertreter der gattung agnotocastor, die vor etwa 32mio . jahren, im altoligoz�n, die gew�sser nordamerikas besiedelten. verschiedene gattungen erschienen danach auch in europa und asien; teilweise lebten sie sogar nebeneinander im selben gebiet. 22 biberarten sind bisher von den pat�ontologen beschrieben worden, darunter einige sehr groe formen. so erreichten w�hrend der eiszeit manche arten der gattungen trogontherium in europa und castorodies in nordamerika etwa die gr�sse von schwarrzb�ren und konnten bis zu 300kg wiegen. vor 3-7 mio. jahren, im plioz�n, tauchten in europa die ersten vertreter der gattung castor auf, zu der auch die heutigen biber geh�ren. sie breiteten sich von dort nach asien und nordamerika aus. heute leben nur noch zwei biberarten, die sich so stark �hneln, dass die forscher sie lange als formen ein und der selben art betrachteten j�ngste studien, besonders die auswertung der sch�delma�e, der vergleich der chomosomen und immunologische untersuchungen, haben jedoch best�tigt, dass es sich um zwei verschiedene arten handelt. sie haben einstmals in einem zusammenh�ngenden gebiet gelebt und sich nach der trennung der kontinente zu eigenst�ndigen formen weiterentwickelt. KN�PPELFESTUNG IM EIGENEN SEE biber sind gesellige tiere. normalerweise leben vie bis acht individuen in einer kolonie zusammen- das elternpaar und die jungen der letzten w�rfe. mit ausnahme der letzten w�rfe und des vaters sind die gruppenmitglieder selten �lter als 2 jahre. da biber einen grossen teil ihrer zeit im wasser verbringen, besetzen sie reviere an einem see oder einem langen fluss. verstreut in diesen wohnbezirken liegen pl�tze mit besonderen funktionen, etwa ruheb�nke oder speisezimmer; der wichtigste ort im biberrevier ist allerdings der bau, der h�ufig als 2biberburg" angelegt wird und in den die tiere sich zum schlafen �berwintern und zr jungenaufzucht zur�ckziehen. nicht �berall bauen die grosssen nager jedoch burgen,. sofern die beschaffenheit des ufers es erlaubt, graben sie eine h�hle, deren eingang unter wasser liegt und zu der ein bis zu 10 m langes gangsystem f�hrt. damit sie sich zur nahrungssuche nicht zu weit vom wasser entfernen m�ssen, w�hlen die biber als bauplatz f�r ihre burg am liebsten einen wasserlauf mit bewaldeten ufern, vorzugsweise eine stelle, an der das wasser tief und ruhig ist.als fundament f�r den bau dient ein haufen aus schlamm und grossen steinen, �ber den die tiere �ste schichten. zweige und schlamm dichten das bauwerk ab, das bis zu 2m hoch sein kann und an der basis im wasser 12 m durchmesser erreichen kann.in der burg richten sich die nager in etwa 2m breite und 0,6 m hohen wohnraum ein, der �ber dem wasserspiegel liegt. neben der burg legen die biber auch d�mme an, die schwankungen des wasserstandes vermindern. dadurch stellen die tiere sicher, das die am grund des sees oder flusses gelagerte und mit steinen beschwerte nahrung auch mitten im winter erreichen, wenn die gew�sser zugefrohren sind. ausserdem bleibt durch den konstanten wasserspiegel der eingang des baus immer unter wasser. die d�mme werdem im allgemeinen am einem nat�rlichen hindernis wie einer talenge, einem grossen stein oder einem umgest�rztem baum errichten. als baumaterial verwenden die tiere dicke �ste, die sie quer zur str�mung legen., zweige und schlamm dichtendie konstruktion ab. ein biber damm ist durchschnittlich 22,75m lang, doch wissenschaftler fanden schon d�mme, die 60m l�nge erreichten. GRENZENMARKIERUNGEN m�nnchen und weibchen jeder biberfamilie kennzeichnen ihr heimatgew�sser und ihr nahrungsquellen, indem sie das revier durch ausscheidungen spezieller dr�sen, die in der n�he des afters liegen, markieren. das sekret, das diese dr�sen asondern, heisst: bibergeil (anmerkung: *LACH*) . alle mitglieder der gruppe kennen den spezifischen geruch des sekretes ihrer familie sehr genau. zum markieren setzen die tiere die dickfl�ssige substanz auf kleinen erhebungen aus reissig und schlamm ab. jeder fremde biber der auf solche marke stosst, macht augenblicklich kehrt. die gr�sse dieses territioriums hngt von den �usseren bedingungen ab; besonders g�nstige gebiete bieten platz f�r bis zu 3 kolonien pro km�, doch im durchschnitt sind es 0,4- 0,8 pro km�.. |