Frey(r)


Gott der Fruchtbarkeit, der Ernte, des Wohlstandes und der friedlichen Entfaltung; ein Vane; Sohn von Njörd und Bruder von Freyja. Er wohnte in Alfheim und in Lichtalfenheim, das Reich der Lichtelben, war ihm Untertan.Er überwachte das Einhalten von Vereinbarungen und Eiden und belohnte die jenigen reichlich die ihm opferten. Sein goldener Eber Gullinborstel, trug ihn in Windeseile durch Luft und Wasser an jedes Ziel, nachts glänzten seine goldenen Borsten am Himmel. Freyes Wunderschiff Skidbladnir konnte alle Götter aufnehmen, erreichte sicher jeden Hafen und konnte hinterher zusammengefaltet in die Tasche gesteckt werden. Eines Tages, als er Odin auf dem Götterthron vertrat, erblickte er die schöne Gerd, die Tochter des grausamen Meeres und Wolkenriesen Gymir, zu der er sich sogleich in Liebe verzerrte. Sein Gefährte Skinir wurde ausgesandt um um Gerd zu werben. Dazu erhielt er Freyrs Schwert, das frei durch die Luft zum Ziel fliegen konnte und sein Roß, das die Gymirs Wohnsitz umgebende Lohe furchtlos durchsprang. Doch Gerd wiedersetzte sich der Werbung und lehnte die Geschenke, den Reichtum spendenden Ring Draupnir und elf goldene Äpfel aus dem Besitz Iduns ab. Erst als Skinir ihr mit dem Fluch der Einsamkeit und des Unlücks und dem Tod ihres Vaters drohte, gab sie nach und versprach, Freyr nach neun Nächten in einem heiligen Hain zu treffen. Freyr wurde die Zeit des wartens lang. Die Sage berichtet, daß Skinir Freyrs Schwert nicht zurück brachte und der Gott daher im letzten Kampf der Götter wehrlos war. Er fel als einer der ersten gegen den Riesen Surt. Nach Adam von Bremen war Freyr im Tempel von Upsala als fruchtbarkeitsgott mit riesigem Phallus dargestellt. Im schwedischen Stammesmythos galt Freyr als Ahnherr des Königsgeschlechts der Ynglinge. 

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