Hel
Die Göttin des Totenreiches, aber auch die Bezeichnung des Totenreiches selbst, welches auch den Namen Niffelheim trug. Hel hatte es von Odin erhalten. Es umfaßte neun Welten, in dem die Göttin jedem nach Gebühr seinen Platz zuweisen konnte. Hel wohnte in diesem schattenreich in einem Pallast, der in nichts den Palästen der Götter nachstand. Die Toten fanden in Nifelheim ein friedvolles Dasein. Hierhin, kamen alle, die nicht im Kampf gefallen waren. Wer aber einmal das Gatter durchschritten hatte, die über den Fluß Gjöll führte un von der Magd Modgul überwacht wurde, konnte niemals zuirückkehren. Als Balder durch seinen Mistelzweig getötet wurde, fand er ehrenvolle Aufnahme in einem goldenen Saal und es wurde ihm ein üppiges Mahl zubereitet. Daß er Hells Reich nicht verlassen konnte, war nicht die Schuld der Göttin Hel, sonder die der Riesin Thökk, die ihn nicht beweint hatte. Hermod, der im Auftrage Friggs um Balders Auslieferung verhandeln sollte, sprengte mit Odins Roß Sleipnir über den Totenfluß, damit man ihn nicht in Nifelheim festhalten konnte. Hel besaß noch ein zweites Gesicht. Als Tochter Lokis und der Riesin Angrboda und Schwester Fenrirs und der Midgardschlange, zählte sie zu den Dämonen, die den Sturz der Götter vorbereiteten. Der Höllenhund Garn, erwartete blutgierig die herannahenden Toten. Hel saß finster unter einer Wurzel der Weltesche Yggdrasil. Unter dem Einfuß christlichem Gedankengutes, wurde das germanische Totenreich immer mehr zur Hölle. Es glich dem Verbannungsort, wo die Bösen, die Meineidigen und die Mörder erwartet wurden. Der Weg dorthin führte durch Mühsal und Qualen, u. a. durch finstere von Dämonen bevölkerten Gegenden und den von Messern und Schwertern ausgefüllten Fluß Slid.