HÖFISCHES RITTEREPOS (RITTERROMAN)
In den Verserzählungen wird der Lebensweg eines Ritters geschildert, der eine Reihe von Abenteuern bestehen, viele Irrwege gehen muß, bis er sich zum wahren Ritter geläutert hat und der höchsten Weihe des Rittertums teilhaftig werden kann. Diese besteht i.d.R. in der Aufnahme an den Hof König Arthus'. An seiner Tafelrunde sind viele berühmte Ritter versammelt (z.B. Erec, Iwein, Parzival, Lancelot). Die Figur des idealen Königs stammt aus einem bretonisch-irischen Sagen- und Märchenkreis. Unmittelbares Vorbild der deutschsprachigen höfischen Ritterromane waren die Werke des Franzosen Chrestien de Troyes.
Wichtige Autoren und Werke
Hartmann von Aue, Erec (1180/85) Wolfram von Eschenbach, Parzival (um 1200/1210) Gottfried von Straßburg, Tristan und Isolde (um 1210) Daneben stellt das Nibelungenlied (um 1200) eine Sonderform dar, da es germanische Heldensagen im ritterlich-höfischen Gewand präsentiert.