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Das Notebook ist einigermassen wiederhergestellt, sodass ich �ber's Wochenende das n�tigste aufarbeiten kann. Es ist allerdings eh nicht viel passiert in den letzten Tagen. Mein Rucksack ist in Sao Paulo aufgetaucht und kam schlussendlich 3 Tage sp�ter hier in Santiago an. Es hat nichts gefehlt. Auch das Ausreiseticket habe ich inzwischen erstattet bekommen, abz�glich Spesen.
Ansonsten war ich damit besch�ftigt, mir die Moppeds anzuschauen, die Fernando schon f�r mich gesammelt hatte. Er lieh mir die KLR einen Tag lang, um zu sehen, wie ich mit dem Kickstarter zurecht komme. Ich f�hlte mich von Anfang an so wohl darauf, als w�r ich nie was anderes gefahren. Es macht m�chtig Spass, damit durch die Stadt zu fegen. Denn auch der Verkehr ist, wenn man erstmal mittendrin steckt, nur halb so wild wie vom Gehsteig aus betrachtet. Es ist ganz wie fr�her. Es gibt zwar auch noch eine Honda XLR mit E-Starter, auch die f�hrt sich nicht schlecht, aber im Zweifelsfall doch lieber Kickstarter, und so bleibt es schliesslich bei der KLR.
Ein erster Ausflug mit Fernando in die Berge, um sie in der H�he zu testen, muss aus Zeitgr�nden leider verschoben werden. Zu sp�t kommen wir aus Santiago weg, weil es auch noch gilt, das Problem mit dem Libretto zu l�sen. Windows muss neu installiert werden, was nicht ganz einfach ist, da ich kein CD-Laufwerk dabei habe. Via e-mail und Chat versuche ich, aus Deutschland Unterst�tzung zu bekommen. Auch hier in Santiago lasse ich keinen Kontakt aus, und Gonzalo, ein Ex-Kollege, versucht zu helfen, wenn auch leider vergeblich. Schliesslich gelange ich zu Ram�n, der angeblich die entsprechenden Disketten hat.
Inzwischen hat sich Alberto wieder mit seiner Freundin vers�hnt, und wie das hier so �blich ist, darf die nichts von mir wissen. So verbringe ich das Wochenende nun bei Fernando und Beatriz. Nur gut, dass ich eh nicht viel zu tun hab, denn Fernanda und Emilio lassen einen kaum zur Ruhe kommen.
Bei Ram�n ist es dennoch nicht so einfach, wie es zun�chst erscheint. Erstmal haben wir mit mangelndem Speicherplatz zu k�mpfen. Nachdem wir m�hsam ausreichend Platz geschaffen haben, geht bei der Installation alles schief, was man sich vorstellen kann: die 10. Diskette ist wohl kaputt, denn sie enth�lt keine Dateien. Macht aber nix, wir k�nnen uns eine neue erstellen, indem wir die fehlenden Dateien von der CD auf eine neue Diskette kopieren. Nur, die CD l�sst sich nicht lesen. Auch nicht weiter tragisch, Ram�n hat noch eine zweite. Dann l�sst sich die Diskette nicht formatieren. Wir sind nicht mit leeren Disketten gesegnet, finden aber noch eine, die funktioniert. Nun m�ssen wir m�hselig Datei f�r Datei von der CD auf Diskette, und von der Diskette auf das Libretto kopieren. Das geht gut bis zur vorletzten Datei, als pl�tzlich ein Fehler auf der Diskette auftritt, und diese nicht mehr gelesen werden kann. Ramon findet einen Virus. Mit einer weiteren Diskette schaffen wir es schlussendlich, die Installation abzuschliessen. Aber Windows l�uft immer noch nicht wieder. Es ist zum Heulen, langsam beginne ich an Hexerei zu glauben, denn soviel Pech auf einmal kann man doch gar nicht haben. Aber wir geben noch nicht auf, l�schen nun Windows komplett und beginnen das Spiel von vorne. Wieder nichts. Irgendeine sys-Datei kommt mit der neuen Windows-Version nicht zurecht. Inzwischen ist es 3 Uhr morgens, und wir belassen es vorerst dabei.
Die Heimfahrt mitten in der Nacht im T-Shirt tut meiner Erk�ltung nicht gut, die wird jeden Tag �rger, und bald bin ich so heiser, dass ich kaum noch einen Ton rausbringe.
21. Dezember 2000
Michi und Gerhard sind beide problemlos -im Gegensatz zu mir- in Santiago angekommen. Fernando hat ihnen den noch nicht fertiggestellten 2. Stock von seinem Haus angeboten. Der Zugang ist derzeit noch nur �ber eine Leiter von aussen her m�glich. Es ist schon erkennbar, wo welche Zimmer einmal sein werden, auch Fenster gibt es noch keine. Derweil machen die beiden es sich in ihrem Schlafsack auf dem nackten Holzboden gem�tlich, und sie scheinen sich dabei ganz wohl zu f�hlen.
Bis wir ihre Moppeds abholen k�nnen, m�ssen wir in Santiago mit den �ffentlichen Verkehrsmitteln vorlieb nehmen. Ist das f�r mich l�ngst normaler Alltag, so sind Gerhard und Michi doch recht beeindruckt von der Fahrweise der gnadenlosen Busfahrer, und sie sind sich nicht ganz sicher, ob sie sich nun im Bus oder auf dem Mopped und zwischen den Bussen sicherer f�hlen.
Da Michis Mopped wohl ziemlich auseinandergeschraubt ist, und er wahrscheinlich etwas l�nger braucht, um es wieder fahrbereit zusammenzuschrauben, leiht Fernando uns seinen Pick-Up, um die Kisten im 120 km entfernten Valparaiso abholen zu k�nnen. Dort im Hafen werden wir zwar von einer Ecke zur anderen und wieder zur�ck geschickt, aber es verl�uft alles problemlos, und innerhalb weniger Stunden k�nnen die beiden ihre Moppeds in Empfang nehmen. W�hrend die TT350 von Michi in der Kiste auf dem Pick-Up gen Santiago gefahren wird, f�hrt Gerhard auf seiner XT600 hinter uns her, und macht in seiner Kluft gleich Bekanntschaft mit der schweisstreibenden Hitze von Santiago.
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