Meine Gleitschirm "Ahnen"-Galerie:



 
 
Eigentlich habe ich mit einem Brizair 10 angefangen mit fliegen. Den habe ich aber nicht gekauft, sondern direkt den Verkaufsschlager jenes Frühlings 1990, den Genair 24 von Ailes de K.

Startplatz auf dem Sassauna bei Fanas im Prättigau.

Im Januar 1991 leistete ich mir parallel zum Genair, meinen ersten Hochleister, den P3 von Paratech. Dieser Entscheid freut mich heute noch, denn nie vor und nachher wurde ein Schirm gebaut mit so feiner und kurzer Steuerung. Herrlich zum fliegen, aber auch nicht ungefährlich.

Im Landeanflug in Rorschach an der Seepromenade.

                            Wenig später, im Mai 1991 wollte ich einen schnellen, leichten Schirm für das Bergsteigen. Der Genair wurde verkauft und der Ersatz hiess Falhawk Neo Light 11.5. Ein Genuss (zum tragen) und fliegen und Leistungsmässig voll dabei. Dieser Schirm hat mir auf so mancher Bergtour im Abstieg die Knie entlastet.

Beim Steigflug kurz nach dem Start im Lake District in der Nähe von Keswick, England. Dieser Flug wurde meine bis dorthin längste Strecke von 25km.

Auf dem obigen Flug im Sommer 1992 lernte ich die kräftigen Winde Englands kennen. Kurzerhand entschloss ich mich den 11.5er zu verkaufen und bestellte mir aus der Schweiz (ich war gerade für längere Zeit geschäftlich in England) die nächst kleinere Grösse, den Falhawk Neo Light 10.5. Bei viel Wind und beim Bergsteigen ist dies heute noch meine erste Wahl.

Während einem abenteuerlichen Flug im Yosemite National Park in den USA. Naja, in den USA ist eben alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die Ranger hatten zwar keine Ahnung was ich gemacht hatte, aber nach der Landung wurde ich für 2 Stunden verhaftet. Der Flug war trotzdem super und hat sich gelohnt.

                               
                                Mein P3 war so langsam aber sicher alt und verbraucht. Ich hatte Mühe einen Ersatz zu finden. Ich entschied mich im Sommer 1994 für den P5 von Paratech. Aus heutiger Sicht meine bisher einzige Kauf-Fehlentscheidung. Der Schirm hat Leistung, gutes Sicherheitspotential und generelles Flugverhalten, aber irgendwie liegt er mir einfach nicht.

Über dem Startplatz in St. André Les Alpes, Frankreich. Für mich eines der schönsten Fluggebiete im Herbst.

Im Frühjahr 2003 habe ich den Schirm einer Fluggruppe im russischen Kaukasus geschenkt.

Ich konnte es nicht lassen. Die meisten Piloten hatten den P3 nach kurzer Flugzeit aus Sicherheitsgründen im Kasten versorgt. Für wenig Geld kaufte ich mir einen dieser Schirme mit wenig Flügen. Mit diesem mache ich jedes Jahr (und hoffentlich noch viele weitere Jahre) so ca. 10 Nostalgieflüge. Der Genuss ist nach wie vor unvergleichlich. Und das Beste, die Leistung reicht auch heute noch aus um mit den meisten mitzuhalten.

Ebenfalls über dem Startplatz in St. André Les Alpes, Frankreich.

                                
                 Wie gesagt, nach dem ersten P3 suchte ich Ersatz. Mit dem P5 war ich nie richtig glücklich, also habe ich weiter gesucht. Ich fand dann im Frühling 1995 endlich einen würdigen Ersatz in einer Wettkampfversion, dem Minoa29C+2V5 von Swing CH. Dieser Schirm bereitete mir sehr viel Freude. Obwohl, leider musste ich ihn wegen Abnutzung im Sommer 2002 ausrangieren. Flexibilität, grosser Geschwindigkeitsbereich, sehr gutes Gleiten und gute Sicherheit wiegen das schlechte Startverhalten mehr als auf.

Ebenfalls über dem Startplatz in St. André Les Alpes, Frankreich.

Im Sommer 1996 entschloss ich mich mit dem Doppelsitzerfliegen anzufangen. Nach dem Testen von 5 verschiedenen Schirmen entschloss ich mich eindeutig für den Mistral Twin von Swing. Das schönste am Passagierfliegen ist klar die Freude meiner Passagiere an einem Erlebnis der besonderen Art. Wenn die Natur es zulässt, geht ein Flug mindestens 45 Minuten bis schon oft über zwei Stunden.

Bei der Landung in Wasserauen im Alpsteinmassiv.

                 
                                Kaum hat man sich an einen Schirm gewöhnt, brauchts auch schon wieder einen Neuen. Als Nachfolger für den Minoa, habe ich im Herbst 1998 den Omega 4 von Advance gewählt. Ich bin aus Vergleichsflügen überzeugt, die Leistung ist nur minim besser (Geschwindigkeit leicht höher) als beim Minoa, aber Start- und Flugverhalten überzeugten mich. Allerdings, so viel Spass wie der Minoa bietet er leider nicht.

Über dem Startplatz am Monte Avena bei Feltre in Italien. Übrigens das schönste Fluggebiet das ich kenne!

Im Frühjahr 2001 hatte ich das Glück mit Tilsiter Switzerland einen Sponsor für meine Passagierflüge zu finden. Ich durfte mich frei entscheiden und habe Aufgrund meiner sehr guten Erfahrungen mit Swing für den Astral Twin entschlossen. Die tolle Leistung und das super Handling des Schirmes, als auch das professionelle Einnähen der Werbung überzeugen voll.

Im Landeanflug in Scuol im Engadin.

                            
  Leider habe ich noch kein Foto von mir. Meinen Minoa sollte ich nicht mehr fliegen, der P5 ist verschenkt und auch der Omega 4 kommt in die Jahre und wird nicht mehr so lange halten. Natürlich habe ich bei meiner Suche nach einem neuen Hochleister erst mal bei Swing geschaut. Einige Probeflüge mit dem brandneuen Cirrus 3.24 haben mich auf Anhieb überzeugt. Im April 2003 war es soweit. Ich habe mich entschlossen und den Schirm gekauft.

Leistung, Geschwindigkeit und auch die Wendigkeit sind super. Dazu ein Startverhalten, wie ich es bisher nur von Schulschirmen und Intermediates kenne. Beim Gefahrentraining habe ich festgestellt, dass auch punkto Sicherheit nichts einzuwenden ist. Toller Schirm, meine Gratulation an Swing.

Da meine Kinder in ein Alter kommen wo daran zu denken ist sie ab und zu mal mitzunehmen und auch von aussen immer wieder die Anfrage kommt für Passagierflüge mit Kindern, habe ich mich gleichzeitig mit dem Kauf des Cirrus auch für einen Swing Mistral 2.28 entschlossen. Dies ist ein grosser Einzelschirm mit hohem Sicherheitspotential und der Gewichtsklasse von 100-130kg. Damit kann ich von ca. 10 bis zu 45kg schwere Kinder  und Leichtgewichtige mitnehmen und was darüber liegt geht sehr gut mit dem eigentlichen Doppelsitzer. Auch das für die Kleinen passende Gurtzeug ist da.

Also, wenn Ihre Kinder fliegen wollen, ich bin bereit!

Kurz vor der Landung beim Wartensee am Rorschacherberg.

                            
                            Wie gesagt, im Sommer 2002 musste ich meinen 1995er Minoa ausrangieren. Seither vermisse ich sein tolles Fluggefühl, seine unvergleichlichen Steuermöglichkeiten und einfach alles daran.

Hey, es gibt ja Internet. Man suche mal ob's noch irgendwo einen gibt. Bei Wills Wing in Kalifornien wurde ich fündig. Leider nicht genau mein Wunsch Typ, aber das nächst Beste, den im Sommer 1994 herausgekommenen Minoa 29C (ebenfalls eine Wettkampfversion) zu einem fairen Preis. Gemäss Angaben des Verkäufers, ist dieser Schirm von Kari Castle aktiv im Wettkampf geflogen worden.

Im Juni/Juli 2003 bestellt, bezahlt und erhalten und schon wieder viel Freude daran gehabt. Nach einem kleinen Umbau ist der Schirm fast so schön zu fliegen wie mein alter Minoa, bloss sein Zustand ist viel besser.

Kurz nach dem Start am Motta Naluns in Scuol.

Übrigens: Ich geniesse es unter dem Jahr zwischen meinen Schirmen abzuwechseln und eben auch die alten, sofern noch Flugtauglich, immer wieder zu fliegen. Dazu gehört auch,  jede Gelegenheit zu Nutzen um Neue und andere Schirme kennen zu lernen. Bis heute habe ich ca. 60 verschiedene Schirme ausprobiert und hoffe es werden bald mehr. Diese Wechsel bauen einen hohen Grad von Flexibilität, Erfahrung und auch Sicherheit auf. Dies sind für mich wichtige Faktoren  für Ihre Sicherheit bei meinen Passagierflügen.
 
 
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