Christoph Martin Wieland

1733 - 1813

Christoph Martin Wieland

Wieland wurde 1733 in Oberholzheim als Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte später in Tübingen und Erfurt. Seine frühen Werke waren von religiöser Überzeugung geprägt. Als er eine Zeit lang in Zürich verbrachte, schrieb er schwärmerische Gedichte. 1769 wurde er Professor an der Universität Erfurt. 1773 gründet Wieland eine sehr bedeutende literarische Zeitschrift: Der Teutsche Merkur, 1796 die Zeitschrift Das attische Museum. In seinen Zeitschriften erschienen zahlreiche übersetzungen griechischer und latainischer Klassiker. Wieland starb 1813 in Zürich.
 

Wieland zählt zu den bedeutendsten Prosadichtern der Aufklärung. Er gilt neben Klopstock und Lessing als einer der wichtigsten Wegbereiter der Weimarer Klassik. Zwischen 1762 und 1766 übersetze Wieland über 20 Dramen von Shakespeare und förderte deren bekanntheit im deutschprachigen Raum. Sein Hauptwerk ist der Roman Geschichte des Agathon (1766). Er handelt von der Erziehung eines jungen Mannes im Sinne der aufklärerischen Ideale. Dieser erste große Erziehungs- und Bildungsroman stellt einen Vorgänger des modernen psychologischen Romans dar.

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