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Der Wiener Kongress
1814/1815 |
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- Gemeinsame Ziele der Siegermächte
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Im Krieg gegen Frankreich waren England,
Russland, Österreich und Preußen als Sieger hervorgegangen. Schon 1814 tritt der
Wiener Kongress zusammen, um die nach dem Sturz Napoleons und dem
Zusammenbruch seines Empire notwendige Erneuerung der politischen
Landkarte Europas durchzuführen. Geändert hatten sich als Folge der
Französischen Revolution die Verhältnisse im Innern der einzelnen
Staaten in Europa. Den führenden Staatsmännern auf dem Kongress ging es
darum, eine gemeinsame Position gegen die aufkeimenden liberalen und
nationalen Bewegungen in den Ländern zu beziehen.
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- Ordnung des politischen Gleichgewichts
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Im 18. Jahrhundert war die
Staatenordnung keinesfalls stabil gewesen. Durch die vielen Kriege
waren den einzelnen Ländern großer Schaden zugefügt worden. Zu
diesen Verhältnissen wollte man nicht zurückkehren. Außerdem wurden
viele napoleonische Veränderungen als vorteilhaft empfunden. Von
einem Ziel, die Zustände vor 1792 bzw. vor 1803 wieder herzustellen,
konnte also nicht die Rede sein. Den Siegerstaaten ging es darum, unter
den Großmächten Europas ein politisches und militärisches
Gleichgewicht zu schaffen. Dadurch sollten in der Zukunft
Kriege vermieden werden. In der Außenpolitik kann man also
nicht von einem Streben nach Restauration sprechen.
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Grundlage für die Erhaltung des
Gleichgewichts und die Friedenswahrung war die Zähmung von
hegemonialen Ambitionen einer Großmacht durch die anderen Staaten.
Kein Staat sollte mehr versuchen können, eine Hegemonie über die
anderen Staaten zu errichten, wie es Frankreich unter Napoleon getan
hatte. Das
Staatensystem sollte sich selbst regulieren. Machtpolitik sollte
weiterhin möglich sein, allerdings unter dem Gedanken, das
politische Gleichgewicht der Großmächte zu wahren.
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Dem Gottesgnadentum der Herrscher
stand die Forderung der Bürger nach Volksouveränität gegenüber. Die
Herrscher wollten liberale Veränderungen des
monarchischen Prinzips und Nationalstaatsbewegungen mit Gewalt
unterdrücken. Dabei wollten sie solidarisch vorgehen. (Eine Ausnahme bildete Großbritannien: dort herrschte ein
parlamentarisches System, d.h., die Regierung war vom Parlament
abhängig.) - Die Nationalstaatsbewegung barg
das Potential zur radikalen Umformung der Staatenordnung. |
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- Ziele der einzelnen Großmächte
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- England: Verhinderung sowohl eines neuen Aufschwungs
Frankreichs als auch einer territorialen Ausdehnung Russlands nach
Westen. Die 'Österreichischen Niederlande' (Flandern) sollten nicht in
die Hände einer europäischen Kontinentalmacht geraten. Sicherung der
Weltmachtstellung auf dem Meer. Vertreter auf dem Wiener Kongress war
der Außenminister Robert Stewart Castlereagh.
- Österreich: Ausweitung der Macht in Italien. Bereit dafür
auf die 'Österreichischen Niederlande' und Gebiete im Südwesten
Deutschlands zu verzichten. Zurückdrängung des Liberalismus und der
Nationalstaatsbewegungen (Sorge um den Zusammenhalt des
Vielvölkerstaates). Vertreter war Klemens Wenzel Fürst Metternich.
- Russland: Zar Alexander I. erstrebte die Gebiete des von
Napoleon errichteten Herzogtums Warschau, die von 1793 bzw. 1795 bis
1806 zu Preußen gehört hatten.
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Der Zar wollte ein autonomes
Königreich Polen, das in Personalunion mit Russland verbunden war.
Polen sollte für Alexander I. als Experimentierfeld für soziale
Reformen und für eine konstitutionelle Monarchie dienen. Dies
bedeutete eine Herausforderung für Österreich, das eine Sogwirkung
auf das eigenes Territorium befürchtete (Bürgerrechte,
Nationalstaatsbewegung). Widerstand kam auch aus England.. -
Die Einheit der Siegermächte war gefährdet.
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- Preußen beabsichtigte, das ganze Königreich Sachsen zu
annektieren. Vertreter beim Wiener Kongress waren die Staatsmänner
von Hardenberg und Wilhelm von Humboldt.
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Der sächsische König hatte bis 1813
auf der Seite Napoleons gestanden, gehörte also zu den Verlierern
des Krieges. Sachsen wurde nun Objekt der Politik. - Sachsen war zu
dieser Zeit in der Industrialisierung weit mehr fortgeschritten als
Preußen. Von dem Erwerb Sachsens erhoffte sich Preußen ein
Übergewicht in Deutschland. |
- Frankreich will auch nach seiner Niederlage Großmacht
bleiben. Vertreter Frankreichs am Wiener Kongress ist Charles Maurice
de Talleyrand.
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- Bündnisse unter den Großmächten
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- Preußen und Russland hatten schon vor Beginn des Krieges
vereinbart, dass Russland die preußischen Gebiete der zweiten und
dritten polnischen Teilung - außer dem für Preußen notwendigen
Verbindungsland zwischen Schlesien und Westpreußen - erhalten solle.
Preußen sollte mit Sachsen und norddeutschen Territorien entschädigt werden.
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Bei einer Unterstützung der
österreichischen Interessen wäre die Aussicht Preußens, ganz Sachsen
zu erwerben, viel größer gewesen. Die preußischen Politiker v.
Hardenberg und v. Humboldt rieten König Friedrich Wilhelm III. zu
einem Arrangement mit Österreich. Dieser dachte in diesem Fall
nicht machtpolitisch, sondern war von dem Gefühl der Dankbarkeit gegenüber
Russland beherrscht (1806 war Preußen zur Disposition gesetzt und
war allein durch Russland gerettet worden.) So konnte er sich
dem Werben des Zaren nicht entziehen.
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- Österreich widerspricht sowohl dem Vordringen Russlands in Polen
als auch dem Erwerb Sachsens durch Preußen. Sachsen sollte als
Pufferstaat zwischen Österreich und Preußen erhalten bleiben. Außerdem
sollte eine Verschiebung des politischen und wirtschaftlichen
Gleichgewichts in Deutschland zugunsten Preußens verhindert werden.
England,
ebenfalls in Sorge um das Anwachsen der Machtstellung Russlands,
schließt sich Österreich an.
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Bei dem Streit um die sächsische
Frage gelang es Talleyrand durch seine Parteinahme für
England und Österreich gegen Preußen, das besiegte Frankreich
aus der diplomatischen Isolierung herauszuführen und ihm die Rolle
einer bestimmenden Macht zuzuweisen.
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- Territoriale Veränderungen
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- Der Wiener Kongress machte die Bestrebungen
der ehemaligen Reichsfürsten, die ihre Territorien eingebüßt hatten,
auf Wiederherstellung ihrer Herrschaften
zunichte. Auch die geistlichen Fürstentümer sowie die ehemaligen
Reichsstädte wurden nicht wieder hergestellt, ausgenommen die Freien
Städte Bremen, Hamburg, Lübeck und Frankfurt.
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Die Republiken Venedig und Genua
wurden aufgelöst. Dagegen erhielten das Königreich Neapel,
Sardinien-Piemont, Toskana, Modena, Parma und der Kirchenstaat,
Kurhessen, Braunschweig, Oldenburg, Hannover und die Hansestädte
ihre früheren Regierungen zurück, ebenso Spanien und Portugal, in
verfassungsmäßig etwas veränderter Form die Niederlande und die
Schweiz.
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- Österreich tritt Belgien an die Niederlande ab und überlässt den
Breisgau sowie das benachbarte Gebiet an Baden und Württemberg. Dafür erhält es seine alten Gebiete zurück: Tirol, Vorarlberg,
Kärnten, Krain, Triest, Galizien, Mailand, Venedig, Salzburg und das Innviertel.
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Das 'Königreich der Vereinigten
Niederlande' (Niederlande und Belgien) sollte für England die
Funktion eines Pufferstaates gegenüber Frankreich haben. Österreich wird zur dominierenden Macht in Italien. Die
italienischen Besitzungen schlossen sich an die Hauptmasse der
Länder an. Die geographische Zusammenfassung wurde mit einer
Verstärkung des internationalen Charakters der österreichischen
Monarchie erkauft. |
- Preußen überlässt an Russland die polnischen Gebiete aus der
dritten Teilung Polens. Dafür erhält es: Schwedisch-Pommern mit Rügen,
die Rheinprovinz (Trier, Köln, Aachen, Jülich und Berg), Westfalen
und fast die Hälfte des Königreichs Sachsen.
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Ein Bollwerk gegen Russland sieht
Großbritannien in Schweden, das für die Abtretung Vorpommerns an
Preußen eine Entschädigung durch das bisher mit Dänemark in
Personalunion stehende Norwegen. Die Dänen erhalten die norwegischen
Beilande Island, Grönland und Färöer. -
Preußen wurde durch die territoriale Regelung des Wiener Kongresses
ein fast ausschließlich deutscher Staat. Die fortdauernde
Zersplitterung seines Besitzes war Anlass für spätere Eroberungen in
Norddeutschland. |
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- Frankreich erhielt seinen Besitzstand von 1792 zurück. Die
Bourbonen wurden wieder eingesetzt.
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Keine Rache oder Strafe der
Siegermächte! Stabilität und Gleichgewicht standen beim Wiener
Kongress im Mittelpunkt! |
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Die Neuordnung
Deutschlands |
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- Situation in Deutschland um 1815
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- Nach dem Wiener Kongress waren von den nahezu 300 Reichsständen
des alten Deutschen Reiches (vor 1803) nur noch vierzig Staaten
(unter ihnen vier Freie Städte) übrig geblieben. Großmächte waren
Österreich und Preußen.
- Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt hatten ihre
Territorien stark vergrößern können.
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Österreich und seine Verbündeten
hatten den ehemaligen Mitgliedern des Rheinbundes vor deren Abfall
von Napoleon 1813 ihren bisherigen Besitzstand und ihre Souveränität
garantiert. Die Regierungen der deutschen
Mittelstaaten dachten - ebenso wenig wie die der beiden Großmächte -
nicht daran, ihre Souveränität zugunsten einer deutschen Zentralregierung
beschneiden zu lassen.
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- Liberale und nationale Strömungen
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- Im Rahmen der Ziele des Wiener Kongresses (Mächtegleichgewicht und
Friedenswahrung) sollte Deutschland eine Vereinigung von Staaten
darstellen, die einerseits zu stark war, um von Frankreich angegriffen
werden zu können, andererseits zu schwach, um eine Bedrohung für die
Nachbarn zu sein. Die Absicht Österreichs, das "alte Reich" nicht
wieder herzustellen, kam dem Interesse Frankreichs, Großbritanniens und
Russlands entgegen. Im Innenverhältnis waren den deutschen Staaten
weit gehend Gestaltungsmöglichkeiten über die Form des
Zusammenschlusses gelassen. Im Beratungskomitée über die Neuordnung
Deutschlands waren Österreich,, Preußen, Bayern, Württemberg und Hannover
vertreten.
- Die Interessen der deutschen Staaten
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- Die Erneuerung des habsburgischen Kaisertums und die
freiheitliche Ausgestaltung des Verfassungslebens werden von Fürst
Metternich abgelehnt.
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Der Wunsch der Patrioten, das
"alte Reich" wieder herzustellen, war durch Metternich dadurch
vereitelt worden, dass er schon vor Beendigung des Krieges den
Rheinbundfürsten ihren Besitzstand und ihre Souveränität
garantiert hatte. Damit war zwar die Anerkennung der
Säkularisationen und Mediatisierungen verbunden, aber die
Gründung eines Reiches war unmöglich gemacht.
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- Unterdrückung der nationalen und konstitutionellen Ideen
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Die nationale Hochstimmung des
Befreiungskrieges hatte den Wunsch nach einer Neuorganisation
Deutschlands nach dem Vorbild des französischen
Nationalstaates aufkommen lassen. Fürst Metternich sah
sowohl die äußere Friedensordnung Europas als auch die innere
Friedensordnung der Staaten durch Liberalismus und Nationalismus
bedroht. Nationale und konstitutionelle
Ideen gefährdeten für ihn vor allem den Bestand des
viele Nationalitäten umfassenden habsburgischen Reiches.
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- Das Anliegen Preußens war es, die politische Vormacht nördlich des
Mains zu werden
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Im Juli 1814 legte Preußen einen
Verfassungsentwurf vor, in dem eine starke Kontrolle der beiden
Großmächte über die mittleren Staaten vorgesehen war. In der
Auseinandersetzung mit Österreich musste Preußen dieses
'Maximalprogramm' zurücknehmen. |
- Nur wenige mittlere Länder wollten ein starkes Deutschland.
Bayern und Württemberg wollten nur wenig von ihrer Souveränität
abgeben.
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- Der Deutsche Bund wurde auf Grund der "Wiener Bundesakte vom
8. Juli 1815" gegründet. Es war ein völkerrechtlicher Bund
mit 41 Mitgliedern, davon 37 erblichen Fürstentümern. - ein Diktat europäischer
Staatsräson..
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Durch die Bundesakte erhielten die
auswärtigen Großmächte eine "Vormundschaft" über den
Deutschen Bund. Jede Verfassungsänderung musste künftig von
Großbritannien, Frankreich, Russland, Schweden, Spanien und Portugal
genehmigt werden. Der Kaiser von Österreich und der König von
Preußen traten dem Bund nur mit denjenigen Ländern bei, die
ursprünglich zum Deutschen Reich gehört hatten.
Die Staaten bildeten weder einen Bundesstaat (der
eine deutsche Einigung vorausgesetzt hätte), noch einen Staatenbund
(der eine verbindliche Verfassung benötigt hätte), sondern nur einen
lockeren Staatenverband ohne eigenes Staatsoberhaupt. Die
Souveränität blieb bei den Fürsten und den Senaten der Freien
Städte.
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- Der Zweck des Deutschen Bundes war "die Erhaltung der
äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands, die Unabhängigkeit und
Unverletzlichkeit der deutschen Staaten".
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Die zentrale Aufgabe
des Deutschen Bundes lag auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik. Alle
Bundesmitglieder waren sich einig, dass der Bund eine
Verteidigungsunion sein sollte. Der Bund sollte als Einheit
auftreten.
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- Der Deutsche Bund besaß mit der Bundesversammlung nur ein
gemeinsames Verfassungsorgan in Frankfurt. Die Bundesversammlung war
kein Parlament, sondern ein
Gesandtenkongress, in den jeder deutsche Bundesstaat seine
weisungsgebundenen Gesandten schickte. Die Anzahl der Stimmen eines Landes richten
sich nach dessen Größe. Den Vorsitz führte Österreich.
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Die Bundesversammlung konnte in
zweifacher Form zusammentreten. Im 'Engeren Rat' wurden die
politischen Vorlagen ausgearbeitet. Dabei hatten die sechs
Königreiche und die fünf Großherzogtümer zusammen elf von insgesamt
siebzehn Stimmen. Im Plenum waren alle 41
Mitgliedstaaten vertreten. Die Stimmrechte waren so verteilt, dass
eine Majorisierung durch die großen Staaten nicht möglich war. Für
Grundsatzentscheidungen war Einstimmigkeit vorgesehen. |
- Landständische Verfassungen werden für die Einzelstaaten in Aussicht gestellt
(Artikel 13 der Bundesakte).
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Metternichs Haltung in dieser Frage
wurde durch die Rücksicht auf die Mediatisierten bestimmt, denen er
durch den erblichen Sitz in den Landständen eine Entschädigung für
den Verlust ihrer bisherigen politischen Stellung verschaffen
wollte.
Zwischen 1814 und 1820 entstanden aufgrund
fürstlicher Initiative neue Verfassungen in fast allen deutschen
Staaten. Eine neue Verfassung diente vor allem der Integration der
einzelnen regionalen Gebiete eines Fürstentums. Kein Gedanke an
Volkssouveränität! |
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Europa 1815 - 1830 |
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- Nach der Rückkehr Napoleons nach Frankreich im März 1815 war die Herrschaft der Bourbonen zusammengebrochen. Nur die Allianz der Siegermächte konnte
den Bourbonen helfen, zurückzukehren. Durch den Kampf gegen Napoleon
wurden die alten Allianzstrukturen sowie der Allianzgeist der Befreiungskriege
revitalisiert. Durch das Einrichten von Institutionen sollte
das Bündnis gefestigt werden.
- Auf Veranlassung des Zaren Alexander I. wird am 26.9.1815 zwischen
Russland, Österreich und Preußen die 'Heilige Allianz'
geschlossen. Die Staaten sollen nach den "Grundsätzen des
Christentums, der Gerechtigkeit und der Liebe" geleitet werden. Das
christliche Friedensgebot sollte als Richtschnur außenpolitischen
Handelns dienen.
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Vielfach wird in Geschichtsbüchern
kritisiert, dass die Berufung auf das Christentum nur eine
vorgeschobene Fassade für eine kalte Machtsicherung sei. Doch nach dem Ende der Befreiungskriege
war es zu einer Wiederbelebung christlicher Frömmigkeit gekommen. Zar
Alexander I. war ein gläubiger Christ und hatte ernsthafte
Absichten, den Krieg durch die Zerstörung seiner Wurzeln
auszurotten. |
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- Im Zweiten Pariser Frieden (20.11.1815) werden die Bourbonen
wieder eingesetzt.
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Insgesamt glimpfliche Einbußen für
Frankreich. Saarlouis fällt an Preußen, kleine Teile im Süden
Frankreichs (z.B. Nizza) fallen an das italienische Fürstentum
Sardinien-Piemont. Frankreich musste eine Kriegsentschädigung
bezahlen.
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- Ergreifen von gemeinsamen militärischen Sicherheitsvorkehrungen
gegenüber Frankreich,
so die Besetzung der Grenzgebiete durch preußische und russische
Verbände. Gemeinsamer Befehlshaber war der Herzog von Wellington
(Großbritannien).
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Durch die gemeinsame Organisation
wurde auch die Qualität der Zusammenarbeit gefördert. Eine
gemeinsame Besetzung durch mehrere Staaten hatte es bis jetzt nicht
gegeben. |
- Einrichten eines politischen Kollektivorgans. Die vier Botschafter
sollten auf der zivilen Ebene überwachen und auch als
Vermittlungsinstanz dienen. Sie sollten sich regelmäßig treffen.
Strittige Fragen wurden auf diese Botschafterkonferenzen übertragen.
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Mit diesem Verhalten der Siegermächte
wurde außenpolitisches Neuland betreten. Eine Diplomatie im Frieden
gab es bisher nicht.
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- Zweck der Quadrupelallianz (am 20.11.1815 war auch England
dem Bündnis beigetreten) war, präventive Maßnahmen gegenüber Frankreich zu
ergreifen, aber auch, alles zu tun, was der Aufrechterhaltung des
Friedens dient. Konflikte sollen friedlich eingedämmt werden. An die
Stelle der informellen Konfliktregelung sollte eine
Institutionalisierung treten. Der Zar will eine
Sicherheitspartnerschaft in ganz Europa, d.h. eine europäische
Sicherheitsstruktur.
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- Ziel des Liberalismus ist es, die Menschen von unnötigen
Bindungen zu befreien und eine möglichst große Freiheit im staatlichen
und gesellschaftlichen Leben zu erreichen. Jeder Mensch soll seine
Fähigkeiten ungehindert entwickeln und - so die Auffassung der
Liberalen - mit seinem eigenen Nutzen zugleich dem allgemeinen
Fortschritt am besten dienen. Die Liberalen fordern einen
Verfassungsstaat (d.h. einen Staat, in dem die Verteilung von
Rechten und Pflichten zwischen Fürst und Parlament durch die
Verfassung geregelt sind). Der Liberalismus
hatte 1789 in Frankreich die politische Macht gewonnen und erregte
damit ungeheuren Eindruck in ganz Europa.
- Bis 1830 verband sich der Liberalismus mit dem Nationalismus.
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Der Nationalismus entsprach im 18.
Jahrhundert ganz unmittelbar sozialen Tatbeständen und Bedürfnissen.
Einige Elemente des Nationalismus gehören zu den ursprünglichsten
Gefühlen der Menschen, nämlich den Geburtsort oder den Ort der
Kindheit besonders zu lieben, eine Vorliebe für die Muttersprache
und für einheimische Sitten und Gebräuche, schließlich auf die
eigene Lebensweise stolz zu sein, anderen Lebensarten mit Misstrauen
zu begegnen. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert war die
Politisierung breiterer Kreise der Bevölkerung so weit
fortgeschritten, dass das Nationalgefühl reflektiert und ideologisch
fundiert wurde. In der Zeit des Absolutismus hatten die Fürsten den
modernen Staat und damit das 'Gefäß' für den Nationalismus
geschaffen. In Deutschland hatte der Nationalismus anti-französische
Züge; das Bewusstsein der Andersartigkeit verband sich mit deutschem
Sendungsbewusstsein (Jakob Fichte 1808: "An deutschem Wesen soll die
Welt genesen."). |
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- In Europa sucht die Heilige Allianz jede liberale und nationale
Bewegung niederzuhalten. Der 1815 erreichte Zustand soll erhalten
bleiben.
- Gegenseitige Verpflichtung der Großmächte, gemeinsam gegen
revolutionäre Bestrebungen vorzugehen. - Auf der Konferenz in Troppau
(1820) setzte Russland - gegen österreichische Interessen - die
Anerkennung des Prinzips der Intervention zur Wahrung der
internationalen und innerstaatlichen Ordnung durch.
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- Burschenschaften und Reaktion im Deutschen Bund
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- Die Burschenschaften entstanden seit 1811 aus dem Geist des
nationalen Widerstandes gegen die französische Besatzung: Ihre
Zielsetzung war die politische Einigung Deutschlands.
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Die Burschenschaften traten teilweise
an die Stelle der herkömmlichen Verbindungen auf der Grundlage von
Landsmannschaften. In ihrer politischen Ausrichtung waren sie jedoch
nicht einheitlich liberal.
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- Das Wartburgfest am 18.10.1817 ist die erste politische
Kundgebung, die gesamtdeutsch orientiert war. Sie wird zum Signal der
Nationalbewegung.
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Die Tagesstunden verstrichen mit
gemäßigten Festansprachen, in denen vor etwa 500 Teilnehmern der
Gedanke der nationalen Einheit beschworen wurde. Am Abend ging eine
radikalere Minderheit dazu über, symbolische Bücherverbrennungen
vorzunehmen (Schriften von Karl Ludwig von Haller und August von
Kotzebue sowie jüdischer Aufklärer aber auch den 'Code Napoléon')
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- Am 18.10.1818 wird in Jena die 'Allgemeine Deutsche
Burschenschaft' als Gesamtvereinigung der Burschenschaften in den
Einzelstaaten gegründet. Ein Forderungskatalog des Liberalismus wird
aufgestellt.
- Am 23.3.1819 wird der deutsche Schriftsteller und russische
Staatsrat August von Kotzebue durch den Erlanger
Theologiestudenten Carl Ludwig Sand ermordet.
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Unter dem Einfluss des Gießener
Professor Karl Follen war Karl Ludwig Sand von der Idee besessen,
einen politischen Gegner töten und dafür den Opfertod auf sich
nehmen zu müssen. Kotzebue wählte er aus, weil dieser über die
Burschenschaften gespottet hatte.
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- Für den österreichischen Staatskanzler Fürst von Metternich bot
der Mord an Kotzebue den Vorwand, die liberale Bewegung mit
staatlichen Mitteln anzugehen. Die Einführung landständischer
Verfassungen soll mit Bundeskompetenz gestoppt werden.
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- In der Teplitzer Punktation vom 1.8.1819
einigten sich die führenden Staatsmänner Österreichs und Preußens
auf eine Linie, auf die dann in den Karlsbader Beschlüssen auch die
Vertreter von 8 weiteren deutschen Staaten einschwenkten.
- Die Karlsbader Beschlüsse werden vom
Bundestag bestätigt: Vorzensur für Zeitungen, Verbot der
Burschenschaften, Entlassung "revolutionär" gesinnter Lehrkräfte,
Überwachung der Universitäten. In Mainz wird eine
'Zentraluntersuchungskommission' des Deutschen Bundes eingesetzt.
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- Das Ende der preußischen Reformen
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- Friedrich Wilhelm III. von Preußen führt die Karlsbader Beschlüsse
in seinem Land nicht nur gewissenhaft durch, sondern überbietet sogar
Österreich in der Verfolgung aller 'Demagogen'. Auch die Durchführung
der Reformen wird jetzt eingestellt, die Reformgesetze werden zum Teil
rückgängig gemacht. Von einer Wiederherstellung der Zustände, wie sie
vor dem Zusammenbruch Preußens 1806 bestanden hatten, konnte keine
Rede sein.
- 1822 wird durch die Einführung
von Provinzialständen jeder Aussicht auf eine Volksvertretung ein Ende
gemacht.
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- Liberale und nationale Bewegungen in Spanien
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- 1814 wird König Ferdinand VII. wieder in seine alten Funktionen
eingesetzt. Er strebt die Wiederkehr der absolutistischen Herrschaft
an
- Im Januar 1820 entzündet sich die Revolution in Cadiz. Zunächst
ist es ein Militärputsch unter der Leitung eines Majors (Raphael
Diego). Andere unzufriedene Schichten - so zum Beispiel die kleinen
Landbesitzer - schließen sich dem Aufstand an.
- Die verfassungsgebende Versammlung tagte unter dem Schutz der
englischen Flotte. Der König wird gezwungen, einen Eid auf eine extrem
liberale Verfassung abzulegen (Wahl ohne Zensus, König kann Parlament
nicht auflösen, kein Vertretungsorgan der Oberschicht, nur suspensives
Veto für den König u.a.).
- 1823 beauftragt die 'Heilige Allianz' Frankreich mit der
militärischen Intervention in Spanien. Der Aufstand wird
niedergeschlagen, Ferdinand VII. wieder eingesetzt.
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1820 war nur Russland für eine
Intervention in Spanien eingetreten. Zar Alexander I. war an sich
kein Gegner eines Verfassungsstaates, trat jedoch für eine
austarierte Aufgabenverteilung zwischen König und Parlament ein. Die
Verfassung sollte außerdem nur von oben vergeben werden. Metternich
denkt machtpolitisch: Er stellt sich gegen eine Intervention
Russlands, weil er befürchtet, dass es sich in Westeuropa festsetzt.
Auch England widersetzt sich dem Zaren: Es will nur eingreifen, wenn
die Gefahr einer Infiltration revolutionärer Ideen in das eigene
Land besteht. Außerdem will es seine nationale Souveränität wahren.
1823 wird Frankreich mit der Intervention beauftragt.
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- Revolutionäre Bewegungen in Italien
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- Wie in Spanien herrscht im Königreich Sizilien-Neapel (Königreich
beider Sizilien) der Fürst absolut. Der Monarch ist träge und lässt
die Regierungsgeschäfte schleifen.
- Im Unterschied zu Spanien hatte sich in Italien ein konspirativer
Geheimbund (Carbonari) gebildet, der auch das Militär unterwanderte. Im
Juli 1820 kommt es zum Aufstand des Militärs. Weitere
Gesellschaftsgruppen schließen sich an. Die Aufständischen setzen eine
radikal-liberale Verfassung nach spanischem Vorbild durch
(Cortes-Verfassung).
- Österreich sieht seine Hegemonialstellung in Italien bedroht.1821
beschließt die Allianz die Intervention durch Österreich. Der Aufstand
wird niedergeschlagen, die alten Zustände wieder hergestellt.
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- Der griechische Befreiungskampf (1821 - 1829)
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- Die von der Französischen Revolution ausgehenden
liberal-nationalen Ideen und die zunehmende innere Schwäche des
Osmanischen Reiches entfachten 1821 den Befreiungskampf der
Griechen gegen die türkische Herrschaft.
- 1822 erklärt Griechenland seine Unabhängigkeit von der Türkei. In
Epidauros tritt ein Nationalkongress zusammen. In ganz Europa entsteht
ein große Griechenbegeisterung (Philhellenismus)
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Österreich unter der Führung von
Fürst Metternich fordert eine Intervention zugunsten der Türkei. Er befürchtet, dass die nationalen und freiheitlichen
Ziele der Griechen Vorbild für die vielen Völkerschaften in seinem
eigenen Land sein könnten. In Russland setzten sich machtpolitische
Interessen durch, die auf eine Zerschlagung der Türkei und auf eine
russische Vormachtstellung über die Meerengen hinausliefen.
England unterstützte ebenfalls die griechischen Freiheitskämpfer,
um Russland von den Meerengen fernzuhalten. Dem russisch-englischen
Zweckbündnis schloss sich Frankreich an. Österreich und Russland
ringen im stillen miteinander
um die Donaumündung und die Macht auf dem Balkan, Russland und
England um den Bosporus und die Dardanellen. Die Machtpolitik setzte
sich durch, die Heilige Allianz mit ihren christlichen Prinzipien
zerbrach. |
- 1824 Die Türken werden in ihrem Kampf gegen die aufständischen
Griechen von den Ägyptern unterstützt. 1826 erobern
türkisch-ägyptische Truppen Missolunghi, einen
Hauptstützpunkt der Griechen
- 1827 greifen die europäischen Großmächte Frankreich, England und
Russland in den griechischen Unabhängigkeitskrieg ein. In der
Seeschlacht im Golf von Navarino wird die türkisch-ägyptische Flotte
völlig zerstört.
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Die gemeinsame Aktion Frankreichs,
Englands und Russlands war nur deshalb zustande gekommen, weil sich
diese Staaten gegenseitig misstrauten. Jeder Staat befürchtete, dass
ein anderer Staat die Dominanz im Vorderen Orient anzustreben
versuche. |
- 1828 Frankreich greift unmittelbar in den griechischen
Unabhängigkeitskrieg ein. Französische Truppen landen in Morea.
Zwischen Russland und der Türkei bricht ein Krieg aus. Die Russen
dringen im Kaukasus und in Rumelien vor.
- 1829 Der russisch-türkische Krieg wird durch den Frieden von Adrianopel beendet. Die Russen erhalten fast das ganze Donaudelta und
Teile von Armenien. Gleichzeitig erklärt sich die Türkei bereit, die
Unabhängigkeit Griechenlands zu akzeptieren.
- Im Londoner Protokoll von 1830 wurde die Unabhängigkeit
Griechenlands anerkannt.
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